Kundenzufriedenheit im Mittelstand
Grundlagen, methodisches Vorgehen bei der Messung und Lösungsvorschläge, dargestellt am Beispiel der Kienzer GmbH
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniel Schallmo
- Abgabedatum: August 2003
- Umfang: 81 Seiten
- Dateigröße: 3,1 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Ravensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7920-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7920-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7920-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schallmo, Daniel August 2003: Kundenzufriedenheit im Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Fragebogen, Erhebung, Kundenzufriedenheit, C-D-Paradigma, CRM
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Diplomarbeit von Daniel Schallmo
Einleitung:
Informationen über Kundenzufriedenheit sind für Unternehmen jeder Branche von Bedeutung, da zufriedene Kunden die Leistungen eines Unternehmens wieder in Anspruch nehmen. Ein Blick in den Alltag genügt. So würde man seine Haare immer bei demselben Friseur schneiden lassen oder die Brötchen immer bei demselben Bäcker um die Ecke kaufen, sofern man mit der erbrachten Leistung des Unternehmens zufrieden ist und die Umstände es zulassen. Wäre man mit der erbrachten Leistung nicht mehr zufrieden, so würde es keinen Grund geben, die Leistung weiterhin von demselben Anbieter in Anspruch zu nehmen. Man würde sich nach einem anderen Anbieter umsehen, um eine zufriedenstellendere Leistung zu erhalten.
Dieses recht einfache Beispiel zeigt die Notwendigkeit von allen Unternehmen, zum einen die Kenntnis über den Grad der Kundenzufriedenheit zu haben und zum anderen zu wissen, wie Kundenzufriedenheit beeinflusst werden kann. Eine Untersuchung bei 800 deutschen Unternehmen aller Branchen hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der Unternehmen systematisch Kundeninformationen sammelt und weniger als ein Viertel der Unternehmen zufriedene Kunden hat.
Das Ziel der nachstehenden Untersuchung ist es, die Zufriedenheit des Handels mit dem Service im Bereich PPP der Firma XXX im Vergleich zu Wettbewerbern mittels eines Fragebogens zu messen und aus den Ergebnissen Maßnahmen abzuleiten. Der Grund für die Einbeziehung des Wettbewerbs in die Untersuchung liegt darin, dass Händler von mehr als einem Lieferanten PPP beziehen. Somit liegen am Ende der Untersuchung Informationen darüber vor, wie viele Händler der Firma XXX auch von Wettbewerbern PPP beziehen und wie zufrieden diese Händler mit den Leistungen der Wettbewerber im Vergleich zu der Firma XXX sind.
Die Firma XXX ist Hersteller von PPP, die hauptsächlich in der Industrie und im Handwerk verwendet werden. Die Produkte von XXX werden größtenteils über den Handel vertrieben, weshalb sich die vorliegende Untersuchung auf die Zufriedenheit des Handels konzentriert. Der Handel wird als indirekter Absatzweg zwischen dem Hersteller einer Leistung und dem Bedarfsträger bzw. dem Verwender bezeichnet und dient somit als Absatzmittler zwischen der Firma XXX und der Industrie bzw. dem Handwerk.
Zunächst gilt es im zweiten Kapitel, die Begriffe Service und Kundenzufriedenheit zu definieren, woran ein Erklärungsansatz für das Zustandekommen von Kundenzufriedenheit anknüpft. Weiterhin wird die Bedeutung von Kundenzufriedenheit erläutert und auf mögliche theoretische Ansätze zur Messung von Kundenzufriedenheit ein-gegangen. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Messung der Kundenzufriedenheit bei der Firma XXX. Dabei werden einzelne Schritte der Vorgehensweise beschrieben und durchgeführt. Im vierten Kapitel werden die Daten erfasst, ausgewertet und interpretiert, woraus eine Ableitung von Handlungsempfehlungen folgt. Im fünften Kapitel erfolgt das Fazit mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und einem Ausblick für zukünftige Zufriedenheitsuntersuchungen bei XXX.
Die Ausführungen werden durch verschiedene Abbildungen und Anlagen ergänzt, damit die dargestellten Zusammenhänge, Folgerungen und Interpretationen besser nachvollziehbar sind.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V-VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Definition von Service | 3 |
| 2.2 | Definition von Kundenzufriedenheit | 4 |
| 2.3 | Das Confirmation-Disconfirmation-Paradigma | 5 |
| 2.3.1 | Die Soll-Leistung | 6 |
| 2.3.2 | Die Ist-Leistung | 7 |
| 2.3.3 | Der Soll-Ist-Vergleich | 9 |
| 2.3.4 | Überblick | 10 |
| 2.4 | Die Bedeutung der Kundenzufriedenheit | 10 |
| 2.4.1 | Preisbereitschaft des Kunden | 11 |
| 2.4.2 | Mund-zu-Mund-Propaganda | 12 |
| 2.4.3 | Loyalität | 13 |
| 2.4.4 | Zusammenfassung | 15 |
| 2.5 | Theoretische Ansätze zur Messung der Kundenzufriedenheit | 16 |
| 2.5.1 | Objektive Verfahren | 16 |
| 2.5.2 | Subjektive Verfahren | 17 |
| 2.5.2.1 | Ereignisgestützte Verfahren | 17 |
| 2.5.2.2 | Merkmalgestützte Verfahren | 18 |
| 3. | Methodisches Vorgehen bei der Messung der Kundenzufriedenheit | 22 |
| 3.1 | Festlegung der Zielgruppe | 22 |
| 3.2 | Ermittlung der Kundenerwartungen | 23 |
| 3.3 | Entwicklung des Erhebungsinstrumentariums | 25 |
| 3.4 | Höhe und Auswahl der Stichprobe | 28 |
| 3.5 | Auswahl der Erhebungsmethode | 32 |
| 3.5.1 | Persönliche Befragung | 32 |
| 3.5.2 | Fernmündliche Befragung | 33 |
| 3.5.3 | Schriftliche Befragung | 34 |
| 3.5.4 | E-Mail und Online | 35 |
| 3.6 | Maßnahmen zur Erhöhung der Rücklaufquote | 35 |
| 3.6.1 | Einfache Gestaltung des Fragebogens | 36 |
| 3.6.2 | Begleitschreiben | 36 |
| 3.6.3 | Zusicherung von Anonymität | 37 |
| 3.6.4 | Einfache Rücksendemöglichkeit | 37 |
| 3.6.5 | Spende | 38 |
| 3.7 | Durchführung der Messung | 38 |
| 4. | Erfassung, Auswertung und Interpretation der Daten | 39 |
| 4.1 | Erfassung der Daten | 39 |
| 4.2 | Auswertung der Daten | 41 |
| 4.3 | Interpretation der Daten | 44 |
| 4.3.1 | Graphische Darstellung | 44 |
| 4.3.2 | Schriftliche Interpretation | 48 |
| 4.3.2.1 | Dauer der Angebotserstellung | 49 |
| 4.3.2.2 | Verständlichkeit von Angeboten | 50 |
| 4.3.2.3 | Dauer der Auftragsabwicklung | 51 |
| 4.3.2.4 | Verständlichkeit von Rechnungen | 52 |
| 4.3.2.5 | Fehlerfreie Rechnungen | 52 |
| 4.3.2.6 | Einhalten von Lieferterminen | 53 |
| 4.3.2.7 | Schadenfreie Lieferungen | 54 |
| 4.3.2.8 | Dauer der Reklamationsbearbeitung | 56 |
| 4.3.2.9 | Erreichbarkeit des Innendienstes | 57 |
| 4.3.2.10 | Produktschulungen durch den Lieferanten | 58 |
| 4.3.2.11 | Unterstützung bei Hausmessen | 59 |
| 4.3.3 | Zusammenfassung | 59 |
| 5. | Fazit | 61 |
| Anhang | VII-XIII | |
| Quellenverzeichnis | XIV-XVI |
Freundlichkeit des Personals in Richtung der Erwartungen angepasst und somit als höher wahrgenommen wird. • Der Kontrasttheorie zufolge würde sich eine Abweichung von Erwartung und Wahrnehmung noch mehr verstärken, als dies tatsächlich der Fall ist. Demzufolge würden bei einer negativen Abweichung von Erwartung und Wahrnehmung das Produkt oder die Leistung „noch ungünstiger bewertet“.23 Die wahrgenommene Leistung wird somit schlechter empfunden, als dies tatsächlich der Fall ist. Im Gegensatz dazu würde bei einem geringen Übertreffen der Erwartung die Leistung noch besser bewertet bzw. wahrgenommen werden.24 Bezogen auf das oben aufgeführte Hotel-Beispiel würde selbst eine geringe negative Abweichung von erwarteter Freundlichkeit und wahrgenommener Freundlichkeit dazu führen, dass die wahrgenommene Freundlichkeit schlechter empfunden wird, was die Kluft zwischen Erwartung und Wahrnehmung erhöht. • Die Assimilations-Kontrast-Theorie geht von einer bestehenden Toleranzzone des Kunden aus, in der geringe Abweichungen zwischen Erwartung und Wahrnehmung durch eine Angleichung der wahrgenommenen Leistung an die Erwartungen ausgeglichen werden. Innerhalb der Toleranzzone würde dann die Konsistenztheorie zum Tragen kommen. Wird der Toleranzbereich verlassen, indem eine stärkere Abweichung zwischen Ist- und Soll-Leistung auftritt, so erhöht sich die Diskrepanz zwischen Erwartung und wahrgenommener Leistung noch mehr, was die Kernaussage der Kontrasttheorie ist.25 [...]
2.3.2 Die Ist-Leistung Die Leistung eines Unternehmens in Form von Produkten oder Dienstleistungen wird als Ist-Leistung bezeichnet. Hierbei wird zwischen der objektiven und der subjektiven Leistung unterschieden.19 Die objektive Leistung ist „die tatsächliche Höhe der Leistung“20 und somit für alle Kunden gleich. Die subjektive Leistung ist die durch den Kunden wahrgenommene Leistung und abhängig von verschiedenen Wahrnehmungseffekten.21 Hierzu haben sich verschiedene Theorien zur Erklärung der Wahrnehmungseffekte entwickelt. Die wichtigsten sind die Konsistenztheorie, die Kontrasttheorie und die AssimilationsKontrast-Theorie. • Die Konsistenztheorie basiert auf der psychologischen Grunderfahrung, dass alle Individuen nach einem Gleichgewicht in verschiedenen Bereichen streben. Eine negative Abweichung der Wahrnehmung einer Leistung und der Erwartung an eine Leistung führt zu einem Ungleichgewicht. Dies bewegt den Menschen oder besser gesagt den Kunden dazu, seine Wahrnehmung den Erwartungen anzupassen,22 um somit wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Ein Gast in einem Hotel könnte zum Beispiel hohe Erwartungen an die Freundlichkeit des Personals haben. Werden diese Erwartungen in der Realität nicht erfüllt, so würde der Konsistenztheorie zufolge der Gast seine Wahrnehmung der geringeren Freundlichkeit des Personals seinen höheren Erwartungen anpassen. Das heißt, dass die wahrgenommene geringere [...]
Persönliche Bedürfnisse variieren, je nachdem, in welcher Situation sich der Kunde befindet. Hat ein Gast Hunger, weil er seit drei Tagen keine Nahrung zu sich genommen hat, und möchte er diesen Hunger in einem Restaurant stillen, so wird er andere Erwartungen an das Restaurant haben als jemand, der ein wichtiges Essen mit einem Geschäftspartner hat. Wie oft jemand bereits Gast in einem Restaurant war, bestimmt das Ausmaß der bisherigen Erfahrungen. So wird ein Feinschmecker, der sämtliche Top-Restaurants in einer Stadt kennt, andere Erwartungen an ein Restaurant haben wie jemand, der sich bisher nur von Fast-Food ernährt hat. Die direkte Kommunikation über die Unternehmensleistung in Form von Werbung und Verkaufsgesprächen erfolgt durch das Unternehmen und beeinflusst ebenfalls die Erwartungen eines Kunden. Wird von einem Autohaus die Lieferung eines bestellten Autos innerhalb von acht Wochen „versprochen“, so erwartet der Kunde, dass der Verkäufer des Autohauses dieses Versprechen auch einhält und tatsächlich in acht Wochen liefert. Im Gegensatz dazu erfolgt indirekte Kommunikation über die Unternehmensleistung nicht durch das Untenehmen, sondern über Personen und Institutionen, die dem Unternehmen eher neutral gegenüber stehen.17 Der Inhalt dieser Art der Kommunikation hängt allerdings von der zuvor erbrachten Leistung des Unternehmens und deren Bewertung durch Kunden ab. Hierbei wird von Mund-zu-Mund-Kommunikation18 ge- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832479206
Arbeit zitieren:
Schallmo, Daniel August 2003: Kundenzufriedenheit im Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Fragebogen, Erhebung, Kundenzufriedenheit, C-D-Paradigma, CRM



