Land-Stadt-Wanderung und urbane Lebensbedingungen von Migrantinnen in Windhoek/Katutura (Namibia)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Susanne Meyer
- Abgabedatum: Mai 1996
- Umfang: 160 Seiten
- Dateigröße: 8,4 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0506-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0506-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0506-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Meyer, Susanne Mai 1996: Land-Stadt-Wanderung und urbane Lebensbedingungen von Migrantinnen in Windhoek/Katutura (Namibia), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Land-Stadt-Wanderung, Migrantinnen, Namibia, qualifizierte Methoden, urbane Lebensbedingungen
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Diplomarbeit von Susanne Meyer
Einleitung:
Die Abwanderung der Bevölkerung von den ländlichen in die städtischen Räume ist eine in Afrika seit Jahrzehnten zu beobachtende Erscheinung, die mit einem raschen Wachstum der urbanen Zentren einhergeht. Dieser Vorgang ist unmittelbar vor und nach Erlangung der Unabhängigkeit von Staaten am stärksten ausgeprägt. Für die MigrantInnen bedeutet das Dasein in der neuen Umgebung, neben dem Zurechtfinden in den nicht vertrauten Sozialstrukturen und ökonomischen Zusammenhängen, häufig eine Existenz zwischen zwei Welten. In der Stadt wird versucht, eine Überlebensstrategie zu entwickeln, während im ländlichen Herkunftsort ein Teil der Familie zurückbleibt, so daß gespaltene Haushalte "...typische Elemente der Strategien zur Existenzsicherung und charakteristische Phänomene des Verstädterungs- und Urbanisierungsprozesses in Afrika" verkörpern. Die Konsequenzen, die sich aus der Abwanderung eines Familienmitgliedes für die zurückgelassenen Personen einerseits und für die Gemeinschaft am Zielort andererseits ergeben, sind mit einschneidenden Veränderungen auf beiden Seiten verbunden. In diesem Kontext wurde die Untersuchung der besonderen Situation von Frauen von der Forschung bisher weitgehend vernachlässigt, da allgemein davon ausgegangen wird, daß weibliche Migranten eher passiv in Verbindung mit anderen Familienmitgliedern oder aus Heiratsgründen abwandern und deshalb als Forschungsobjekte weitgehend uninteressant sind.
Bei den vorangegangenen Überlegungen muß jedoch berücksichtigt werden, daß sich unter den unterschiedlichen geschichtlichen, politischen und sozioökonomischen Gegebenheiten in den einzelnen afrikanischen Ländern verschiedenartige Prozesse und Strukturen herausbilden konnten.
Bevölkerungsrelevante Fragestellungen wurden in Namibia bis zur Gewinnung der Unabhängigkeit im März 1990 stark vernachlässigt und sind erst danach von der neuen Regierung als wichtig erkannt worden. Bis vor sechs Jahren sind Forschungen dieser Art - insbesondere in bezug auf Frauen - mit Ausnahme von Untersuchungen zum Gesundheitsbereich und lückenhafter Datensammlungen unzureichend geblieben, so daß es nicht möglich war, auf dieser Grundlage den Umfang und das Erscheinungsbild der Benachteiligung von Frauen in der namibischen Gesellschaft herauszuarbeiten. Zwar war die gesamte autochthone Bevölkerung durchweg von den Restriktionen der Kolonial- und Apartheidregierungen betroffen, doch waren diese für Frauen von besonderer Bedeutung, da sie nicht nur den negativen Aspekten der Rassendiskriminierung ausgesetzt waren, sondern zusätzlich der kulturell bedingten Unterordnung auf der Grundlage ihres Geschlechtes unterlagen. Die heutige staatliche Verfassung und die Regierung betonen die Notwendigkeit, die ungleichen Bedingungen für Frauen und Männer in allen Bereichen der Gesellschaft aufzuheben. Hiervon zeugen u. a. auch die Erarbeitung rechtlicher Maßnahmen und Programme für eine positive Diskriminierung (affirmative action), mit denen der besonderen Benachteiligung von Frauen in Namibia entgegengewirkt werden soll.
Derzeit besteht ein großer Forschungs- und Informationsbedarf in allen gesellschaftlichen Bereichen, in denen die unterschiedlichen Bedingungen von Frauen und Männern zum Tragen kommen. Hierzu gehört auch das seit der Unabhängigkeit besonders in Erscheinung tretende Problem der Abwanderung von Menschen aus den ländlichen Räumen in die verstädterten Zentren des Landes, und die fortschreitende Verarmung eines Großteils der Bevölkerung. Bisher wurden in Namibia keine ausreichenden Studien durchgeführt, die sich ausschließlich mit dem Phänomen der Land-Stadt-Wanderung auseinandersetzen, obwohl das Thema vereinzelt in verschiedenen Studien angesprochen wurde. Da die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine dauerhafte Entwicklungsplanung bisher noch im Aufbau begriffen ist, sind Untersuchungen erforderlich, mit deren Hilfe die Gründe, die zu interner Migration führen, sowie die Konsequenzen, die sich für die Betroffenen am Quell- und am Zielort aus einer Wanderung ergeben, verdeutlicht werden können.
Nach Absprache mit Mitarbeiterinnen von Regierungsorganen, die sich einerseits mit der Lage der Frauen in Namibia, andererseits mit der Bevölkerungsplanung befassen, kristallisierte sich ein erhebliches Interesse an den Wanderungs- und Lebenszusammenhängen namibischer Migrantinnen heraus. Aus diesem Grunde wurde für diese Diplomarbeit die Land-Stadt-Wanderung von Migrantinnen und deren Lebensbedingungen im städtischen Umfeld zum Gegenstand gewählt, wobei die Aufmerksamkeit des weiteren den Beziehungsgefügen zwischen dem Herkunfts- und Zielort gelten soll. Da bisher kaum grundlegende Informationen über den Themenkomplex vorhanden sind, hat die von mir durchgeführte Untersuchung einen weitgehend explorativen Charakter, mit deren Hilfe bestehende Strukturen und Zusammenhänge aufgezeigt werden sollen. Die derart ermittelten Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Beziehungsgefüge zwischen den ländlichen und städtischen Räumen mit den Veränderungen, die sich aus Migrationen ergeben, weiter zu erhellen und können daher als Grundlage für eventuell nachfolgende, quantitative, Untersuchungen dienen.
Der Stadtteil Katutura der Hauptstadt Windhoek, ehemals ausschließlich ein Wohnort für Menschen mit schwarzer Hautfarbe, wurde als Untersuchungsraum gewählt, da hier die Zuwanderungsrate insbesondere seit 1990 stark angestiegen ist, obwohl schon seit den sechziger Jahren Zuzüge aus den ländlichen Regionen Namibias nach dort erfolgten. Katutura ist von den Land-Stadt-Wanderungen in besonderem Maße betroffen, da die Zuzüge nach Windhoek in den überwiegenden Fällen hier erfolgen und es keine Anzeichen für eine zukünftige Änderung dieses Prozesses gibt.
Aus den oben genannten Zielsetzungen der vorliegenden Arbeit ergeben sich die im folgenden genannten Fragestellungen, die in erster Linie unter dem Aspekt frauenspezifischer Erfahrungen betrachtet werden sollen:
1. Welche Lebensbedingungen oder Faktoren im ländlichen Raum fördern die Bereitschaft, den Herkunftsort zu verlassen, um danach in der Stadt zu leben?
2. Welche Faktoren sind für den Entscheidungsprozeß im Hinblick auf eine Abwanderung ausschlaggebend? Woher stammen die Informationen über Katutura und welche Vorstellungen vom städtischen Leben werden geweckt?
3. Welche Faktoren oder Anreize begünstigen eine Entscheidung für die Wahl des Ortes Windhoek/Katutura?
4. Wie sieht die Situation von Frauen nach erfolgter Wanderung in sozialer und ökonomischer Hinsicht aus?
5. Welche Kontakte zur Herkunftsfamilie werden von den Migrantinnen gepflegt? Welche Bedeutung ergibt sich daraus für alle Beteiligten?
6. Decken sich die Erwartungen und Wünsche in bezug auf das Leben in der Stadt mit den Erfahrungen, die sie nach ihrer Ankunft dort machen? Wie beurteilen die Frauen ihre Situation heute?
7. Welche Problembereiche werden von den Migrantinnen identifiziert? Wie werden diese von ihnen eingeschätzt?
8. Welche Problembereiche in bezug auf in Katutura lebende Frauen werden von Personen festgestellt, die durch ihre Arbeit regelmäßigen Umgang mit ihnen haben? Wie beurteilen diese die Lage und die Zukunftsperspektiven von Migrantinnen?
Gemäß der Fragenkonzeption wurde die vorliegende Arbeit in vier Hauptbereiche untergliedert:
Zunächst soll innerhalb des theoretischen Rahmens der Stand der frauenbezogenen Forschung im Zusammenhang mit Land-Stadt-Migration und der diesbezügliche Forschungsstand in Namibia behandelt werden.
Anschließend werden die historischen Entwicklungen, die zu der in Namibia bestehenden Situation der Bevölkerung geführt haben, dargelegt, um auf diese Weise ein besseres Verständnis der weiteren Ausführungen zu gewährleisten. Danach soll auf die neueren Entwicklungen der Bevölkerungsmobilität, auf die Urbanisierung und die sozioökonomischen Lebensbedingungen der Menschen in den ruralen und urbanen Räumen innerhalb Namibias eingegangen werden.
Den dritten Teil der Arbeit bilden die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung sowie deren Diskussion, die durch die Darstellung des Untersuchungsraumes und der relevanten Forschungsmethoden eingeleitet werden.
Den Abschluß bildet die Evaluierung der Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf weiterführende Studien. Die Arbeit schließt mit den zusammengefaßten Ergebnissen der empirischen Untersuchung.
Zusammenfassung:
In Namibia sind seit Erlangung der Unabhängigkeit vermehrt Abwanderungen aus den ländlichen Regionen in die verstädterten Räume zu verzeichnen. Von seiten der der namibischen Bevölkerungsplanung besteht ein Forschungsbedarf im Hinblick auf die Gründe, die zu interner Migration führen und die Konsequenzen, die sich daraus für die Menschen am Quell- und Zielort ergeben, festgestellt. In diesem Zusammenhang fehlen grundlegende Informationen über Frauen.
Für die explorative Untersuchung der Land-Stadt-Wanderungen und der urbanen Lebensbedingungen von Migrantinnen wurde der Stadtteil Katutura der Hauptstadt Windhoek bestimmt. Es wurden 53 Migrantinnen mit Hilfe des theoretical sampling ausgewählt und innerhalb fokussierter Interviews befragt. Weitere Informationen wurden mittels ExpertInnengesprächen mit Vertreterinnen von Gemeinschaftseinrichtungen gewonnen.
Die Untersuchungsgruppe setzt sich aus Frauen im Alter von 19 bis 59 Jahren zusammen. Der Anteil der Ledigen übertrifft die Zahl der Verheirateten, Geschiedenen und Verwitweten. Durchschnittlich haben die Frauen weniger als drei Kinder. Ihre Schulausbildung reicht von keiner besuchten Klasse bis zur Erlangung des höchsten Schulabschlusses. Eine vorzeitige Beendigung der Ausbildung steht oft mit den knappen finanziellen Mitteln der Herkunftsfamilien, Rollenerwartungen oder einer Schwangerschaft in Zusammenhang.
Der größte Teil der Migrantinnen stammt aus der Ovamboregion, ferner aus den Distrikten Omaheke, Erongo, Otjozondjupa und Karas. Die Herkunftsfamilien leben hauptsächlich von der Subsistenzwirtschaft, Geldüberweisungen und Erlösen aus dem informellen Sektor. Die Arbeit der Migrantinnen konzentrierte sich hauptsächlich auf haus- und landwirtschaftliche Tätigkeiten, teilweise übten sie zusätzlich eine Arbeit im informellen, selten im formellen Sektor aus.
Die Zuwanderung der Untersuchungsgruppe nach Katutura erfolgte zwischen 1960 und 1995, überwiegend jedoch nach 1989. Das Alter der Befragten beim Verlassen ihrer Herkunftsregion liegt zwischen sechs und 39 Jahren; meistens aber zwischen dem 19. und 26. Lebensjahr. Die Entscheidung für eine Abwanderung wird überwiegend den mangelnden Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, fehlenden Perspektiven und unzureichenden subsistenzwirtschaftlichen Grundlagen am Abwanderungsort begründet. Zu den frauenspezifischen Migrationszusammenhängen gehören: Die subsistenzwirtschaftliche Arbeitsbelastung in der Herkunftsregion, der Abbruch der Schulausbildung wegen einer Schwangerschaft, die finanzielle Versorgung der Kinder, die aufgrund erbschaftsrechtlicher Gewohnheiten verursachte Vertreibung von Witwen und Geschiedenen sowie die Bedrohung durch Soldaten während des Befreiungskrieges. Für die Migrantinnen verbanden ist eine Abwanderung mit der Hoffnung verbunden, ihre Lebensbedingungen durch die Aufnahme einer einkommenschaffenden Tätigkeit oder den Besuch eines Weiterbildungskurses zu verbessern sowie eine Aufwertung ihres familiären und gesellschaftlichen Status zu erlangen.
Die Auswahl des Zielortes wurde meistens durch die Schilderung des städtischen Lebens durch Besucher und die Medien beeinflußt; ferner durch eigene Anschauung bei vorherigen Besuchen.
Nach ihrer Ankunft in Katutura wurden die Migrantinnen vorwiegend im Haushalt ihrer Verwandten, seltener ihrer Freunde, aufgenommen. Weniger als ein Drittel der Befragten verfügt über eine Arbeitsstelle im formellen Sektor, während der überwiegende Teil im informellen Sektor beschäftigt ist oder einer Ausbildung nachgeht. Zur Sicherung der finanziellen Ressourcen werden häufig verschiedene Tätigkeiten kombiniert. Die Aufnahme einer Beschäftigung im formellen Sektor wird nahezu von allen Migrantinnen angestrebt, so daß die Betreibung eines informellen Kleinhandels überwiegend als vorübergehende Einkommensquelle gesehen wird.
Das Hauptproblem der Migrantinnen ist die stete Notwendigkeit, Geldmittel zu erwirtschaften, um die Lebenshaltungskosten im städtischen Umfeld zu decken und die Versorgung der Familienangehörigen im ländlichen und städtischen Raum zu gewährleisten.
Die Migrantinnen erhalten in seltenen Fällen Geldmittel von ihren ländlichen Familienangehörigen; rund die Hälfte der Frauen läßt jedoch ihre Kinder bei ihnen zurück. Häufig erhalten die Befragten von ihren städtischen Verwandten finanzielle Hilfen, oder sie werden in deren Haushalt aufgenommen. Umgekehrt schicken die meisten Frauen Geldbeträge und Konsumgüter an ihre Familie auf dem Land, außerdem werden die städtischen Angehörigen teilweise von ihnen mitversorgt. Die Migrantinnen pflegen regelmäßige Kontakte zu den auf dem Land zurückgelassenen Familienmitgliedern.
Die Bewertung der Abwanderung nach Katutura fällt von den meisten Migrantinnen positiv aus, da sie die hier vorhandenen Einkommens- und Bildungsangebote, die materielle Infrastrukturausstattung und die Begegnung mit neuen Situationen schätzen. Eine negative Beurteilung erfolgt von Befragten deshalb, da sie die Höhe der Lebenshaltungskosten, die Unüberschaubarkeit des städtischen Umfeldes, die hohe Kriminalitätsrate und das gespaltene Leben zwischen dem städtischen und ländlichen Raum als belastend empfinden. Andere Befragte sind in ihrer Bewertung unentschlossen, da sie keine Verbesserung ihrer ökonomischen Lebensbedingungen verzeichnen können. Etwa zwei Drittel der Migrantinnen würden in ihre ländliche Herkunftsregion zurückgehen, wenn sich ihnen dort ein gleich gutes Angebot an Verdienstmöglichkeiten und infrastrukturellen Einrichtungen wie in Windhoek böte. Die meisten Befragten sind der Ansicht, seit der Unabhängigkeit Namibias seien die Bildungs- und Verdienstmöglichkeiten dank der neuen Regierung verbessert worden. Des weiteren seien die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und das Ende des Befreiungskrieges positiv zu werten. Eine Minderheit ist der Ansicht, in den letzten sechs Jahren hätten sich die ökonomischen Lebensbedingungen verschlechtert.
Den Gemeinschaftsorganisationen innerhalb Katuturas kommt die Funktion der Vermittlung demokratischer Prinzipien zu. Durch ihre Angebote in den Bereichen Einkommensschaffung, Bildung, Arbeitsrecht, Wohnen und Gesundheit versuchen sie, ihrer Klientel Fertigkeiten und den eigenverantwortlichen Umgang mit neuen Situationen zu vermitteln. Die Informationen der befragten VertreterInnen von Organisationen bezüglich der Situation von Migrantinnen in Katutura weichen nicht von den Ergebnissen der Individualinterviews ab.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Frauen- und Wanderungsforschung | 9 |
| 2.1 | Zur Relevanz der frauenbezogenen Forschung | 9 |
| 2.2 | Zum Forschungsstand der Land-Stadt-Wanderung | 10 |
| 2.2.1 | Überblick über die frauenbezogene Wanderungsforschung | 11 |
| 2.2.2 | Der Forschungsstand innerhalb Namibias | 13 |
| 3. | Bevölkerungsmobilität und Verstädterung in Namibia | 17 |
| 3.1 | Hintergründe: Die politischen und wirtschaftlichen Determinanten | 17 |
| 3.1.1 | Das historische Erbe: Die Entstehung von Strukturen | 17 |
| 3.1.1.1 | Die vorkoloniale Zeit | 17 |
| 3.1.1.2 | Die deutsche Kolonialherrschaft | 19 |
| 3.1.1.3 | Die südafrikanische Fremdherrschaft bis zum Ende der siebziger Jahre | 21 |
| 3.1.1.4 | Die Zeit seit Ende der siebziger Jahre bis heute | 25 |
| 3.1.2 | Die Auswirkungen von Zwangs- und Wanderarbeit auf das Leben von Frauen | 26 |
| 3.1.3 | Die sozioökonomischen Folgen des Befreiungskrieges | 28 |
| 3.2 | Das Erscheinungsbild heutiger Strukturen | 30 |
| 3.2.1 | Binnenwanderungen | 30 |
| 3.2.2 | Internationale Wanderungen | 34 |
| 3.2.3 | Verstädterung | 34 |
| 4. | Die sozioökonomischen Bedingungen in den ländlichen und städtischen Räumen Namibias | 39 |
| 4.1 | Die Ungleichverteilung der Wirtschaftsfaktoren | 39 |
| 4.1.1 | Wirtschaftliche Rahmenbedingungen | 39 |
| 4.1.2 | Einkommensverteilung der Bevölkerung | 40 |
| 4.1.3 | Bedingungen des Arbeitsmarktes | 43 |
| 4.2 | Die ungleiche Partizipation an sozialen Infrastruktureinrichtungen | 45 |
| 4.2.1 | Der Bildungsbereich | 45 |
| 4.2.2 | Gesundheit und Wasserversorgung | 48 |
| 4.3 | Die ungleiche Verteilung des Landbesitzes | 48 |
| 5. | Darstellung und Analyse der empirischen Untersuchung | 51 |
| 5.1 | Der Untersuchungsraum Windhoek/Katutura | 51 |
| 5.1.1 | Auswahl und Abgrenzung des Untersuchungsraumes | 51 |
| 5.1.2 | Die Entwicklung der Hauptstadt Windhoek | 52 |
| 5.1.3 | Die Segregationspolitik und die Entstehung von Katutura | 53 |
| 5.1.4 | Sozioökonomisches Profil der Bevölkerung Katuturas | 58 |
| 5.2 | Methodische Konzeption der Untersuchung | 60 |
| 5.2.1 | Erhebungsmethodik und Auswahl der Erhebungsinstrumente | 60 |
| 5.2.2 | Auswahl der Stichprobe | 61 |
| 5.2.3 | Die Durchführung der Interviews | 62 |
| 5.2.3.1 | Interviews mit Migrantinnen | 62 |
| 5.2.3.2 | ExpertInnengespräche | 64 |
| VORBEMERKUNG | 66 | |
| 5.3 | Soziale und demographische Merkmale der Migrantinnen | 67 |
| 5.3.1 | Alter, Familienstand und Kinderzahl | 67 |
| 5.3.2 | Schulbildung und Gründe für die Beendigung der Ausbildung | 69 |
| 5.3.2.1 | Art der Schulbildung | 69 |
| 5.3.2.2 | Gründe für die Beendigung der Schulausbildung | 72 |
| 5.3.3 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 73 |
| 5.4 | Situation in den Herkunftsregionen | 74 |
| 5.4.1 | Herkunftsregionen und ethnische Zugehörigkeit der Migrantinnen | 74 |
| 5.4.2 | Zusammensetzung der Haushalte | 76 |
| 5.4.3 | Wirtschaftliche Grundlagen der Haushalte | 78 |
| 5.4.4 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 80 |
| 5.5. | Migrationsprozeß | 81 |
| 5.5.1 | Migrationsjahr und -alter | 81 |
| 5.5.2 | Abwanderungsbegünstigende Lebensbedingungen am Herkunftsort | 82 |
| 5.5.3 | Entscheidungsfindung für eine Abwanderung | 84 |
| 5.5.4 | Auswahl des Zielortes | 85 |
| 5.5.5 | Gewählter Zeitpunkt der Abwanderung | 86 |
| 5.5.6 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 91 |
| 5.6. | Situation nach der Migration | 92 |
| 5.6.1 | Wohnbedingungen und Haushaltsstrukturen | 92 |
| 5.6.2 | Beschäftigung und Versorgungssituation | 95 |
| 5.6.2.1 | Beschäftigung im formellen und informellen Sektor | 95 |
| 5.6.2.2 | Weitere Einkommensquellen | 97 |
| 5.6.3 | Soziales Umfeld und Aktivitäten | 99 |
| 5.6.4 | Alltägliche Beeinträchtigung der Lebensbedingungen | 100 |
| 5.6.5 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 103 |
| 5.7 | Kontakte zwischen Herkunfts- und Zielort | 105 |
| 5.7.1 | Finanzielle und materielle Unterstützungen | 105 |
| 5.7.2 | Art und Häufigkeit der Kontakte | 107 |
| 5.7.3 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 109 |
| 5.8 | Bewertungen durch die Migrantinnen | 110 |
| 5.8.1 | Beurteilung der Abwanderungsentscheidung | 110 |
| 5.8.2 | Rückkehrneigung | 112 |
| 5.8.3 | Zukunftspläne und deren Realisierungsmöglichkeiten | 114 |
| 5.8.4 | Veränderung der Lebensverhältnisse seit der Unabhängigkeit Namibias | 117 |
| 5.8.5 | Zusammenfassung der typischen Strukturen | 118 |
| 5.9 | Die Ergebnisse der ExpertInnengespräche | 120 |
| 5.9.1 | Darstellung der öffentlichen Einrichtungen | 121 |
| 5.9.1.1 | Zielsetzung und Schwerpunktbereiche | 121 |
| 5.9.1.2 | Finanzielle und organisatorische Gegebenheiten | 121 |
| 5.9.1.3 | Die Zielgruppen und KursteilnehmerInnen | 123 |
| 5.9.2 | Angebote der öffentlichen Einrichtungen | 123 |
| 5.9.2.1 | Verbesserung der Einkommenssituation | 123 |
| 5.9.2.2 | Betriebliche Arbeitsbedingungen | 124 |
| 5.9.2.3 | Wohnen und Hausbau | 125 |
| 5.9.2.4 | Sprachkurse | 125 |
| 5.9.2.5 | Übrige Maßnahmen | 126 |
| 5.9.2.6 | Schwierigkeiten bei der Durchführung der Angebote | 126 |
| 5.9.2.7 | Der Erfolg der Kursbesuche: Einschätzung der ExpertInnen | 127 |
| 5.9.3 | Die Lebenssituation von Frauen in Katutura: Beurteilung durch die ExpertInnen | 128 |
| 5.9.3.1 | Die Situation der Migrantinnen | 128 |
| 5.9.3.2 | Problembereiche, die alle Bewohnerinnen Katuturas betreffen | 130 |
| 5.9.4 | Das Problem der Land-Stadt-Wanderung aus stadtplanerischer Sicht | 132 |
| 6. | Ausblick | 134 |
| 7. | Zusammenfassung | 136 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 140 |
| 9. | Abkürzungsverzeichnis | 149 |
| Anhang | 150 | |
| Danksagung | 151 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832405069
Arbeit zitieren:
Meyer, Susanne Mai 1996: Land-Stadt-Wanderung und urbane Lebensbedingungen von Migrantinnen in Windhoek/Katutura (Namibia), Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Land-Stadt-Wanderung, Migrantinnen, Namibia, qualifizierte Methoden, urbane Lebensbedingungen



