Kundenorientierung
Generierung kundenorientierter Denkmuster, Strukturen und Handlungsweisen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und des Unternehmenserfolges
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michaela Kubillus
- Abgabedatum: Juni 2004
- Umfang: 140 Seiten
- Dateigröße: 452,3 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kiel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8341-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8341-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8341-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kubillus, Michaela Juni 2004: Kundenorientierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ikea, Kundenbindung, Kunden-Motivation, Kundenzufriedenheit, Managementstrukturen
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Diplomarbeit von Michaela Kubillus
Problemstellung:
Im Laufe der vergangenen Jahre ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer kundenorientierten Unternehmensführung deutlich angestiegen. Wie nur wenige andere Themen erfährt der Bereich der Kundenorientierung zur Zeit breite Aufmerksamkeit; doch trotz der Einsicht in das Erfordernis verbesserter Leistungen am Kunden weist die praktische Umsetzung immer noch erhebliche Lücken auf. Theoretisch besteht heutzutage kein Zweifel mehr daran, dass die Fähigkeit von Unternehmen, Kundenorientierung sowohl intern als auch am Markt durchzusetzen, einen zentralen Erfolgsfaktor der Unternehmensführung darstellt. Auch in Zukunft werden unserer Märkte geprägt sein vom Wandel des Verkäufermarktes zum Käufermarkt und eine stärkere Positionierung der Kunden ermöglichen. Der Wettbewerbsdruck nimmt durch fortschreitende Internationalisierung, hohem Sättigungsniveau und immer rascheren technologischen Wandel weiterhin zu.
In den vergangenen Jahren konnten bereits zahlreiche Initiativen auf dem Gebiet der Kundenorientierung beobachtet werden. Begriffe wie „Total Customer Care“ oder „Customer Relationship Management“ sind modern, treffen den Zeitgeist der Menschen und viele Unternehmen rühmen sich, auf diesem Gebiet bereits weitreichende Maßnahmen eingeleitet zu haben. Dabei ist in der Unternehmenspraxis, wenn überhaupt, eine überwiegend technologische Interpretation dieses Begriffes und dementsprechend der Einsatz von entsprechender Software zur Steuerung von Kundenbeziehungen zu beobachten.
Trotz allem Aktionismus stellt sich jedoch häufig eine Steigerung der Kundenorientierung nicht ein. Die Wirklichkeit vieler Unternehmen sieht meist so aus, dass zwar an ausgewählten Einzelaspekten, wie z.B. Kundendatenbanken oder Call Centern gearbeitet wird, ein integriertes Gesamtkonzept zur Durchsetzung von Kundenorientierung im realen Unternehmensalltag aber fehlt. Eine Verbindung von strategischen Initiativen und anschließender operativer Umsetzung wird nur unzureichend oder gar nicht geschafft. Unternehmen nutzen darüber hinaus gerne den Begriff der Kundenorientierung um ihren Kunden einen häufig nicht vorhandenen Wettbewerbsvorteil zu suggerieren und fallen dabei in eine Lücke zwischen kommunizierten Anspruch und gelebter Wirklichkeit.
Gang der Untersuchung Ziel dieser Arbeit ist es, Kundenorientierung als einen integrierten Gesamtprozess darzustellen, in dem der Kunde und seine individuellen Erwartungen und Bedürfnisse im Fokus der Untersuchung stehen und geeignete Managementsysteme und Maßnahmen aufgezeigt werden, um Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu erreichen.
Ausgehend davon gilt es zunächst den Begriff der Kundenorientierung zu klären und eindeutig zu definieren. Es wird auf die Entwicklung der Kundenorientierung im Laufe der Zeit eingegangen und geklärt, warum weiterhin notwendiger Handlungsbedarf besteht. Hierauf rückt der Konsument und seine Motivation in den Mittelpunkt. Die Bedeutung und Voraussetzungen für Kundenzufriedenheit werden aufgezeigt und der Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung erläutert. Im Anschluss wird auf die einzelnen strategischen Bausteine der Kundenorientierung ausführlich eingegangen und auf ihre Bedeutung im Rahmen der Unternehmensführung hingewiesen.
Ein praktisches Fallbeispiel veranschaulicht in Kapitel 6 die bis dahin behandelten Ansätze. Anhand des Einrichtungshauses IKEA werden Kundenbindungs- und Servicemaßnahmen am Beispiel des Kundenclubs „Family“ plastisch dargestellt und auf die Ausgestaltung sowie Umsetzung des Konzeptes eingegangen. Die Untersuchung erfolgte größtenteils mit Hilfe sekundärer Informationsquellen, wie Internet oder entsprechender Literatur, aber auch durch persönliche Befragungen und mündliche Aussagen von IKEA Mitarbeitern und Clubmitgliedern.
Kapitel 7 befasst sich anschließend mit der eigentlichen Implementierung der bis dahin dargestellten Methoden und Maßnahmen zur Steigerung der Kundenorientierung. Organisatorische Voraussetzungen werden hierbei ebenso behandelt wie kundenorientierte Managementsysteme und die Ausgestaltung der Unternehmenskultur. Auch wird auf entsprechende Kontrollmöglichkeiten der generierten operativen Maßnahmen eingegangen. Innerhalb der Schlussbetrachtung in Kapitel 8 erfolgt eine Zusammenfassung der behandelten Themen sowie ein Ausblick auf weitere zukünftige Herausforderungen, denen sich ein Unternehmen im Rahmen der Kundenorientierung stellen muss.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung und Problemstellung | 1 |
| 2. | Zielsetzung und Gang der Untersuchung | 2 |
| 3. | Zum Begriff der Kundenorientierung | 3 |
| 3.1 | Abgrenzung der Kundenorientierung zu verwandten Konstrukten | 3 |
| 3.2 | Definition und Grundlagen der Kundenorientierung | 5 |
| 3.3 | Veränderungen der Kundenorientierung im Laufe der Zeit | 9 |
| 3.4 | Kundenorientierung: Modetrend oder Notwendigkeit? | 13 |
| 4. | Kundenzufriedenheit als Ziel der Kundenorientierung | 16 |
| 4.1 | Erwartungshaltung und Motivation des Kunden | 17 |
| 4.1.1 | Entstehung und Arten von Erwartungen | 17 |
| 4.1.2 | Modelltheorien der Motivation | 20 |
| 4.2 | Der Konsument und sein Verhalten | 24 |
| 4.2.1 | Typologien des Konsumenten | 24 |
| 4.2.2 | Der Konsument von heute | 26 |
| 4.3 | Definition und Entstehung von Kundenzufriedenheit | 29 |
| 4.3.1 | Das Confirmation / Disconfirmation Paradigma | 30 |
| 4.3.2 | Die Attributionstheorie | 33 |
| 4.3.3 | Die Equity-Theorie | 34 |
| 4.4 | Auswirkungen der Kundenzufriedenheit | 37 |
| 4.4.1 | Der Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung | 37 |
| 4.4.2 | Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg | 40 |
| 5. | Determinanten eines kundenorientierten Unternehmens | 46 |
| 5.1 | Qualitätsmanagement | 46 |
| 5.2 | Servicemanagement | 56 |
| 5.3 | Kundenorientierte Kommunikation | 62 |
| 5.4 | Kundenbindungsmanagement | 68 |
| 5.5 | Beschwerdemanagement | 76 |
| 5.6 | Kundenrückgewinnung | 84 |
| 5.7 | Mitarbeiterorientierung | 88 |
| 6. | Fallbeispiel IKEA | 94 |
| 6.1 | Die Unternehmensentwicklung | 94 |
| 6.2 | Die Geschäftsidee | 95 |
| 6.3 | IKEA Family | 96 |
| 6.3.1 | Die IKEA Family Ausgestaltung | 96 |
| 6.3.2 | Die IKEA Family Umsetzung | 100 |
| 7. | Implementierung einer kundenorientierten Unternehmensführung | |
| 7.1 | Kundenorientierte Organisationsstrukturen | 105 |
| 7.1.1 | Aufbauorganisation | 106 |
| 7.1.2 | Ablauforganisation | 108 |
| 7.2 | Kundenorientierte Managementsysteme | 110 |
| 7.2.1 | Informationssysteme | 111 |
| 7.2.2 | Personalmanagementsysteme | 114 |
| 7.3 | Kundenorientierte Unternehmenskultur | 122 |
| 7.4 | Das Kundenorientierungs-Controlling | 126 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 128 |
| Literaturverzeichnis | 138 |
Äußeres Erscheinungsbild Die äußere Erscheinung ist in den ersten Sekunden eines Kontaktes entscheidend für Ihre Wirkung. Die Einordnung in eine bestimmte Kategorie erfolgt in der Regel sehr schnell. Das äußerer Erscheinungsbild muss authentisch sein und der tatsächliche Rolle des Mitarbeiters entsprechen, da eine Täuschung als solche meist relativ schnell durchschaut wird. Glaubwürdigkeit kommt auch durch Kleidung und optisches Erscheinungsbild zum Ausdruck. Kundenorientierte Sprache Kommunizierte Botschaften können moduliert und akzentuiert oder aber auch völlig starr in Form eines Textes kommuniziert werden. Ein Sprecher kann Botschaften mit einer ausgeprägten oder eher geringen Dynamik vermitteln, d.h. eher emotional oder rational kommunizieren. Es gibt zwar Möglichkeiten die Sprechdynamik in einem Gespräch zu steuern, aber im Kern ist diese abhängig von der natürlichen Dynamik der kommunizierenden Person. Abweichungen sind der Glaubwürdigkeit eines Mitarbeiters eher abträglich, während eine Konstanz in der Dynamik positive Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Botschaft hat. Ein wichtiger Punkt ist darüber hinaus die Erzeugung eines "Wir"-Gefühls im Gespräch mit dem Kunden. Möglichst oft sollten kundenorientierte Formulierungen wie z.B. "Was wollen wir gemeinsam erreichen?" oder "Haben wir bei unseren Überlegungen etwas übersehen?" gewählt werden, um dem Kunden eine gemeinsame Position zu vermitteln. Unternehmen, die zusammen mit ihren Kunden eine "Wir"-Position einnehmen, schauen in die gleiche Richtung, haben identische Zeile und gleiche Vorstellungen von Kundenzufriedenheit. Nonverbale Kommunikation Empirischen Studien zufolge, bewerten Menschen ihren Gesprächspartner vornehmlich nach der Körperhaltung (90%) und dem allgemeinen [...]
Antwortcoupons. Die synchrone, d.h. interaktive Kommunikation, äußert sich hingegen in einem direkten Gespräch zwischen den Kommunikationspartnern. Dabei interagieren beide Partner im Dialog miteinander, wie z.B. bei Call Centern. Die Art der Interaktion verläuft sehr individuell, d.h. auf die Bedürfnisse des einzelnen Kunden kann speziell eingegangen werden. Unter unpersönlicher Kommunikation sind all diejenigen Aktivitäten eines Unternehmens zu verstehen, die nicht an einen konkreten Adressaten ausgesendet werden und zumeist an ein breites Publikum gerichtet sind. Hier kann ebenfalls zwischen asynchroner Kommunikation, z.B. eines E-Mail Newsletters, oder einer interaktiven synchronen Kommunikation unterschieden werden. Bei der interaktiven synchronen Kommunikation wird dem Kunden eine Dialogplattform geboten, mit dessen Hilfe eine direkte Interaktion mit dem Unternehmen möglich gemacht wird z.B. Business TV oder Chat-Foren im Internet.111 [...]
Kaufentscheidung über das Produkt hinaus durch echte Zusatz- bzw. Mehrwerte steigern. Der Konsument ist in diesem Fall auch bereit, Informationen über sich Preis zu geben und mit dem Unternehmen zu kooperieren, wenn dadurch ein für ihn zusätzlicher Nutzen geschaffen wird. Dies bedeutet jedoch einen radikalen Wandel von der unternehmensgesteuerten Kommunikation hin zum kundenorientierten Dialog.109 Ein kundenorientiertes Kommunikationsmodell zeichnet sich dadurch aus, dass eine deutliche Nähe zwischen Unternehmen und Kunden ermöglicht wird und ein zweiseitiger Kommunikationsprozess, d.h. eine Interaktion, stattfindet. Während früher im Rahmen des Massenmarketings die Aufgabe der Kommunikation darin bestand, Informationen an ein möglichst breites Publikum zu streuen, ist die Herausforderung eines kundenorientierten Kommunikationsmodells, auf das Informations- und Interaktionsbedürfnis des Kunden differenziert einzugehen und eine Kommunikation zwischen zwei gleichgestellten Geschäftspartnern zu initiieren. Dabei erfüllen beide Seiten abwechselnd die Funktion der Ansprache und der Rezeption.110 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832483418
Arbeit zitieren:
Kubillus, Michaela Juni 2004: Kundenorientierung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ikea, Kundenbindung, Kunden-Motivation, Kundenzufriedenheit, Managementstrukturen



