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Liquidität und Transparenz in Börsensegmenten für kleine und mittlere Unternehmen

Probleme und Lösungsansätze unter besonderer Berücksichtigung des Designated Sponsor Konzepts

Liquidität und Transparenz in Börsensegmenten für kleine und mittlere Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gerrit Deuscher
  • Abgabedatum: Mai 1999
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1853-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1853-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1853-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Deuscher, Gerrit Mai 1999: Liquidität und Transparenz in Börsensegmenten für kleine und mittlere Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Neuer Markt, Deutsche Börse AG, Betreuer, Börse

Diplomarbeit von Gerrit Deuscher

Einleitung:

In den vergangenen Jahren verzeichneten die internationalen Börsenplätze stark steigende Umsätze. Gleichzeitig erfolgte eine Konzentration der Umsätze auf bekannte Standardwerte mit der Folge, daß Spezial- und Nebenwerte unter zunehmender Umsatzlosigkeit und Illiquidität litten. Bereits in den achtziger Jahren wurde an den europäischen Wertpapierbörsen versucht, spezielle Börsensegmente für kleine und mittlere Unternehmen zu etablieren. Nach anfänglichen Erfolgen scheiterten diese Börsensegmente an der unzureichenden Liquidität am Sekundärmarkt bzw. der geringen Transparenz und wurden daraufhin geschlossen oder sind heute fast bedeutungslos. Diese Entwicklung lähmte zudem die volkswirtschaftlich wichtige Emissionstätigkeit auf dem Primärmarkt.

In jüngster Zeit kam wieder Bewegung in die europäische Börsenlandschaft. Erneut wurden in mehreren europäischen Ländern spezielle Börsensegmente für kleine und mittlere Unternehmen eingerichtet, diesmal jedoch v.a. für Wachstumsunternehmen. Bisher existierte nur in den Vereinigten Staaten mit der NASDAQ ein etablierter und funktionierender Kapitalmarkt für Beteiligungspapiere von kleinen und mittleren Unternehmen. Im Zuge dieser Entwicklung startete die Deutsche Börse AG im Mai 1997 den Neuen Markt, ein Handelssegment für wachstumsstarke kleine und mittlere Unternehmen. Ein Novum in Deutschland war der Designated Sponsor (vormals Betreuer) im Neuen Markt, der neben den strengen Zulassungsbedingungen für die nötige Liquidität und Transparenz sorgen sollte. Die anfängliche Kritik am Designated Sponsor-Konzept und an den Transparenzanforderungen ist nach dem bisherigen Erfolg des Neuen Marktes verstummt. In einem nächsten Schritt wurde das Konzept auf MDAX-Werte, die künftigen SMAX-Werte und andere illiquide Werte übertragen, da hier noch Handlungsbedarf besteht.

Mit dieser Arbeit soll gezeigt werden, welchen Beitrag das Designated Sponsor-Konzept zur Verbesserung von Liquidität und Transparenz leistet, um einen funktionierenden Sekundärmarkt für die Aktien von kleinen und mittleren Unternehmen sicherzustellen. Hierbei sollen die Problemfelder anhand der Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen herausgearbeitet und bei der Bewertung des Designated Sponsor-Konzepts als Lösungsansatz berücksichtigt werden.

Gang der Untersuchung:

Die Darstellung der Grundlagen zur Effizienz und Organisation von Wertpapiermärkten in Kapitel 2 bilden das theoretische Grundgerüst für die Ausführungen in Kapitel 3 und Kapitel 4. Im Vordergrund stehen dabei die Definitionen und die Bedeutung von ausgewählten Effizienzkriterien, insbesondere von Liquidität und Transparenz sowie deren interdependente Beziehung. Nachfolgend wird auf die Auswirkung der verschiedenen Börsenorganisationsformen auf Liquidität und Transparenz eingegangen.

Im Anschluß steht in Kapitel 3 das Verhältnis von kleinen und mittleren Unternehmen zur Börse im Mittelpunkt. Nach der begrifflichen Einordnung werden ihre Besonderheiten und die daraus resultierenden Probleme im Sekundärmarkt analysiert. Im folgenden wird auf internationale Börsensegmente für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Lösungsansätze zur Verbesserung von Liquidität und Transparenz eingegangen. Abschließend werden die deutschen Börseninitiativen Neuer Markt und SMAX dargestellt, die das Designated Sponsor-Konzept als Lösungsansatz beinhalten.

Eine detaillierte Situationsanalyse und Problematisierung des Designated Sponsor-Konzepts folgt in Kapitel 4. Es werden die Liquiditätsunterstützung im Xetra-Handel und die möglichen Zusatzleistungen für die Emittenten beschrieben und die Auswirkungen auf die Marktteilnehmer kritisch erörtert. Zur Ergänzung werden vergleichbare Modelle an der New York Stock Exchange und der SBF-Bourse de Paris vorgestellt.

Ein mündliche Befragung in Form von strukturierten Interviews zum Designated Sponsor-Konzept mit Emittenten und Finanzintermediären am Neuen Markt rundet die Arbeit ab. Ziel dieser Erhebung soll es sein, Aufschlüsse über den Beitrag der Designated Sponsors zur Verbesserung von Liquidität und Transparenz aus der Sicht dieser beiden Marktteilnehmer zu gewinnen. Zusätzlich sollen Erkenntnisse über Problembereiche und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dazu beleuchten die gestellten Fragen das Designated Sponsor-Konzept im Gesamten. Das Schlußkapitel gibt neben der zusammenfassenden Betrachtung einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Designated Sponsor-Konzepts.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Aktueller Hintergrund 1
1.2 Zielsetzung und Konzeption der Arbeit 1
2. Grundlagen zur Effizienz und Organisation von Wertpapiermärkten 3
2.1 Ausgewählte Kriterien für die Effizienz von Wertpapiermärkten 3
2.1.1 Transparenz 3
2.1.2 Informationseffizienz 4
2.1.3 Liquidität 5
2.1.4 Transaktionskosten 8
2.2 Organisationsformen des Wertpapierhandels 9
2.2.1 Präsenzbörsen vs. elektronische Handelssysteme 9
2.2.2 Auktionsbörsen vs. Market Maker-Systeme 10
2.2.3 Mischformen 12
2.2.4 Praxisbeispiel: Das elektronische Handelssystem Xetra 13
3. Kleine und mittlere Unternehmen und die Börse 16
3.1 Kleine und mittlere Unternehmen - begriffliche Abgrenzung 16
3.2 Probleme von börsennotierten kleinen und mittleren Unternehmen 18
3.2.1 Besonderheiten von börsennotierten kleinen und mittleren Unternehmen 18
3.2.2 Auswirkungen auf die Handelbarkeit von Neben- und Spezialwerten im Sekundärmarkt 20
3.3 Börsensegmente für kleine und mittlere Unternehmen 22
3.3.1 Neue Märkte in Europa 23
3.3.1.1 Großbritannien - Der "AIM" in London 23
3.3.1.2 Frankreich - Le Nouveau Marché in Paris 24
3.3.1.3 Belgien - Die EASDAQ in Brüssel 25
3.3.1.4 Exkurs: Vereinigte Staaten - Die NASDAQ 26
3.3.2 Börseninitiativen in Deutschland 27
3.3.2.1 Der Neue Markt 27
3.3.2.2 SMAX 29
4. Verbesserung von Liquidität und Transparenz: Das Designated Sponsor-Konzept 32
4.1 Konzeption und Ziele des Designated Sponsor-Konzepts 32
4.2 Die Kernfunktion des Designated Sponsors: Liquiditätsunterstützung 34
4.2.1 Integration des Designated Sponsors in den Handelsablauf 34
4.2.2 Kontrolle der Aktivitäten 37
4.3 Zusatzleistungen des Designated Sponsors für den Emittenten 38
4.3.1 Research und Sales 38
4.3.2 Unterstützung bei Investor Relations 39
4.3.3 Weitere Dienstleistungen für den Emittenten 40
4.4 Kritische Analyse der Vor- und Nachteile des Designated Sponsorkonzepts für die Marktteilnehmer 41
4.4.1 Emittenten 41
4.4.2 Investoren 43
4.4.3 Finanzintermediäre 44
4.5 Vergleichbare Modelle an ausländischen Börsenplätzen 46
4.5.1 Der "Specialist" an der New York Stock Exchange 47
4.5.2 Der "Animateur" an der SBF-Bourse de Paris 48
5. Evaluation des Designated Sponsor-Konzepts aus der Sicht von Emittenten und Finanzintermediären anhand von strukturierten Interviews 50
5.1 Methodik und Vorgehensweise 50
5.2 Auswertung der Befragungsergebnisse 52
5.2.1 Ergebnisse der Befragung von Emittenten 52
5.2.2 Ergebnisse der Befragung von Finanzintermediären 58
5.3 Schlußfolgerungen 62
6. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick 65
Anhang 68
Anhang 1: Interviewleitfaden für Emittenten 68
Anhang 2: Interviewleitfaden für Finanzintermediäre 69
Literaturverzeichnis 70
Erklärung gemäß § 20 Abs. 6 der Prüfungsordnung 83

Arbeit zitieren:
Deuscher, Gerrit Mai 1999: Liquidität und Transparenz in Börsensegmenten für kleine und mittlere Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Neuer Markt, Deutsche Börse AG, Betreuer, Börse

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