Lernen im Internet
Zur Frage des Vergleichs von Computer- und Trainer-basiertem Lernen
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Jasminka Letzas
- Abgabedatum: Oktober 2000
- Umfang: 101 Seiten
- Dateigröße: 661,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3225-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3225-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3225-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Letzas, Jasminka Oktober 2000: Lernen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Weiterbildung, WBT, e-learning, computer based training, web based training
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Magisterarbeit von Jasminka Letzas
Problemstellung:
„Die Art und Weise, wie wir morgen arbeiten, wird eng verknüpft sein mit der Art und Weise wie wir morgen lernen.“ Die Wirtschaft als global operierendes Wettbewerbssystem produziert eine starke Eigendynamik: Sie erfordert eine ständige Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen sowie deren Verbesserung, Erneuerung oder Anpassung. Deshalb ist es notwendig, das Können der Mitarbeiter in einen rationellen Produktionsprozeß zu lenken. Daraus folgt, daß es besonders in der wirtschaftsorientierten Aus- und Weiterbildung notwendig ist, Wissen in Können umzusetzen. Hierfür sind neue Umsetzungsmethodologien notwendig, die aus Training, Coaching, Simulation und multimedialen, interaktiven Lehr- und Lerntechnologien bestehen. Dadurch wird eine praxisorientierte Vorbereitung auf die Herausforderungen in einer komplex-technologischen Produktionsgesellschaft sichergestellt.
Web-basiertes Training ist eine Methode, diesen Prozeß zu unterstützen. Durch den Einsatz des Internets eröffnen sich neue Formen der Distribution und des Zugangs zu Bildungsangeboten. In der vorliegenden Arbeit werde ich untersuchen, in welcher Form internet-basiertes Training in der beruflichen Weiterbildung effektiv eingesetzt werden kann. Weiterhin werde ich darauf eingehen, innerhalb welcher Wissensgebiete web-basiertes Training sinnvoll ist, und für welche Lerninhalte es nicht geeignet ist. Anschließend werde ich darlegen, wie web-basiertes Training traditionelle Wissensvermittlungsmethoden ergänzen kann und wie das Zusammenwirken verschiedener Trainingsmethoden in Weiterbildungsszenarien besonders effizient ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhalt | 1 | |
| Einleitung | 4 | |
| Wissensverfall | 4 | |
| Lernende Organisationen | 6 | |
| Definitionen | 7 | |
| Fernlernen | 8 | |
| Computer-basiertes Training (CBT) | 8 | |
| Web-basiertes Training (WBT) | 9 | |
| Formen web-basierten Lernens | 9 | |
| Technologie-basiertes Training (TBT) | 13 | |
| Instructor-led Training (ILT) | 13 | |
| Electronic Performance Support System (EPSS) | 13 | |
| Einsatzbereiche für Web-Basiertes Training | 13 | |
| Web-basiertes Training in der beruflichen Weiterbildung | 14 | |
| Lernort Arbeitsplatz | 15 | |
| Das Intranet als Trainingsmedium | 16 | |
| Aspekte der WBT-Entwicklung | 18 | |
| Didaktische Aspekte | 18 | |
| Einsatz neuer Bildungstechnologien | 18 | |
| Prinzipien der Erwachsenenbildung | 19 | |
| Motivation | 22 | |
| Deklaratives und prozedurales Wissen | 23 | |
| Teilkomponenten von WBT | 24 | |
| Kollaboratives Lernen und Gruppenaktivitäten | 24 | |
| Formen menschlicher Lernunterstützung | 26 | |
| Videokonferenz | 27 | |
| Foren, Newsgroups, Bulletinboards und Listserver | 28 | |
| Web-Agenten | 29 | |
| Wissensmanagement | 30 | |
| 3D-Computersimulationen und Virtual Reality | 31 | |
| Lernerfolgskontrolle | 32 | |
| Technische Voraussetzungen für den Einsatz von WBT | 33 | |
| Lieferungsformen von WBT | 35 | |
| Merkmale guten WBT-Designs | 35 | |
| Interaktivität | 35 | |
| Multimedialität | 37 | |
| Nonlinearität | 40 | |
| Adaptivität und Adaptierbarkeit | 41 | |
| Unterstützung durch Tutoren | 43 | |
| Lernerzentrierung | 44 | |
| selbstgesteuerter Lernprozeß und Eigenverantwortung des Lernenden | 45 | |
| Übersichtliche Struktur und selbsterklärende Navigation | 46 | |
| Einsatz einer web-adäquaten Didaktik | 47 | |
| Berücksichtigung verschiedener Lerntypen | 48 | |
| Einsatz von Wissensmanagement | 49 | |
| Bedarfsanalyse | 50 | |
| Aufbereitung kleiner Lerneinheiten | 51 | |
| Gewährleistung von Datenschutz | 51 | |
| Vor- Und Nachteile von WBT | 52 | |
| Vorteile von wbt | 52 | |
| Individualisierung | 52 | |
| „Just-In-Time“-Training und zeitliche Unabhängigkeit | 53 | |
| Plattformunabhängigkeit | 54 | |
| Vereinfachte Aktualisierung der Trainingsmaterialien | 55 | |
| Standardisierung | 55 | |
| Dezentralisierung und räumliche Unabhängigkeit | 55 | |
| Nutzung weltweiter Ressourcen | 56 | |
| Reduzierte Kosten | 57 | |
| Freiere Interaktion | 59 | |
| Aktives Lernen | 59 | |
| Gleichberechtigung körperlich Benachteiligter | 60 | |
| Einheitlichkeit des Trainings | 60 | |
| Nachteile von WBT | 61 | |
| Desorientierung | 61 | |
| Nivellierung | 61 | |
| Soziale Isolation | 62 | |
| Informationsüberangebot | 63 | |
| Fehlende Nachrichtenverbundenheit in Foren und Newsgroups | 64 | |
| Technische Infrastruktur ist Voraussetzung | 64 | |
| Technische Kompetenz ist Voraussetzung | 65 | |
| Web-Basiertes Training vs. Instructor-Led Training | 66 | |
| Bedeutet WBT das Ende von ILT? | 69 | |
| Einsatzbereiche von WBT innerhalb der Weiterbildung | 71 | |
| Die drei Trainings-Hauptkategorien | 71 | |
| In welchen Bereichen ist WBT effizient? | 71 | |
| IT vs. Softskills als Einsatzbereiche von WBT | 74 | |
| Weiterbildung in der IT-Branche | 76 | |
| Kombination von Trainingsmethoden | 77 | |
| Integrierter Einsatz von WBT und ILT | 77 | |
| E-Learning | 80 | |
| Lern-Management-Systeme (LMS) | 80 | |
| Zusammenfassung und Zukunftsausblick | 82 | |
| Literatur | 87 | |
| Internetquellen | 93 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 95 |
Zu (a): „Browst“ ein Nutzer durch eine Hypermedia-Umgebung, so nimmt er die in einem Knotenpunkt dargebotenen Informationen zur Kenntnis und entscheidet anschließend, welchem der angebotenen Links er folgt. Hat er hierbei das Ziel, eine bestimmte Information zu finden, so spricht man von gerichtetem Browsing, ansonsten handelt es sich um ungerichtetes Browsing. Zu (b): Von „systematischer Suche“ spricht man, wenn der Nutzer einen oder mehrere Suchbegriffe eingibt und daraufhin eine Menge von Knoten zur Auswahl angeboten bekommt, welche Informationen zum gesuchten Thema anbieten. Dies ist z. B. bei der Benutzung von Suchmaschinen der Fall. Zu (c): Bei dieser Navigationsmethode sind dem Nutzer Pfade durch das Hypermedia-System angeboten, denen er folgt. Man spricht in diesem Fall auch von einer „Guided Tour“.160 Unter „Guided Tour“ versteht man die lineare Anordnung von HTML161-Seiten.162 Eine „guided tour“ kann z. B. zur systematischen Einführung in ein Themengebiet dienen, ohne dabei den Hypermediagedanken aufzugeben.163 Da der Lernende durch die Komplexität der nonlinearen Struktur eines Hypermedia-Systems leicht verwirrt werden kann, ist es sinnvoll, ihm „Guided Tours“ anzubieten, und ihn so durch die Anwendung zu geleiten.164 Die Hypermedia-Lernumgebung sollte so gestaltet sein, daß der Lernende unabhängig davon, welche Navigationsmethode er wählt, immer eine übersichtliche Struktur vorfindet. Die Anordnung der Informationseinheiten und Knotenpunkte sollte sinnvoll gestaltet sein, und Navigationsverweise und Links sollten eine selbsterklärende Navigation ermöglichen. EINSATZ EINER WEB-ADÄQUATEN DIDAKTIK Es ist notwendig, daß neue Perspektiven des Lernens und Lehrens erkannt werden. Für web-basiertes Training müssen neue didaktische Methoden [...]
die Lernleistung. Deshalb spricht man auch von der Eigenverantwortung des Lernenden. Um dieser Eigenverantwortung gerecht werden zu können, ist es wichtig, daß der Lernende eine positive Einstellung neuen Lernerfahrungen gegenüber hat (siehe auch den Abschnitt „Motivation“) und fähig ist, seine eigenen Lernbedürfnisse zu diagnostizieren.154 Hieraus folgt, daß der Lernende zwischen für ihn wichtigen und irrelevanten Lerninhalten unterscheiden kann und eine entsprechende Auswahl und Schwerpunktsetzung trifft.155 Er sollte auch in der Lage sein, sich selbst über seinen Lernfortschritt Rückmeldungen zu geben und diese auszuwerten, sowie die Aufmerksamkeit während des gesamten Lernprozesses aufrechtzuerhalten.156 Zur Förderung der Selbstverantwortlichkeit ist es sinnvoll, Wahlmöglichkeiten in das web-basierte Training einzubauen. Hierdurch wird der Lernende angeregt, explizite Entscheidungen über den Lernverlauf zu treffen. Zusätzlich ist es entscheidend, daß der Lernenden dahingehend motiviert wird, daß er die dargebotenen Informationen auch wirklich verstehen will.157 Der Lernende sollte auch zu selbstinitiiertem, selbständigem Weiterlernen hingeführt werden.158 Das geringe Maß an Fremdsteuerung bzw. die geforderte hohe Eigenständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Eigenmotivation kann bei einigen Lernenden zu Orientierungsproblemen führen.159 ÜBERSICHTLICHE STRUKTUR UND SELBSTERKLÄRENDE NAVIGATION In einer Hypermedia-Umgebung findet der Zugriff auf Informationen statt, indem der Nutzer von Knoten zu Knoten durch die Struktur navigiert. Es lassen sich drei grundsätzliche Navigationsmethoden unterscheiden: a) Browsing, b) systematische Suche, c) Folgen von Pfaden. [...]
LERNERZENTRIERUNG Besonders in der beruflichen Erwachsenenbildung ist eine Abwendung von der traditionellen „Vortragsdidaktik“ hin zu lernerzentrierten Wissensvermittlungsmethoden notwendig (siehe hierzu auch das Kapitel „Prinzipien der Erwachsenenbildung“).146 WBT sollte den Lernenden involvieren, seine Erfahrungen miteinbeziehen und seinen Bedürfnissen entsprechen.147 Es sollte immer der Lernende und nicht das System im Mittelpunkt der Kontrolle stehen. Somit bleibt es dem Lernenden überlassen, flexibel, individuell und spontan zu agieren.148 Dies bedeutet, daß vom Lernenden Eigeninitiative gefordert wird.149 Lernen erfolgt nicht einfach durch das Erfüllen von Instruktionen, dem Folgen vollständig durchstrukturierter Lernpfade oder der bloßen Rezeption von Wissen. Es ist vielmehr in der Selbststeuerung und der Eigenaktivität des Lernenden begründet. Lernen wird stark vom erforschenden und entdeckenden Vorgehen des Lernenden beeinflußt und mündet in der Konstruktion subjektiver Sinn- und Sachzusammenhänge.150 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432256
Arbeit zitieren:
Letzas, Jasminka Oktober 2000: Lernen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Weiterbildung, WBT, e-learning, computer based training, web based training



