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Lahntalprojekt 2000

Planung einer Untersuchung zum Rad- und Boottourismus im Lahntal

Lahntalprojekt 2000
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Volkwein
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 7,1 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 34
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1582-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Volkwein, Michael Februar 2002: Lahntalprojekt 2000, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Geographie, Tourismus, Bootstourismus, Radtourismus, Lahntal

Diplomarbeit von Michael Volkwein

Einleitung:

Der Tourismus im Lahntal hat in den vergangenen Jahren einen stetigen Bedeutungszuwachs erfahren. Ausgelöst durch eine steigende Nachfrage infolge des sich verändernden Freizeit- und Urlaubsverhaltens der Mitteleuropäer und ein wachsendes Angebot an touristischer Infrastruktur werden hier seit einigen Jahren überdurchschnittlich steigende Gästezahlen gemessen.

Das dies nicht im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sein kann, erscheint noch offensichtlich und wurde auch von den Tourismusverantwortlichen erkannt. Welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Lahntal-Tourismus nun aber tatsächlich zukunftsfähig sind und dem Leitbild der Tourismusverantwortlichen entsprechen, muß dagegen noch geklärt werden.

Im folgenden soll die wissenschaftliche Forschungsfrage dieser Diplomarbeit herausgestellt werden, wobei diese unterhalb der Problemstellung "Zukunft des Lahntal-Tourismus" angesiedelt ist, denn die vorliegende Arbeit liefert lediglich Lösungen für einen Teil des Gesamtrahmens. Vorab sind also einerseits der Gesamtrahmen und andererseits die Ziele der Diplomarbeit klar zu trennen.

Gründe für das Lahntalprojekt 2000:

Parallel zur steigenden Bedeutung des Tourismus im Lahntal kam es zu zwei weiteren Entwicklungen: Mit der zunehmenden Nutzung der bestehenden touristischen Infrastruktur und durch die Entstehung neuer Nutzungsarten entstanden zunehmend Interessenkonflikte. Gleichzeitig kam es zu einer weiteren Professionalisierung der Tourismusstrukturen der Gebietskörperschaften, die ein konsequentes Marketing und den Ausbau der Infrastrukturen verfolgten.

Mit der Absicht, am mitteleuropäischen Markt effizienter agieren zu können, gründete sich 1994 die Lahntal-Kooperation, ein Zusammenschluß der fünf Touristikverbände und zwölf größeren Städte im Lahntal. Die zunehmenden Interessenkonflikte (siehe oben) und der Bedarf an genauen touristischen Daten für ein verbessertes Marketing (Research) ließ die Lahntal-Kooperation die Entscheidung fällen, eine Untersuchung des Lahntal- Tourismus in Auftrag zu geben, das „Lahntalprojekt 2000“. Um die gewünschten Ziele erreichen zu können, erschien es notwendig, eine weitreichende Planung dieser Untersuchung sicherzustellen; daher wurde der Verfasser beauftragt, vor dem eigentlichen Beginn des Projektes ein umfassendes Konzept zu entwickeln, das eine detaillierte Planung des Projektes enthält.

Die Lahntal-Kooperation, im folgenden auch Auftraggeberin genannt, möchte die Möglichkeiten, die das an der Justus-Liebig-Universität in Gießen beheimatete Geographische Institut bietet, nutzen. Geplant ist die Durchführung des "Lahntalprojekts 2000" im Rahmen eines studienplanmäßigen Projekts für eine noch zu bestimmende Anzahl von Studenten, die die anfallenden Erhebungen durchführen können.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 5
1. Einleitung 6
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 6
1.1.1 Gründe für das Lahntalprojekt 2000 6
1.1.1.1 Ausgangssituation 7
1.1.1.2 Ziel der Lahntal-Kooperation 8
1.1.1.3 Gewinnung wissenschaftlich fundierter Daten 9
1.1.1.4 Lösungsansätze für Nutzungskonflikte 10
1.1.1.5 Weiterentwicklung des Tourismus (Infrastruktur und Marketing) 10
1.1.1.6 Zusammenfassung 10
1.1.2 Ziel der Diplomarbeit 11
1.2 Methodische Vorbemerkungen 17
1.2.1 Vorgehensweise 17
1.2.1.1 Untersuchungsgegenstand und Untersuchungsgebiet 17
1.2.1.2 Projektplanung 17
1.2.1.3 Projektdurchführung 18
1.2.2 Begriffsbestimmungen 18
1.2.2.1 Tourismus 18
1.2.2.2 Radwandern 18
1.2.2.3 Bootwandern 19
2. Das Lahntal im touristischen Kontext 20
2.1 Allgemeine Situationsanalyse des Lahntals 20
2.1.1 Geographie des Lahntals 20
2.1.1.1 Natürliches Angebot 20
2.1.1.2 Kulturlandschaft 22
2.1.1.3 Die Städte und Gemeinden 22
2.1.2 Nutzungsanalyse des Lahntals 23
2.1.2.1 Nutzergruppen 23
2.1.2.2 Naturschutz 23
2.2 Tourismus 24
2.2.1 Tourismus in Deutschland 24
2.2.1.1 Überblick 24
2.2.1.2 Tourismusarten 24
2.2.1.3 Trend: Natur und Sport 24
2.2.1.4 Herkunft der Touristen 24
2.2.1.5 Zielregionen 25
2.2.2 Das Lahntal als touristische Destination 25
2.2.2.1 Bisherige Entwicklung der Nachfrage 25
2.2.2.2 Leitbild 25
2.2.2.3 Tourismusarten 26
3. Projektplanung 27
3.1 Projektinhalt 27
3.1.1 Festlegung der zu untersuchenden Variablen 27
3.1.1.1 Interessen der Lahntal-Akteure 27
3.1.1.2 Festlegungsprozeß 28
3.1.1.3 Grundsätzliche Festlegungen 28
3.1.1.4 Ausgangsbasis 29
3.1.1.5 Verfahrensbeteiligung 29
3.1.1.6 Arbeitskreis Lahn 30
3.1.1.7 §29-Verbände 30
3.1.1.8 BKT 30
3.1.1.9 Endgültiger Variablenkatalog 31
3.1.1.10 Variablen bezüglich des Aufkommens 32
3.1.1.11 Rahmenfestlegungen 34
3.1.1.12 Zusammenfassung 34
3.1.2 Ermittlung der geeigneten Methoden 34
3.1.2.1 Datenerhebung 35
3.1.2.2 Erfassungsdauer 35
3.1.2.3 Zählung 36
3.1.2.4 Befragung 38
3.1.2.5 Fragebogen 40
3.2 Stichprobengrößen 44
3.2.1 Erhebungszeiten 44
3.2.1.1 Definition 44
3.2.1.2 Klassifizierung 44
3.2.1.3 Saisonverlauf 44
3.2.1.4 Auswahl 45
3.2.2 Erhebungsorte 47
Erhebungsorte für Radwanderer
R1 Wallau 51
R2 Roth 53
R3 Dutenhofen 55
R4 Lahnbahnhof 57
R5 Fürfurt 59
Erhebungsorte für Bootwanderer
B1 Argenstein 61
B2 Atzbach 63
B3 Oberbiel 65
B4 Löhnberg 67
B5 Villmar 69
3.3 Projektmarketing 71
3.3.1 Innenmarketing 71
3.3.1.1 Personalaquisition 71
3.3.1.2 Personalmotivation 71
3.3.2 Außenmarketing 72
3.3.2.1 Öffentlichkeitsarbeit 72
3.3.2.2 Pressearbeit 72
4. Die Weiterentwicklung des Tourismus im Lahntal 73
4.1 Lahntalprojekt 2000 - ein Baustein im Gesamtkonzept 73
4.1.1 Zielsetzungen 73
4.1.1.1 Gewinnung von Basisinformationen 73
4.1.1.2 Speziellere Themenkreise 74
4.1.1.3 Ökologisch relevante Fragestellungen 74
4.1.2 Das Projekt zwischen Anspruch und Wirklichkeit 75
4.1.2.1 Ursprüngliche Intention 75
4.1.2.2 Umsetzungsschwierigkeiten 76
4.1.2.3 Nicht erreichbare Ziele 77
4.2 Ausblick 77
4.2.1 Tourismus im Lahntal 78
4.2.1.1 Ökonomische Bedeutung 78
4.2.1.2 Nutzungskonflikte und Ökologie 79
4.2.2 Rahmenentwicklungen und –bedingungen 79
4.2.2.1 Touristische Trends 79
4.2.2.2 Tourismusstrukturen 80
4.2.2.3 Neue Konfliktfelder 81
5. Anhang 82
Nachbetrachtung 87

Textprobe:

Kapitel 3.2.2, Erhebungsorte:

Die Auswahl der Erhebungsorte hat wesentliche Bedeutung vor allem für die Repräsentativität und somit Akzeptanz der Studie. Gleichzeitig stellt sie jedoch einen Kompromiß dar gegenüber Ressourcenknappheit und Organisationsaufwand dar, die eine möglichst geringe Anzahl verlangen.

Definition:

Die Erhebungsorte sind die punktartigen, präzise festgelegten und ausschließlichen Stellen, an denen gezählt und befragt wird.

Anforderungen:

Nachdem festgelegt wurde, daß sowohl die Zählungen wie auch die Befragungen gleichzeitig durchzuführen sind, müssen nun Punkte auf dem Lahnradweg beziehungsweise an der Lahn gefunden werden, die dies ermöglichen. Die Erhebungsorte sollen ferner folgenden Aspekten genügen:

-Repräsentativität:

Aus den an den Erhebungsorten gewonnenen Daten soll gerade bei den Zählungen auf die Grundgesamtheit geschlossen werden können. Dies soll erreicht werden, indem die einzelnen Punkte möglichst zwischen den angenommenen, am häufigsten genutzten Etappen der Rad- und Bootwanderer liegen.

Als Hauptetappenziele werden bei Radwanderern Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg und Limburg angenommen. Da der Anteil der Pauschalreisenden an den Bootwanderern sehr hoch eingeschätzt wird46, kann man sich bei der Auswahl nach den wichtigsten Start- oder Endpunkten für solche Reisen richten47: Weimar-Roth, Lahnau-Dorlar, Solms-Schohleck, Weinbach-Fürfurt und Runkel.

-Erhebungsvereinfachung:

Die gewählten Orte sollten die quantitative Erfassung erleichtern, also zum Beispiel an nur in geringem Tempo nutzbaren Streckenabschnitten liegen. Betreffend die Lahn können dies vorzugsweise Schleusen sein; bei Rad- und Bootwanderern sind auch Rastplätze geeignet (Geschwindigkeitsminderung).

-Personalunterstützung:

Eine möglichst gute Ver- und Entsorgungssituation (Einkaufs- oder Speisemöglichkeit, Toiletten) für das Erhebungspersonal erleichtert diesem die immerhin achtstündige Arbeit und kann die Motivation positiv beeinflussen (Attraktivität).

Ausschlusskriterien:

Eine unbedingte Notwendigkeit stellt die Anbindung des Erhebungsortes an den ÖPNV dar. Da sich das Personal aus Studenten zusammensetzen wird und diese den ÖPNV im Untersuchungsgebiet kostenlos nutzen können sowie auf damit zurückgelegten Wegen aufgrund des Veranstaltungscharakters des Projektes unfallversichert sind, müssen die gewählten Erhebungsorte über eine zumutbare49 Bus- oder Bahnanbindung verfügen, wobei einer Bahnanbindung der Vorzug gegeben wird.

Die Erhebung bei Bootwanderern ist wegen der Regelungen des LSG Auenverbund Lahn-Dill-Ohm nur an Ein- und Ausstiegsstellen sowie Rastplätzen möglich, da nur hier eine legale Haltemöglichkeit besteht. Zusätzlich kommen jedoch die Schleusen hinzu, deren Nutzung ebenfalls statthaft ist.

Auswahl:

Die theoretisch unendliche Menge an möglichen Erhebungsorten wird zwecks Verfahrensvereinfachung im Vorfeld auf die Schnittpunkte des Lahnradwegs oder der Lahn mit Ortslagen beschränkt. Des weiteren wurden während einer Befahrung51 geeignete Stellen in den Ortslagen ausgemacht.

Die endgültige Auswahl unter Berücksichtigung der oben angesprochenen Punkte anhand einer Auswahlmatrix und Einbeziehung der Verfahrensbeteiligten führt zu dem folgendem Ergebnis, daß als ausreichend jeweils fünf Erhebungsorte für Rad- beziehungsweise Bootwanderer angesehen werden.

Arbeit zitieren:
Volkwein, Michael Februar 2002: Lahntalprojekt 2000, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Geographie, Tourismus, Bootstourismus, Radtourismus, Lahntal

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