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Kundenzufriedenheit

Ein Erfolgsfaktor unternehmerischen Handelns

Kundenzufriedenheit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Anke Kolbe
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7261-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7261-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7261-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kolbe, Anke April 2003: Kundenzufriedenheit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beschwerdemanagement, CRM, Loyalitätsprogramme, Qualitätsmanagement, Messung

Diplomarbeit von Anke Kolbe

Problemstellung:

Bücher über Kundenzufriedenheit gibt es viele, Diplomarbeiten wurden darüber auch schon genügend geschrieben. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, wenn schon so viel darüber geschrieben wurde, wieso ich mir nun auch noch dieses Thema wählte. Meiner Meinung nach hat das Thema nach wie vor nicht an Bedeutung verloren, im Gegenteil!

Die ökonomische Situation in unserem Land ist derzeit ziemlich schlecht. Das ist keine neue Erkenntnis. Die Unternehmer sehen sich konfrontiert mit mehr oder minder gesättigten Märkten auf denen immer homogener werdende Produkte verkauft werden. Während die Kosten für Forschung & Entwicklung steigen, werden die Produktlebenszyklen immer kürzer. Die Kunden hingegen entwickeln immer mehr Selbstbewusstsein, was durch immer höhere Ansprüche an die Anbieter und deren Produkte zum Ausdruck kommt. Ausgabebereitschaft und Loyalität dem Anbieter gegenüber sinken, gleichzeitig nimmt die Preissensibilität der Konsumenten zu. Man kauft nicht mehr so schnell, sondern erst nachdem geprüft wurde ob das Produkt seinen Preis wert ist und ob man es nicht woanders doch für ein paar Euro günstiger bekommt. Die bittere Konsequenz ist, dass immer mehr Unternehmen den aktuellen Entwicklungen nicht mehr gewachsen sind und Insolvenz anmelden müssen. Das Statistische Bundesamt dokumentierte für das erste Halbjahr 2002 bereits 18.283 Insolvenzen. In den zwölf Monaten des Vorjahres waren es insgesamt 32.278 Insolvenzen.

Wenn schon so viel über Kundenzufriedenheit geschrieben wurde, wie kommt es, dass es dann bei den meisten Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle spielt? Ja ich weiß, sehr viele Unternehmen haben sich „mehr Kundenzufriedenheit“ auf Ihre Fahnen geschrieben. Doch leider sind dies oft nur halbherzig gemachte Lippenbekenntnisse. Die meisten Unternehmen verlassen sich dann doch lieber, wie bisher auf die „harten Fakten“: Indikatoren wie ROI, Cashflow, Umsatz, Gewinn. Leider wurde von vielen Unternehmern das Erfolgspotential der weichen sogenannten „soft facts“, wie zum Beispiel der Kundenzufriedenheit noch nicht ausreichend erkannt und wird erst recht noch nicht genügend genutzt.

Zusammenfassung:

Mit dieser Arbeit möchte ich die Bedeutung der Kundenzufriedenheit für den langfristigen Unternehmenserfolg erläutern. Vor allem möchte ich die Notwendigkeit des Umdenkens in der strategischen Unternehmensführung deutlich machen.

Gang der Untersuchung:

Mit meiner Arbeit möchte ich die Notwendigkeit des Umdenkens in der strategischen Unternehmensführung und eine Änderung der Prioritätensetzung erläutern und begründen.

Die Arbeit beginnt mit einer Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Kundenzufriedenheit. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf drei Punkte: die generelle Bedeutung der Kundenzufriedenheit, die Entstehung der Kundenzufriedenheit und als drittes werden Möglichkeiten diskutiert, die zur Entstehung von Kundenzufriedenheit beitragen. Zunächst wird auf generelle Möglichkeiten eingegangen und anschließend einige spezielle Möglichkeiten untersucht.

Darauf aufbauend beschäftigt sich das nächste Kapitel mit der Messung der Kundenzufriedenheit, bei der unter anderem die Ermittlung des Customer Satisfaction Index beschrieben wird. Jedoch werden auch noch andere Methoden angesprochen. Abschließend werden zwei erfolgreiche Unternehmen vorgestellt. Diese Beispiele sind der praktische Beweis, dass eine kundenorientierte Unternehmensführung erfolgreich ist und wirklich Sinn macht.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Begriffserklärung 2
1.3.1 Kundenzufriedenheit 2
1.3.2 unternehmerisches Handeln 3
1.4 Vorgehensweise 3
2. Grundlagen des Erfolgsfaktors Kundenzufriedenheit 4
2.1 Generelle Bedeutung der Kundenzufriedenheit 4
2.2 Entstehung von Kundenzufriedenheit 9
2.3 Möglichkeiten der Erzielung von Kundenzufriedenheit 13
2.3.1 Generelle Möglichkeiten 13
2.3.2 Spezielle Möglichkeiten 15
2.3.2.1 Beschwerdemanagement 15
2.3.2.2 CRM-Customer Relationship Management 19
2.3.2.3 Loyalitätsprogramme 24
2.3.2.4 Qualitätsmanagement 30
2.4 Messung von Kundenzufriedenheit 38
3. Praxisbeispiele 45
3.1 Ritz-Carlton Hotels 45
3.2 Das Unternehmen TNT 51
4. Schlusswort 59
Anhang 61
Literaturverzeichnis 64
Ehrenwörtliche Erklärung 66

Automatisiert erstellter Textauszug:

31 sollte nun die Qualität gesichert werden. So entstand der Begriff Qualitätssicherung. Doch der eigentliche Paradigmawechsel vollzog sich in Europa erst in den 80er Jahren. Ideen und Konzepte, die in Japan bereits in den 50er Jahren entwickelt und angewendet wurden, fanden nun auch in Europa ihre Akzeptanz. Bei diesem neuen Modell steht nicht mehr das Produkt im Vordergrund, sondern alle Arbeitsprozesse einer Organisation.98 „Qualität betraf nun alle Bereiche, alle Aufgaben und alle Personen, entsprechende Qualitätskriterien wurden für die Organisation, für die Entwicklung, Planung und Durchführungen formuliert. ... Neu sollte Qualität weder kontrolliert noch gesichert werden, Qualität sollte produziert werden. Auf diesem Verständnis basiert das moderne Qualitätsmanagement. Da dieses nun nicht mehr an ein Produkt gebunden ist, kann es in Organisationen jeglicher Art angewendet werden.“99 In den 80er Jahren wurden erstmals Normen für den Managementbereich entwickelt, dessen Erfüllung man sich zertifizieren lassen konnte. Die Rede ist von der Normenreihe ISO 9000-9004. Sie ist eine Norm für Qualitätsnormensysteme und stützt sich unter anderem auf das Produkthaftungsgesetz von 1990. Die Abkürzung ISO steht für „International Standard Organisation“. Die Norm ISO 9000 ist ein „Leitfaden zur Auswahl und Anwendung der Normen zu Qualitätsmanagement und Qualitätssicherungs-Nachweisstufen“.100 Darin werden grundlegende Qualitätskonzepte erläutert, die in der Qualitätssicherung benutzten Begriffe definiert und Hinweise für die Auswahl und Anwendung der Normen ISO 9001, 9002, und ISO 9003 gegeben. ISO 9000 kann nicht separat, sondern immer nur in Verbindung mit einer der anderen Normen genutzt werden. In den letzten Jahren wurde ISO 9000 durch weitere allgemeine Leitfäden erweitert. Dazu gehören unter anderem die DIN EN ISO 9000-1 Teil 1 „Leitfaden zur Auswahl und Anwendung“, DIN EN ISO 9000-2 „Allgemeiner Leitfaden zur Anwendung von ISO 9001, ISO 9002 und ISO 9003“. ISO 9001 ist die umfassendste der drei Normen. Dieses Modell widmet sich insbesondere mit der Qualitätssicherung in Design, Entwicklung, Produktion, Montage und Wartung, beinhaltet aber auch Anforderungselemente von ISO 9002 und ISO 9003. Daher bedeutet [...]

30 Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. Ich schließe mich der Meinung der Loyalty Hamburg an, die meinen: „Kundenkarten funktionieren nur dann, wenn sie einzigartig sind.“93 Das momentan inflationäre Angebot an Kundenkarten geht am Ziel vorbei: „Nur zufriedene, bestenfalls loyale Kunden fühlen sich dem Unternehmen verbunden und bleiben auch dann - freiwillig - als Kunden erhalten, wenn die faktischen Barrieren fallen und empfehlen das Unternehmen oder seine Produkte weiter.“94 2.3.2.4 Qualitätsmanagement Zunächst möchte ich den Qualitätsbegriff etwas genauer betrachten. Ursprünglich wurde der Begriff „Qualität“ nur auf Produkte bezogen verwendet95: „Ein Produkt ist von Qualität, wenn es schön, gut gearbeitet, dauerhaft und wertvoll ist. ... Mittlerweile hat sich das Qualitätsverständnis auch auf Strukturen, Arbeitsprozesse und Dienstleistungen ausgedehnt. Qualität ist das Erfüllen von Anforderungen auf allen Ebenen.“96 Kramer geht noch ein Stückchen weiter wenn er meint: „Qualität bedeutet letztendlich, vollkommene und permanente Kundenzufriedenheit zu erreichen. Dazu müssen sowohl die materielle als auch die immaterielle Produktqualität gleichzeitig maximiert werden. Besondere Differenzierungsansätze bietet dabei die immaterielle Qualität, weil materielle Qualitäten (technische Produkte) sich zunehmend ähnlicher werden.“97 Seit der Nachkriegszeit bemüht man sich bei der Produktion um eine möglichst hohe Qualität der Güter. So wurde in den 50er Jahren Qualität über Kontrolle produziert. Wies ein Produkt gewisse Qualitätsmerkmale nicht auf, wurde es von den Kontrolleuren aussortiert. Auf diese Weise konnte die sogenannte Produktequalität gesichert werden. Dieses System wurde von der statistischen Qualitätskontrolle abgelöst, mit der Absicht, immer weniger Ausschuss zu produzieren. In den 60er und 70er Jahren erkannte man, dass es neben der Technik noch andere Faktoren gibt, welche die Qualität beeinflussen. Durch Berücksichtigung der Arbeitsorganisation, des Faktor Mensch und der Arbeitsabläufe [...]

29 Beide Programme bieten zeitlich begrenzte Extra-Rabatte über Coupons an. Bei PAYBACK erhält man bis zu 15 Prozent, der Konkurrent lockt sogar mit 20 Prozent Extra-Rabatten. Im wesentlichen sind die Programme relativ gleich und bieten für den Kunden einen ähnlichen Zusatznutzen. Beide Programme scheinen jedoch nicht attraktiv genug zu sein, dass der Kunde seinen Favoriten auswählt und sich dem gegenüber auch loyal verhält. Dazu sind sie, wie ich finde, wahrscheinlich zu gleichwertig. So gibt es allein in meinem Bekanntenkreis viele Leute, die beide Programme nutzen. Dieses Verhalten empfiehlt sogar das Verbrauchermagazin „Guter Rat“ in seiner Dezemberausgabe.91 Hier kann also nicht von „richtiger“ Loyalität, die ja ursprünglich Ziel eines solchen Programms wahr, gesprochen werden. Doch wozu wird dann so viel Geld dafür ausgegeben? „Zu Anfang erzeugen Loyalitätsprogramme - sei es eine Mitgliedschaftskarte, ein Club oder ein System mit Rabatt- und Dienstleistungs- sowie emotionalen Nutzenfunktionen - eine kommunikative Aufmerksamkeit beim existierenden und potentiellen Kunden. Je mehr aber Unternehmen diese oder ähnliche Programme einführen, desto schneller schmilzt die Differenzierung zwischen den Programmen der Wettbewerber mit der Folge, dass der Nutzen vom Kunden nur noch bedingt empfunden wird. ... Haben sich solche Programme zu einem Standart entwickelt, ...ist der Wettbewerb gezwungen, nachzuziehen und ebenfalls Loyalitätsprogramme zu initiieren. Doch als Letzter in der Reihe wird er kaum zu Marktanteils- und Konkurrenten aufschließen.“92 Doch wenn der Kunde die gleichen Punkte bzw. Prozente auch bei der Konkurrenz bekommt, dann ist das ganze Programm doch für die Katz?! Wenn der Kunde dann noch bei der Konkurrenz freundlicher und zuvorkommender behandelt wird, holt er sich seine Punkte eben dort! Es kommt also auf die emotionale Ebene an. Wäre es dann nicht besser das Geld zu nutzen, um die eigenen Mitarbeiter zufriedener zu stellen? Die Bedeutung zufriedener Mitarbeiter habe ich ja bereits erläutert. Damit meine ich nicht einfach den Mitarbeitern mehr Lohn zu zahlen, was sicher auch eine gerngesehene Möglichkeit wäre. Nein, ich denke da an Schulungen, Incentives und ähnliche Verwendungsmöglichkeiten, um die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima angenehmer zu gestalten und die [...]

Arbeit zitieren:
Kolbe, Anke April 2003: Kundenzufriedenheit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beschwerdemanagement, CRM, Loyalitätsprogramme, Qualitätsmanagement, Messung

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