Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Lebensphasenorientiertes Arbeiten und altersgerechte Karrieren unter dem Aspekt des betrieblichen Age-Managements

Lebensphasenorientiertes Arbeiten und altersgerechte Karrieren unter dem Aspekt des betrieblichen Age-Managements
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Maria Edinger
  • Abgabedatum: März 2009
  • Umfang: 119 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • Bibliografie: ca. 41
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3288-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Edinger, Maria März 2009: Lebensphasenorientiertes Arbeiten und altersgerechte Karrieren unter dem Aspekt des betrieblichen Age-Managements, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Age-Management, altersgerechte Karrieren, Personalentwicklung, Lebensphase, Leistungsfähigkeit

Diplomarbeit von Maria Edinger

Einleitung:

Einführung in die Problemstellung:

Die Altersstruktur von Arbeitnehmern in Betrieben und Unternehmen steigt zunehmend an, auch die Lebensarbeitszeit erhöht sich. Problematisch dazu steht die sich rasch verändernde Arbeitswelt mit oft weniger günstigen Entwicklungen für Arbeitnehmer mit zunehmendem Alter. Für Unternehmen bedeutet es ein höherer Anteil an älteren Arbeitnehmern mit geringerem körperlichen Leistungspotenzial. Oft scheiden diese Mitarbeiter aufgrund dieser Entwicklung aus den Betrieben aus, mit ihnen aber auch sehr viel Know-how und Unternehmenskultur. Deshalb sollte sich jede Organisation bereits im Vorfeld überlegen, welche Maßnahmen auf betrieblicher und persönlicher Ebene getroffen werden können, um Arbeitspotenziale im Alter zu nützen. Dadurch können Betriebe auch gesellschaftspolitisch wirken und möglicherweise die Altersarbeitslosigkeit reduzieren.

Diese Diplomarbeit soll die Zunahme der überalternden Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsleistung in Betrieben und Unternehmen verdeutlichen und zudem einen Blick in voraussichtliche, zukünftige Entwicklungen werfen. Bislang aktuelle Theorien und Modelle der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit werden verglichen und in betrieblichen Kontext gestellt. Die Handlungsfelder der Arbeitsbewältigungsfähigkeit werden mit den Handlungsfeldern der Organisation, dem Personalmanagement und der Personal- und Organisationsentwicklung in Zusammenhang gebracht und so die Komplexität des Themas deutlich gemacht.

Die Lebensphasen eines Menschen sind im privaten und betrieblichen Bereich ausschlaggebend. Um Mitarbeiter im Unternehmen zu binden, ihr Know-how längerfristig nützen zu können, positive Unternehmenskultur zu leben, die Fluktuation zu reduzieren, die Zufriedenheit und Motivation zu erhöhen und dadurch auch höheren Unternehmenserfolg zu erzielen, ist es notwendig, auf die persönlichen Lebensphasen der Mitarbeiter einzugehen und zu versuchen, diese mit den betrieblichen Lebensphasen in Einklang zu bringen.

Eng in Zusammenhang mit den Lebensphasen und der Arbeitsbewältigungsfähigkeit stehen lebensphasen- und altersgerechte Karrieren. Es stellen sich die Fragen, welche Lebensphasen im betrieblichen Kontext eine besondere Herausforderung im Hinblick auf Karriereentwicklung und Führungsverhalten darstellen, wie die persönlichen Bedürfnisse dieser Lebensphasen mit den Bedürfnissen des Betriebes in Konsens gebracht werden können und welche Möglichkeiten es für Unternehmen gibt, im Sinne von altersgerechten Karrieren, die Arbeitspotenziale mit zunehmendem Alter effektiv nutzbar zu machen.

Neben einer ausführlichen Literaturrecherche werden aktuelle Projekte und Maßnahmen, hauptsächlich aus dem oberösterreichischen Raum beleuchtet, indem praxisnahe Möglichkeiten zur Vorgehensweise der Umsetzung und Implementierung von Handlungsweisen betrachtet werden. Insbesondere werden praxiserprobte Maßnahmen für lebensphasenorientiertes Arbeiten und altersgerechte Karrieren aufgrund von Expertengesprächen dargestellt.

Ein Vergleich dieser Verfahrensweisen ist in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll, da diese Thematik sehr branchen- und unternehmensspezifisch zu betrachten ist. Viele politische und gesellschaftspolitische Institutionen stehen mit dem Thema in sehr engem Zusammenhang, diese werden in der Arbeit nicht berücksichtigt, da es einerseits den Umfang der Arbeit sprengen würde und seitens der Unternehmen der Einfluss in diese Institutionen teilweise doch sehr gering ist. Der Schwerpunkt der Ausführungen liegt daher bei den Unternehmen und Betrieben.

Inhaltsverzeichnis:

Prolog 5
1. Einführung in die Problemstellung 7
2. Grundlagen 9
2.1 Demografische Entwicklung 9
2.2 Age-Management vs. lebenphasenorientiertes Management 17
2.3 Arbeitsbelastung und historische Entwicklung 18
3. Leistungs- und Arbeitsfähigkeit 20
3.1 Haus der Arbeitsfähigkeit 22
3.2 Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit aus individueller Sicht 24
3.3 Arbeitsfähigkeit - Arbeitsbewältigungsfähigkeit 26
3.4 Arbeitsbewältigungsindex (Work Ability Index) 27
3.5 Human Work Index 28
3.6 Erhaltung und Förderung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit 31
4. Organisationale Handlungsfelder 36
4.1 Personalmanagement 36
4.2 Personalentwicklung 38
4.3 Organisationsentwicklung 39
4.4 Arbeitsbewältigungsfähigkeit in Kontext mit Managementsystemen 39
5. Lebensphasen des Menschen im betrieblichen Kontext 45
5.1 Biosozialer Lebenszyklus 47
5.2 Lebensphasen im betrieblichen Kontext 49
5.3 Kontext Lebensphasen und Leistungsdimensionen 50
5.4 Lebensphasenorientierte Unternehmensführung 54
5.5 Lebensphasenorientiertes Human Ressource Management 57
5.6 Lebensphasenorientierte Personalentwicklung 58
5.7 Lebensphasenorientierte Führung 61
6. Altersgerechte Karriere 63
6.1 Neues Verständnis von Karriere 63
6.2 Alternative Karrierewege im Unternehmen 66
6.3 Geschlechterspezifische Laufbahnmuster und Work-Life-Balance 70
6.4 Aufgaben von Führungskräften 73
7. Modelle zur Umsetzung 78
7.1 Planungszeiträume 78
7.2 Personalstrukturanalyse 80
7.2.1 Personalbestand und Personalstruktur 80
7.2.2 Rahmenbedingungen 81
7.3 Potenzialanalyse 83
7.4 Modelle aus der Praxis 87
7.4.1. 7 Schritte-Modell AK 87
7.4.2 Programm Arbeit und Alter - altersgerechte Arbeitsorganisation 89
8. Umsetzung in oberösterreichischen Unternehmen 91
8.1 Methodik und Forschungsdesign 91
8.2 Expertenauswahl 92
8.2.1 WAGE - Winning age. Getting future! 92
8.2.2 SAFE - Zukunftsinitiative 92
8.2.3 Auswahl der Experten 93
8.3 Expertenmeinungen 94
8.3.1 Demografische Entwicklung und Auswirkungen 94
8.3.2 Bei welcher Altersgruppe ist es am wichtigsten anzusetzen? 96
8.3.3 Grundvoraussetzungen und Herausforderungen der Umsetzung 97
8.3.4 Anlaufschwierigkeiten, Probleme und Lösungen 98
8.3.5 Maßnahmen für lebensphasenorientiertes Arbeiten 99
8.3.6 Maßnahmen für altersgerechte Karrieren 106
8.3.7 Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen 107
9. Resümee und persönliche Stellungnahme 109
10. Abbildungsverzeichnis 113
11. Tabellenverzeichnis 114
12. Abkürzungsverzeichnis 115
13. Literaturverzeichnis 116
14. Anhang 120

Textprobe:

Lebensphasenorientierte Personalentwicklung Das vorangegangene Kapitel der lebensphasenorientierten Handlungsfelder zeigt sehr deutlich, wie umfassend die Maßnahmen zur lebenslangen Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sind. Es ist besonders die Aufgabe der Personal- und Organisationsentwicklung, diese Leistungsdimensionen zu erfüllen und vor allem auch nachhaltig zu erreichen, um eine dauerhafte Veränderung und somit auch langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. In diesem Zusammenhang sind die PE sowie die OE gefordert, nachhaltige Lösungen zu bieten. Diese Nachhaltigkeit ruht auf der Mitbestimmung und Teilhabe der Mitarbeiter, der Wertschöpfung, der strategisch ausgerichteten Orientierung, der Wissens- und Kompetenzgenerierung, der unterschiedlichen Interessensberücksichtigung der Anspruchsgruppen und der Förderung und Erhaltung der Flexibilität.

Partizipation:

Für eine sinnvolle Personal- und Karriereentwicklung ist die Mitwirkung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer notwendig, vor allem wenn der Selbstentwicklung und dem Verantwortungsbewusstsein ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Selbstbeurteilung, Feedback an und von Mitarbeitern und Beurteilung von Führungskräften, sowie selbstständiges Erarbeiten von Qualifizierungszielen und deren Umsetzung (Selbststudium, E-learning, Fortbildungsmaßnahmen) sind für eine lebensphasenorientierte Personalentwicklung wichtige Schwerpunkte. ‘In einer fortgeschrittenen Form der Partizipation betrachtet sich der Mitarbeiter als in hohem Ausmaß für die eigene Arbeitsmarktfähigkeit verantwortlich.’ Maßnahmen, die diese hohe Selbstverantwortung innerbetrieblich fördern, sind in der derzeitigen Praxis noch eher die Ausnahme.

Wertschöpfungsorientierung:

Eine nachhaltige PE steigert durch erhöhtes Know-how und höher qualifizierte Mitarbeiter die Produktivität in einem Unternehmen, wenn auch die Faktoren der individuellen Zufriedenheit und Kompetenzentwicklung berücksichtigt werden. Um diese Ziele zu erreichen, müssen nicht unbedingt hohe Kosten entstehen, wenn selbstbestimmtes Lernen, E-Learning, regelmäßige Feedback-Schleifen und hochqualitative Mitarbeitergespräche, Coaching und Mentoring aufgegriffen werden. So können Stärken genützt und Schwächen abgebaut bzw. umgeleitet werden, das Kosten-Nutzen-Verhältnis ausgeglichen und die Effektivität erhöht werden.

Strategieorientierung:

Die PE darf nicht mehr nach dem Prinzip der ‘rettenden Feuerwehrmaßnahme’ angewendet werden, sondern muss langfristig strategisch ausgerichtet sein und mit den Unternehmenszielen, Gruppenzielen und den Individualzielen der Arbeitnehmer in Einklang stehen. Die unternehmerischen Ziele und Gruppenziele müssen vom Top-Management getragen, gelebt und an die Mitarbeiter weitergegeben werden. Die individuellen Ziele sollen durch das Personalmanagement und die Führungskräfte aufgegriffen und der notwendige Rahmen zur Erfüllung gewährleistet werden. So kann gesichert werden, dass gute Mitarbeiter im Betrieb verbleiben und das Arbeitgeberimage auf längere Sicht durch geringere Fluktuation und höhere Weiterentwicklungschancen gesteigert wird und erhalten bleibt.

Kompetenz und Wissensorientierung:

Die Hauptaufgabe der nachhaltigen PE ist auf den Erwerb und Erhalt von Kompetenzen und Wissen aufgebaut, die dem Individuum, dem Team und der Organisation zu gute kommt. Organisationales Lernen ist daher ein zentraler Bestandteil der Personalentwicklung, der nicht nur das Lernen und Arbeiten in Teams mit Feedbackschleifen beinhaltet, sondern auch Möglichkeiten schaffen muss, das bereits im Betrieb erworbene individuelle Wissen für andere zugänglich zu machen, aber auch Wissen von PE out-of-the-job sind dabei zu beachten. Mentoring und Coaching sind diesbezüglich wichtige Maßnahmen zur Weitergabe von Know-how.

Anspruchsgruppenorientierung:

Durch die vielen positiven Effekte der nachhaltigen PE (‘Identifikation, Zufriedenheit, Motivation, Selbstverantwortung, Engagement, Leistung, unternehmerisches Denken, Qualitätsbewusstsein, Kundenorientierung, Kooperation, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität, Arbeitsmarktfähigkeit, Selbstbewusstsein, Kompetenz, Wissen und Orientierung’) werden viele interne und externe Gruppen, die mit einer Organisation in Verbindung stehen, angesprochen. Die Mitarbeiter können z.B. individuellen Bedürfnissen wie der Selbstentwicklung und Selbstverwirklichung nachgehen, Führungskräfte können sich durch Feedbackschleifen weiterentwickeln und Kollegen durch Mentoring und gegenseitiges Lernen unterstützt werden. So können auch ältere und pensionierte Mitarbeiter noch Wertschätzung erhalten. Die Organisation gewinnt an Strategieentwicklung und –umsetzung. Extern bietet eine nachhaltige PE Sicherheit und Ausgeglichenheit für die Angehörigen von Mitarbeitern, außerdem wird zu einem positiven Arbeitgeberimage beigetragen, die Qualität von Produkten und von Fähigkeiten der Mitarbeiter nach außen in den Kundenbereich getragen und so eine langfristige Sicherung von Investitionen erreicht.

Flexibilität:

Mit Flexibilität ist hier die Veränderungsfähigkeit und –bereitschaft von Mitarbeitern, Gruppen, Führungskräften und somit von der gesamten Organisation gemeint. Durch organisationales Lernen in einem Unternehmen werden Widerstände durch erhöhte Offenheit und Anpassungsfähigkeit reduziert und auf Veränderungen positiver reagiert.

Arbeit zitieren:
Edinger, Maria März 2009: Lebensphasenorientiertes Arbeiten und altersgerechte Karrieren unter dem Aspekt des betrieblichen Age-Managements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Age-Management, altersgerechte Karrieren, Personalentwicklung, Lebensphase, Leistungsfähigkeit

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren