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Leitfaden zur Einführung von Electronic Commerce

Unter besonderer Berücksichtigung der logistischen Anforderungen im Business-to-Consumer-Bereich

Leitfaden zur Einführung von Electronic Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christoph Wawrzinowsky
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 148 Seiten
  • Dateigröße: 726,1 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Hamburg-Harburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6457-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6457-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6457-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wawrzinowsky, Christoph Dezember 2002: Leitfaden zur Einführung von Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, E-Business, E-Fulfillment, E-Logistics, B2C

Diplomarbeit von Christoph Wawrzinowsky

Problemstellung:

Internetbasiertes E-Commerce verändert die Geschäftstätigkeit grundlegend und schafft neue Realitäten in der Wirtschaft. Die Möglichkeit, über das Internet relativ leicht neue Geschäftspartner zu finden und mit diesen ortsunabhängig und jederzeit kommunizieren zu können, führt zu einer Neuausrichtung der Geschäftsprozesse. Es ergeben sich eine Vielzahl neuer Alternativen mit Nachfragern in Kontakt zu treten, Informationen auszutauschen und Geschäfte effizienter abzuwickeln. Zugleich stellen diese Verbesserungen aber auch ein hohes Risiko für Unternehmen dar, da beispielsweise der eigene Markt- und Transaktionsraum aufgrund geringerer Markteintrittsbarrieren von bisherigen und neuen Wettbewerbern in kürzester Zeit besetzt und erobert werden kann.

Aus Kundensicht ist E-Commerce grundsätzlich positiv zu bewerten, da sich Art und Umfang des Zugangs zu Produktinformationen grundlegend ändern. Preis, Qualität und Lieferzeit werden für die Kunden transparenter. Ein umfassender Vergleich der angebotenen Produkte verschiedener Anbieter ist im E-Commerce wesentlicher leichter vorzunehmen als im traditionellen Handel.

Die Anbieter stehen dagegen vor dem Problem, dass durch die erhöhte Transparenz die Ansprüche an Preis, Qualität und Lieferzeit steigen – und das stetig. Da die Konkurrenz im Internet nur ein paar „Klicks“ entfernt ist, wechseln unzufriedene Kunden relativ schnell den Anbieter. Die Folge ist ein Ansteigen des Konkurrenzdrucks. Daher sind auch und gerade im E-Commerce zufriedene Kunden der Schlüsselfaktor für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Die Steigerung des Kundennutzens kann somit als Grundlage für E-Commerce definiert werden. Aber dazu gehört mehr als nur eine gut gemachte Website. Da über das Internet bestellte Waren auch zum Kunden transportiert und vom Kunden bezahlt werden müssen, stellen sich hohe Anforderungen an die logistische Abwicklung von Internet-Bestellungen (E-Fulfillment). Ohne eine gut funktionierende Logistik hinter den Websites kann kein Anbieter langfristig erfolgreich sein. Dies gilt vor allem für das Endkundengeschäft im E-Commerce (B2C) mit seinen zahlreichen Klein- und Kleinstbestellungen.

Um eine wirtschaftliche Relation zwischen dem Wert des Auftrages und den erforderlichen Logistikkosten bei gleichzeitiger Wahrung der Kundenzufriedenheit zu erzielen, müssen die Logistikprozesse effizient und effektiv gestaltet werden. Weiterhin müssen die implementierten Logistikstrukturen flexibel sein, um Nachfrageschwankungen und Veränderungen der Sortimente zu beherrschen.

Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, Unternehmen einen Leitfaden zur Einführung von E-Commerce zu bieten und dabei auf potenzielle Problemfelder aufmerksam zu machen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das E-Fulfillment im B2C-Bereich gelegt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis XI
1. Einleitung 1
1.1 Ausgangssituation 2
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3
2. Grundlagen zum E-Commerce 4
2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen 4
2.1.1 E-Commerce im engeren Sinne 5
2.1.1.1 E-Procurement 5
2.1.1.2 E-Marketing 6
2.1.2 E-Commerce im weiteren Sinne 7
2.2 Voraussetzungen für E-Commerce 8
2.2.1 Technologische und organisatorische Voraussetzungen 8
2.2.1.1 I&K-Technologien 8
2.2.1.2 Internet 10
2.2.1.2.1 Historie des Internets 10
2.2.1.2.2 World Wide Web 11
2.2.1.3 Intranet 12
2.2.1.4 Extranet 13
2.2.2 Rechtliche Grundlagen 14
2.2.2.1 Vertragsrecht im World Wide Web 14
2.2.2.2 Signaturgesetz 16
2.2.3 Sicherheit im E-Commerce 17
2.2.3.1 Grundbedrohungen 18
2.2.3.2 Digitale Signatur 19
2.3 Ziele und Potenziale des E-Commerce 21
2.3.1 Ziele 21
2.3.1.1 Ziele nach Komplexitätsgrad 21
2.3.1.2 Ziele nach Kernbereich 22
2.3.2 Potenziale 25
2.3.2.1 Grundlagen zu Effizienz und Effektivität 25
2.3.2.2 Problem der Effizienzmessung im E-Commerce 27
2.3.2.3 Effizienzkriterien im E-Commerce 28
2.4 Elektronische Märkte 30
2.4.1 Grundlagen 31
2.4.1.1 Markt und Transaktion 31
2.4.1.2 Vollkommener Markt 31
2.4.1.3 Phasen der Markttransaktion 32
2.4.1.4 Transaktionskosten 33
2.4.2 Transaktionsbeziehungen auf elektronischen Märkten 34
2.4.2.1 B2B 34
2.4.2.2 B2C 36
2.4.3 Elektronische Marktplätze 37
2.4.4 Auswirkungen elektronischer Märkte 38
2.5 Zusammenfassung 40
3. Methodik zur Einführung von E-Commerce 41
3.1 Planungsverfahren bei E-Commerce-Initiativen - Kontinuierliche Planung mit Feedback 41
3.2 Elemente einer E-Commerce-Initiative 43
3.2.1 E-Commerce-Strategieentwicklung 44
3.2.1.1 Wissenssammlung und Evaluation der eigenen Fähigkeiten 45
3.2.1.1.1 Kunden (Marktanalyse) 45
3.2.1.1.2 Branchen- und Technologietrends (Umfeldanalyse) 47
3.2.1.1.3 Konkurrenz (Wettbewerberanalyse) 47
3.2.1.1.4 Eigene Fähigkeiten (Kompetenzanalyse) 48
3.2.1.2 E-Commerce-Konzeptentwicklung 49
3.2.1.2.1 Grundkonzepte 49
3.2.1.2.2 Individuelle Verfeinerung 50
3.2.2 E-Commerce-Blueprint und Business Case 52
3.2.2.1 Grundlagen des Blueprinting 53
3.2.2.2 E-Commerce-Blueprint 55
3.2.2.3 Business Case 56
3.2.3 Ausführung 57
3.2.3.1 Projektmanagement 58
3.2.3.1.1 Grundlagen 58
3.2.3.1.2 Besondere Anforderungen bei E-Commerce-Projekten 60
3.2.3.2 Kontinuierliche Leistungsmessung 61
3.3 Beispiel: Darstellung ausgewählter Schritte der Strategieentwicklung für einen virtuellen Shop im B2C-Bereich 65
3.3.1 Kundenanforderungen (Marktanalyse) 65
3.3.2 Rechtliche Anforderungen (Umfeldanalyse) 67
3.3.2.1 Allgemeine Informationspflichten 68
3.3.2.2 Informationspflichten über technische Einzelheiten 69
3.3.3 Auswahl der Shop-Software (Umfeldanalyse) 70
3.3.4 Erfolgsfaktoren beim Betrieb eines virtuellen Shops (Konzeptentwicklung) 72
3.3.4.1 Schaffung einer überlegenen Web-Marke 73
3.3.4.2 Gestaltung des virtuellen Shops 75
3.3.4.3 Aufbau individueller Kundenbeziehungen 75
3.3.4.4 Gestaltung der Geschäftsprozesse aus Kundensicht 78
3.4 Zusammenfassung 80
4. Durchführung der Logistik im B2C-Bereich 81
4.1 Einführung in die Logistik 81
4.1.1 Historie des Logistik-Begriffs 81
4.1.2 Ziel, Aufgabe und Inhalt der Unternehmenslogistik 82
4.1.3 E-Fulfillment und E-Logistics 84
4.2 Forderungen an die Distributionslogistik im B2C-Bereich 85
4.2.1 Quantitative Anforderungen 86
4.2.1.1 Hohe Artikelvielfalt 86
4.2.1.2 Geringe Auftragsgrößen 88
4.2.1.3 Kurze Durchlaufzeiten 90
4.2.1.4 Volatiles Konsumverhalten 92
4.2.2 Qualitative Anforderungen 92
4.2.2.1 Hohe Mobilität 93
4.2.2.2 Geringe Fehlerquote 93
4.2.2.3 Hohe Sicherheit 94
4.3 Distributionslösungen im B2C-Bereich 95
4.3.1 Distributionskanäle 95
4.3.1.1 Direkte Distribution 96
4.3.1.2 Indirekte Distribution 97
4.3.2 Auslieferungsformen 98
4.3.2.1 Lieferung an Haustür 98
4.3.2.2 Pick-up-Prinzip 99
4.3.2.3 Cityshopping-Prinzip 101
4.4 E-Fulfillment - Make or Buy? 102
4.4.1 Kostenaspekte einer Make-or-Buy-Entscheidung 103
4.4.1.1 Volumenabhängige Kostendegression 103
4.4.1.2 Kostendegression durch Auslastungsoptimierung 104
4.4.1.3 Effizienzsteigerung durch Spezialisierung und Wettbewerb 106
4.4.1.4 Reduzierung von Opportunitätskosten 107
4.4.1.5 Lohnkostensenkung durch Branchenarbitrage 108
4.4.1.6 Transaktionskostentheoretische Aspekte 108
4.4.2 Daten als Grundlage einer Make-or-Buy-Entscheidung 109
4.4.2.1 Schwierigkeiten bei der Datenermittlung 109
4.4.2.2 Berücksichtigung von Unsicherheiten 110
4.4.3 Strategische Aspekte einer Make-or-Buy-Entscheidung 111
4.4.4 Beispiel: Make-or-Buy-Entscheidung von Logistikleistungen für einen virtuellen Shop im B2C-Bereich 112
4.5 Zusammenfassung 116
5. Fazit 117
Literaturverzeichnis XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 3-8: Leistungsmessungen der E-Commerce-Anwendungen Quelle: eigene Darstellung Durch die Auswertung der Messergebnisse können die Anwendungsbereiche und Prozesse bestimmt werden, in denen etwas korrigiert werden muss. Zudem werden die Stärken und Schwächen der eigenen E-Commerce-Aktivitäten klarer. Durch Leistungsmessungen können somit die E-Commerce-Anwendungen während des Betriebs auf ihre Effektivität und Effizienz geprüft werden. Im Folgenden sollen Leistungskennziffern für den Betrieb eines virtuellen Shops inkl. ihrer implizierten Fragestellungen angegeben werden, wobei die Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: ergänzt nach [Ka.Ro01, S. 628] a) Statistik über Kunden, Besucher und Promotionsmaßnahmen • Anzahl Kunden pro Zeiteinheit • Anzahl Besucher pro Zeiteinheit • Durchschnittliche Verweildauer der Kunden im Shop (inkl. Häufigkeitsverteilung) • Durchschnittliche Verweildauer der Besucher im Shop (inkl. Häufigkeitsverteilung) • Durchschnittlicher Umsatz pro Kunde (inkl. Verteilung der Umsätze → Identifizierung der umsatzstärksten Kunden) • Anzahl Erstkunden pro Zeiteinheit • Anzahl der Kundenadressen ⇒ Wie viele Adressen werden pro Zeiteinheit generiert? ⇒ Welche Qualität besitzen diese Kontakte? [...]

von Projekten maßgebend. [Koo00, S. 182 f.] Diese Kriterien bleiben bei E-CommerceProjekten erhalten. Es treten jedoch besondere Anforderungen bei der Durchführung von E-Commerce-Projekten auf. Diese werden im Folgenden erörtert. 3.2.3.1.2 Besondere Anforderungen bei E-Commerce-Projekten Die bei E-Commerce-Projekten spezifischen Anforderungen sind beispielsweise: ergänzt nach [Ka.Ro01, S. 596 f.] a) Geschwindigkeit Die Größenordnung für Entwicklungsprojekte herkömmlicher IT-Anwendungen ist Jahre, die für webbasierte E-Commerce-Anwendungen beträgt in der Regel Monate. Dies resultiert vor allem aus der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit der Anwendungen im Web und der eingesetzten Technologien. Das gern zitierte Szenario, die Entwicklung im Web schreite so schnell voran, dass bei Abschluss eines Projekts die entwickelte E-Commerce-Anwendung bereits veraltet sei, ist übertrieben. Trotzdem unterliegen E-Commerce-Projekte aufgrund der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit im E-Commerce-Umfeld besonderen zeitlichen Anforderungen. [Ka.Ro01, S. 596] b) Umfang Da E-Commerce-Projekte aufgrund der Komplexität in der Regel in mehrere Bereiche des Unternehmens eingreifen, sollte das Projektmanagement entsprechend umfassend konzipiert und umgesetzt werden. Alle erforderlichen Funktionsbereiche des Unternehmens (z.B. Unternehmensführung, Marketing, EDV) sollten in die Projektarbeit einbezogen werden. [Sau01, S. 342 ff.] c) Externe Projektmitglieder Im Rahmen von E-Commerce-Projekten sind nicht nur eine Reihe von unternehmensinternen Beteiligten vorhanden, in der Regel kommen externe Spezialisten, Vertriebspartner (z.B. LDL), Berater etc. hinzu. Die Integrierung externer Projektmitglieder obliegt hauptsächlich dem Projektmanager und ist unter Minimierung von Reibungsverlusten vorzunehmen. [Koo00, S. 166 ff.] d) Kundenbedürfnisse Bei IT-Projekten fällt das Sammeln von Informationen über die Kundenbedürfnisse in der Regel relativ schwer, da viele Kunden (interne oder externe) nur selten eine klare Vorstellung über die eigenen Bedürfnisse besitzen. Die Folgen sind ungenaue Zielvorgaben und Zieländerungen während der Projektlaufzeit. Dies kann u.a. zu zeitlichen Verzögerungen führen. Bei E-CommerceProjekten wird diese Tatsache aufgrund des jungen Entwicklungsstadiums dieser Disziplin noch verstärkt. [Ka.Ro01, S. 597] [...]

a) Projektplanung und -steuerung Sind die Projektziele bestimmt, muss das Projekt geplant und gesteuert werden. Hierbei sind vor allem Strukturplanungen, Terminplanungen, Einsatzmittelplanungen, Kostenplanungen und Risikomanagement vorzunehmen.81 b) Interne Integration Die Auswahl der Mitglieder des Projektteams sowie die Gestaltung der Beziehungen im Projektteam wird als interne Integration bezeichnet. Diese umfasst insbesondere die Definition der Kompetenz- und Verantwortungsverteilung im Team sowie die Gestaltung der Kommunikation im Team und mit dem Projektumfeld. Besondere Aufmerksamkeit während des Projekts muss der Lösung von Konflikten innerhalb des Teams gewidmet werden.82 c) Externe Integration Hierunter wird die systematische Gestaltung der Beziehungen zum externen oder internen Auftraggeber sowie zu anderen Projektinteressenten (Individuen, Gruppen, Institutionen etc.) verstanden. d) Projektkontrolle Die Kontrolle des Projekts umfasst hauptsächlich die Bereiche Termin- und Kostenkontrolle: [Sau01, S. 342] • Hinsichtlich der Terminkontrolle sollten Projektmeilensteine definiert werden, die anhand von End- bzw. Teilprodukten mittels eines Soll-/Ist-Vergleichs zu überprüfen sind. • Zudem ist eine Kontrolle der Projektkosten vorzunehmen, selbst wenn in frühen Phasen des Projekts nur eine grobe Kostenschätzung möglich sein sollte. Die Überwachung und Überprüfung der Projektkosten während und nach Abschluss des Projekts ist eine der zentralen Aufgaben des Projektcontrollings.83 Mittels Projektmanagement soll letztlich erreicht werden, die Ziele eines Projekts im vorgegebenen Zeitrahmen und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erfüllen. Somit sind die Kriterien Zeit, Kosten und Qualität für den Erfolg oder Misserfolg [...]

Arbeit zitieren:
Wawrzinowsky, Christoph Dezember 2002: Leitfaden zur Einführung von Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, E-Business, E-Fulfillment, E-Logistics, B2C

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