Die Lebensversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge unter besonderer Berücksichtigung der Chancen und Risiken fondsgebundener Lebensversicherungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Erik Schmalen
- Abgabedatum: März 2000
- Umfang: 85 Seiten
- Dateigröße: 392,1 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2438-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2438-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2438-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmalen, Erik März 2000: Die Lebensversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge unter besonderer Berücksichtigung der Chancen und Risiken fondsgebundener Lebensversicherungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: fondsgebundene Lebensversicherung, Lebensversicherung, Investmentfonds, Versicherung, Altersvorsorge
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Erik Schmalen
Einleitung:
Die Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Altersvorsorge reißt nicht ab. Beinahe täglich wird in den Medien darüber berichtet. Es ist zwar allgemein bekannt, dass sich das gesetzliche Rentensystem gegenwärtig mit ernsthaften Problemen konfrontiert sieht, doch eine Lösung dafür ist bislang noch nicht in Sicht. Da sich die vorhandenen Probleme in Zukunft eher noch verstärken werden, muss mit drastischen Einbußen bei der gesetzlichen Altersversorgung gerechnet werden. Den fortwährenden Beteuerungen der Politiker, die Renten seien sicher, stehen viele Bürger zu Recht mit Skepsis gegenüber. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland musste sich bspw. die Generation der Berufsanfänger - also die der 20- bis 30jährigen - so früh und so intensiv mit Fragen der Rente auseinandersetzen wie heute. Aufgrund dieser angespannten Situation wird es immer wichtiger, sich rechtzeitig Gedanken über eine zusätzliche private Altersvorsorge zu machen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Lebensversicherung als Mittel der privaten Altersvorsorge. Dabei soll neben der Betrachtung der konventionellen Kapitallebensversicherung insbesondere auf die fondsgebundene Lebensversicherung eingegangen werden. Diese ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie den Versicherungsnehmern gehobene Gewinne in Aussicht stellt, dafür aber auch eine erhöhte Risikobereitschaft von ihnen verlangt.
Gang der Untersuchung:
Das erste Kapitel behandelt die Funktionsweise der gesetzlichen Altersvorsorge und nennt ihre Probleme sowie deren Ursachen. Im zweiten Kapital wird unter der Überschrift „Private Altersvorsorge“ zunächst folgenden Fragen nachgegangen: Was sind die Beweggründe der privaten Vorsorge? Wo liegen die Präferenzen der deutschen Anleger? Welche Motive gibt es für die Wahl einer Lebensversicherung? Anschließend werden die zahlreichen Ausgestaltungsmöglichkeiten einer Lebensversicherung vorgestellt, wobei die Form der Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall, also die traditionelle Kapitallebensversicherung, im Mittelpunkt des Interesses steht und deshalb ausführlich besprochen wird. Mit der Beschreibung ihrer steuerlichen Aspekte enden die Ausführungen über die klassische Lebensversicherung und damit auch die erste Hälfte der Arbeit. (Nach dem sog. Drei-Säulen-Konzept gehört zu einer umfassenden Altersabsicherung neben der gesetzlichen und der privaten Vorsorge auch die betriebliche Altersversorgung. Da sich das zu bearbeitende Thema jedoch nicht auf die Altersabsicherung im allgemeinen bezieht, sondern lediglich auf das Teilgebiet der privaten Altersvorsorge, soll auf eine Darstellung der betrieblichen Altersversorgung im Rahmen dieser Arbeit verzichtet werden.) Die zweite Hälfte der Arbeit widmet sich schwerpunktmäßig der fondsgebundenen Lebensversicherung und beginnt mit einer Erläuterung des Grundkonzepts von Investmentfonds sowie einer Übersicht der verschiedenen Fondsarten mit ihren spezifischen Charakteristika. Im darauffolgenden vierten Kapitel findet eine Einführung in die Funktionsweise der fondsgebundenen Lebensversicherung sowie ein Abriss über ihre konzeptionelle und wirtschaftliche Entwicklung im Laufe der Jahre statt. Daran schließt sich eine Beschreibung der Unterscheidungsarten und der steuerlichen Behandlung der fondsgebundenen Lebensversicherung an. Das vorletzte Kapitel hat die Rendite und die Sicherheit einer fondsgebundenen Lebensversicherung zum Inhalt. Hierbei soll insbesondere darauf eingegangen werden, welche Erträge man von einer auf Investmentfonds basierenden Anlage erwarten darf, welche Risiken dabei auftreten können und wie diese zu vermeiden sind. Um schließlich einen Bezug zwischen Theorie und Praxis herbeizuführen, soll im sechsten und letzten Kapitel vor den Abschlussbemerkungen eine beispielhafte Darstellung des Angebots an fondsgebundenen Lebensversicherungen dreier großer deutscher Versicherungsgesellschaften erfolgen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| 1. | Problemstellung | 1 |
| 2. | Gesetzliche Altersvorsorge | 3 |
| 2.1 | Funktionsweise der gesetzlichen Altersvorsorge | 3 |
| 2.2 | Die Probleme der gesetzlichen Altersvorsorge | 5 |
| 3. | Private Altersvorsorge | 9 |
| 3.1 | Beweggründe für die private Vorsorge | 9 |
| 3.2 | Die Präferenzen der deutschen Anleger bei der privaten Altersvorsorge | 11 |
| 3.3 | Die private Altersvorsorge durch Abschluss einer Lebensversicherung | 14 |
| 3.3.1 | Motive für die Wahl einer Lebensversicherung | 14 |
| 3.3.2 | Ausgestaltungsmöglichkeiten einer Lebensversicherung | 17 |
| 3.3.2.1 | Die reine Risikolebensversicherung | 17 |
| 3.3.2.2 | Die kapitalbildende Lebensversicherung | 20 |
| 3.3.2.3 | Zusatzversicherungen | 29 |
| 3.3.3 | Steuerliche Aspekte bei Lebensversicherungen | 32 |
| 4. | Vermögensanlage in Investmentfonds | 35 |
| 4.1 | Das Grundkonzept von Investmentfonds | 35 |
| 4.2 | Ausgestaltungsformen von Investmentfonds | 39 |
| 5. | Grundzüge der fondsgebundenen Lebensversicherung | 45 |
| 5.1 | Funktionsweise der fondsgebundenen Lebensversicherung | 45 |
| 5.2 | Entwicklung der fondsgebundenen Lebensversicherung | 47 |
| 5.3 | Unterscheidungsarten der fondsgebundenen Lebensversicherung | 51 |
| 5.3.1 | Modell A | 52 |
| 5.3.2 | Modell B | 54 |
| 5.4 | Steuerliche Behandlung der fondsgebundenen Lebensversicherung | 55 |
| 6. | Besonderheiten fondsgebundener Lebensversicherungen | 56 |
| 6.1 | Die Rendite einer fondsgebundenen Lebensversicherung | 56 |
| 6.2 | Die Sicherheit einer fondsgebundenen Lebensversicherung | 60 |
| 7. | Beispiele für das Angebot von fondsgebundenen Lebensversicherungen auf dem deutschen Versicherungsmarkt | 65 |
| 7.1 | Das Angebot der Continentale Lebensversicherung a.G | 65 |
| 7.2 | Das Angebot der Cosmos Lebensversicherungs-AG | 66 |
| 7.3 | Das Angebot der Nürnberger Lebensversicherung AG | 67 |
| 8. | Schlussbetrachtung | 69 |
| Anhang | 71 | |
| Literaturverzeichnis | VII | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XI |
Die Idee der Investmentfonds ist bereits über 100 Jahre alt und genauso einfach, wie überzeugend. Der einzelne Anleger verfügt i.d.R. nicht über die Zeit und das notwendige Know-how, um sein Vermögen in bestmöglicher Art und Weise verwalten zu können. Außerdem sind meist sehr hohe Beträge erforderlich, damit bei der Vermögensanlage eine angemessene Streuung des Risikos erreicht werden kann. Aus dieser Überlegung heraus entwickelten sich die Investmentfonds, bei denen viele verschiedene Anleger durch Einzahlung ihres Geldes in einen gemeinsamen Topf ein erhebliches Vermögen bilden, das dann von professionellen Anlageexperten verwaltet wird.54 Demzufolge lässt sich ein Investmentfonds definieren als ein § § § § § § § [...]
Leibrenten aus einer privaten Rentenversicherung sind, ebenso wie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, gem. § 22 Nr. 1a EStG mit ihrem Ertragsanteil zu versteuern. Die Höhe des Ertragsanteils hängt dabei vom Alter der versicherten Person bei Rentenbeginn ab. Je jünger sie bei Rentenbeginn ist, desto höher ist der zu versteuernde Ertragsanteil und umgekehrt. Zeitrenten dagegen sind als wiederkehrende Leistungen in ihrer vollen Höhe als sonstige Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 1 EStG zu versteuern. Möchte man diese Besteuerung durch Ausübung eines etwaigen Kapitalwahlrechts umgehen, so muss darauf geachtet werden, dass dies nicht vor Ablauf des 12. Versicherungsjahres geschieht, weil ansonsten die Kapitalertragssteuer fällig wird. Lediglich bei einer Rentenversicherung mit einer Aufschubzeit von genau 12 Jahren darf die Entscheidung über eine Kapitalabfindung ausnahmsweise in den letzten fünf Monaten vor dem Ende der Aufschubzeit getroffen werden. [...]
Einmalig fällige Versicherungsleistungen aus einer privaten Kapitallebensversicherung sind für den Versicherungsnehmer als Bezugsberechtigten im Erlebensfall einkommensteuerfrei. Die Zinserträge, die in diesen Leistungen enthalten sind, müssen somit grundsätzlich nicht als Einkünfte aus Kapitalvermögen i.S.d. § 20 Abs. 1 EStG versteuert werden. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die in § 10 Abs. 1 EStG genannten Voraussetzungen, vor allem hinsichtlich der 12jährigen Mindestlaufzeit, erfüllt sind. Erfüllt ein Versicherungsvertrag diese Voraussetzungen nicht, weil er bspw. vor Ablauf der Mindestlaufzeit gekündigt wird, so sind die angefallenen Zinsen zu versteuern. Der Versicherer behält in diesem Fall die angefallene Kapitalertragssteuer ein und führt sie an das Finanzamt ab. Sofern nicht der Versicherungsnehmer selbst, sondern eine andere Person als bezugsberechtigt gilt, unterliegt die Versicherungsleistung der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer. Hierbei sind jedoch relativ hohe Freibeträge zu berücksichtigen, so dass nur in den wenigsten Fällen eine effektive Steuerzahlung fällig werden dürfte. [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424381
Arbeit zitieren:
Schmalen, Erik März 2000: Die Lebensversicherung als Instrument der privaten Altersvorsorge unter besonderer Berücksichtigung der Chancen und Risiken fondsgebundener Lebensversicherungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
fondsgebundene Lebensversicherung, Lebensversicherung, Investmentfonds, Versicherung, Altersvorsorge



