Leseförderung durch einen jahrgangsübergreifenden Leseclub mit Büchern des Autors Peter Härtling
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor:
- Abgabedatum: August 2003
- Umfang: 57 Seiten
- Dateigröße: 386,1 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Amt für Lehrerausbildung Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9294-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9294-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9294-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: , August 2003: Leseförderung durch einen jahrgangsübergreifenden Leseclub mit Büchern des Autors Peter Härtling, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Lesen, Leseforschung, Leseverhalten, AG, Club
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Staatsexamensarbeit von
Einleitung:
Nicht erst seit PISA und IGLU ist Leseförderung in aller Munde. Lesen ist in der heutigen Medienwelt die wichtigste Kulturtechnik geworden. Leider lässt sich feststellen, dass viele Schüler in der Freizeit nicht mehr lesen. Das schulische Lesen bedeutet für sie Anstrengung und Benotung.
Die Schüler sollten jedoch dazu motiviert werden, zu lesen. Sie sollen erkennen, dass Lesen und die Beschäftigung mit Literatur Spaß machen kann. Aus diesem Grund hat sich die Verfasserin der vorliegenden Arbeit für das Thema Leseförderung entschieden. Kann man heute nicht Lesen, so führt das schnell zu Problemen im Alltag, im Beruf und in der Freizeit. Lesen muss man lernen und auch immer wieder üben und fördern.
Die vorliegende Staatsarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Leseförderung durch einen Leseclub in der Schule.
Im ersten Teil der Arbeit wird die Bedeutung des Lesens auf die Persönlichkeit des Lesers erläutert. Anschließend folgt eine kurze Darstellung über die Medienausstattung und –nutzung heutiger Jugendlicher sowie Wirkungen der Medien auf ihre Konsumenten.
Im weiteren Verlauf wird erläutert, welche Faktoren bezüglich der Lesesozialisation auf den Leser einwirken und von Bedeutung sind. Der letzte Punkt des ersten Teils geht auf Leseförderung und deren Maßnahmen in Schule, Elternhaus und Gesellschaft ein.
Im zweiten Teil der vorliegenden Staatsarbeit wird der Verlauf einer Arbeitsgemeinschaft beschrieben. In einer Grundschule wurde im 3. und 4. Schuljahr eine Arbeitsgemeinschaft Leseclub eingerichtet, an der die Schüler freiwillig teilnehmen konnten. Die Schüler beschäftigten sich in der Zeit von Februar bis Juli 2003 mit dem Kinderbuchautor Peter Härtling, der auch Bücher für Erwachsene geschrieben hat. In einer Art Projekt arbeiteten die Schüler individuell zu verschiedenen Werken Härtlings und präsentierten diese in einer abschließenden Ausstellung.
Die vorliegende Arbeit beschreibt schulische und organisatorische Voraussetzungen für die Arbeitsgemeinschaft und stellt didaktisch- methodische Überlegungen an. Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Arbeit des Leseclubs.
Der Schluss der vorliegenden Arbeit reflektiert die Arbeitsgemeinschaft Leseclub und stellt Überlegungen und Folgerungen für die weitere pädagogische Arbeit in der Zukunft an.
Auf Grund des Datenschutzes wurden in der vorliegenden Arbeit alle persönlichen Namen durch *** gekennzeichnet. Der Anhang, der zum größten Teil aus Fotos und privatem Material besteht, wird nicht veröffentlicht.
Diese Veränderungen beeinträchtigen die Qualität und das Verständnis der Arbeit nicht.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 1 | |
| Teil I: | Ergebnisse der Leseforschung | 2 |
| 1. | Die Kulturtechnik Lesen | 2 |
| 1.1 | Bedeutung des Lesens in der Gesellschaft | 2 |
| 1.2 | Bedeutung des Lesens für die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit | 3 |
| 1.2.1 | Erweiterung kognitiver Strukturen | 3 |
| 1.2.2 | Förderung von Fantasie und Kreativität | 3 |
| 1.2.3 | Förderung von Individualität und Identität | 4 |
| 1.2.4 | Erweiterung der sozialen Kompetenz | 4 |
| 1.2.5 | Erweiterung der sprachlichen Kompetenz | 5 |
| 1.2.6 | Verfügbarkeit von Wissensstrukturen | 6 |
| 1.3 | Schlussfolgerungen | 6 |
| 2. | Leseverhalten in der Medienumwelt | 6 |
| 2.1 | Medienausstattung von Kindern und Jugendlichen | 7 |
| 2.2 | Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen | 8 |
| 2.3 | Medienwirkungen | 10 |
| 3. | Lesesozialisation | 11 |
| 3.1 | Lesesozialisation in der Familie | 11 |
| 3.2 | Lesesozialisation in der Schule | 13 |
| 3.3 | Lesefähigkeiten und Lesegewohnheiten von Kindern und Jugendlichen | 14 |
| 4. | Pädagogische Schlussfolgerung: Leseförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe | 15 |
| 4.1 | Leseförderung in der Familie | 16 |
| 4.2 | Leseförderung in der Schule | 17 |
| 4.3 | Leseförderung als gesellschaftspolitische Aufgabe | 19 |
| Teil II: | Der Leseclub als möglicher Teil der schulischen Leseförderung | 20 |
| 1. | Bedeutung des Leseclubs für die schulische Leseförderung | 20 |
| 2. | Legitimation des Leseclubs durch den Hessischen Rahmenplan | 21 |
| 3. | Schulische Voraussetzungen der *** Schule | 23 |
| 3.1 | Leseverhalten der Schüler | 23 |
| 3.2 | Mediothek | 26 |
| 3.3 | Bücher- und Lesesituation in den Klassen | 27 |
| 3.4 | Leseaktionen an der Schule | 27 |
| 3.5 | Zusammenfassung | 28 |
| 4. | Konzept der Arbeitsgemeinschaft Leseclub | 29 |
| 4.1 | Didaktisch- methodische Überlegungen | 29 |
| 4.2 | Ziele der Arbeitsgemeinschaft | 35 |
| 4.3 | Organisatorische Voraussetzungen | 36 |
| 4.4 | Auswahl der teilnehmenden Schüler | 36 |
| 4.5 | Planung der AG bis zu den Sommerferien | 37 |
| 4.6 | Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen | 37 |
| 5. | Durchführungsphase der AG | 38 |
| 5.1 | Gründung des Leseclubs und organisatorisches Vorgespräch | 38 |
| 5.2 | Vorstellung der Lieblingsbücher | 40 |
| 5.3 | Wir suchen einen Clubnamen, entwerfen ein Logo und basteln ein Lesezeichen | 41 |
| 5.4 | Einführung in die Mediothek | 42 |
| 5.5 | Wir stöbern in der Mediothek und stellen interessante Literatur vor | 43 |
| 5.6 | Wir sind die Bücherdetektive und entwerfen einen Fragenkatalog für Mitschüler | 44 |
| 5.7 | Lesenachmittage | 44 |
| 5.8 | Projektarbeit zu Peter Härtling | 45 |
| 5.9 | Ausstellung zu Peter Härtlings Werk | 47 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 49 |
| 6.1 | Zusammenfassung der Arbeitsgemeinschaft und Anschlussmöglichkeiten | 49 |
| 6.2 | Ausblick und Folgerungen für die weitere pädagogische Arbeit | 52 |
| Literaturverzeichnis | 53 | |
| Quellenverzeichnis | 55 |
Der Leseclub als jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaft verfolgt verschiedene Ziele. Er soll außerhalb des Deutschunterrichts eine zusätzliche Möglichkeit der Leseförderung bieten. Die Schüler sollen: • • • • • • • • • • • • dem Leseclub einen Namen geben und ein Logo entwerfen. zum Lesen angeregt werden. soziale Kontakte knüpfen und gemeinsam arbeiten. sich gegenseitig Bücher vorstellen und präsentieren. sich in Mediothek zurechtfinden lernen. eine „Mediothekrallye“ für Mitschüler entwickeln. sich mit Werken des Autoren Peter Härtling beschäftigen. in vielfältiger Weise mit der gelesenen Literatur umgehen. sich mit der Person des Autoren Peter Härtling beschäftigen. in verschiedenen Variationen kreativ tätig sein. eigene Ideen zur Beschäftigung mit der gelesenen Literatur einbringen. eine Ausstellung zu Peter Härtling und seinem Werk organisieren. [...]
David findet heraus, dass die Briefe von Tante Tilli gefälscht wurden. Schließlich kommt es aber doch zu einem Wiedersehen von Vater und Sohn. Peter Härtling schildert hier, wie das Vertrauen zu einer nahestehenden Person erschüttert werden kann. Wut und Enttäuschung mischen sich mit Freude. • Theo haut ab Theo ist zehn Jahre alt und lebt in einer scheinbar heilen Welt. Schaut man jedoch hinter die Fassade, so herrscht eine bedrückende Familiensituation. Der Vater ist beruflich unzufrieden, trinkt immer öfter Alkohol und gerät in Streit mit der Mutter. Auch in der Schule häufen sich die Probleme. Leistungsabfall und Hänseleien der Mitschüler sind an der Tagesordnung. Theo hält diese Last nicht mehr aus und reißt von zu Hause aus. In Papa Schnuff, einem Karussellbesitzer auf dem Rummel, findet er einen erwachsenen Freund. Der Junge erlebt auf seiner Fahrt per Anhalter brenzlige Situationen und schließt sich in Köln einer Jugendbande an. Die Polizei greift den Jungen auf und der Vater holt ihn ab. Das Jugendamt schaltet sich ein. Schon nach kurzer Zeit reißt Theo wieder aus, um Papa Schnuff zu finden und gerät aufs Neue in Gefahr. Härtling schildert in diesem Buch Gefühle wie Angst, Verlassenheit und Wut, aber er zeigt auch Stärke und wachsendes Selbstvertrauen. Er zeigt, dass Kinder oft nicht nur in harmonischen, sondern auch in veränderungsbedürftigen Situationen leben. Genauso unterschiedlich wie die Schüler und die Bücher sollen auch die Angebote sein, die die Schüler zur Bearbeitung der Literatur erhalten. In Anlehnung an die Literaturkarteien vom Verlag an der Ruhr werden zu jedem Buch Arbeitsmappen erstellt. Diese Mappen beinhalten verschiedenste Zugänge zur Literatur. Es gibt Rätsel, Anregungen zum (Um-) Schreiben von Geschichten, Anregungen zum Malen von Bildern, Lückentexte, Nacherzählungen, Steckbriefe, Ideen zum Basteln und vieles andere mehr. Wichtig ist, dass die Schüler auch bei der Bearbeitung der einzelnen Arbeiten aus den Mappen immer wieder auf ihr Buch zurückgreifen und eventuell bestimmte Passagen nachlesen müssen. Die Mappen sollen für die Schüler nur als Anregung und Angebot dienen. Eigene Ideen der Schüler sollen in der AG auch realisiert und bei der Ausstellung präsentiert werden Da die Schüler schon im Grundschulalter sehr mitteilungsbedürftig sind, soll ein weiterer wichtiger Aspekt in die Arbeit der AG Leseclub einbezogen werden. Das Schreiben von Briefen bzw. E-Mails zählt zu beliebten Freizeitaktivitäten der Kinder, seitdem es die Schule gibt, wird dort das Briefschreiben geübt. Um das Briefschreiben in den Unterricht einzubeziehen, sollten mindestens fünf Grundsätze beachtet werden: [...]
Toxoplasmose und die Familie hat große Angst um die Mutter und das Baby. Schließlich wird Clara, auf einem Auge blind, geboren. Jedes Familienmitglied ist eine eigenwillige und eigenständige Charaktere, die aktiv am Leben und Geschehen teilnimmt. Peter Härtling schildert auf lustige Art und Weise, welche Probleme sich in einer Familie mit drei Kindern und Nachwuchs ergeben können. Die Leser können sich gut in die Angst der Familie um Mutter und das Baby hineinversetzen. Härtling zeigt, wie schön das Leben auch mit einem behinderten Kind sein kann. • Oma Im Alter von fünf Jahren verliert Kalle seine Eltern bei einem Autounfall. Seine Oma, Mitte siebzig, nimmt ihn zu sich. Kalle merkt nach und nach, dass jetzt alles anders ist als früher. Es treten für beide Probleme im Alltag auf, sie müssen sich erst aneinander gewöhnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt das Zusammenleben recht gut, es kommt jedoch immer wieder zu Konflikten, wenn es um Kalles Mutter geht. Das Buch schildert sowohl Kalles Schwierigkeiten mit dem Leben bei Oma, als auch Omas Ängste, gut für Kalle sorgen zu können. Die beiden erleben viel zusammen, was sie zusammenschweißt. Beide stellen fest, dass sie nicht nur füreinander sorgen, sondern sich auch gegenseitig brauchen. Als Oma krank wird, verhält sich Kalle schon wie ein großer Junge. Das Buch schildert das Zusammenleben von Kalle und Oma bis der Junge zehn Jahre alt ist. Am Ende jedes Kapitels wird aus Omas Sicht von ihren Ängsten und Empfindungen erzählt. Peter Härtling hat in seinem Roman Themen aufgegriffen, die den Kindern bekannt sind. Das Altern, Zusammenleben verschiedener Generationen und auch der Verlust der Eltern und unterschiedliche Ansichten und Sorgen der beteiligten Personen werden thematisiert. • Sofie macht Geschichten Sofie erlebt Geschichten des Alltags, wie sie wohl alle Kinder erleben. Sie streitet sich mit Freunden und Bruder, versucht, ihre Kochkünste auszuprobieren, erlebt viel in der Familie. Härtling schildert in kurzen Geschichten Sofies Erlebnisse. Diese Erlebisse stammen aus dem Erfahrungsbereich der kindliche Leser und beschreiben Gefühle wie Freude, Angst, Wut oder auch ein schlechtes Gewissen, weil man etwas angestellt hat. • Tante Tilli macht Theater Tante Tilli ist nicht Davids richtige Tante. Sie ist eine Art Kindermädchen und lebt schon lange bei dem Jungen und seiner Mutter. Tante Tilli war früher Schauspielerin und Sängerin und liebt die Kunst des Verwandelns noch heute. David muss nach einem Unfall ins Krankenhaus und Tante Tilli heitert ihn mit ihren Scherzen auf. Der Vater des Jungen hat die Familie schon vor vielen Jahren verlassen und steht nur in Briefkontakt mit seinem Sohn. 33 [...]
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Lesen, Leseforschung, Leseverhalten, AG, Club



