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Die Lernende Region

Theorie und Strategie

Die Lernende Region
Über dieses Buch
  • Art: Lizentiatsarbeit
  • Autor: Michael De Luigi
  • Abgabedatum: April 2000
  • Umfang: 112 Seiten
  • Dateigröße: 9,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Basel Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2547-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2547-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2547-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: De Luigi, Michael April 2000: Die Lernende Region, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Regionale Netzwerke, Regionale Entwicklung, Endogene Entwicklung, Soziales Lernen

Lizentiatsarbeit von Michael De Luigi

Einleitung:

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung strukturschwacher Regionen. Sie schlägt einen Paradigmenwechsel in der Regionalentwicklung vor: An die Stelle aussengesteuerter, hierarchischer, subventions- und interventionsgeprägter Programme sollen Initativen treten, welche die endogenen Potentiale der Region nutzen und stärken. Aus passiv Betroffenen sollen Akteure werden, welche durch die Stärkung ihrer Handlungskompetenz (personale, soziale, methodische und fachliche Kompetenzen) den Strukturwandel in ihrer Region selbständig gestalten, indem sie eigenständig ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Projekte initiieren und durchführen.

Die Lernende Region ist ein transdisziplinäres Konzept; sie basiert auf Ansätzen aus der Soziologie (Netzwerke), der Organisationsentwicklung (organisationales Lernen) sowie aus der Entwicklungszusammenarbeit (Participatory Learning and Action). Im theoretischen Teil wird zunächst der Frage nachgegangen, welchen Charakter individuelles und kollektives Wissen haben, wobei die unterschiedlichen Facetten von Wissen im Begriff der Wissensbasis zusammengefasst werden. Sowohl Individuen als auch Kollektive (Gruppen, Organisationen, Regionen, usw.) verfügen über eine Wissensbasis. Die Frage nach der Weiterentwicklung der Wissensbasis – also dem Lernen – nimmt in diesem Kapitel eine prominente Stellung ein. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, wie ein Kollektiv (in konkreten Fall eine Region) lernen kann.

Nach der Auswertung konventioneller Ansätze der Förderung strukturschwacher Gebiete sowie neuerer Tendenzen in der Regionalentwicklung wird das Konzept der Lernenden Region postuliert. Sie basiert im Wesentlichen auf der Schaffung und Förderung einer möglichst breit verankerten regionalen Lernkultur als Motor der Weiterentwicklung der regionalen Wissensbasis. Die Umsetzung des Konzeptes soll von sogenannten Initiatoren getragen werden, deren Aufgaben sowohl in der Schaffung und Aktivierung von regionalen Netzwerken als auch in der Begleitung der regionalen Akteure in Lernprozessen liegen.

Durch die sich abzeichnende Oeffnung der Agrarmärkte ist die schweizerische Bauernschaft (und mit ihr die ländlichen Regionen) besonders stark mit einem tiefgreifenden Strukturwandel konfrontiert. Der empirische Teil der Arbeit versucht deshalb, die Ausgangslage für eine Anwendung des Konzeptes der Lernenden Region zu ermitteln, wie sie sich in zwei landwirtschaftlich geprägten Regionen (Kantone Luzern und Thurgau) des schweizerischen Mittellandes darstellen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 7
1.1 Übersicht 7
1.2 Ausgangslage 8
2. Theorie 11
2.1 Die Theorie der Institutionalisierung von Berger / Luckmann 11
2.2 Soziale Netzwerke 13
2.2.1 Beschreibung sozialer Netzwerke 14
2.2.2 Netzwerke in der Ökonomie 17
2.2.3 Regionale Netzwerke 20
2.2.3.1 ‘Alte’ vs. ‘neue’ Netzwerke 21
2.3 Wissen und Lernen 22
2.3.1 Wissensbasis 23
2.3.1.1 Individuelle Wissensbasis 26
2.3.1.2 Kollektive Wissensbasis 27
2.3.2 Lernen 28
2.3.2.1 Lernauslöser 28
2.3.2.2 Lernniveaus 29
2.3.2.3 Individuelles und überindividuelles Lernen 33
2.3.2.4 Schöpferisches Lernen: Kreativität als sozialer Prozess 35
2.3.3 Organisationales Lernen 37
2.3.3.1 Was ist eine Organisation? 37
2.3.3.2 Was ist organisationales Lernen? 38
2.3.3.3 Wer lernt in Organisationen? 38
2.3.3.4 Warum lernen Organisationen? 39
2.3.3.5 Warum lernen Organisationen nicht? 40
2.3.3.6 Lernen und Macht 41
2.3.3.7 Wie können Organisationen lernen? 42
2.3.3.8 Instrumente zur Gestaltung der Lernenden Organisation 45
2.3.4 Lernen in Netzwerken 46
2.3.4.1 Zur Besonderheit von Netzwerkbeziehungen 46
2.3.4.2 Zur Schaffung und Verbreitung von Wissen in Netzwerken94 48
2.3.4.3 Lernhindernisse in Netzwerken 50
2.3.4.4 Konkrete Massnahmen für das Lernen in Netzwerken 50
2.4 Partizipative Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit 52
2.4.1 Die Entwicklung alternativer Erhebungsmethoden 52
2.4.1.1 Partizipative Erhebungsmethoden: PAR und PRA 53
2.4.1.2 Ansätze partizipativer Entwicklung 55
2.5 Was ist eine Region? 57
3. Der Weg zur Lernenden Region 62
3.1 Paradigmenwechsel in der Regionalentwicklung 62
3.2 Bisherige Ansätze für Lernende Regionen 66
3.2.1 Regionalwirtschaftliche Ansätze der Lernenden Region 66
3.2.2 Lernen in regionalen Akteursnetzwerken 68
3.2.3 Basisansätze der Lernenden Region 71
3.3 Anforderungen an ein Entwicklungskonzept 73
4. Konzept und Strategie der Lernenden Region 74
4.1 Definition 74
4.2 Die regionale Wissensbasis 75
4.3 Lernkultur 75
4.4 Netzwerke 76
4.5 Nutzen des Konzepts 76
4.6 Akteursebenen 77
4.7 Die Initiatoren als Motoren 80
4.7.1 Aufgaben und Ziele 80
4.7.2 Anforderungen an einen Initiatior 81
4.7.3 Aufgaben von Initiatioren 82
4.8 Umsetzung 83
5. Empirischer Teil 85
5.1 Methodik 86
5.1.1 Konzeptionelle Überlegungen 86
5.1.2 Zur Auswahl der Akteure 86
5.1.3 Forschungsablauf 88
5.2 Hypothesen 91
5.3 Ergebnisse der Befragungen 92
5.3.1 Einkommen 92
5.3.2 Einstellungen 93
5.3.3 Zu- und Nebenerwerb 93
5.3.4 Schulung und Beratung 94
5.3.5 Innovationen 95
5.3.6 Kontakte und Vernetzung 97
5.3.7 Bild der Bauernschaft 97
5.3.8 Zukunftsaussichten 99
5.3.9 Andere Akteure der Region 99
5.3.10 Spezifische Ergebnisse Luzern 100
5.3.11 Spezifische Ergebnisse Thurgau 101
5.4 Erste Schritte zur Lernenden Region 103
5.4.1 Gemeinsamkeiten 103
5.4.2 Luzern 105
5.4.3 Thurgau 106
6. Fazit 107
7. Literaturverzeichnis 109
Anhang

Arbeit zitieren:
De Luigi, Michael April 2000: Die Lernende Region, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Regionale Netzwerke, Regionale Entwicklung, Endogene Entwicklung, Soziales Lernen

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