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Neue Lehr- und Lernformen im Spiegel der pädagogischen Praxis

Neue Lehr- und Lernformen im Spiegel der pädagogischen Praxis
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Tanja Breitfeld
  • Abgabedatum: Januar 2006
  • Umfang: 162 Seiten
  • Dateigröße: 14,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • Bibliografie: ca. 62
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2920-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Breitfeld, Tanja Januar 2006: Neue Lehr- und Lernformen im Spiegel der pädagogischen Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Klippert, Primarstufe, Lernformen, Gruppenpuzzle, PISA

Staatsexamensarbeit von Tanja Breitfeld

Einleitung:

Die Grundschule steht heute – wie das Bildungswesen insgesamt – vor neuen Herausforderungen und Problemen, die sich vor allem aus den Veränderungen in der Gesellschaft und damit auch aus den außerschulischen Lebens- und Entwicklungsbedingungen der Kinder ergeben. Die große Verantwortung, die Lehrkräfte für die Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder übernehmen, erfordert es, sich ständig mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen auseinanderzusetzen. Nur so können sie die Anforderungen und die pädagogischen Arbeit sinnvoll und erfolgreich bewältigen. Insbesondere Lehrerinnen und Lehrer müssen sich mit den Veränderungen der Schülerinnen und Schülern auseinandersetzen und sich den Herausforderungen stellen. Um zeitgemäß und zukunftsgerecht unterrichten zu können, ist jedoch auch eine Reformierung der Unterrichts- und Lernmethoden dringend notwendig. Denn der Prozess des Lehrens und Lernens kann durch geeignete Methoden geordnet, verbessert, und beschleunigt werden, das heißt, die Qualität des Unterrichts kann somit gesteigert werden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich genau mit dieser Problematik und stellt neue Methoden und Formen des Lernens und Unterrichtens aus verschiedenen Blickwinkeln vor.

Das Thema lautet „Neue Lehr- und Lernformen im Spiegel der pädagogischen Praxis“.

Die PISA-Ergebnisse machen weiterhin deutlich, dass Kinder und Jugendliche in deutschen Schulen erhebliche Mängel in den getesteten Bereichen aufweisen. Spätestens jetzt sollte darauf reagiert werden. Es hat sich in den letzten Jahren eine neue Lernkultur entwickelt, die dementsprechend neue Lehr- und Lernformen benötigt. Die Entfaltung neuer Lehr- und Lernformen existiert bereits seit längerem, doch welche Formen sind effektiv? Die traditionelle und fast verdrängte Form des Lehrens ist der Frontalunterricht. Moderne Unterrichtsmethoden sind vergleichsweise offener und freier. Den Lehrkräften und Bildungsexperten ist auch mittlerweile deutlich geworden, dass sich die Schule an die Veränderungen anpassen muss und dass neue Lehr- und Lernmethoden dringend notwendig sind. Allerdings gibt es bezüglich dessen sehr unterschiedliche Meinungen und Umsetzungsmöglichkeiten. Ich möchte in dieser Arbeit einige konträre Meinungen vorstellen. Heinz Klippert gehört zu denen, die Innovationsarbeit in Schule und Unterricht leisten möchten. Seit circa zehn Jahren beschäftigt er sich bereits mit offenen Lernformen. Er hat zahlreiche Methoden entwickelt, um wichtige Schlüsselqualifikationen zu vermitteln und eigenständiges Arbeiten und Lernen anzuregen. Seine Bücher verfügen über eine Menge Übungsbausteine für den Unterricht. In meiner späteren Tätigkeit als Lehrerin interessiert es mich, wie effektiv die Lehr- und Lernmethoden von Klippert sind. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Teil seines Konzeptes kritisch untersucht.

Ich möchte mit der folgenden Arbeit, und insbesondere mit der empirischen Untersuchung, in erster Linie der Frage nachgehen, ob das Methodentraining von Klippert die Leistungen der Schülerinnen und Schüler verbessert und ob sie die erlernten Methoden auch auf andere Situationen oder Fächer übertragen und anwenden können. Nebenbei interessiert mich, inwieweit die Schülerinnen und Schüler Schlüsselkompetenzen während der Methodenschulung erwerben, denn Klippert behauptet, dass wichtige Basiskompetenzen durch dieses Training geübt und vermittelt werden.

Dafür werde ich an einer Grundschule eine Forschung durchführen, die genau diese Aspekte untersuchen soll.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist im Wesentlichen in drei grobe Teile gegliedert. Im ersten Abschnitt geht es um die theoretischen Grundlagen, die für die empirische Untersuchung relevant sind. Im zweiten Teil werde ich meine eigene Forschung darstellen. Im abschließenden dritten Kapitel reflektiere ich kurz diese Arbeit und den damit verbundenen Prozess.

Die theoretischen Grundlagen beschäftigen sich mit der Entwicklung einer neuen Lernkultur und mit neuen Formen des Lehrens und Lernens. Dieser erste Teil ist nochmals in zwei Abschnitte gegliedert, als erstes werden theoretische Konzepte vorgestellt, danach folgen die praktischen Konzepte. Das Kapitel 2.1 über die theoretischen Konzepte geht primär der Frage nach, was die neue Lernkultur ausmacht und welche Rolle die PISA-Studie dafür spielt. Des Weiteren werden Kriterien guten Unterrichts und Erkenntnisse über das Lernen von zwei sehr angesehenen Lernpsychologen, Franz Weinert und Elsbeth Stern, vorgestellt.

In Kapitel 2.2 geht es um praktische Konzepte bezüglich neuer Lehr- und Lernformen. Insbesondere Klippert und seine Methodenschulung werden in diesem Abschnitt genauer erläutert, da die anschließende empirische Untersuchung auf dem Klippert-Konzept basiert. Dieses Konzept stimmt nicht mit den Ansichten und Erkenntnissen von Stern überein. Möglicherweise kann man anhand der Forschungsergebnisse jedoch später feststellen, welches Konzept eher zutrifft. Ein praktisches Beispiel für die Umsetzung des Methodentrainings nach Klippert existiert bereits. Die selbstständige Realschule Enger, die mit ihrem Konzept in Kapitel 2.2.2 vorgestellt wird, sei ein Beleg dafür, dass das Einüben von Methoden und die Vermittlung grundlegender Kompetenzen erfolgreich funktioniert.

Kapitel 3 dient der Überleitung zum empirischen Teil dieser Arbeit. An dieser Stelle wird der Überblick über den Forschungsstand dargestellt und die präzise Forschungsfrage entwickelt und verfasst.

Daraufhin folgt die Darstellung der Forschung, diese ist in zwei grobe Abschnitte gegliedert. Anfangs wird das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung explizit erläutert. Dazu gehören der Untersuchungsplan, die Erhebungstechniken und das Auswertungsdesign.

Danach werden die wichtigsten Ergebnisse dargestellt und interpretiert.

Mir ist dabei bewusst, dass die Anlage dieser Staatsarbeit mit einer exakten und umfangreichen empirischen Forschungsarbeit nicht direkt zu vergleichen ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
1.1 Thema und Zielsetzung 5
1.2 Aufbau der Arbeit 6
I. Theoretische Grundlagen 8
2. Entwicklung einer neuen Lernkultur - Neue Formen des Lehrens und Lernens 8
2.1 Theoretische Konzepte und Überlegungen 8
2.1.1 Vorüberlegungen zur neuen Lernkultur 9
2.1.2 Neue Lehr- und Lernformen 15
2.1.3 Franz E. Weinert: Die Notwendigkeit der Methodenvielfalt als Reaktion auf die Heterogenität in deutschen Klassenzimmern 16
2.1.4 Grundbildungskonzept von PISA 20
2.1.5 Die Bedeutung der PISA-Studie für die neue Lernkultur 23
2.1.5.1 Was ist PISA? 23
2.1.5.2 Auswirkungen der PISA-Ergebnisse auf das deutsche Bildungswesen und die neue Lernkultur 24
2.1.6 Elsbeth Stern: Veränderung der Lerngelegenheiten für eine effektive Lernleistung - die Bedeutung des Lernens 28
2.1.6.1 Psychologische Erkenntnisse des Lernens 33
2.1.6.2 Lernpsychologische Kriterien guten Unterrichts 34
2.1.7 Zusammenfassung der theoretischen Konzepte 36
2.2 Praktische Konzepte 38
2.2.1 Heinz Klippert: Verbesserung der Lernleistung durch effektives Methodenlernen 38
2.2.1.1 Relevanz der verstärkten Methodenschulung 39
2.2.1.2 EVA: Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen: „Das neue Haus des Lernens“ 43
2.2.1.3 Wie viel Lehrerlenkung benötigen Schülerinnen und Schüler? 46
2.2.2 Realschule Enger: Lernen lernen 49
3. Zusammenfassung und Überleitung zur Entwicklung einer präzisen Fragestellung 53
3.1 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen 53
3.2 Entwicklung und Festlegung der präzisen Forschungsfrage 54
3.3 Überblick über den Forschungsstand 56
II. Empirische Untersuchung: Darstellung der Forschung 62
4. Forschungsdesign: Festlegung der Forschungsmethodik und Durchführung der Untersuchung
4.1 Untersuchungsplan: Qualitatives Design 63
4.1.1 Einzelfallanalyse 64
4.1.2 Feldforschung 64
4.1.3 Verlauf der Untersuchung 65
4.2 Erhebungstechniken 70
4.2.1 Teilnehmende Beobachtung 70
4.2.2 Der Fragebogen 71
4.2.2.1 Der Schülerfragebogen 72
4.2.2.2 Der Lehrerfragebogen 74
4.2.3. Die Schülertests 76
4.3 Auswertungsdesign 77
4.3.1 Gütekriterien qualitativer Forschung 77
4.3.2 „Self fulfilling prophecy“ und der „Pygmalion-Effekt“ 80
4.3.3 Auswertungsmethode 82
5. Ergebnisse 84
5.1 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse 84
5.1.1 Darstellung der Beobachtungsergebnisse 84
5.1.1.1 Erste Beobachtung 84
5.1.1.2 Zweite Beobachtung 88
5.1.1.3 Dritte Beobachtung 91
5.1.2 Darstellung und Interpretation der gesamten Ergebnisse 94
5.2 Fazit 112
5.3 Pädagogische Konsequenzen 114
III. Schlussteil 116
6. Schlusswort 116
7. Literaturverzeichnis 118
8. Anhangverzeichnis 125

Textprobe:

Kapitel 2.2.1.1 Relevanz der verstärkten Methodenschulung:

Klippert begründet die Defizite der deutschen Schülerinnen und Schüler damit, dass sie nicht effektiv arbeiten und lernen. Daraus resultieren Schwächen in der Leseleistung, im eigenständigen Lernen und Denken und im Anwenden und Auswerten von Informationen. Diese Probleme, so behauptet er, könne man durch effektives Methodentraining begleichen. Weiterhin erlangen die Schülerinnen und Schüler durch das Training und die Anwendung verschiedener Methoden wichtige und zukunftsgerechte Schlüsselqualifikationen, die ihnen bis Dato noch fehlen. Das Einüben grundlegender Lern- und Arbeitsmethoden müsste allerdings schon in der Vorschulphase, spätestens aber in der Primarstufe erfolgen. Die Methodenschulung sei eine wichtige Aufgabe der Grundschule, die in den höheren Schulstufen aller Art weitergeführt werden sollte. Sie diene als Grundlage und Garantie für nachhaltiges Lernen und Behalten. Mit Methodenschulung meint Klippert zum einen das Einüben fundamentaler Lern- und Arbeitstechniken und zum anderen das Training kommunikativer und kooperativer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Er ist der Meinung, dass erfolgreiches Lernen nur durch „mehrkanaliges Lernen“ geleistet werden könne. Das heißt, dass Schülerinnen und Schüler mit möglichst vielen Sinnen den Lernstoff erschließen sollten, auf diese Weise wird der Lernstoff multilateral und nachdrücklich verknüpft und behalten. Voraussetzung für das Lernen mit vielen Sinnen sei jedoch das Beherrschen entsprechender Methoden.

Klippert hat den Eindruck, dass in vielen Schulen die Methodenschulung zu wenig oder gar nicht berücksichtigt werde. Daher erklärt er sich auch die Mängel und Defizite der Schülerinnen und Schüler. Allerdings seien dafür nicht nur die Kinder verantwortlich, sondern vor allem die Lehrkräfte, die ein kleinschrittiges Methodenlernen fördern sollten.

Viele Beispiele und Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis zeigen, dass es den Schülerinnen und Schülern allein an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fehlt. Klippert erklärt sich dieses Problem folgendermaßen: Ein Großteil der (Grundschul-) LehrerInnen neigten dazu den Kindern zu häufig zu helfen und sie zu bevormunden. Sie meinen es allerdings nur gut und wollen das Beste für die Schülerinnen und Schüler. Klippert ist jedoch der Meinung, dass sie damit das Gegensätzliche bewirken. Kinder sollen lernen sich selbst zu helfen und eigenständig zu handeln. An dieser Stelle zitiert Klippert Maria Montessoris Leitmotiv: „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Diese Aufgabe werde in deutschen Schulen kaum berücksichtigt, so dass Kinder ohne Anweisung der Lehrkraft oft hilflos dastehen.

Die Veränderung der Lebensbedingungen und -gewohnheiten deutscher Schülerinnen und Schüler ist eine schwierige Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer. Kinder wachsen heutzutage unter völlig anderen Bedingungen auf als ihre Eltern, sie werden erheblich durch die elektronischen Medien beeinflusst. In vielen Schulklassen gibt es Kinder, die gravierende Sprachmängel aufweisen, da sie im Elternhaus nicht die deutsche Sprache erlernt haben. Auch Schülerinnen und Schüler, die vernachlässigt werden, kommen immer häufiger vor. All diese Faktoren müssen bei der Erziehungsaufgabe berücksichtigt werden. Für Lehrerinnen und Lehrer sind diese Veränderungen sehr belastend.

Allein die Öffnung des Unterrichts ist noch keine Garantie für effektives und sinnvolles Lernen. Dafür benötigen die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen, die ihnen ein freies und eigenverantwortliches Arbeiten gewährleisten. Leider gebe es immer wieder Kinder, so Klippert, die offene und freie Unterrichtssituation falsch verstehen und sie für private Interessen ausnutzen. Diese Kinder verfügen nicht über die entsprechenden Methoden und Kompetenzen, die sie für einen offenen Unterricht benötigen. Selbstständigkeit, eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen und Sozialverhalten sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler für offene Lernsituationen benötigen. Dennoch verfügt ein Großteil der Kinder nicht über diese Qualifikationen, da ihnen diese von zuhause aus nicht gelehrt werden, so müssen die Lehrkräfte diese Aufgabe übernehmen.

In diesem Zusammenhang verweist Klippert auf die Befunde von Weinert. Der Kognitions-Psychologe bezieht kritisch Stellung zum Thema „Offener Unterricht“. Er sagt, man dürfe die Rolle des selbstständig und aktiv Lernenden nicht zu sehr gewichten, da auch die Rolle des anleitenden und anregenden Lehrers immens wichtig erscheint. In seinen zehn Thesen zur neuen Lernkultur (siehe auch Kapitel 2.1.1) betont er zugleich, dass die Lernkultur kompetente, professionelle und dem Schüler zugewandte Lehrkräfte erfordere. Auf die Rolle des Lehrers oder der Lehrerin darf nicht verzichtet werden, sie werde nur den aktuellen Gegebenheiten und der neuen Lernkultur angepasst und verändert. Ein Zitat von Weinert macht die Ausgewogenheit von Schüler- und Lehrerrolle deutlich:

„Sowohl das vom Lehrer angeleitete, als auch das vom Schüler selbstständig gesteuerte Lernen sind gleichermaßen wichtige Arbeitsformen im Unterricht“.

Auch die Lernforscher Gabi Reinmann-Rothmeier und Heinz Mandl sind ähnlicher Meinung. Sie plädieren für eine Ausgewogenheit zwischen ausdrücklicher Anleitung durch den Lehrenden und konstruktiver Aktivität der Lernenden.

Schülerinnen und Schüler benötigten auf der einen Seite Freiraum für selbstständige Lernprozesse und auf der anderen Seite parallel Anleitungen und Hilfestellung der Lehrkräfte. Besonders bei komplexen und anspruchsvollen Aufgaben sollten Lehrer und Lehrerinnen zur Verfügung stehen.

Das folgende Zitat von Walter Edelmann erläutert die Zusammenwirkung von Lehrersteuerung und Schülerselbstständigkeit sehr deutlich:

„Direkte Instruktion und selbstgesteuertes Lernen sind nicht alternative, sondern komplementäre, d.h. sich gegenseitig ergänzende Lehr- und Lernformen“.

Schülerinnen und Schüler, die nicht in der Lage sind, selbstständig zu arbeiten und zu lernen, sind auf den lehrergeleiteten Unterricht angewiesen.

Besonders lernschwächere Kinder müssen Anleitungen und Hilfestellungen von der Lehrkraft erhalten. Eine weitere Aussage von Franz E. Weinert beinhaltet die Kriterien guten Unterrichts: „Guter Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass die Lehrkräfte ihre SchülerInnen konsequent anhalten und anleiten, sich mit dem jeweiligen Lernstoff in möglichst aktiver und konstruktiver Art auseinanderzusetzen, um auf diese Weise „intelligentes Wissen“ in ihre Köpfe zu bekommen“.

Weinert möchte das „träge Wissen“ vermeiden, welches nur oberflächlich erworben wird und nicht sinnvoll mit Vorwissen vernetzt wird. Die aktive und konstruktive Auseinandersetzung mit Lernstoff bezieht sich auf geistige Prozesse. Intelligentes Wissen wird aktiv erworben und an bereits vorhandenes Wissen effektiv angeknüpft, so dass Zusammenhänge entstehen, die flexibel abrufbar bzw. anwendbar sind. Ähnlich argumentiert auch die Lernforscherin Elsbeth Stern, die ich in Kapitel 2.1.5 ausführlich erläutert habe.

Klippert hat festgestellt, dass Schülerinnen und Schüler durchaus über eigene Methoden verfügen, jedoch sind diese eher intuitiv und häufig nicht besonders hilfreich. Aus diesem Grund sollten Lehrerinnen und Lehrer mithilfe der Methodenschulung und vielen Tipps und Übungen den Kindern neue Einsichten in Lern- und Arbeitsmethoden gewähren.

Arbeit zitieren:
Breitfeld, Tanja Januar 2006: Neue Lehr- und Lernformen im Spiegel der pädagogischen Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Klippert, Primarstufe, Lernformen, Gruppenpuzzle, PISA

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