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Licensing sowie die Betrachtung von Faktoren starker Marken als Grundlage des Brand Licensing

Licensing sowie die Betrachtung von Faktoren starker Marken als Grundlage des Brand Licensing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heike Schilling
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 6,9 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Hochschule Landshut Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7702-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7702-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7702-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schilling, Heike September 2003: Licensing sowie die Betrachtung von Faktoren starker Marken als Grundlage des Brand Licensing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Merchandising, Differenzierung, Kultmarke, Produktgestaltung, Image

Diplomarbeit von Heike Schilling

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Welt des Licensing und gestaltet diese etwas transparenter. Wenn man sich mit dem Thema eingehender vertraut macht, wird einem bewusst welche enormen Umsätze damit erzielt werden und wie oft man doch tagtäglich damit konfrontiert wird – meist, ohne es zu wissen.

Nach kurzen Begriffsbestimmungen wird zunächst auf grundsätzliche Begebenheiten eingegangen, indem der Markt des Licensing mit dessen Beteiligten, sowie deren Aufgaben und Ziele erklärt werden. Danach folgt eine mit Beispielen abgerundete Erläuterung der Lizenzgegenstände, der verschiedenen Licensing-Formen, sowie eine Beschreibung der Erfolgsfaktoren zur Umsetzung und der unterschiedlichen Umsetzungsformen, sowie eine kurze Darstellung der Bestandteile eines Lizenzvertrages und des deutschen Lizenzmarktes.

Im Kapitel 5 liegt der Fokus der Ausführungen auf der Beleuchtung der Faktoren starker Marken, die eine erfolgversprechende Grundlage für Brand Licensing darstellen. Diese werden aus Marketinggesichtspunkten beschrieben und durch psychologische Thesen vervollständigt. Es folgt ein allgemeiner Überblick über Kultmarken und deren Determinanten. Dieser Punkt wird abgeschlossen mit einer Betrachtung der Kultmarken Nivea und Levi’s.

Um die Gunst des Konsumenten in der heutigen Zeit, in der sich Produkte immer ähnlicher werden, die Märkte fast vollständig gesättigt sind und jede Geldausgabe aufgrund des ‚Teuros’ vom Konsumenten wohlüberlegter ist‚ ‚langfristig’ zu gewinnen, ist es für Unternehmen absolut existenziell eine Marke zu schaffen, die sich von den übrigen im positiven Sinne unterscheidet und hervorhebt. Diese Marke soll sich in den Köpfen der Verbraucher verankern und dort eine vorteilhafte Einstellung hervorrufen, so dass der Kunde sich sozusagen automatisch bei der Selektion der Artikel am Point of Sale für diese entscheidet.

Eine starke Marke verspricht dem Verbraucher ein gleich bleibendes Qualitätsniveau, für das er auch bereit ist, einen bestimmten Preis zu bezahlen. Hierfür ist jedoch das entsprechende Image der Marke unerlässlich. Wenn dieses jedoch noch nicht erreicht ist, gibt es die Möglichkeit eines Imagetransfers von bekannten Marken durch Licensing, wodurch die Popularität des noch unbekannten Artikels gefördert werden kann.

Aber nicht nur ‚No-Names’ oder noch unbekannte Marken nutzen die Popularität bekannter Lizenzthemen, auch immer mehr namhafte Markenartikelhersteller setzen darauf. Folgendes Zitat zeigt, dass gerade Licensing zur Sympathisierung eines Produktes sehr gut geeignet ist. „Das Lizenzgeschäft bietet heutzutage mehr denn je die Chance der Differenzierung und emotionalen Produktaufladung für den Lizenzpartner Licensing kann die in einem Lizenzthema aufgeladenen Werte kommunizieren, den gewünschten Imagetransfer erzeugen und somit einen Beitrag zur langfristigen erfolgreichen Produktpositionierung leisten.“ (Merchandisingletter, Herausgeber: RTL Enterprises GmbH, 2002, S. 7) Hierdurch wird deutlich, welche große Bedeutung Licensing jetzt und in naher Zukunft im Marketingbereich hat und haben wird.

Was aber genau ist unter Licensing zu verstehen? Welche unterschiedlichen Arten gibt es, wer ist beteiligt, wie sieht die rechtliche Seite aus und worauf ist besonders zu achten?

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Vorwort 8
2. Einleitung 8
3. Definitionen 9
3.1 Merchandising 9
3.2 Licensing 10
3.3 Franchising 11
4. Der Markt des Licensing 11
4.1 Die Beteiligten am Licensing 11
4.1.1 Der Lizenzgeber 12
4.1.2 Der Lizenznehmer 13
4.1.3 Die Lizenz-Agentur 13
4.1.4 Massenmedien und andere Multiplikatoren 15
4.1.5 Das Zusammenspiel der Beteiligten 15
4.2 Die Lizenz-Gegenstände – Was kann lizenziert werden? 16
4.3 Die Licensing-Formen 17
4.3.1 Reinformen 17
4.3.1.1 Personality Licensing 17
4.3.1.2 Character Licensing 18
4.3.1.3 Brand Licensing 20
4.3.1.4 Event Licensing 21
4.3.2 Mischformen 22
4.3.2.1 TV-Licensing 22
4.3.2.2 Movie Licensing 24
4.3.2.3 Music Licensing 25
4.3.2.4 Sport Licensing 26
4.3.2.5 Toy Licensing 28
4.3.2.6 Fashion / Designer Licensing 30
4.3.2.7 Art Licensing 31
4.3.2.8 Charity / Social Licensing 33
4.4 Umsetzungsformen / Lizenzbereiche 33
4.4.1 Erfolgsfaktoren 34
4.4.2 Audio, Video & Multimedia 36
4.4.3 Publishing & Stationary 37
4.4.4 Toys & Games 37
4.4.5 Textiles & Accessories 39
4.4.6 Home & Living 39
4.4.7 Food & Promotion 40
4.4.8 Personal Care 43
4.4.9 Retail 43
4.5 Die Bestandteile des Lizenzvertrages 46
4.6 Der aktuelle deutsche Licensing-Markt 47
5. Brand Licensing 49
5.1 Grundlage 50
5.2 Faktoren einer starken Marke 50
5.2.1 Die Entwicklungsstufen der Marke 50
5.2.2 Produktgestaltung 53
5.2.2.1 Produktqualität 53
5.2.2.2 Produktnutzen 55
5.2.2.3 Produkt- und Verpackungsdesign 58
5.2.2.4 Markename / Logo 60
5.2.3 Markenimage 67
5.2.4 Differenzierungsgrundlagen 71
5.2.4.1 Einzigartigkeiten 72
5.2.4.2 Die Marke als Prestigeobjekt 75
5.2.4.3 Originelle Vermarktungs- und Serviceideen 75
5.2.5 Besonderheiten bei Dienstleistungsmarken 78
5.3 Von der Marke zur Kultmarke 79
5.3.1 Die deutsche Kultmarke Nivea 81
5.3.2 Die internationale Kultmarke Levi's 84
6. Fazit 87
Literatur- und Quellenverzeichnis VIII
Quellenverzeichnis der Abbildungen XIV
Anhang XVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

eigenen Ichs und stellt dadurch in jedem Falle eine Kommunikation nach außen dar. Die derzeitige finale Stufe ist sozusagen als Selbstverwirklichung durch die Marke zu sehen. Sie geht über die Bedeutung der dritten Stufe hinaus und ermöglicht die Individualisierung und Inszenierung jedes Einzelnen durch Marken. Diese sind daher als wichtiger Teil unseres Alltagslebens nicht weg zu denken, da sie mit ihrem spezifischen Design, ihrer Symbolik und den damit verbundenen Einstellungen unser tägliches Leben prägen. Viele Mitglieder der Gesellschaft versuchen sich also durch Marken und den damit verbundenen Eigenschaften von anderen abzuheben und sich als Individuum zu definieren. Die Markeninhalte differenzieren sich jedoch gemäß des subjektiven MarkenErlebens durch jeden Einzelnen; z. B. auch aufgrund von Dachmarken, die viele Einzelprodukte unter sich vereinen (als Antwort auf die Fraktalisierung der Gesellschaft; z. B. Marlboro – Abenteuer, Cowboy, Marlboro Lights – Unterstreichung des natürlichen Charakters usw.) und sich dadurch schwerpunktmäßig auf die besondere Heraushebung unterschiedlicher Teilwerte und –assoziationen konzentrieren. Die zukünftig erreichbare Stufe wird wahrscheinlich die Marke als Ausdruck des eigenen individuellen Wertesystems sein. Dies würde z. B. bedeuten nur Kosmetikmarken zu kaufen, deren Produkte nicht an Tieren getestet werden. Das würde die Innenorientierung der Markeninhalte verdeutlichen, da solche Eigenschaften nicht nach außen kommuniziert werden müssen; vielmehr möchte der Kunde seine Prinzipien realisieren und vor sich selbst bestehen können. Als neuer Trend wird auch die Sinnsuche des Individuums gesehen, was auch in Form von Marken ausgedrückt werden kann. Marken werden also für jeden Einzelnen zum Symbol für oder zu einer Form des Realisierens des subjektiv bewerteten Sinns. Das heißt, ich kann durch meine Markenwahl einen psychologischen Zweck befriedigen. Z. B. eine Rolle ausdrücken, für die ich stehe, die ich aber nicht mehr ausleben kann (Rolle der treusorgenden Hausfrau; durch die Benutzung von etwa Persil können die damit verbundenen Qualitäten assoziiert werden) oder Werte darstellen, die ich als richtig anerkenne.81 [...]

Bei einem immer anonymer werdenden Markt dient die Marke zur Identifizierung und Sicherheit für den Kunden. Für ihn verwandelt sie „…Anonymität in Vertrautheit und Komplexität in Simplizität…“79 und stellt gleichzeitig den Identitätsnachweis des Hersteller dar, der der Marke dadurch sozusagen etwas von sich selbst mitgibt und so die Person hinter der Marke, der man vertrauen kann, darstellt.80 Da heute der Schöpfer der Marke nur noch selten als dieser zu erkennen ist und somit die personale Markenverkörperung fehlt, verwandelt sich die Marke im zweiten Schritt zu einem Siegel für Qualität und Leistung. Diese Funktion erhält sie jedoch erst durch einen kontinuierlichen kollektiven Lernprozess der Verbraucher, der geprägt ist von eigenen Erfahrungen, sowie Bekräftigungen der Umwelt und zu einer relativ einheitlichen Markenvorstellung bei der Kundengesamtheit führt. Durch diese einige und kollektive Einstellung zur Marke entwickelt sich die Funktion als Prestigeobjekt, wodurch die Nutzung und Präsentation bestimmter Marken in der Öffentlichkeit eine Möglichkeit zur Demonstration von Erfolg und Status durch Qualität und dem damit einhergehenden entsprechenden Preis, darstellt. Andererseits dient sie als Gruppenzugehörigkeitssymbol. Hier ist die kollektive Meinung über eine Marke und deren Symbol- und Prestigekraft entscheidend, die dem Nutzer Eigenschaften, beruhend auf dem Wissen über die jeweilige Marke, zuschreiben lässt. Durch den Zerfall von fest abgegrenzten sozialen Klassen und wenigen spezifischen Gruppen in unzählige kleine Untergruppen und Szenen mit größtenteils unbekannten Beteiligten, kann das Mitglied mittels der Nutzung oder Meidung bestimmter Marken bzw. Markenkombinationen ein Signal der Zugehörigkeit setzen. Die Symbolik von Marken wird von den Verbrauchern, den Medien (z. B. Product Placement) und den Herstellern (Werbung, integrierte Botschaften) geprägt, kann sich aber auch völlig von den Absichten der Hersteller entfremden. Die Marke ist jedoch nicht nur Status- und Gruppenzugehörigkeitssymbol, sondern ermöglicht die Darstellung des tatsächlichen, angeblichen oder gewünschten [...]

Nicht verwunderlich scheint der überwiegende Umsatz durch die Umsetzung in der Lebensmittelbranche. Beim Einkaufen im Supermarkt sind Lizenzartikel schon fast nicht mehr wegzudenken, die große Anzahl dieser Produkte fällt jedoch erst bei genauerem Hinsehen auf. Für die zukünftige Entwicklung der Licensing-Branche fallen Prognosen schon aufgrund der erst im Jahr 2001 begonnenen umfassenden Studie über den deutschen Lizenzmarkt schwer. Gerade die vorliegende Studie zeigt jedoch die Krisenunabhängigkeit der Licensing-Branche, denn gerade im Jahr 2001, in dem die Konjunkturentwicklung in Deutschland nicht gerade rosig war, konnte ein so beträchtlicher Umsatz erwirtschaftet werden. Meiner Meinung nach ziehen sich die Menschen in unsicheren Zeiten zurück, sparen zwar, setzen aber auch auf bewährte Werte und damit auf bekannte und erfahrungsgemäß vertrauenswürdige Marken und wenden sich eher von neuen, noch nicht ‚getesteten’, Waren ab. Dies ist als Gelegenheit für Brand Licensing zu sehen. Wenn die Zukunft in finanzieller Hinsicht für den Verbraucher ungewiss scheint, z. B. durch die Preisentwicklung durch den Euro oder die Arbeitsplatzunsicherheit im Konjunkturabschwung, möchte sich der ‚Otto Normalverbraucher’ absichern und verzichtet auf hohe Geldausgaben und damit auf Luxusgüter. Das ist die Chance für Licensing. Einerseits besteht die Möglichkeit im Original teure Güter und deren Flair durch Licensing günstiger anbieten zu können (z. B. in Form von Kunstdrucken bekannter Meisterwerke), andererseits repräsentieren Lizenzprodukte, besonders die der Kategorien Movie, TV, Sport und Musik einen bestimmten Lebensstil (von bekannten Persönlichkeiten), den man sich durch den Erwerb dieser Produkte nach Hause holen und auch anderen demonstrieren möchte. Dementsprechend sollte die Lizenzbranche, die sich sogar in konjunkturell schwachen Zeiten stabil verhält, gerade von einem Aufschwung profitieren. [...]

Arbeit zitieren:
Schilling, Heike September 2003: Licensing sowie die Betrachtung von Faktoren starker Marken als Grundlage des Brand Licensing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Merchandising, Differenzierung, Kultmarke, Produktgestaltung, Image

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