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Der Landkreis Soltau-Fallingbostel im Spannungsfeld zwischen der Metropolregion Hamburg und der Region Hannover

Der Landkreis Soltau-Fallingbostel im Spannungsfeld zwischen der Metropolregion Hamburg und der Region Hannover
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Krohn
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 246 Seiten
  • Dateigröße: 52,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2947-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2947-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2947-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krohn, Michael September 2000: Der Landkreis Soltau-Fallingbostel im Spannungsfeld zwischen der Metropolregion Hamburg und der Region Hannover, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Region, Soltau-Fallingbostel

Diplomarbeit von Michael Krohn

Einleitung:

Der Landkreis Soltau-Fallingbostel nimmt aufgrund seiner Mittellage zwischen den norddeutschen Ballungszentren Hamburg, Hannover und Bremen sowie seines verwaltungsgeschichtlichen Hintergrundes in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung unter den niedersächsischen Landkreisen ein. In seiner heutigen Form aus den ehemaligen Landkreisen Soltau und Fallingbostel im Zuge der niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform der 70er Jahre hervorgegangen, steht der Landkreis angesichts der nach innen wie auch nach außen bipolar ausgerichteten Orientierung seiner Einwohner dauerhaft in der öffentlichen Diskussion. In der Debatte wird dabei häufig angeführt, dass von außen vor allem Hamburg und Hannover eine unterschiedliche Anziehungskraft auf einzelne kreisangehörige Städte und Gemeinden ausüben, während die innere Landkreisstruktur von der unterschiedlichen Ausrichtung beider Altkreise auf die Mittelzentren Walsrode und Soltau geprägt sei. Gerade in jüngerer Zeit haben regionalpolitische Fragestellungen vor Ort eine neue Qualität erhalten. Dies liegt einerseits begründet in der 1996 erfolgten Einbindung des gesamten Kreisgebiets in die Metropolregion Hamburg, andererseits in der insbesondere im Südkreis geführten Debatte um das Verhältnis zum Großraum Hannover vor dem Hintergrund der sich direkt an den Landkreis angrenzend formierenden Region Hannover, zu deren weiterem Betrachtungsraum (sog. Zweiter Ring) ebenfalls der Landkreis Soltau-Fallingbostel zählt. Ihren diesbezüglich vorläufigen Höhepunkt erreichte die landkreisinterne Diskussion durch den Beitritt der Stadt Walsrode zum Städtenetz „EXPO-Region“ im März diesen Jahres.

Angesichts des in Deutschland seit Jahren festzustellenden Bedeutungsgewinns der regionalen Ebene und der Diskussion um Formen regionaler Kooperation ergeben sich die Fragen, wie das Zusammenspiel der verschiedenen Kreisgebietsteile innerhalb des Landkreises sowie auch ihre jeweiligen Verbindungen nach außen zu beurteilen sind, wie die in ihren Anfängen über dreißig Jahre zurückliegende Kreisgebietsreform im Untersuchungsraum angesichts aktueller Regionalisierungstendenzen heute bewertet werden kann, welche Handlungsstrategien für den Landkreis Soltau-Fallingbostel aus der Lage zwischen den Zentren heraus gegenwärtig verfolgt werden bzw. welche Optionen sich für die Zukunft anbieten und wie sich der Bereich Soltau-Fallingbostel im Europa der Regionen derzeit positioniert und künftig einordnen lässt.

Von entscheidender Bedeutung ist bei der gesamten Betrachtung, wie sich heute und zukünftig die Zusammenarbeit des Landkreises bzw. seiner Teilbereiche in und mit zwei Großräumen darstellt, die in der Organisationsform ihrer Stadt-Umland-Beziehungen sehr differieren und eine - in ihrer Qualität und Stärke im folgenden nachzuweisende - unterschiedliche Anziehungskraft auf die Kreisgebietsteile ausüben.

Die vorliegende Untersuchung stellt eine an den oben genannten Fragestellungen orientierte Regionalanalyse dar. Die auf den Landkreis wirkenden externen und internen Faktoren werden nach Art und Intensität identifiziert, dargestellt sowie auf integrative und desintegrative Wirkungen hin analysiert. Zumal neben der Auswertung einschlägiger Literatur insbesondere der Untersuchung landkreis- und ortsspezifischer Faktoren eine erhebliche Bedeutung zukommt, wurden der empirischen Daten- und Sachverhaltserhebung auch Methoden der qualitativen Sozialforschung zugrunde gelegt. Zu nennen sind hier zum einen zwei im Januar und März 2000 durchgeführte schriftliche Befragungen bei allen 311 Ratsmitgliedern der landkreisangehörigen Städte und (Samt-)Gemeinden sowie den 51 Mitgliedern des Kreistages, zum anderen vier im Mai/Juni durchgeführte Experteninterviews mit regionalen Akteuren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Raumstrukturelle Situation 3
2.1 Lage im Raum 3
2.2 Naturräumliche Ausstattung und Landnutzung 3
2.3 Wirtschaft und Verkehr im Überblick 5
2.4 Kommunale Gliederung und zentralörtliches System 7
3. Die Region als Planungs- und Handlungsebene 10
3.1 Formen der Regionalen Kooperation 10
3.2 Kooperation im Rahmen der Metropolregion Hamburg 13
3.3 Der Kommunalverband Großraum Hannover 18
3.4 Die Region Hannover 21
3.5 Kooperation im erweiterten Großraum Hannover 22
3.5.1 Das bundesweite Modellvorhaben „Städtenetze“ 23
3.5.2 Das EXPO-Städtenetz 26
3.6 Das Untersuchungsgebiet im Spannungsfeld der Regionalisierungstendenzen 27
4. Die verwaltungsgeschichtliche Entwicklung des Landkreises Soltau-Fallingbostel und Schritte seiner Integration in die regionale Zusammenarbeit in den Großräumen Hamburg und Hannover 31
4.1 Die Territorialentwicklung im Gebiet des Landkreises Soltau-Fallingbostel 31
4.2 Der Großkreis Fallingbostel von 1932/33 39
4.3 Die Verwaltungs- und Gebietsreform von 1974/77 40
4.4 Stationen der Einbindung des Landkreises Soltau-Fallingbostel in die regionale Kooperation im Großraum Hamburg 48
4.5 Stationen der Einbindung des Landkreises Soltau-Fallingbostel in die regionale Kooperation im Raum Hannover 55
4.6 Motivation zur Untersuchung der Verflechtungsindikatoren 57
5. Die Verflechtungsbeziehungen des Landkreisgebietes und die Perspektive der Gemeinden im Spannungsfeld zwischen den Großräumen 58
5.1 Methoden & Merkmale empirischer Sozialforschung und ihr Einsatz in dieser Untersuchung 59
5.2 Die schriftliche Befragung der Ratsmitglieder 62
5.3 Die Untersuchung der Pendlerverflechtungen 64
5.4 Die kreisangehörigen Gemeinden als Untersuchungsgebiet 70
5.4.1 Stadt Schneverdingen (Altkreis Soltau) 70
5.4.2 Gemeinde Bispingen (Altkreis Soltau) 74
5.4.3 Gemeinde Neuenkirchen (Altkreis Soltau) 78
5.4.4 Stadt Soltau (Altkreis Soltau) 82
5.4.5 Stadt Munster (Altkreis Soltau) 86
5.4.6 Gemeinde Wietzendorf (Altkreis Soltau) 90
5.4.7 Gemeinde Bomlitz (Altkreis Fallingbostel) 94
5.4.8 Stadt Fallingbostel (Altkreis Fallingbostel) 98
5.4.9 Stadt Walsrode (Altkreis Fallingbostel) 102
5.4.10 Samtgemeinde Rethem (Altkreis Fallingbostel) 106
5.4.11 Samtgemeinde Ahlden (Altkreis Fallingbostel) 110
5.4.12 Samtgemeinde Schwarmstedt (Altkreis Fallingbostel) 114
5.4.13 Gemeindefreier Bezirk Osterheide (Altkreis Fallingbostel) 118
5.5 Vergleich der Ergebnisse aus der Befragung der Ratsmitglieder sowie der Analyse der Pendlerbewegungen auf Basis der beiden Altkreise Soltau und Fallingbostel 119
5.6 Weitere Verflechtungsindikatoren 130
6. Die überörtliche Ebene: Altkreisdenken, regionale oder großräumige Perspektive? 144
6.1 Der Aufbau der Kreisverwaltung 144
6.2 Institutionen, Organisationen und ihre Zuständigkeitsbereiche 146
6.2.1 Polizei, Feuerwehr und Rettungswesen 146
6.2.2 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) 147
6.2.3 Gesundheitswesen 150
6.2.4 Energieversorgung 150
6.2.5 Banken 150
6.2.6 Lokalpresse 151
6.2.7 Industrie und Handel, Arbeitsämter, Finanzamt 153
6.2.8 Handwerk 153
6.2.9 Landwirtschaft 154
6.2.10 Lokalsport 155
6.2.11 Post und Telekommunikation 155
6.2.12 Wahlkreiseinteilung 157
6.2.13 Zusammenfassung 157
6.3 Entwicklungsstrategien innerhalb des Landkreises Soltau-Fallingbostel 159
6.3.1 Die Lage zwischen den Zentren als Ausgangspunkt für Entwicklungsansätze 159
6.3.2 Entwicklungsschwerpunkt Fremdenverkehr 161
6.3.3 Gewerbe, Logistik, Güterverkehr 162
6.3.4 Schienenverkehrsanbindung des Landkreises 163
6.3.5 Landkreisinterne Interkommunale Kooperationen 166
6.4 Die schriftliche Befragung bei den Mitgliedern des Kreistages 168
6.5 Experteninterviews mit vier regionalen Akteuren 177
6.5.1 Motivation und methodische Einordnung 177
6.5.2 Ergebnisse der Interviews 178
7. Der Landkreis Soltau-Fallingbostel in Gegenwart und Zukunft 181
7.1 Aufbereitung der Untersuchungsergebnisse als Grundlage für die Entwicklung räumlicher Szenarien 181
7.2 Die Szenariotechnik in der raumbezogenen Prognostik 187
7.3 Szenarien für die Zukunft des Landkreises Soltau-Fallingbostel: Relevante Faktoren 194
7.3.1 Identifikation und Definition des Untersuchungsgegenstandes 194
7.3.2 Einflussfaktoren des Gegenstandsbereiches 194
7.3.3 Einflussfaktoren der Umfeldbereiche 196
7.3.4 Ranking der Einflussfaktoren und Auswahl der Szenariotreiber 198
7.4 Szenario-Generierung im engeren Sinne 199
7.4.1 Extremszenario A: Bestand des Landkreises Soltau-Fallingbostel, keinerlei Änderungen im Gebietszuschnitt, Regionalplanung verbleibt in der Verantwortung des Landkreises, Entwicklungstrends bleiben unberücksichtigt 199
7.4.2 Extremszenario B: Tiefgreifende Neuorganisation der regionalen Ebene im gesamten Land Niedersachsen bei Abschaffung der bisherigen Landkreise 200
7.4.3 Trendszenario: Erhalt von Landkreisen in Niedersachsen, Betonung vornehmlich weicher Kooperationsformen, Aufgreifen der bestehenden Entwicklungstrends und der Verflechtungsbeziehungen zu den Ballungsräumen, Anpassungen im Landkreiszuschnitt; Lösungsvorschlag 204
7.5 Fazit 213
Literaturverzeichnis 215
Presseartikel 221
Korrespondenz/Telefonate als Quelle verwendeter Daten und Informationen 223
Anhang

Arbeit zitieren:
Krohn, Michael September 2000: Der Landkreis Soltau-Fallingbostel im Spannungsfeld zwischen der Metropolregion Hamburg und der Region Hannover, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Region, Soltau-Fallingbostel

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