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Kundenzufriedenheitsanalyse im Fußball

Eine Sportuntersuchung am Beispiel des Fußball Regionalligisten Karlsruher Sport-Club e.V.

Kundenzufriedenheitsanalyse im Fußball
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Bregler
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4618-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4618-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4618-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bregler, André Juli 2001: Kundenzufriedenheitsanalyse im Fußball, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fußball, Kundenzufriedenheit, Dienstleistung, Kundenbindung

Diplomarbeit von André Bregler

Einleitung:

Das Konzept der Kundenzufriedenheit hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis zu einem Schwerpunktthema entwickelt. Die wissenschaftlichen Publikationen, welche sich mit dem Konstrukt Kundenzufriedenheit, dessen Determinanten und Messmöglichkeiten auseinandersetzen, haben seit Ende der 70er Jahre ständig zugenommen. Allein in den USA erschienen im Zeitraum von 1975 bis 1990 mehr als 700 Veröffentlichungen zum Thema „Kundenzufriedenheit“.

In der heutigen Zeit sehen immer mehr Unternehmen die kontinuierliche Messung beziehungsweise Steigerung der Kundenzufriedenheit als zentrale Herausforderung. Durch Zufriedenheit kann eine Vertrauensbasis mit dem Kunden geschaffen werden, die zu Kundenloyalität führen kann. Ein stabiler Kundenstamm ist die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und langfristiges Wachstum. Loyale Kunden bergen die Chance auf einen dauerhaften Umsatz, die Weiterempfehlung an potentielle Kunden, und damit Umsatzsteigerungen. Daher sind heute die Anstrengungen nicht mehr auf einmalige Austauschvorgänge zwischen Unternehmen und Kunden ausgerichtet, sondern auf langfristige Geschäftsbeziehungen beziehungsweise Markentreue.

Die Bedeutung der Kundenzufriedenheit zeigt jedoch den Bedarf nach adäquaten Messinstrumenten. Bis vor wenigen Jahren wurde die Kundenzufriedenheit auf Grund kaum quantifizierbarem Erfahrungswissen von Managern analysiert. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie setzen inzwischen 85 Prozent der befragten Unternehmen Messinstrumente zur Erfassung der Kundenzufriedenheit ein und weitere fünf Prozent planen eine Kundenzufriedenheitsmessung. Durch die Einführung von Customer Care-Programmen aller Art, sowie der Implementierung von verschiedenen Formen des Kundenzufriedenheitsmanagements und den Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch Total Quality Management versuchen Unternehmen somit, dem Ziel Kundenzufriedenheit ein Stück näher zu kommen. Unternehmensleitsätze wie:

„Die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen, haben wir uns zur zentralen Aufgabe gemacht“ (Swissair), oder „Zufriedene Kunden sind unser größtes Unternehmensvermögen“ (Hertz), sollen die hohe Bedeutung, welche der Kundenzufriedenheit vielerorts beigemessen wird, exemplarisch veranschaulichen.

Auch der Karlsruher Sport-Club e.V. hat erkannt, dass langfristiger Erfolg nur durch zufriedene und loyale Kunden zu erreichen ist.

Ohne die Anhängerschaft die Wochenende für Wochenende das Wildparkstadion aufsucht und die Mannschaft des KSC unterstützt, oder den Fans die vor dem Bildschirm sitzen und sich über die vergebenen Torchancen ärgern, wäre der Verein in der Öffentlichkeit von geringem Interesse. Ein geringes öffentliches Interesse hätte zur Folge, dass kein Anreiz für ein Sponsorenengagement beim KSC gegeben wäre und sich nur geringe Einnahmen aus dem Verkauf von Fernsehübertragungsrechten erzielen ließen. Ohne diese Einnahmen wäre keine Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg gegeben und der Verein langfristig nicht überlebensfähig.

Ziel dieser Arbeit, ist daher ein zuverlässiges Feedback der Unternehmensleistungen des KSC zu erhalten. Es sollen Anregungen und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt werden, um zukünftige Handlungen so zu konzipieren und steuern, dass ein größtmöglicher Nutzen für die Anhänger des KSC erreicht wird und eine langfristige Beziehung zwischen Verein und Kunden entsteht beziehungsweise fortdauert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Vorwort des Verfassers VIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Vorgehensweise 3
2. Kundenzufriedenheit und Kundenbindung 4
2.1 Kundenzufriedenheit 4
2.1.1 Das C/D Paradigma 4
2.1.2 Verhaltenswissenschaftliche Theorien 7
2.1.3 Kundenzufriedenheit und Qualität 9
2.1.4 Auswirkungen von Unzufriedenheit 11
2.1.5 Bedeutung der Kundenzufriedenheit 16
2.2 Kundenbindung 18
2.2.1 Begriff der Kundenbindung 19
2.2.2 Wirkungskette der Kundenbindung 20
2.3 Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung 22
2.4 Exkurs: Dienstleistungsanbieter Karlsruher Sport-Club e.V. 24
3. Messung von Kundenzufriedenheit 26
3.1 Ziele von Zufriedenheitsmessungen 26
3.2 Ansatzpunkte zur Messung von Kundenzufriedenheit 27
3.2.1 Objektive Verfahren 29
3.2.2 Subjektive Verfahren 29
3.3 Das SERVQUAL-Modell 32
3.4 Beurteilung der Ansätze zur Kundenzufriedenheitsmessung 34
4. Der Fußball in Deutschland 35
4.1 Organisatorische Strukturen des professionellen Fußballs 35
4.1.1 Deutscher Fußball-Bund 35
4.1.2 UEFA 36
4.1.3 FIFA 36
4.2 Wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs 37
4.2.1 Rechtliche Aspekte des Fußballs 37
4.2.2 Wirtschaftsfaktor Fußball 37
4.2.3 Fernsehrechte 38
4.2.4 Ablösesummen - Bosman-Urteil 38
4.3 Der Karlsruher Sport-Club 39
4.3.1 Aktuelle Situation 39
4.3.2 Sympathie- und Fanpotential des KSC 40
5. Vorgehensweise einer Kundenzufriedenheitsanalyse 41
5.1 Festlegung des Untersuchungsgegenstands und der -ziele 41
5.2 Explorative Phase 43
5.3 Auswahl und Gestaltung der Untersuchungsmethode 44
5.3.1 Erhebungsart 44
5.3.2 Erhebungseinheit 47
5.3.3 Erhebungsmethode 48
5.4 Pilotphase 50
5.5 Information der Kunden 51
6. Der Fragebogen 53
6.1 Allgemeine Grundsätze 53
6.2 Arten von Fragen 53
6.3 Skalierung 55
6.4 Aufbau des Fragebogens und Fragensukzession 56
6.4.1 Allgemeine Regeln zum Aufbau eines Fragebogens 56
6.4.2 Aufbau des Fragebogens beim Karlsruher Sport-Club e.V. 57
6.5 Filter und Layout 58
7. Durchführung der Kundenzufriedenheitsanalyse 60
8. Analyse der Untersuchungsdaten 61
8.1 Auswertung mit Hilfe von SPSS 61
8.2 Vorbereitung der Datenanalyse 61
8.2.1 Codierung des Fragebogens 62
8.2.2 Eingeben der Daten 63
8.3 Datenanalyse 63
8.3.1 Univariate Verfahren 63
8.3.2 Bivariate Analyse 64
8.3.3 Multivariate Verfahren 71
9. Dateninterpretation und Verbesserungsvorschläge 76
9.1 Soziodemografische Daten 76
9.2 Stadion 77
9.2.1 Infrastruktur 77
9.2.1 Speisen- und Getränkeangebot 80
9.2.2 Unterhaltung und Kommunikation 81
9.2.3 Sicherheit und Ordnungsdienst 82
9.2.4 Stadionausstattung 83
9.2.5 Beurteilung Wildparkstadion 84
9.3 Fanarbeit 85
9.4 Verein 86
9.4.1 Dauerkarten 86
9.4.2 Mitgliedschaft 87
9.4.3 Fanartikel 88
9.4.4 Vereinslogo und Vereinsmaskottchen 89
9.5 Geschäftsstelle 90
9.5.1 Employee Training 90
9.5.2 Beschwerdemanagement 91
9.5.3 Kundenorientierte Personalführung 92
9.5.4 Interne Kundenzufriedenheit 92
9.5.5 Öffnungszeiten 92
9.6 Internet 93
9.7 Sponsoring 93
9.7.1 Marketing-Tool Fußball 94
9.7.2 Marketing-Portfolio 94
9.7.3 Diversifikation 95
9.8 Schlussbetrachtung 97
Literaturverzeichnis X
Anhang XVII
Ehrenwörtliche Erklärung XXXIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

In einem letzten Schritt vor der Durchführung der Kundenzufriedenheitsanalyse sollten die Kunden über die anstehende Befragung informiert werden (Friedrich/Bünting, Vordergrund: • Information über die bevorstehende Untersuchung: Den Zielpersonen soll Gelegenheit gegeben werden, sich auf die geplante Kundenzufriedenheitsuntersuchung einzustellen. • Erhöhung der Antwortbereitschaft und damit der Rücklaufquote: In der Vorankündigung sollen bereits Informationen über Ziel, Inhalt und Ablauf der Befragung enthalten sein. Mit der Betonung, wie wichtig die Mitarbeit jedes Einzelnen („Ihre Meinung ist uns wichtig!“) für das Gesamtergebnis ist, der Anonymitätszusicherung und dem Dank für die Bereitschaft zur Mitarbeit, soll dem Problem der zu geringen Rücklaufquote entgegengetreten werden (Friedrich/Bünting, 1997, S. 26). Um die Fangemeinde des KSC auf die bevorstehende Fanbefragung vorzubereiten, wurde durch verschiedene Aktionen versucht, eine möglichst große Aufmerksamkeit unter der Zielgruppe zu erreichen, die Antwortbereitschaft zu erhöhen und eine höhere Rücklaufquote zur erhalten. • Am 01. Dezember 2000 wurde während der Pressekonferenz zum Heimspiel des KSC gegen die Amateure von 1860 München das Vorhaben kurz vorgestellt. Die angefertigten Fragebögen wurden unter den anwesenden Journalisten verteilt. In der regionalen Tagespresse erschien im Zuge der Spielvorankündigung zu den beiden Heimspielen gegen 1860 München Amateure und den SC Pfullendorf ein Artikel in dem auf die Fanbefragung aufmerksam gemacht wurde. Der genaue Wortlaut ist im Anhang 2 nachzulesen. • Im „Wildpark-Echo“, der offiziellen Stadionzeitschrift des KSC, wurde an den beiden Heimspielen des KSC am 02. und 09. Dezember 2000 eben1997, S. 26; Homburg/Rudolph, 1995, S. 10; Homburg/Rudolph/Werner, 1997, S. 333). Dabei stehen zwei wesentliche Ziele im [...]

Bevor die eigentliche Erhebung durchführt wird, muss die Untersuchungsmethode in einer Pilotphase, oder Pretest genannt, erprobt werden. In der Phase des Pretest sollte der Fragebogen einer kleinen Zahl von Kunden zur Bewertung der Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Logik der Fragen vorgelegt werden. Eventuell sinnvoll vorgeschlagene Änderungen als Ergebnis des Pretest sollten zur Modifizierung des Fragebogens mit aufgenommen werden. Gegebenenfalls kann die Untersuchungsmethode noch einmal überarbeitet werden (Beutin/Werner, 2000, S. 618; Borg, 2000, S. 126; Friedrich/Bünting, 1997, S. 25; Hinterhuber, 1997, S. 78; Homburg/Werner, 1999, S. 19; Porst, 1998, S. 34). Der Pretest wurde vom 24. bis 26. November 2000, zwei Wochen vor der eigentlichen Fanbefragung durchgeführt. Insgesamt 30 Personen bekamen den Fragebogen zur Bewertung der Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Logik der Fragen vorgelegt. Dabei wurden anwesende Fußballinteressierte während der Trainingseinheiten auf dem Nebenplatz des Wildparkstadions und Mitarbeiter der KSC Geschäftsstelle befragt. Ein Großteil der „Trainingskibitze“ hatte erhebliche Probleme mit Begriffen wie „Infrastruktur“ und „Merchandise“, worauf ein Teil des Fragebogens komplett geändert und durch eine einfachere Fragegestaltung ersetzt wurde. Aber auch sinnvolle Vorschläge ergaben sich aus dem Pretest, worauf einige Fragen modifiziert wurden. So wurde beispielsweise bei der Beurteilung der Sitz- und Stehplätze die Unterscheidung in un- und überdacht mit aufgenommen oder darauf hingewiesen, dass sich die einstige Interessengemeinschaft Karlsruhe seit kurzem „Supporters Karlsruhe“ nennt. [...]

(Hinterhuber, 1997, S. 76) Aufgrund des großen zeitlichen und finanziellen Aufwands bei einer Vollerhebung wurde die Stichprobenerhebung bei der Entscheidung über die Erhebungseinheit herangezogen. Nach der Formel von Hinterhuber ergeben sich bei einem durchschnittlichen Besuch von 11.000 Personen pro Heimspiel des KSC, einer gewünschten Sicherheit von 95,5 % und einer Genauigkeit von +/- 5 % eine Stichprobengröße von 386 Personen. 5.3.3 Erhebungsmethode Die mit Abstand verbreitetste Form der Primärforschung ist die Befragung. Befragungen können entweder in telefonischer, schriftlicher oder persönlicher Form erfolgen (Rapp, 1995, S. 112). Tabelle 3 stellt die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode gegenüber. Danach erweist sich die schriftliche Befragung als die vorteilhafteste Methode. Für sie sprechen die geringen Kosten und die hohe Objektivität der Ergebnisse. Im Gegensatz zur telefonischen Befragung oder persönlichen Interviews ist man hier nicht gezwungen, die Durchführung an externe Berater zu vergeben. Der Nachteil von schriftlichen Befragungen liegt in den tendenziell geringen Rücklaufquoten von 5 % bis 30 % (Dehr/Biermann, 1998, S. 32; Homburg/Faßnacht/Werner, 2000, S. 517; Homburg/Rudolph/Werner, 1997, S. 330; Rapp, 1995, S. 113; Scharnbacher/Kiefer, 1996, S. 87). Da am Beispiel des KSC bei der telefonischen Befragung nur auf die vorhandene Kundenkartei zurückgegriffen werden könnte, würde sich wie in Abschnitt 5.3.1 erläutert eine Verzerrung der Kundenbeurteilung ergeben, da nur die Dauerkartenbesitzer und Mitglieder des KSC telefonisch befragt werden könn- [...]

Arbeit zitieren:
Bregler, André Juli 2001: Kundenzufriedenheitsanalyse im Fußball, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fußball, Kundenzufriedenheit, Dienstleistung, Kundenbindung

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