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Lebensmittelsicht im sozialen und ökonomischen Kontext

Vergleich Österreich / USA

Lebensmittelsicht im sozialen und ökonomischen Kontext
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Sigrid Quendler
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 224 Seiten
  • Dateigröße: 559,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8301-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8301-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8301-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Quendler, Sigrid Januar 2004: Lebensmittelsicht im sozialen und ökonomischen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ernährung, Verhalten, Einkauf, Konsum, Sport

Magisterarbeit von Sigrid Quendler

Einleitung:

Schon über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg ist es bekannt, dass die menschlichen Triebe von vielen Faktoren gesteuert und beeinflusst werden. Einer der stärksten Triebe ist zweifellos der Trieb zu (fr-)essen. Dass der (Fr-)Esstrieb nicht nur vom Hunger alleine, sondern auch von Sinneswahrnehmungen, wie dem wohltuende Geruch von frisch zubereiteter Nahrung oder dem Anblick einer schön angerichteten Speise, aktiviert werden kann, ist ebenfalls lange bekannt. Dass sich nicht jeder Mensch, der seinem (Fr-)Esstrieb nachgibt, auf jede Speise stürzt, die sein Auge oder seine Nase erquickt, ist auch keine Neuheit mehr. Das Auswählen der passenden Nahrungsmittel für sich selbst ist eine Selektion, die wiederum von einer großen Anzahl von Faktoren beeinflusst wird – Faktoren, die bewusst wahrgenommen oder auf die unbewusst eingegangen wird.

Mit solchen Faktoren, die zweifellos - dem Menschen unbewusst - das Ernährungsverhalte steuern, beschäftigt sich diese Diplomarbeit. Es handelt sich um soziale und ökonomische Faktoren, die im Leben der Menschen eine so große Rolle zu spielen scheinen, dass sie auch Handlungen beeinflussen, die oft gar nicht mit ihnen in Zusammenhang gebracht werden.

Beispielsweise wird erst seit wenigen Jahren der Zusammenhang zwischen dem sozial-ökonomischen Status der Menschen und deren Gesundheits- und Risikoverhalten untersucht. Eine mögliche Beziehung zwischen dem sozial-ökonomischen Umfeld der Menschen und dem Ernährungsverhalten wurde sogar noch später vermutet und erörtert. Wie vielfältig die Beziehungen zwischen dem sozial-ökonomischen Status der Menschen und dem Verhalten die Ernährung und Gesundheit betreffend wirklich sind, soll der folgende Literaturüberblick zeigen. Wenn man sich die vorhandene Literatur durchsieht, dann fällt auf, dass ein Bereich scheinbar noch wenig untersucht worden ist: Der Zusammenhang zwischen dem sozial-ökonomischen Status und der Lebensmittelsicht der Menschen!

Was aber kann man sich unter „Lebensmittelsicht“ vorstellen? Die Lebensmittelsicht ist der Umgang der Menschen mit Lebensmitteln und die Wichtigkeit und Wertigkeit, die Lebensmitteleigenschaften für den Einzelnen haben. Im Zuge dieser Diplomarbeit soll also näher erörtert werden, wie Menschen mit unterschiedlichem sozial-ökonomischen Hintergrund die Lebensmitteleigenschaften beurteilen und wie viel Zeit sie gewillt sind für den Umgang mit Lebensmitteln einzuplanen. Außerdem soll anhand eines Rückblicks in die Kindheit der Probanden erforscht werden, ob sich der Umgang mit der Nahrung in Abhängigkeit vom sozial-ökonomischen Status wesentlich verändert hat. Ein weiterer Punkt, der in die Studie mitaufgenommen wurde, ist das Sportverhalten der Menschen. Begründen lässt sich dies dadurch, dass ein sportlich aktiver Mensch sehr oft eine völlig andere Einstellung der Ernährung und den Lebensmitteln gegenüber aufweist als ein sportlich inaktiver Mensch. In vielen Fällen sind „Sportler“ wesentlich mehr an ihrer Ernährung interessiert als „Nicht-Sportler“, da sie wissen, dass ein leistungsfähiger Körper ohne der richtigen Nahrung nicht lange so leistungsfähig bleiben kann. Wie es jedoch um die Sportlichkeit der Probanden im Zusammenhang mit ihrem sozial-ökonomischen Status steht, ist der Punkt der für diese Arbeit interessant erscheint.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
I. Einleitung und Fragestellung 1
II. Literaturübersicht 4
i. Der sozial-ökonomische Status und die Gesundheit 4
ii. Der sozial-ökonomische Status und das Essverhalten 14
iii. Der sozial-ökonomische Status und der Konsum von Obst und Gemüse 27
iv. Der sozial-ökonomische Status und der Konsum von fett- und zuckerhaltigen Speisen 33
v. Der sozial-ökonomische Status und der Alkoholkonsum 37
vi. Der sozial-ökonomische Status und das Übergewicht 41
vii. Der sozial-ökonomische Status und die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen 46
III. Die empirische Arbeit 49
i. Der Fragebogen 50
ii. Die Probanden aus Georgia (USA) 58
iii. Die Probanden aus Österreich 67
iv. Die Datenauswertung 77
IV. Ergebnisse und Diskussion 79
i. Die Lebensmittelsicht im sozialen Kontext 79
1. Höchster erreichter Ausbildungsgrad und elterlicher Berufstatus (Kombination) 79
a. Die amerikanischen Probanden 79
b. Die österreichischen Probanden 91
2. Der höchste erreichte Ausbildungsgrad der Probanden 97
a. Die amerikanischen Probanden 98
b. Die österreichischen Probanden 104
ii. Die Lebensmittelsicht im ökonomischen Kontext 106
1. Das jährliche Brutto-Familieneinkommen 106
a. Die amerikanischen Probanden 107
b. Die österreichischen Probanden 119
2. Der Nettobetrag, der pro Person und Jahr zur Verfügung steht 128
a. Die amerikanischen Probanden 128
b. Die österreichischen Probanden 134
iii. Allgemeine Veränderungen im Umgang mit Lebensmitteln im Laufe des Lebens 137
1. Zeit für Einkauf und Zubereitung der Lebensmittel in Kindheit und Erwachsenenalter (pro Mahlzeit) 137
a. Die amerikanischen Probanden 138
b. Die österreichischen Probanden 140
2. Die Zeit für die Nahrungsaufnahme in der Kindheit und im Erwachsenenalter (pro Mahlzeit) 144
a. Die amerikanischen Probanden 144
b. Die österreichischen Probanden 147
3. Anzahl der Tage, an denen pro Woche gekocht wurde bzw. wird (in Kindheit und Erwachsenenalter) 150
a. Die amerikanischen Probanden 150
b. Die österreichischen Probanden 153
4. Lebensmittel, die bevorzugte verwendet wurden bzw. werden (in Kindheit und Erwachsenenalter) 154
a. Die amerikanischen Probanden 154
b. Die österreichischen Probanden 158
5. Die Veränderung und Art der Veränderung des Ernährungsverhaltens im Laufe des Lebens 162
a. Die amerikanischen Probanden 162
b. Die österreichischen Probanden 164
V. Schlussbetrachtung 168
VI. Zusammenfassung 172
VII. Appendices 173
Appendix 1 Der Fragebogen in deutsch und englisch 173
Appendix 2 Zeit für Einkauf und Zubereitung der Lebensmittel in der Kindheit und im Erwachsenenalter 174
Appendix 3 Zeit für die Nahrungsaufnahme in der Kindheit und im Erwachsenenalter 179
Appendix 4 Anzahl der Tagen, an denen gekocht wird in Kindheit und Erwachsenenalter 184
Appendix 5 Bevorzugte Lebensmittel in Kindheit und Erwachsenenalter 189
Appendix 6 Veränderung und Art der Veränderung des Ernährungsverhaltens 194
VIII. Literaturverzeichnis 199

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das jährliche Brutto-Familieneinkommen: Eine starker, zu erwartender Zusammenhang besteht zwischen dem jährlichen Brutto-Familieneinkommen, dem Ausbildungsgrad und dem elterlichen Berufsstand der Probanden (0,553; p<0,01). Das heißt, dass in den meisten Fällen die Befragten mit einer hohen errechneten Punktezahl beim sozialen Status, auch ein höheres jährliches Brutto-Familieneinkommen beziehen. Wenn die Probanden nach ihrem sozialen Status in drei Gruppen eingeteilt werden (Gruppe 1: niedriger sozialer Status, Stufe 0 bis 3; Gruppe 2: mittlerer sozialer Status, Stufe 3,5 bis 6,5; Gruppe 3: hoher sozialer Status, Stufe 7 bis 10), dann sieht der Zusammenhang zwischen dem jährlichen Brutto-Familieneinkommens pro Jahr und dem sozialen Status folgendermaßen aus (Abb. 17): [...]

Antwortmöglichkeiten wählen. Die Antworten sind je nach erwarteter Gehaltsstufe in fünf Kategorien mit unterschiedlicher Punkteanzahl eingeteilt. Fünf Punkte wurden für eine „höhere Managementposition“ vergeben, vier Punkte für eine Position im „mittleren oder niedrigen Management“, drei Punkte bekam man als „Unternehmer“ oder „Bauer“, zwei Punkte als „Arbeiter“ oder „Angestellter“ und einen Punkt als „Hausfrau“, „Student“ und „Pensionist“. Die Punktezahlen des väterlichen und mütterlichen Berufes wurden sodann zusammengezählt und ergaben so die Endsumme. Die höchste zu erreichende Endsumme ist 10 Punkte, die niedrigste ist 1 Punkt. Die errechneten Punkteanzahlen vom höchsten erreichten Ausbildungsgrad und dem elterlichen Berufsstatus wurden zusammengezählt und dann durch zwei dividiert. Die Punkteanzahl, die übrig bleibt, ist diejenige, aus der der soziale Status des Probanden zu erkennen ist. Je höher die Punkteanzahl, desto höher der soziale Status. [...]

amerikanischen Probanden zur Verfügung steht. Um wie viel sich die Beträge voneinander unterscheiden kann auf Grund der stark schwankenden Euro- und Dollar-Kurse schwer bestimmt werden. In der österreichischen Gesamtbevölkerung sah die Verteilung der Netto-Beträge pro Person und Jahr im Jahre 1999/2000 so aus: 25% hatten weniger als 12.950€, 50% weniger als 17.080€ und 75% weniger als 22.170€ pro Jahr zur Verfügung. Der Median lag bei 18.480€35. Man muss jedoch bedenken, dass es sich bei diesen Beträgen um das jährliche Netto-Äquivalenzeinkommen der Österreicher handelt. In dieses ist die Anzahl und das Alter der Kinder im Haushalt einkalkuliert, wobei man davon ausgeht, das jüngere Kinder weniger verbrauchen als Ältere und ältere Kinder wiederum weniger als Erwachsene36. [...]

Arbeit zitieren:
Quendler, Sigrid Januar 2004: Lebensmittelsicht im sozialen und ökonomischen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ernährung, Verhalten, Einkauf, Konsum, Sport

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