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Lehrer und Medien

Eine Sekundäranalyse der AWA zur Mediennutzung von Lehrern

Lehrer und Medien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thorsten Rector
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 624,1 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Musik und Theater Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4491-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4491-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4491-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rector, Thorsten Februar 2001: Lehrer und Medien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mediennutzung, Neue Medien, Publikumsforschung, Sekundäranalyse

Diplomarbeit von Thorsten Rector

Zusammenfassung:

Lehrer sind eine hoch angesehene Berufsgruppe mit wichtigen gesellschaftlichen Funktionen. Schließlich sind sie es, die die zukünftigen Generationen auf die Veränderungen und Anforderungen der Informationsgesellschaft vorbereiten sollen. Gleichzeitig gelten aber gerade Lehrer als technologiefeindlich und als Medien-Verweigerer.

Die vorliegende Arbeit ist eine Sekundäranalyse der AWA 2000. In der repräsentativen und deutschlandweiten Befragung wurden 325 Lehrer und Hochschullehrer zu Ihrer Mediennutzung und zu ihren Einstellungen befragt. In der Analyse wird deutlich, dass die Mediennutzung der Lehrer als stark informationsorientiert bezeichnet werden kann.

So zeigen sich bei den elektronischen Medien unterdurchschnittliche Nutzungsraten, die Printnutzung dagegen ist überdurchschnittlich. Besonders hoch ist die Nutzung von Wissenschaftsmagazinen und von Zeitschriften zum Zeitgeschehen. Bei der Nutzung von Büchern erreicht keine andere Berufsgruppe annähernd hohe Nutzungswerte.

Im Vergleich mit anderen berufstätigen Akademikern zeigt sich, dass sich die Nutzungsbesonderheiten von Lehrern nicht allein durch die Bildung erklärt werden können.

Die Auswertung von Einstellungsfragen zeigt eine besonders skeptische und kritische Einstellung zu neuen Medien und technologischen Entwicklungen. Vor allem die private Computernutzung und die Nutzung des Internets hinken den Nutzungswerten anderer Akademiker noch hinterher.

Inhaltsverzeichnis:

1. Lehrer und Medien 6
1.1 Lehrer und ihre gesellschaftliche Bedeutung 6
1.2 Bedeutung der Mediennutzung von Multiplikatoren 12
1.3 Resümee: Allgemeine Fragestellung 15
1.4 Aufbau der Arbeit 16
2. Lehrer in der Medienpädagogik und in der Medienforschung 17
2.1 Das Bild des medienkritischen Lehrers 17
2.2 Bisherige Forschungsergebnisse 20
2.3 Das Bildungsbürgertum und Mediennutzung 28
2.4 Resümee: Spezifizierung und Konkretisierung der Forschungsfrage 32
3. Studiendesign 34
3.1 Wahl der Methode 34
3.2 Untersuchungssteckbrief AWA 36
3.3 Aufbau und Dimensionen des Fragebogens 37
3.4 Grundgesamtheit und Auswahl der Stichprobe 38
3.4.1 Grundgesamtheit 38
3.4.2 Stichprobe 38
3.5 Vor- und Nachteile der Sekundäranalyse 44
3.6 Weiteres Vorgehen 45
4. Ergebnisse der Analyse 47
4.1 Ausstattung mit technischen Geräten 47
4.2 Nutzung klassischer Medien I: Elektronische Medien 52
4.2.1 Fernsehen 52
4.2.2 Radio 61
4.2.3 Kino 63
4.2.4 AV-Medien 64
4.3 Nutzung klassischer Medien II: Printmedien 67
4.3.1 Zeitschriften und Zeitungen 67
4.3.2 Regionale Abozeitungen 76
4.3.3 Kaufzeitungen 76
4.3.4 Anzeigenblätter 77
4.3.5 Kundenzeitschriften 78
4.3.6 Fremdsprachige Printmedien 79
4.3.7 Bücher 80
4.4 Nutzung von Computer und Internet 83
4.5 Nutzungsmotive und Informationsverhalten 91
4.6 Einstellungen gegenüber Technik und Werbung 97
4.7 Multivariate Analyse 102
5. Diskussion der Ergebnisse 111
6. Ausblick 117
7. Fazit 119
Literaturverzeichnis 120
Anhang 125
A. Tabellenanhang 125
B. Übersicht der Zeitschriften- und Zeitungsgruppen 136
Ergebnisse der Reliabilitätsanalyse zu den Indexvariablen 140
Mittelwertvergleiche der Zeitschriftennutzung: Gesamtdokumentation 141
C. Übersicht der Skalen und Variablen zur Medien- und PC-Nutzung 143
Danksagung 146
Erklärung 147

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.2.2 Radionutzung Die Radionutzung wird in der AWA nicht so ausführlich abgefragt wie die Fernsehnutzung. Die Befragten der AWA werden aber gebeten, Angaben zu ihrer durchschnittlichen Nutzungsdauer an Werktagen zu machen29. Zwei Drittel der befragten Lehrer hören täglich maximal etwa eine Stunde Radio. Nur jeder zehnte Lehrer kann als Vielhörer (täglich mehr als drei Stunden) eingestuft werden (siehe Tab. 14). Wie schon bei der Fernsehnutzung unterscheiden sich die befragten Lehrer hier teilweise deutlich von den anderen berufstätigen Akademikern. Auffällig ist vor allem, dass es bei den Lehrern und Hochschullehrern deutlich weniger Vielhörer gibt als bei den anderen Akademikern. Denn der Anteil derjenigen, die werktäglich etwa drei Stunden oder [...]

Bei Betrachtung der Altersgruppen innerhalb der Lehrerschaft fällt vor allem auf, dass der Anteil der Vielseher (mehr als drei Stunden täglich) in den höheren Altersklassen etwas nachlässt. Während bei den 20-29-Jährigen jeder fünfte Befragte (20,9%) zu den Vielsehern gerechnet werden kann, sind es bei den 30-39-Jährigen und 40-49-Jährigen nur jeder sechste Befragte (16,2 bzw. 16,9%). Bei den Über-50-Jährigen zählt nur noch jeder achte Befragte zu den Vielsehern. Der Anteil der Wenigseher (weniger als eine Stunde werktäglich) differiert dagegen zwischen den Altersgruppen stark: Jeder vierte Befragte zwischen 20 und 29 gehört dazu, bei den 30-39-Jährigen knapp jeder Dritte (30%). Bei den 40-49-Jährigen beträgt der Anteil nur 18,6% und bei den Über-50Jährigen können wiederum 22,2% zu den Wenigsehern gerechnet werden. [...]

Nutzungsunterschiede innerhalb der Lehrerschaft Betrachtet man nur die Lehrer, so fällt auf, dass Lehrer und Lehrerinnen ganz ähnliche Nutzungstendenzen für das Fernsehen aufweisen. Der Anteil an Wenigsehern (werktäglich weniger als eine Stunde) ist bei den weiblichen und männlichen Lehrern annähernd gleich (siehe Tab. A4 im Anhang). Dafür ist der Anteil der Vielseher (werktäglich mehr als drei Stunden) bei den Männern mit 19,3% deutlich größer als bei den Frauen mit 11,9%. Bei der Nutzung der einzelnen Sender zeigen sich keine deutlichen Differenzen zwischen den männlichen und den weiblichen Befragten. Auch ein Mittelwertvergleich zwischen Lehrern und Lehrerinnen zeigt keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Dies gilt sowohl für die Gesamtnutzung aller Fernsehsender, aber auch für die Nutzung von öffenlich-rechtlichen oder privaten Fernsehsendern. Auch bei der [...]

Arbeit zitieren:
Rector, Thorsten Februar 2001: Lehrer und Medien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mediennutzung, Neue Medien, Publikumsforschung, Sekundäranalyse

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