Leistungsabhängige Entlohnung
- Art: Studienarbeit
- Autor: Patrick Preß
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 38 Seiten
- Dateigröße: 404,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ostfalia Braunschweig/Wolfenbüttel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5677-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Preß, Patrick Januar 2000: Leistungsabhängige Entlohnung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Lohngestaltung, Lohnformen, Incentives, Leistungsanreize, Vergütrungssysteme
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Studienarbeit von Patrick Preß
Einleitung:
Die Veränderung der Wettbewerbssituation durch die Globalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten und die Fragmentierung und Dezentralisierung der Märkte sind für die Entlohnungspraxis von zentraler Bedeutung. Die damit einhergehenden veränderten Formen der Arbeitsorganisation (z.B. Gruppenarbeit) und der Einsatz neuer Technologien sowie die verstärkte Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse erfordern deshalb mehr als zuvor qualifiziertere und motivierte Mitarbeiter.
Für die Motivation sind eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit und eine der Leistung entsprechende Entlohnung sehr wichtig. Die personalen Leistungsvoraussetzungen werden zu einem bestimmenden Faktor im Unternehmensgeschehen. Dabei kommt der Gestaltung eines auf die oben beschriebenen veränderten Rahmenbedingungen hin zugeschnittenes Entgeltsystem eine große Bedeutung zu. Lohn und Gehalt stellen Mittel der Existenzsicherung des Menschen dar. Außerdem bildet die Höhe des Einkommens einen wichtigen Maßstab der sozialen Selbsteinschätzung des Einzelnen. Aus diesem Grund ist die Entwicklung von durchdachten Vergütungssystemen, mit dem Ziel durch eine leistungsgerechte Bezahlung des Einzelnen eine höhere Arbeitsmotivation und damit einhergehende Leistungsoptimierung zu erreichen, sehr wichtig.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil dieser Hausarbeit werden zuerst die Grundlagen einer leistungsgerechten Lohngestaltung erläutert sowie die gängigen Lohnformen im gewerblichen Bereich vorgestellt und darauf hin untersucht, inwieweit sie den Anforderungen einer leistungsorientierten Entlohnung entsprechen, wie ihre Bedeutung aufgrund der sich ändernden Organisationsformen in der Zukunft sein wird. Der zweite Teil der Hausarbeit behandelt die Entwicklung von flexiblen Entlohnungssystemen für Führungskräfte.
Dabei werden verschiedene Strategien vorgestellt, die die leistungsabhängige Entlohnung von Führungskräften als ihr Ziel ansehen. Im dritten Teil werden sogenannte Incentives als Anreizsysteme einer leistungsabhängigen Entlohnung vorgestellt, ihre Ausgestaltung und Wirkung auf die potentiellen Empfänger erläutert.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Aufbau der Hausarbeit | 1 |
| 2. | Lohnformen und betriebliche Leistungsanreize | 2 |
| 2.1 | Grund und Leistungsentgelt | 2 |
| 2.2 | Akkordlohn | 4 |
| 2.3 | Prämienlohn | 5 |
| 2.4 | Zeitlohn | 6 |
| 2.4.1 | Zeitlohn ohne Leistungszulage | 6 |
| 2.4.2 | Zeitlohn mit Leistungszulage | 7 |
| 2.5 | Sonstige Lohnformen | 8 |
| 2.5.1 | Zeitlohn mit Richtwerten | 8 |
| 2.5.2 | Kontrakt- und Pensumlohn | 8 |
| 2.6 | Unterscheidungsmerkmale der Lohnformen | 9 |
| 3. | Variable Vergütung von Führungskräften | 10 |
| 3.1 | Einflussgrößen der variablen Vergütung | 11 |
| 3.2 | Komponenten eines flexiblen Vergütungssystem | 12 |
| 3.2.1 | Grundbezüge | 13 |
| 3.2.2 | Variable Bezüge | 13 |
| 3.2.2.1 | Operatives und taktisches Anreizsystem | 13 |
| 3.2.2.2 | Langfristig marktindizierte Anreizsysteme | 15 |
| 3.2.2.3 | Kritikpunkte an langfristig marktindizierten Anreizsystemen | 16 |
| 3.2.2.4 | Langfristig leistungsbezogene Anreizsysteme | 16 |
| 3.2.2.5 | Kritikpunkte an langfristig leistungsbezogenen Anreizsystemen | 17 |
| 3.3 | Strategieorientierte Anreizsysteme | 17 |
| 3.3.1 | Management-Accounting-Ansatz | 18 |
| 3.3.2 | Strategische Meilensteine | 18 |
| 3.4 | Zusatzleistungen | 19 |
| 4. | Incentives als generelle Anreizmittel | 19 |
| 4.1 | Komponenten eines Incentive-Systems | 20 |
| 4.1.1 | Wichtige Elemente eines nichtfinanziellen Anreizsystems | 21 |
| 4.1.1.1 | Führungsverhalten | 21 |
| 4.1.1.2 | Unternehmenskultur | 21 |
| 4.1.1.3 | Qualifikation | 22 |
| 4.1.1.4 | Arbeitsumfeld | 22 |
| 4.1.1.5 | Karriere | 22 |
| 4.2 | Gestaltungsfelder für nichtfinanzielle Anreizsysteme | 23 |
| 4.3 | Ausgestaltung eines Incentive-Systems | 24 |
| 4.3.1 | Ausgestaltung des Incentives-Systems mit materiellen oder immateriellen Anreizen | 25 |
| 4.3.2 | Schwierigkeiten und Problematik bei der Ausgestaltung eines Incentive-Systems | 26 |
| 4.3.3 | Aktuelle Tendenzen bei der Ausgestaltung von Incentive-Systemen | 27 |
| 4.4 | Incentives als spezielle Anreizmittel | 28 |
| 4.4.1 | Merkmale der Incentives als spezielle Anreizmittel | 28 |
| 4.4.2 | Kritikpunkte an der Gestaltung von Incentive-Aktionen als Wettbewerb | 29 |
| 4.4.3 | Wirksamkeit der Incentive-Aktionen | 30 |
| 4.5 | Übertragung von Incentives auf andere Mitarbeitergruppen | 30 |
| 5. | Fazit | 31 |
| Literaturverzeichnis | 32 |
seiner Leistung beeinflusst werden. Weil oft kein fester Vergabemodus festgelegt wird, kann sehr schnell Frustration entstehen, wenn zwischen dem Beurteiler und dem Beurteilten unterschiedliche Meinungen bezüglich der Leistungsbewertung bestehen.27 Deshalb ist es wichtig, dass Kriterien für die Leistungsbeurteilung und der Höhe der Boni vereinbart werden, um solche Konflikte zu vermeiden. Eine weitere Möglichkeit des Tantiemenempfangens gilt für die Mitglieder der Vorstände und der Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften und ist per Gesetz geregelt. Die Bemessungsgröße für Vorstandsmitglieder ist in § 86 AktG und für die Aufsichtsratmitglieder in §113 AktG geregelt. Allgemein können folgende Bezugsgrößen für die Bestimmung der variablen Bezüge herangezogen werden:28 • • • • Gewinn Umsatz, Rentabilität und Dividendenausschüttung [...]
3.2.1 Grundbezüge Die Höhe der Grundbezüge orientiert an den Anforderungen einer Stelle, die wiederum in Form von Funktionsbeschreibungen definiert werden. Somit erreicht man, dass Mitarbeiter die in vergleichbaren Verantwortungsbereichen arbeiten auch ein vergleichbares Grundgehalt erhalten. Allerdings kann es hier auch vorkommen, dass es auch in gleichen Verantwortungsbereichen Abstufungen in der Höhe des Grundgehaltes aufgrund unterschiedlicher Erfahrung, Lebensalter oder Betätigungsgebiete gibt.24 3.2.2 Variable Bezüge 3.2.2.1 Operatives und taktisches Anreizsystem Tantieme bzw. Bonus stellen die Instrumente des operativen und taktischen Anreizsystems dar. Sie zielen auf die kurz- bis mittelfristigen Erfolgsgrößen der Unternehmung ab. Unter Tantiemen versteht man erfolgsabhängige, variabel bedingte Entgelte für eine Tätigkeit dispositiver Art auf höheren und höchsten Hierarchiestufen.25 Es wird hierbei von der Annahme ausgegangen, dass der Tantieme-Empfänger einen hohen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Um einen Motivationseffekt bei den Führungskräften hervorzurufen, ist wichtig, dass die Höhe der Tantieme vorher festgelegt wird und die Berechnung objektiv messbar und nachvollziehbar ist. Außerdem sollte ein Tantiemensystem so aufgebaut werden, dass die Bestimmung eines angemessenen Verhältnisses zwischen dem Erfolgsanteil und dem Leistungsbeitrag möglich ist.26 Für die Bemessungsgröße Erfolg gibt es in der Praxis verschiedene Möglichkeiten. So können z.B. außergewöhnliche Leistungen in besonderer Weise im Rahmen spezieller Bonus- und Incentive-Systeme, die später noch ausführlicher erläutert werden, honoriert werden. Diese Art des Leistungsanreizes ist allerdings nicht an einen festen Vergabemodus gebunden und kann vom Betroffenen nur mittelbar, d.h. in der Hoffnung auf eine derartige Honorierung [...]
Entlohnungspraxis im betrieblichen Gewerbe eingegangen wurde, sollen nun Anreizsysteme vorgestellt werden, die darauf abzielen, Führungskräfte und insbesondere Vertriebsmitarbeiter von Unternehmen leistungsund ergebnisabhängig zu entlohnen. In Deutschland rücken nämlich immer mehr Unternehmen von den traditionellen Entlohnungspraktiken ab, um die Vergütung zu einem großen Teil vom erzielten Ergebnis abhängig zu machen. Hierfür sprechen folgende verschiedene Gründe:20 • Die Zahl der Beschäftigten, die die bestehenden Vergütungspraktiken als ungerecht empfinden, wird immer größer. • Vergütungskriterien, die nicht auf Leistung abstellen, sondern auf Position und Status, fördern die Ineffizienz und Unbeweglichkeit der Organisation und bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit. • Die Leistungsbereitschaft und Leistungsmotivation der Mitarbeiter und Führungskräfte steigt, wenn sie den Eindruck bekommen, dass mit einer differenzierten Entgeldpolitik auch ihr persönlicher Leistungsbetrag entsprechend gewürdigt wird. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832456771
Arbeit zitieren:
Preß, Patrick Januar 2000: Leistungsabhängige Entlohnung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Lohngestaltung, Lohnformen, Incentives, Leistungsanreize, Vergütrungssysteme



