Lean Sigma - Synthese aus Lean Management, Six Sigma und Kaizen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Markus Mößinger
- Abgabedatum: August 2002
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: VWA Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Rhein-Neckar Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0439-5
- ISBN (Buch): 978-3-8324-7551-2
- ISBN (CD) :978-3-8428-0439-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mößinger, Markus August 2002: Lean Sigma - Synthese aus Lean Management, Six Sigma und Kaizen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fertigung, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Managementmethode, Managementansatz
In den Warenkorb
148,00 €
Diplomarbeit von Markus Mößinger
Einleitung:
„In der Zeit des Umbruchs und des rasanten Wechsels in allen Unternehmensbereichen hängt die Stabilität, für viele Unternehmen sogar die Existenz, von Verbesserungen, Steigerung der Produktivität, des Outputs (..) ab.“ „The most challenging question confronting business leaders and managers in the new millennium is not ‘How do we succeed?’ It's: ‘How do we stay successful’?
Diese beiden Zitate aus der Literatur zeigen die Notwendigkeit des Umdenkens in der Managementebene heutiger Unternehmen. Wachstum und hohe Gewinne können nicht mehr die erste Priorität für Unternehmen sein. Hierbei hilft die Kombination aus drei bewährten Managementansätzen, Lean Management, Six Sigma und Kaizen. Es handelt sich dabei um das starke System des Lean Sigma zur Unternehmens- und Kundensicherung, welches auch in den USA bisher kaum verbreitet ist.
Besondere Schwierigkeiten ergaben sich bei der Abfassung der vorliegenden Diplomarbeit aufgrund der fehlenden Dokumentation von Lean Sigma. So finden sich in der Literatur nur wenige Quellen, die zudem noch in Vorbereitung bzw. erst im 2. Quartal 2002 erschienen sind. Quellen aus dem Internet gab es viele, die Qualität musste jedoch oft angezweifelt werden. Zur Erarbeitung der Synthese konnten so nur einige Quellen des Internets, Zeitschriften und die Publikation Lean Sigma von Michael L. George benutzt werden.
Diese Diplomarbeit gliedert sich in vier Kapitel. Für die spätere Synthese des Lean Sigma wird zunächst auf die verschiedenen ursprünglichen Ansätze eingegangen.
Kenntnisse über die Unternehmenskonzepte Lean Management (Kapitel A) und Kaizen (Kapitel C) werden als gegeben angesehen und recht kurz behandelt. Six Sigma (Kapitel B) ist trotz bereits 20-jährigen Bestehens in Deutschland nicht sehr verbreitet. Auf diesen Ansatz wird daher ausführlicher eingegangen.
Jeder Ansatz wird am Ende mit einem Beispiel aus der Praxis erläutert. Außerdem werden jeweils die Vor- und Nachteile aufgezeigt. Im vierten Abschnitt steht dann die Synthese (Kapitel D) aller Bereiche im Vordergrund. Außerdem werden Möglichkeiten zur Implementierung erläutert. Der letzte Abschnitt liefert eine abschließende Betrachtung und den Ausblick für Lean Sigma.
Im Anhang werden einige der wichtigsten Analyse- und Statistikwerkzeuge erklärt.
Zusätzlich liegt dieser Arbeit eine Kopie des Workbooks eines Six-Sigma-Projektes der Firma GE CompuNet bei. Aus Datenschutzgründen wurde der Kunde anonymisiert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Einleitung | 1 | |
| I. | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| II. | Vorgehensweise | 2 |
| A. | Lean Management | 3 |
| I. | Lean Management – Das Konzept | 3 |
| 1. | Die Ursprünge des Lean Management | 3 |
| 2. | Ziele des Lean Management | 4 |
| II. | Bestandteile des Lean-Management-Konzepts | 4 |
| 1. | Die fünf Leitgedanken des Lean Management | 5 |
| 2. | Die sechs Grundstrategien des Lean Management | 7 |
| III. | Erfolgsbeispiele des Lean Management | 10 |
| IV. | Zusammenfassung, Vor- und Nachteile des Lean Management | 11 |
| B. | Six Sigma | 14 |
| I. | Six Sigma – Das Konzept | 14 |
| 1. | Die Ursprünge von Six Sigma | 14 |
| 2. | Funktionsweise von Six Sigma | 14 |
| 3. | Six Sigma und die Normalverteilung | 17 |
| 4. | Berechnungsbeispiel | 18 |
| II. | Six Sigma – Rollen und Verantwortlichkeiten | 22 |
| 1. | Green Belt | 23 |
| 2. | Black Belt | 23 |
| 3. | Master Black Belt | 23 |
| 4. | Champion / Sponsor | 23 |
| III. | Der DMAIC-Zyklus | 24 |
| 1. | Define | 25 |
| 2. | Measure | 26 |
| 3. | Analyze | 26 |
| 4. | Improve | 27 |
| 5. | Control | 27 |
| IV. | Der DFSS-Zyklus (oder auch DMADV-Zyklus) | 28 |
| V. | Einsatz von Six Sigma bei GE CompuNet | 28 |
| 1. | Unternehmensprofil | 28 |
| 2. | Organisationsstruktur | 29 |
| 3. | Best-Practice-Beispiel | 31 |
| 4. | Erreichte Erfolge & Benefits | 34 |
| VI. | Zusammenfassung, Vor- und Nachteile von Six Sigma | 35 |
| C. | Kaizen | 37 |
| I. | Kaizen – Das Konzept | 37 |
| 1. | Die Ursprünge von Kaizen | 37 |
| 2. | Der Stellenwert des Kaizen-Vorschlagssystems im Führungskonzept | 38 |
| 3. | Mitarbeitermotivation und Anreizmöglichkeiten | 39 |
| 4. | Der Zyklus der Kaizen-Aktivitäten | 40 |
| II. | Die Problemlösungswerkzeuge von Kaizen | 41 |
| 1. | Die sieben statistischen Werkzeuge | 41 |
| 2. | Die neuen Sieben | 42 |
| III. | Unterschiede zu westlichen Qualitätsinitiativen | 42 |
| 1. | Prozessorientiertes gegenüber ergebnisorientiertem Management | 42 |
| 2. | Kaizen versus Innovation | 43 |
| 3. | Kulturelle Unterschiede | 45 |
| IV. | Einsatz von Kaizen bei der Stadt Mannheim | 45 |
| 1. | Vorgehensweise bei Ein- und Durchführung | 46 |
| 2. | Erreichte Benefits und Mehrwerte | 47 |
| 3. | Bewertung | 48 |
| V. | Zusammenfassung, Vor- und Nachteile von Kaizen | 48 |
| D. | Die Synthese | 50 |
| I. | Die Gemeinsamkeiten der drei Qualitätsansätze | 50 |
| 1. | Die Rahmenbedingungen | 50 |
| 2. | Die Zusammenhänge der drei Ansätze | 50 |
| II. | Die Durchführung von Lean Sigma | 55 |
| 1. | Die Gesetze von Lean Sigma | 55 |
| 2. | Der DMAIC-Zyklus | 55 |
| 3. | Der DFLS-Zyklus (Design for Lean Sigma) | 56 |
| III. | Die Implementierung von Lean Sigma | 57 |
| IV. | Strategische Auswirkungen | 58 |
| 1. | Umstrukturierung des Unternehmens | 58 |
| 2. | Ausrichtung auf Kennzahlen | 59 |
| Abschließende Betrachtung und Ausblick | 61 | |
| Anhang | 62 | |
| Literaturverzeichnis | 68 |
Es ist zu prüfen, ob diese Fehler auch wirklich die Hauptursache sind (Pareto Check). Ist ein Fehler die Ursache für einen anderen Fehler, wird nur eine Fehlermöglichkeit gezählt. Komplexe Prozesse haben in der Regel mehr Fehlermöglichkeiten Erfahrungsgemäß gibt es zwischen zwei und acht Störfaktoren Durch eine künstliche Erhöhung der Anzahl der Fehlermöglichkeiten könnte der DPMO-Wert niedrig gehalten und ein höherer Sigma-Wert ausgewiesen werden. Durch die Beachtung der oben genannten Kriterien wird diese Möglichkeit aber praktisch ausgeschlossen. Außerdem müssten zur Erhöhung des SigmaWertes die Fehlermöglichkeiten auf ca. 60 erhöht werden. Für die Berechnung müssen zunächst Werte gesammelt werden. Hierbei kann unter Umständen auf historische Daten zurückgegriffen werden. Die ermittelten Werte wurden mithilfe von Paretodiagrammen und Run Charts entsprechend dargestellt. V.3.3. Analyze Nach der erfolgreichen Abnahme der bisherigen Schritte kommt das Projekt in die Analyze-Phase. In dieser Phase wird zunächst auf den aktuellen Prozess eingegangen, der mittels des Process-Flow-Tools abgebildet wurde (Folie 22). Anhand dieser Übersicht konnten die Ursachen für die Fehler ermittelt werden (Folie 23). Diese ergeben durch die Anwendung der Cause & Effect Analysis oder des Fishbone-Diagramms kombiniert mit Brainstorming einen höheren Detailgrad. Die wichtigsten Erkenntnisse werden zusammengefasst und erläutert (Folie 25). V.3.4. Improve In der Improve-Phase folgt die konkrete Umsetzung. Einige Lösungsansätze können ohne große Überlegung zügig eingeführt werden, da keine direkte Änderung für den Kunden und Prozess nötig ist (Folie 29). Weitere Überlegungen werden mit dem Kunden besprochen, gemeinsam umgesetzt und in der Projektmappe entsprechend dokumentiert (Folien 30-38). [...]
terne Arbeitsplatzumzüge der Mitarbeiter notwendig. Jährlich muss jeder Arbeitsplatz 1,9 mal umziehen. Diese Aufgabe wird von GE CompuNet übernommen. Zunächst werden der Sachverhalt, das Problem, das Team und die nächsten Schritte im Team Charter festgehalten. Weiterhin wird der zeitliche Rahmen für das Qualitätsprojekt abgesteckt (Folie 5-6, 11) sowie die klare Abgrenzung zu anderen Prozessen vorgenommen (Folie 7). Auf Folie 8 werden der Prozess und die Beteiligten über das SIPOC-Tool abgebildet. Diese Abbildung ermöglicht einen einfachen Überblick über den ganzen Prozess, die Beteiligten, Eingangsfaktoren und Abgrenzungen. Aus der Befragung des Kunden kann die Voice of the Customer (VOC) ermittelt werden. Es handelt sich dabei um eher pauschale, undifferenzierte und unzureichende Aussagen, deren tatsächliche Ursache ermittelt wird. Dies ermöglicht einen Blick auf den Prozess aus Sicht des Kunden. Die Beseitigung dieser Kritikpunkte ist oberstes Projektziel (Folie 9). Zusätzlich wird der geschätzte Nutzen für GE CompuNet ermittelt (Folie 10). V.3.2. Measure In der Measure-Phase wird der aktuelle Sigma-Wert berechnet. Dazu werden die Variablen der Berechnungsformel entsprechend definiert (Folie 14, 18). Die Unit „N“ wurde als ein erfolgreich umgezogener Arbeitsplatz definiert; ein Defect „D“ ist somit ein Arbeitsplatz, an dem Nacharbeit erforderlich ist. Die Nacharbeit kann verschiedene Ursachen haben. In diesem Projekt werden zehn Möglichkeiten aufgeführt. Bei der Bestimmungen der Fehlermöglichkeiten sollten folgende Kriterien beachtet werden: Die Fehlermerkmale werden vom Kunden als qualitätskritisch wahrgenommen und haben Bezug zu den Kundenanforderungen Der Fehler muss realistisch sein [...]
Interne Leistungsfähigkeit (internal performance) Fehler, die intern verursacht wurden, werden in Relation zu der Summe aller Möglichkeiten (CTQs) gesetzt. Design for manufacturability General Electric betrachtet bei den internen Prozessen das Verhältnis der fakturierbaren Leistung am Wertschöpfungsprozess zur Gesamtbearbeitungszeit. 3. Best-Practice-Beispiel Bei der Einführung von Six Sigma hatte sich General Electric zunächst auf die Verbesserung der internen Abläufe konzentriert. Doch bald wurde deutlich, dass dies auf Dauer nicht ausreichen würde. Dies war die Geburtsstunde von „Outside In“. Diese Vokabel aus der GE-Welt meint, dass interne Abläufe nicht aus der Innenperspektive, sondern von außen, aus der Sicht des Kunden zu betrachten sind.39 Weiterhin beschränkt sich GE nicht auf die alleinige Verbesserung der eigenen Prozesse. Der Hintergrund: „Die Bürokratie bei manchen Kunden braucht mehrere Stunden, bis ein Systemfehler gemeldet wird. Selbst wenn die CompuNetSpezialisten dann sofort reagieren, ist bereits viel Zeit verloren.“40 Die Black Belts helfen solchen Kunden, die internen Abläufe zu beschleunigen. Somit wird der Gesamtprozess optimiert. Im Folgenden wird auf ein Qualitätsprojekt eingegangen, welches auf die Erhöhung der Kundenzufriedenheit und Sicherstellung der Kundenbeziehung zielt. Aus Datenschutzgründen wurden die Kundeninformationen anonymisiert. Ein komplettes Workbook liegt dieser Arbeit bei. V.3.1. Define Der Kunde xy verfügt über umfangreiche Büroflächen in verschiedenen Bürogebäuden an einem Standort. Durch Umstrukturierungen und Projekte sind in- [...]
In den Warenkorb
148,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842804395
Arbeit zitieren:
Mößinger, Markus August 2002: Lean Sigma - Synthese aus Lean Management, Six Sigma und Kaizen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Fertigung, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Managementmethode, Managementansatz



