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Lebensqualität, Religiosität und Lebenssinn bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten

Lebensqualität, Religiosität und Lebenssinn bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arndt Nitschke
  • Abgabedatum: Januar 2002
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 904,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5512-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5512-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5512-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nitschke, Arndt Januar 2002: Lebensqualität, Religiosität und Lebenssinn bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Belastung, Psychoonkologie, Krebs, Familie, Bewältigung

Diplomarbeit von Arndt Nitschke

Einleitung:

In den letzten Jahren ist dem Konzept „Lebensqualität von Patienten“ sowohl von seiten der Medizin als auch der Psychologie immer mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden, da bei der Behandlung schwerstkranker Patienten bei der Wahl geeigneter Behandlungsschritte nicht mehr allein die Überlebenszeit das entscheidende Kriterium sein sollte. So scheint es wichtiger, dass Patienten im terminalen Stadium einer Tumorerkrankung über ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität verfügen. Dieses Ziel verfolgt die Palliativmedizin.

Aber nicht nur die Patienten selbst, sondern auch ihre Familienmitglieder sind von der Tumorerkrankung stark beeinträchtigt. Obwohl somit auch die Situation der Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten besondere Aufmerksamkeit verdient, wurde deren Lebensqualität als Forschungsinhalt bis heute stark vernachlässigt.

Ziel dieser Studie war es deshalb, die Lebensqualität speziell bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten deskriptiv zu beschreiben und durch bereichsspezifische Korrelate die Faktoren aus dem Bereich der Angehörigen als auch der Patienten auszumachen, die den größten Einfluss auf die Lebensqualität der Angehörigen haben. Zudem sollten Prädiktoren aus dem Bereich der Angehörigen sowie der Patienten ermittelt werden, aus denen sich die Lebensqualität der Angehörigen am besten vorhersagen lässt. Ein besonderer Augenmerk sollte dabei immer auf die Religiosität und den Lebenssinn gerichtet werden.

Hierzu wurde mittels eines Fragebogens die Lebensqualität, die Religiosität sowie der Lebenssinn von 60 Patienten, die sich zum Zeitpunkt der Datenerhebung alle im Krankenhaus befanden, sowie von jeweils einem nahestehenden Angehörigen dieser Patienten untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass bei den Angehörigen enge Zusammenhänge zwischen der allgemeinen Lebensqualität, dem seelischen sowie dem körperlichen Befinden bestehen.

Zusammenfassung:

Insgesamt fühlten sich die Angehörigen durch die Erkrankung des Patienten stark belastet. Emotional waren sie sogar stärker belastet als die Patienten selbst. Dies verdeutlicht, dass auch für Angehörige von palliativ behandelten Tumorpatienten eine Verarbeitung der Erkrankung des Patienten notwendig wird.

Ein hohes Maß an Genuss- und Entspannungsfähigkeit trug zu einer positiven Bewertung der allgemeinen Lebensqualität bei. Hingegen führten vor allem Angst und Niedergeschlagenheit zu einer schlechten Bewertung des seelischen Befindens. Deshalb sollte professionelle Unterstützung in Gesprächsgruppen speziell für Angehörige von Tumorpatienten oder im Wege einer Psychotherapie durch geeignete Techniken die Genuss- und Entspannungsfähigkeit der Angehörigen fördern sowie deren Angst und Niedergeschlagenheit reduzieren.

Weiterhin zeigte sich, dass die Angehörigen alle abgefragten Aspekte der Lebensqualität der Patienten durchwegs negativer beurteilten als die Patienten selbst. Hohe Korrelationen zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und ihren Fremdeinschätzungen über den Patienten und nur geringe Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und den Selbsteinschätzungen der Patienten in diesem Bereich können als Hinweis darauf verstanden werden, daß sich die Angehörigen durch ihre viel zu negative Einschätzung der Situation des Patienten zusätzlich belastet fühlen. Hierzu wären allerdings noch weitere Untersuchungen notwendig.

Für viele Angehörige spielte ihre Religiosität eine wichtige Rolle. So mag in Zukunft daran gedacht werden, das spirituelle Angebot im Krankenhaus den Angehörigen besser zugänglich zu machen. Zudem führte eine hohe innere Sinnerfüllung zu einer besseren Bewertung des seelischen und des körperlichen Befindens. Da außerdem die vermehrte Anwendung der Copingstrategie Religiosität und Sinnsuche zur Verarbeitung der Erkrankung des Patienten zu einer positiveren Bewertung des seelischen Befindens beiträgt, könnte sich auch für bestimmte Angehörige eine Logotherapie, die den Menschen im Prozess der Sinnfindung sowie bei der Bewältigung von Krankheit und Leid zu unterstützen versucht, als sehr hilfreich erweisen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 4
Zusammenfassung 5
Inhaltsverzeichnis 7
1. Lebensqualität, Religiosität und Sinnerfüllung bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten 12
1.1 Einleitung 12
1.2 Definition des Konzepts Lebensqualität 13
1.3 Dimensionen der Lebensqualität 14
1.4 Korrelate der Lebensqualität 16
1.5 Messmethodische Zugänge 17
1.5.1 Selbst- versus Fremdeinschätzung 17
1.5.2 Globale versus bereichspezifische Lebensqualität 17
1.5.3 Handlungsvermögen versus Befinden 18
1.5.4 Qualitative versus psychometrische Messverfahren 18
1.6 Auswirkungen der Tumorerkrankung auf die Lebensqualität der Angehörigen 18
1.6.1 Emotionale Belastungen 20
1.6.2 Belastungen im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes und der Pflege zuhause 22
1.6.3 Veränderungen im familiären Alltag 23
1.6.4 Kommunikation und Bedürfnisse 23
1.6.5 Furcht vor Sterben und Tod des Patienten 25
1.7 Prädiktoren für die Lebensqualität der Angehörigen von palliativ behandelten Patienten 26
1.7.1 Merkmale der Erkrankung und der Verarbeitung der Erkrankung durch den Patienten 26
1.7.1.1 Stadium der Tumorerkrankung 26
1.7.1.2 Körperliches Befinden des Patienten 27
1.7.1.3 Dauer der Tumorerkrankung 27
1.7.1.4 Art der Tumorerkrankung 27
1.7.2 Merkmale der Angehörigen 27
1.7.2.1 Geschlecht 27
1.7.2.2 Alter 28
1.7.2.3 Religiosität 28
1.7.2.4 Weitere soziodemographische Variablen 28
1.7.2.5 Persönlichkeitsmerkmale 29
1.7.3 Soziale Unterstützung der Angehörigen von Tumorpatienten 29
1.8 Einfluss von Religiosität und Lebenssinn auf die Lebensqualität 29
1.8.1 Religiosität und Lebensqualität 29
1.8.2 Lebenssinn und Lebensqualität 31
1.9 Zusammenfassung des theoretischen Hintergrunds und Ableitung der Fragestellungen 32
2. Fragestellungen der Untersuchung 33
3. Methoden 34
3.1 Erläuterung des Erhebungsdesigns 34
3.2 Verwendete Messinstrumente 35
3.2.1 Fragebogens zur Lebenszufriedenheit (FLZ) von Fahrenberg et al. (1986) 36
3.2.2 Profil der Lebensqualität chronisch Kranker (PLC) von Siegrist et al. (1996) 37
3.2.3 Numerische Analogskalen 38
3.2.4 Affektthermometer 38
3.2.5 Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung (FKV) von Muthny (1989) 38
3.2.6 Logo-Test von Lukas (1986) 39
3.2.7 Fragen zu Religiosität und Glauben 40
3.2.8 Fragebogen zur Zufriedenheit mit der stationären Versorgung (ZUF) von Schmidt et al. (1989) 40
3.2.9 Ergänzende Angaben 41
3.3 Beschreibung der Stichproben 42
3.3.1 Patientenstichprobe 42
3.3.2 Angehörigenstichprobe 44
4. Ergebnisse 47
4.1 Deskriptive Analyse der Daten der Angehörigen (Fragestellung A) 47
4.1.1 Lebensqualität der Angehörigen 47
4.1.2 Copingstrategien der Angehörigen 51
4.1.3 Sinnerfüllung und Religiosität der Angehörigen 53
4.1.4 Zufriedenheit der Angehörigen mit der stationären Versorgung des Patienten 56
4.2. Unterschiedshypothesen (Fragestellung B) 58
4.2.1 Unterschiede zwischen der Selbsteinschätzung der Patienten und der Selbsteinschätzung der Angehörigen im Bereich Sinnerfüllung und Religiosität (Fragestellung B1) 58
4.2.1.1 Unterschiede bei der Quartilsentsprechung des Logo-Tests 58
4.2.1.2 Unterschiede bezüglich der Häufigkeit des Kirchenbesuchs 59
4.2.1.3 Unterschiede bezüglich der Wichtigkeit des Glaubens in ihrem Leben 60
4.2.1.4 Unterschiede bezüglich der Häufigkeit des Betens 61
4.2.1.5 Unterschiede bezüglich der Rolle des Glaubens in der momentanen Situation 62
4.2.2 Unterschiede zwischen der Selbsteinschätzung der Patienten der Selbsteinschätzung der Angehörigen und der Fremdeinschätzung der Angehörigen über den Patienten im Bereich Lebensqualität (Fragestellung B2) 63
4.2.2.1 Unterschiede bezüglich der allgemeinen Lebensqualität 63
4.2.2.2 Unterschiede bezüglich des seelischen Befindens 64
4.2.2.3 Unterschiede bezüglich des körperlichen Befindens 65
4.2.2.4 Unterschiede bezüglich der Niedergeschlagenheit 67
4.2.2.5 Unterschiede bezüglich der Angst 68
4.2.2.6 Unterschiede bezüglich der Unruhe 70
4.2.2.7 Unterschiede bezüglich der Hilflosigkeit 71
4.3 Zusammenhangshypothesen (Fragestellung C) 73
4.3.1 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen untereinander (Fragestellung C1) 73
4.3.1.1 Korrelationen zwischen den drei Globalmaßen der Angehörigen 73
4.3.1.2 Korrelationen zwischen dem Globalmaß der Lebensqualität der Angehörigen und den einzelnen Dimensionen ihrer Lebensqualität 74
4.3.1.3 Zusammenhänge zwischen den einzelnen Dimensionen der Lebensqualität der Angehörigen untereinander 75
4.3.1.4 Zusammenhänge zwischen den Globalmaßen der Angehörigen und deren Copingstrategien 7
4.3.1.5 Zusammenhänge zwischen den Globalmaßen der Angehörigen und deren Maßen zur Sinnerfüllung und Religiosität 77
4.3.1.6 Zusammenhänge zwischen den Copingstrategien der Angehörigen und deren Maßen zur Sinnerfüllung und Religiosität 77
4.3.1.7 Zusammenhänge zwischen den einzelnen Maßen zur Sinnerfüllung und Religiosität der Angehörigen untereinander 77
4.3.1.8 Korrelationen der globalen Lebensqualität der Angehörigen mit deren soziodemographischen bzw. krankheitsspezifischen Daten 78
4.3.2 Zusammenhänge zwischen den Fremdeinschätzungen der Angehörigen über den Patienten und den hierzu entsprechenden Selbsteinschätzungen der Patienten (Fragestellung C2) 78
4.3.2.1 Zusammenhänge aus dem Bereich Lebensqualität 78
4.3.2.2 Zusammenhänge aus dem Bereich Sinnerfüllung und Religiosität 79
4.3.3 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und den Selbsteinschätzungen der Patienten (Fragestellung C3) 79
4.3.3.1 Zusammenhänge zwischen den Globalmaßen der Angehörigen und den globalen und bereichsspezifischen Maßen der Lebensqualität des Patienten 79
4.3.3.2 Zusammenhang zwischen Patienten und Angehörigen mit der Zufriedenheit mit der stationären Versorgung der Patienten 79
4.3.4 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und deren Fremdeinschätzungen über den Patienten (Fragestellung C4) 79
4.3.4.1 Zusammenhänge zwischen den Globalmaßen der Angehörigen und deren Fremdeinschätzungen über die globalen und bereichsspezifischen Maße der Lebensqualität des Patienten 80
4.3.4.2 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und deren hierzu entsprechenden Fremdeinschätzungen über den Patienten aus dem Bereich Lebensqualität 80
4.3.4.3 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und deren entsprechenden Fremdeinschätzungen über den Patienten aus dem Bereich Sinnerfüllung und Religiosität 80
4.4. Ermittlung von Prädiktoren (Fragestellung D) 82
4.4.1 Prädiktoren für die Lebensqualität der Angehörigen (Fragestellung D1) 82
4.4.1.1 Prädiktoren für die Globalmaße der Angehörigen aus deren Lebensqualitäts- und Copingdaten 82
4.4.1.2 Prädiktoren für die Globalmaße der Angehörigen aus deren Daten zur Sinnerfüllung und Religiosität 85
4.4.1.3 Prädiktoren für die Globalmaße der Angehörigen aus den Lebensqualitätsdaten der Patienten 86
4.4.2 Stellen die Fremdeinschätzungen ihrer Angehörigen über die allgemeine Lebensqualität, das globale seelische Befinden und das globale körperliche Befinden der Patienten geeignete Prädiktoren für die jeweils entsprechenden Selbsteinschätzungen der Patienten dar? (Fragestellung D2) 87
5. Diskussion 89
5.1 Diskussion der deskriptiven Ergebnisse (Fragestellung A) 89
5.1.1 Diskussion der Ergebnisse aus dem Bereich der Lebensqualität der Angehörigen 89
5.1.2 Diskussion der Ergebnisse aus dem Bereich Copingstrategien der Angehörigen 90
5.1.3. Diskussion der Ergebnisse zur Sinnerfüllung und Religiosität der Angehörigen 91
5.1.4 Diskussion der Ergebnisse zur Zufriedenheit der Angehörigen mit der stationären Versorgung des Patienten 92
5.2 Diskussion der Unterschiedshypothesen (Fragestellung B) 93
5.2.1 Diskussion der Unterschiede zwischen der Selbsteinschätzung der Patienten und der Selbsteinschätzung der Angehörigen im Bereich Sinnerfüllung und Religiosität (Fragestellung B1) 93
5.2.2 Diskussion der Unterschiede zwischen der Selbsteinschätzung der Patienten, der Selbsteinschätzung der Angehörigen und der Fremdeinschätzung der Angehörigen über den Patienten im Bereich Lebensqualität (Fragestellung B2) 94
5.3 Diskussion der Zusammenhangshypothesen (Fragestellung C) 97
5.3.1 Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen untereinander (Fragestellung C1) 97
5.3.2 Diskussion der Zusammenhänge zwischen den Fremdeinschätzungen der Angehörigen und den hierzu entsprechenden Selbsteinschätzungen der Patienten (Fragestellung C2) 101
5.3.3 Diskussion der Zusammenhänge zwischen den Globalmaßen der Angehörigen und den globalen und bereichsspezifischen Maßen der Lebensqualität der Patienten (Fragestellung C3) 102
5.3.4 Diskussion der Zusammenhänge zwischen den Selbsteinschätzungen der Angehörigen und deren Fremdeinschätzungen über den Patienten (Fragestellung C4) 102
5.4 Diskussion der ermittelten Prädiktoren (Fragestellung D) 103
5.4.1 Diskussion der Prädiktoren für die Lebensqualität der Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten (Fragestellung D1) 103
5.4.2 Diskussion der Prädiktoren aus den Fremdeinschätzungen der Angehörigen über die Lebensqualität des Patienten für die jeweils entsprechenden Selbsteinschätzungen der Patienten über ihre Lebensqualität (Fragestellung D2) 106
6. Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick 106
Literaturverzeichnis 109
Anhang: Fragebogen 114

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Gesamtauswertung des Logo-Tests ergab bei den Angehörigen einen Mittelwert von 13.10 Punkten bei einer Standardabweichung von 4.09. Das Minimum lag hier bei 6 Punkten, das Maximum bei 24. Entsprechend der jeweiligen Altersklasse konnten die Punktwerte des Logo-Tests in Quartile eingeteilt werden: Genau die Hälfte der Angehörigen, also 50.0% (n = 30) fällt in die Quartile 2 und 3. Dieses Ergebnis entspricht genau der Normierung des Logo-Tests, da diese Befragten zu den 50% der Normalbevölkerung gehören, die eine mittlere innere Sinnerfüllung haben. 16.7% (n = 10) der Angehörigen fallen in Quartil 1 d.h. sie gehören zu den 25% der Normalbevölkerung mit guter innerer Sinnerfüllung. In Dezil 9 fielen 21.7% (n = 13) der Angehörigen, diese gehören zu den 10% der Normalbevölkerung mit schlechter innerer Sinnerfüllung. 5.0% (n = 3) der Befragten fielen in Dezil 10. Diese Befragten gehören zu den 10% der Normalbevölkerung mit schlechtester innerer Sinnerfüllung. Die restlichen 6.7% (n = 4) der Angehörigen fielen in Quartil 4- (Dezil 9 und 10), wodurch sie zu den 5% der Normalbevölkerung mit schlechter innerer Sinnerfüllung zählen. In Abbildung 4.7 sind diese Resultate veranschaulicht. [...]

Sicherheit und Trost in ihrem Glauben fanden 53.3% (n = 32) der Angehörigen, 46.7% (n = 28) der Angehörigen fanden hingegen darin keine Sicherheit und keinen Trost. 78.0% (n = 46) der Angehörigen stellten keine Veränderung ihres Glaubens seit der Erkrankung des Patienten fest, bei 22.0% (n = 13) hat sich der Glaube allerdings seitdem verändert. Zudem wurde noch die Rolle des Glaubens bei der Bewältigung der momentanen Situation des Angehörigen erfasst. Auf diese Frage antworteten 15.0% (n = 9) der Angehörigen, daß der Glaube dabei „gar keine Rolle“ spiele. Für je 20.0% (n = 12) der Angehörigen spielte er „keine wichtige Rolle“ oder eine „mäßig wichtige Rolle“. Eine „wichtige Rolle“ spielte der Glauben bei der Bewältigung ihrer momentanen Situation für 30.0% (n = 18) der Angehörigen und für 15.0% (n = 9) spielte er sogar eine „sehr wichtige Rolle“. Diese Ergebnisse wurden in Abbildung 4.6 graphisch dargestellt. [...]

Um die Religiosität und Sinnerfüllung zu erfassen, wurden die Fragen zur Religiosität und der Logo-Test ausgewertet. 80.0% (n = 48) der Angehörigen hielten sich für gläubig; lediglich 20.0% (n = 12) hielten sich selbst nicht für gläubig. Die Frage nach der Häufigkeit des Kirchenbesuchs beantworteten 13.3% (n = 8) der Angehörigen mit „nie“, 40.0% (n = 24) gingen „selten“ in die Kirche und 20.0% (n = 12) „ab und zu“. 15.0% (n = 9) der Angehörigen gaben an „oft“ in die Kirche zu gehen“, 11.7% (n = 7) antworteten, dies „sehr oft“ zu tun. Abbildung 4.3 stellt diese Ergebnisse graphisch dar. [...]

Arbeit zitieren:
Nitschke, Arndt Januar 2002: Lebensqualität, Religiosität und Lebenssinn bei Angehörigen von palliativ behandelten Tumorpatienten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Belastung, Psychoonkologie, Krebs, Familie, Bewältigung

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