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Langfristig erfolgreiche Markenpolitik am Beispiel der Marke NIVEA

Langfristig erfolgreiche Markenpolitik am Beispiel der Marke NIVEA
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Yasmin Förder
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 2,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5950-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5950-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5950-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Förder, Yasmin April 2002: Langfristig erfolgreiche Markenpolitik am Beispiel der Marke NIVEA, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erfolgsfaktoren, Markentransfer, Markenstrategien, Markenmanagement, Markenwert

Diplomarbeit von Yasmin Förder

Einleitung:

Markenpolitik ist heute einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. In den letzten Jahren wurde deshalb verstärkt in der Markenpolitik geforscht und es wurden zahlreiche Bücher verfaßt. Dennoch wird der Wert einer Marke und deren Auswirkung auf den Unternehmenserfolg noch zu sehr unterschätzt.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, eine Vielzahl von Erfolgsfaktoren einer Marke - hier am Beispiel der Marke NIVEA - herauszuarbeiten, basierend auf der Theorie der Markenpolitik. Die Marke NIVEA wurde als praktisches Beispiel für diese Arbeit gewählt, weil sie letztes Jahr ihren 90. Geburtstag feierte und damit eine der ältesten und erfolgreichsten Marken in Deutschland ist.

Markenpolitik sollte nicht nur auf das Marketing eines Unternehmens beschränkt sein, sondern alle Unternehmensbereiche umfassen. Unternehmen haben erkannt, daß der Aufbau einer Marke unerläßlich ist, um langfristig Erfolge zu erzielen. Der harte Wettbewerb, kaum zu überblickende Produktvielfalt und austauschbare Produkte erfordern neue Strategien, wie eben den Aufbau einer starken Marke. Hinzu kommt, daß Unternehmen mehr und mehr nicht nur nach ihrem Buchwert bewertet werden, sondern auch der Wert der Marke spielt eine entscheidende Rolle. Zur Ermittlung des Markenwerts, bezüglich der marketingorientierten Sichtweise, dominieren vor allem verhaltenswissenschaftliche Ansätze, die unter anderem das Markenwissen der Konsumenten erforschen. Letztendlich drehen sich alle Bemühungen der Markenpolitik darum, den Markenwert einer Marke sowohl zu stärken als auch zu erhöhen.

Dafür steht der Markenpolitik ein breites Repertoire an Strategien zur Verfügung, die als Markenstrategien bezeichnet werden. Diese Markenstrategien, denen immer eine Markenpositionierung vorausgeht, werden hier am Beispiel der Marke NIVEA aufgegriffen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei vor allem Markenstrategien im horizontalen Wettbewerb, die sehr ausführlich abgehandelt werden. Dabei steht nicht die Neumarkenstrategie im Mittelpunkt, sondern die Markentransferstrategie, die als wesentlicher Faktor zum Erfolg der Marke NIVEA beigetragen hat.

Der Trend in Richtung der Fokussierung auf eine Marke, bestätigen den Weg, den die Marke NIVEA eingeschlagen hat. Vor- und Nachteile sowie detaillierte Beispiele von Markentransfers am Beispiel der Marke NIVEA werden herausgearbeitet. Auch die Abgrenzung der Familienmarke NIVEA zu einer Dachmarke wird durch diese Arbeit offensichtlich.

Im operativen Markenmanagement werden diese Markenstrategien umgesetzt. Dabei handelt es sich um den klassischen Marketing-Mix und dessen spezielle Ausrichtung auf die NIVEA Markenpolitik. Am Schluß dieser Arbeit kann dann auf eine Liste der wesentlichen Erfolgsfaktoren der Marke NIVEA zurückgegriffen werden.

Inhaltsverzeichnis:

KURZFASSUNG I
INHALTSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 1
1. EINLEITUNG 2
1.1 HERANFÜHRUNG AN DAS THEMA 2
1.2 ZENTRALE FRAGESTELLUNGEN 3
1.3 METHODIK UND AUFBAU DER DIPLOMARBEIT 4
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 5
2.1 GESCHICHTE DER MARKE 5
2.2 GESCHICHTE DER MARKE NIVEA 6
2.3 BEGRIFF MARKE 9
2.3.1 Objektbezogener/merkmalsorientierter Definitionsansatz 9
2.3.2 Anbieterorientierter/instrumentaler Definitionsansatz 10
2.3.3 Nachfragebezogener/wirkungsbezogener Definitionsansatz 10
2.3.4 Funktionsorientierter Definitionsansatz 10
2.4 BEGRIFF DER MARKENPOLITIK ODER MARKENFÜHRUNG 12
2.5 UNTERSCHIEDLICHE ANSÄTZE DER MARKENFÜHRUNG 13
2.5.1 Herkunftsorientierter, merkmalsorientierter und instrumenteller Ansatz 13
2.5.2 Funktionsorientierter Ansatz 13
2.5.2.1 Aus der Sicht des Konsumenten 14
2.5.2.2 Aus Sicht des Herstellers 14
2.5.2.3 Aus der Sicht des Handels 15
2.5.3 Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz 15
2.5.4 Entscheidungsorientierter und strategischer Ansatz 15
2.5.5 Identitätsorientierter Ansatz 16
2.5.6 Markenlebenszyklus-Ansatz 16
2.6 AKTUELLE TENDENZEN, DIE DAS UMFELD DER MARKE NIVEA BEEINFLUSSEN 17
3. DEFINITION DER GRUNDLEGENDEN KONSTRUKTE 19
3.1 MARKENWERT 19
3.1.1 Markenbekanntheit 21
3.1.2 Markenimage 21
3.1.3 „Means end“ - Kette (Markenwirkung) 22
3.2 MARKENTREUE 24
3.3 MARKENVERTRAUEN 24
3.4 MARKENKERN 25
3.5 MARKENIDENTITÄT 26
3.6 MARKENSIGNALE 28
4. MARKENFÜHRUNG 30
4.1 MARKENPOSITIONIERUNG 30
4.2 MARKENSTRATEGIEN (STRATEGISCHES MARKENMANAGEMENT) 34
4.2.1 Markenstrategien im vertikalen Wettbewerb 35
4.2.2 Markenstrategien im internationalen Wettbewerb 35
4.2.3 Markenstrategien im horizontalen Wettbewerb 37
4.2.3.1 Markentypenstrategien 37
4.2.3.2 Co-Branding 41
4.2.3.3 Chancen/Risiken eines Markentransfers 42
4.3 MARKENTRANSFERSTRATEGIE ALS EIN ERFOLGSINSTRUMENT DER MARKE NIVEA 44
4.3.1 Voraussetzungen der systematischen Markenausdehnung 44
4.3.2 Konkrete Markentransferbeispiele der Marke NIVEA (1980-1994) 48
4.3.3 NIVEA in den 90er Jahren sowie der NIVEA Beauté Markentransfer 50
4.4 OPERATIVES MARKENMANAGEMENT 53
4.4.1 Produktmanagement 53
4.4.2 Kommunikationsmanagement bei NIVEA 55
4.4.2.1 Integrierte Kommunikation 56
4.4.2.2 Einsatz der Kommunikationsinstrumente bei der Marke NIVEA 57
4.4.3 Preismanagement 61
4.4.4 Distributionsmanagement 62
4.5 MARKENPFLEGE 62
5. ZUSAMMENFASSUNG 65
6. ANHANG 68
6.1 INTERVIEW MIT HERRN PRICK 68
6.2 „FAME“ - STUDIE 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.3.1 Voraussetzungen der systematischen Markenausdehnung Die Marke NIVEA konnte sich bis zur Wende der 60er/70er Jahre problemlos entwickeln und ausdehnen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es bereits zahlreiche Produktergänzungen, man sprach damals zwar noch nicht von einem Markentransfer, aber im Prinzip handelte es sich um nichts anderes. Die Ende der 60er Jahre aufkommenden Probleme, die bereits ausführlich erläutert wurden, hatten auch Auswirkungen auf die bisherige Verfahrensweise bei der NIVEA Markenausweitung. So handelte es sich bis zu diesem Zeitpunkt eher um spontane Entscheidungen, denen keine größeren strategischen Überlegungen vorausgingen. Der Hauptunterschied lag darin, daß man bisher auf einem Käufermarkt agiert hatte, wo es nur darum ging, die Nachfrage auf den wachsenden Märkten zu befriedigen. Auf dem Käufermarkt der Zukunft mußte man sich den differenzierten Bedürfnissen der Konsumenten anpassen. Um den Abstieg der Marke NIVEA zu verhindern, wurde ab sofort eine in allen Bereichen strategische Markenpolitik betrieben. Dabei widmete man dem Markenkern und der Markentransferstrategie besondere Aufmerksamkeit, die in den folgenden Jahren kontinuierlich und konsequent durchgeführt werden sollte und bis heute Anwendung findet. Doch wie konnte man sich bei NIVEA so sicher sein, daß eine Markenausdehnung Erfolg versprach, und wie konnte man die bereits erwähnten Risiken eines Markentransfers mindern oder gänzlich verhindern? 1967 wurde eine großangelegte Marktstudie zu NIVEA durchgeführt, welche die Chancen und Risiken aufzeigen sollte. Die Ergebnisse belegten, daß die Marke NIVEA sehr stark an Attraktivität und Aktualität verloren hatte. Dennoch schlummerte in ihr ein immenses Potential. So genoß sie beim Konsumenten ein großes Vertrauen, sie stand für Qualität und Ehrlichkeit, sie verfügte über einen sehr hohen Goodwill und zudem hatte [...]

Verbundseffekte zwischen den Produkten kön- Problem des Kannibalisierungseffekts: durch das nen ausgenutzt werden (Konsument glaubt, daß Transferprodukt geht der Absatz eines oder mehreer z. B. durch die Kombination von NIVEA rer bereits vorhandenen (oft ähnlicher) Produkte Shampoo und Spülung eine bessere Wirkung zurück. Dies ist nicht der Fall bei NIVEA, da es erzielt, als wenn er Produkte verschiedener sinnvolle Differenzierungen gibt. Marken verwenden würde). Floprisiko ist bei Transferprodukten geringer Begrenzte Differenzierung der Subbrands. als bei Neuprodukten. Sollte es jedoch zu einem Problem bei NIVEA z. B. mit Pflegedusche, die Flop kommen, so kann dieser eher durch die bereits beim Duschen cremt. Die NIVEA Hautlostarke Markenmutter abgefedert werden. Kein aufwendiger Namensfindungsprozeß nötig. tion ist somit eigentlich nicht mehr nötig. [...]

Langfristig erfolgreiche Markenpolitik am Beispiel der Marke NIVEA ___ Betrachten wir nun direkte Markentransfers, so ergeben sich die folgenden drei Handlungsoptionen: der räumliche Transfer, Art, der für den Transfer eingesetzten Instrumente sowie Franchise und Line Extension. Beim räumlichen Transfer wird die Marke in ein anderes Land und damit in einen neuen Markt übertragen. Der räumliche Transfer bezieht sich bspw. auf die Internationalisierungsstrategie der Marke NIVEA. Als Transferinstrument wird hier unter anderem ein einheitliches Verpackungs- oder Produktdesign eingesetzt. Der Unterschied zwischen einer Line und Franchise Extension liegt darin, daß man bei der Franchise Extension in eine neue Produktkategorie vordringt, wohingegen die Line Extension in einer vorhandenen Produktgruppe vollzogen wird. In den meisten Fällen jedoch ist eine Abgrenzung der Produktkategorien nicht möglich, da die Produktunterschiede stark oder weniger stark sind. Laut Sattler sind deshalb die Übergänge „fließend“. Markentransfers bei NIVEA (siehe Punkt 4.3) werden in der Literatur sehr oft nur unter der Form der Line Extension abgehandelt. Korrekterweise, müßte man aber zwischen Line und Franchise Extension unterscheiden. Nachdem nun die Formen der Markentransferstrategie abgehandelt wurden, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, in welcher begleitenden Markenform diese durchgeführt werden soll. Werden alle Produkte unter einem Dach geführt, so bringt uns das Flussdiagramm (Abb. 10) direkt zur Dachmarkenstrategie. Bei der Dachmarkenstrategie, auch “umbrella branding strategy“ genannt, werden alle Produkte eines Unternehmens unter einer einzigen Marke geführt. Sehr oft wird der Name der Firma oder des Unternehmensinhabers zur Marke. Stark verbreitet ist die Dachmarkenstrategie vor allem im Nicht-Konsumgüterbereich (DL-Marken). Will das Unternehmen, so wie BDF mit seiner Marke NIVEA, nicht alle Produkte unter einem Markendach führen, so kann die Familienmarkenstrategie (MarkenfamilienStrategie) angewendet werden, bei der eine profilierte Einzelmarke in eine Familienmarke übergeht. Die Familienmarkenstrategie ist dadurch gekennzeichnet, daß „... von einem Unternehmen mehrere Produkte unter einer Marke geführt werden und daneben mindestens eine Monomarke und/oder mindestens eine weitere Familienmarke angeboten wird (Sattler, 2000, S. 348).“ Vereinfacht könnte man auch sagen, daß „... eine Familienmarkenstrategie die gleichzeitige Führung mehrerer Dachmarken unter einem ’Unternehmensdach’ bedeutet (Schröder, 1994, S. 515).“ [...]

Arbeit zitieren:
Förder, Yasmin April 2002: Langfristig erfolgreiche Markenpolitik am Beispiel der Marke NIVEA, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erfolgsfaktoren, Markentransfer, Markenstrategien, Markenmanagement, Markenwert

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