Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Lernen und Arbeiten in der Internet-Übungsfirma YoungBusiness

Eine sozialpädagogische Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose junge Erwachsene

Lernen und Arbeiten in der Internet-Übungsfirma YoungBusiness
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Böllinger
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 146 Seiten
  • Dateigröße: 6,6 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Katholische Fachhochschule Freiburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3207-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3207-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3207-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Böllinger, Martin August 2000: Lernen und Arbeiten in der Internet-Übungsfirma YoungBusiness, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsamt, Projekt, systemisch, Internet, Jugend

Diplomarbeit von Martin Böllinger

Zusammenfassung:

Um den LeserInnen dieser Arbeit den Entwicklungsprozess und die systemischen Zusammenhänge zwischen sozialpädagogischer Arbeit, Unternehmensführung- und Gründung sowie einer professionellen sozialen und fachlichen Qualifizierung näher zu bringen, bin ich zunächst auf die Grundlagen der eingesetzten pädagogischen, psychologischen und unternehmerischen Methoden eingegangen. Darauf folgend kann die Leserin / der Leser anhand der chronologischen Prozessberichte die Entwicklung des Projektes, die der jungen TeilnehmerInnen sowie die Entwicklung der verantwortlichen Beteiligten verfolgen.

Als Ausgangslage wurde vom Arbeitsamt Freiburg das Problem formuliert, dass bei bisherigen Jugendmaßnahmen die Jugendlichen sehr schnell die Lust verlieren und einfach nicht mehr zu den Qualifizierungsangeboten erscheinen, auch wenn diesen aufgrund dessen das Arbeitslosengeld oder die Sozialhilfe gestrichen wird. Der Auftrag den TrautweinTraining erhielt war deshalb in erster Linie ein Konzept zu erstellen, das junge Erwachsene neugierig macht und entsprechend motiviert, damit sie die Qualifizierung bis zum Ende durchhalten. Weiterhin beinhaltete der Auftrag die Vorgabe die Zielgruppe so anzuleiten, dass die jungen Leute anschließend in Ausbildungsstellen oder Arbeitsstellen vermittelt werden können. Themen waren hierbei Pünktlichkeit, Ausdauer, Ordentlichkeit, soziale und fachliche Qualifizierung.

Rückblickend kann ich nun sagen, dass ich in dieser Zeit sehr viel über Management, Unternehmensführung, Erwachsenenbildung im Schnittpunkt sozialpädagogischen Denkens und Handelns kennen gelernt habe. Ich habe umfassend Einblick bekommen, wie wichtig die sozialpädagogische Arbeit im Hinblick auf Organisations- und Personalentwicklung ist. Es war faszinierend und anstrengend zugleich wie eine Organisation / Unternehmen konzipiert und realisiert wird und gleichzeitig junge Erwachsene dazu motiviert werden können sich aktiv und eigenverantwortlich daran zu beteiligen. Gleichzeitig habe ich meine Grenzen und die Grenzen eines professionellen, interdisziplinären Unternehmens kennen gelernt, wenn wichtige Ressourcen wie Finanzen oder persönliche Kompetenzen der Zielgruppe, BetreuerInnen oder KooperationspartnerInnen nicht ausreichend vorhanden sind.

Als besondere Herausforderung stellte sich für mich die Verantwortung für die Erfüllung zum Teil sehr unterschiedlicher Zielsetzungen heraus. So stand für das Arbeitsamt -Projektfinanzier - scheinbar die Erziehung zur Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Fachqualifizierung im Vordergrund. Für den Bildungsträger dagegen stand die Entwicklung von Freude und Spaß an der Arbeit, zunächst die soziale, dann die fachliche Qualifizierung, sowie die Entwicklung eines selbstverständlichen Verantwortungsbewusstseins im Vordergrund. Diesen Anspruch zu erfüllen war manchmal so schwierig, dass ich zeitweise gerne anderen BetreuerInnen gefolgt wäre und am liebsten gekündigt hätte. Heute bin ich froh, dass ich durchgehalten habe. Denn ich habe gelernt, welche Phasen durchlaufen werden müssen, damit sich der Erfolg einstellt: Jedes erfolgreiche Projekt beginnt mit einem hohen Maß an Neugierde, daraufhin stellt sich die Phase der Ernüchterung ein und mit einer großen Portion Ausdauer schafft man den Schritt in die Phase des Erfolgs. Also kurz gesagt, das Projekt YoungBusiness war Lustspiel, Drama, Tragikkomödie und Krimi in einem. Es war nie langweilig, aber manchmal auch erschöpfend.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
2. Gesellschaftspolitische Ausgangslage 10
2.1 Veränderungsprozesse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen 10
2.1.1 Wirtschaftliche Organisationsstrukturen
2.1.2 Zürcher Ansatz
2.2 Heranwachsende Jugendliche heute 18
2.2.1 Die familiäre & persönliche Situation Jugendlicher
2.2.2 Der Flow-Effekt
2.3 Die Arbeitsmarktsituation Jugendlicher und junger Erwachsener 22
2.3.1 Entwicklung der letzten Jahre
2.3.2 Die zukünftige Arbeitsmarktsituation: (Aus-) Bildung als lebenslanger Prozess
2.4 Qualifizierungsbedarf junger Erwachsener zu Beginn des 21. Jahrhunderts 25
2.4.1 Computer und Informatik - eine Branche verändert den Arbeitsmarkt
2.4.2 Neue Medienberufe
2.5 Staatliche Qualifizierungsmaßnahmen zum Abbau von Jugendarbeitslosigkeit 29
2.6 Das Jugendsofortprogramm in Freiburg 31
2.6.1 100.000 Jobs für Junge
2.6.2 Rückblick auf den bisherigen Verlauf des Sofortprogramms in Freiburg
2.6.3 JUMP - Jugend mit Perspektive
3. Rahmenbedingungen der Qualifizierungsmaßnahme 38
3.1 Die Träger 38
3.1.1 Das Arbeitsamt Freiburg & das Arbeitsamt 2000
3.1.2 TrautweinTraining
3.2 Strukturelle Bedingungen und Voraussetzungen der Beteiligten 41
3.2.1 Bedingungen und Voraussetzungen des Arbeitsamtes
3.2.2 Prinzipien, Bedingungen und Voraussetzungen von TrautweinTraining
3.3 Die geschichtliche Entwicklung des Projektes YoungBusiness 44
3.3.1 Konzepterstellung
3.3.2 Antragsstellung
3.3.3 TeilnehmerInnenauswahl
3.3.4 Räumlichkeiten
3.3.5 Öffentlichkeitsarbeit
3.3.6 Die TeilnehmerInnen
4. Der didaktische Hintergrund des Konzeptes 52
4.1 Humanistische Psychologie 52
4.2 Systemisches Denken 54
4.2.1 Systemtheorien
4.2.2 Biokybernetische Systeme
4.2.3 Chaos – Theorie
4.2.4 Grundlagen zur Theorie der Persönlichkeit nach Perls
4.2.5 Hypnotherapie nach Milton Erickson
4.2.6 Konstruktivismus
4.2.7 Neuro-Linguistisches Programmieren
4.3 Organisationsentwicklung (OE)70
4.3.1 Didaktisches Konzept zur Organisationsentwicklung
4.3.2 Die lernende Organisation
4.3.3 Teamentwicklung
5. Das Realisierungskonzept der Maßnahme 77
5.1 Juni – Juli 77
5.1.1 Ziele und Methoden des Bildungsträgers
5.1.2 Wünsche, Ziele bzw. Feststellungen der Jugendlichen
5.1.3 Ergebnisse
5.1.4 Gruppendynamik – Jugendliche
5.1.5 Gruppendynamik – BegleiterInnen
5.1.6 Resümee Juni – Juli
5.2 August – September 87
5.2.1 Ziele und Methoden des Bildungsträgers für August & September
5.2.2 Ergebnisse
5.2.3 Gruppendynamik –Jugendliche
5.2.4 Gruppendynamik – BegleiterInnen
5.2.5 Resümee August – September
5.3 Oktober bis Dezember 97
5.3.1 Ziele und Methoden des Bildungsträgers für Oktober bis Dezember
5.3.2 Ergebnisse
5.3.3 Gruppendynamik – Jugendliche
5.3.4 Gruppendynamik – BegleiterInnen
5.3.5 Resümee Oktober bis Dezember
5.4 Januar bis März 107
5.4.1 Ziele und Methoden des Bildungsträgers von Januar bis März
5.4.2 Ergebnisse
5.4.3 Gruppendynamik – Jugendliche
5.4.4 Gruppendynamik – BegleiterInnen
5.4.5 Nachbereitung
5.4.6 Resümee Januar bis März
6. Zusammenfassung 114
6.1 TeilnehmerInnen
6.2 Methodik und Didaktik
6.3 Organisation
6.4 Qualifizierungskonzept
7. Resümee 119
Anhang
Literaturliste

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Leistungen / Ergebnisse des Teams, werden gemeinsam formuliert und durch festgelegte „Meilensteine“ in Einzelaufgaben definiert. So wird der Prozeß der einzelnen Arbeitsabläufe nachvollziehbar und die Anforderung für alle Beteiligten transparent. Jeder wählt seine Aufgaben/ Rollen selbst, so ist der Spass an Rolle/Aufgabe gesichert, was die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die gestellten Aufgaben deutlich erhört. Überläßt man den Teammitgliedern dann auch noch die Freiheit, die Arbeit so zu gestalten wie sie es für richtig halten – zeitlich, räumlich, methodisch -, dann kann die Führungskraft sicher sein, dass der Einzelne den Anforderungen der gestellten Aufgaben und Ziele gewachsenen ist und mit regelmäßigen, gezielten Teamgesprächen jeder die Hilfe vom Team bekommt, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben braucht. Um ein Teamgespräch besonders effektiv zu machen, sind folgende Rahmenbedingungen förderlich: 1. Teamgespräch: Jeder nimmt seine Arbeit in Verantwortung, plant – Zeit, Finanzen, Informationen, Rahmenbedingungen – und strukturiert diese 2. Teamgespräch: jeder stellt seine Vorplanung dem Team vor, holt sich ggf. Hilfe oder Anregungen, baut diese in seine Planung ein und realisiert seine Aufgaben. Diese Teamgespräche wiederholen sich zum Thema so oft, bis alle Beteiligten ihre Aufgabe erfüllt und das Gesamtteam mit der Gesamtaufgabe „hochzufrieden“ ist. [...]

Teamentwicklungen entstehen in der Regel im Zuge einer „Wir werden schlanker“- Aktion der Unternehmen, mit dem Ziel, starre – und teure – Hierarchien abzubauen, um kürzere Informations- und Arbeitsabläufe aufzubauen. Ursprünglich verfolgt Teamarbeit aber weniger die Einsparung von Kosten, sondern vielmehr eine Ergebnissteigerung. Wenn es um Teamarbeit geht, geht es unwillkürlich um Effizienzsteigerung. Teamarbeit ist nur dann sinnvoll, wenn das Team mehr erreichen kann als die Einzelnen. Um mehr Qualität, mehr Innovationskraft, mehr Flexibilität am Markt zu erreichen - typische Projektziele – muss sowohl der Einzelne im Team als auch das Gesamte bestimmte Anforderungen erfüllen: Der Einzelne und das Team müssen sich selbst steuern und Verantwortung für sich und die gestellten Aufgaben übernehmen können. Regelmäßige Teamgespräche müssen initiiert und realisiert, Konflikte frühzeitig erkannt und gelöst werden. Die Rollen und Aufgaben der Einzelnen müssen geklärt und die Leistungen der Teammitglieder beurteilt werden. [...]

Die Entwicklung zu einer lernenden Organisation benötigt eine Begleitung in: Leadership und Veränderungsmanagement Teamentwicklung und Projektmanagement Veränderung der Unternehmenskultur Neue Zusammenarbeit Umgang mit Veränderungsprozessen Kernfähigkeiten der lernenden Organisation: Koordination und Kooperation Funktionale und soziale Kompetenzen Kosten und Prozesse Qualitätsmanagement Service Ziele der lernenden Organisation: Zufriedenheit bei den EigentümerInnen / AnteilseignerInnen KundInnen MitarbeiterInnen LieferantInnen Philosophie für eine solche Unternehmenskultur: Hohe Transparenz zwischen allen Ebenen und Beteiligten Breite Beteiligung und Dialog zwischen allen Nutzen für die Organisation: Das Unternehmen wird zur dynamischen, zukunftsgerichteten Organisation Die Führungsmitarbeiter werden zu tragenden Säulen der Ideen. Die dadurch erhöhte Motivation wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus. Die neue Führungskultur fördert das Wir-Gefühl unter der Belegschaft. Firmenidentifikation und Loyalität werden erhöht. Dadurch wird eine bessere Umsetzung und das Erreichen der Unternehmensziele gewährleistet. Das Leistungspotential der MitarbeiterInnen wird zu 20-50% besser eingesetzt. Durch ein verbessertes Konfliktmanagement werden Reibungsverluste und Blockierungen minimiert. Akteuren die Ziele der Veränderung am Bedarf der internen und externen Kunden orientieren. Ideenvielfalt, Querdenken, Kreativität und ungewöhnliche Lösungen Wertschätzung und Anerkennung für alle Beteiligten Selbstorganisation und Teamgeist Prinzip der Lernschleifen: alle Erfahrungen werden in Lernschleifen ausgewertet und Fehler werden als Chance für Verbesserungen gesehen. Dies befähigt zur Selbstverantwortung und Selbststeuerung. Innovation [...]

Arbeit zitieren:
Böllinger, Martin August 2000: Lernen und Arbeiten in der Internet-Übungsfirma YoungBusiness, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsamt, Projekt, systemisch, Internet, Jugend

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren