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Kundenclubs als Instrument zur Steigerung der Kundenbindung im Einzelhandel

Kundenclubs als Instrument zur Steigerung der Kundenbindung im Einzelhandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Justine Melzer
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6571-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6571-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6571-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Melzer, Justine Juni 2002: Kundenclubs als Instrument zur Steigerung der Kundenbindung im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenclub, Kundenbindung, Relationship Marketing, Beziehungsmarketing, Direktmarketing

Diplomarbeit von Justine Melzer

Zusammenfassung:

Diese Arbeit stellt eine systematische, detaillierte und kritische Untersuchung der umstrittenen Problematik der Effizienz von Clubs, die als Instrument zur Kundenbindung im Einzelhandel eingesetzt werden.

Im ersten Teil der Arbeit wird das Konzept der Kundenbindung erläutert und in das Relationship Marketing eingebaut. Es wird auf die Bestimmungsfaktoren, Prinzipien sowie auf die Messungsmöglichkeiten näher eingegangen. Da es meistens nicht sinnvoll ist einen Club auf die Bindung aller (potentiellen) Kunden auszurichten, werden einige Modelle zur Kundenbewertung dargestellt.

Im zweiten Teil wird die Funktionsweise der Kundenclubs im Handel detailliert erläutert. Es wird auf die verschieden Clubtypen, Ziele sowie auf die mögliche Organisation und Integration des Kundenclubs in die Unternehmensstruktur eingegangen.

Unter Berücksichtigung des Kundenbindungskonzeptes und der Clubtypologien wird im Hauptteil die Effizienz und Effektivität des Kundenclubs kritisch hinterfragt. Zusätzlich wird die Problematik auch aus der Kundenperspektive beleuchtet. Die einzelnen Instrumente der Kundenclubs werden im Hinblick auf ihren Beitrag zur Kundenbindung untersucht. Als ausschlaggebend stellt sich auch die Berücksichtigung der einzelnen Betriebstypen des Handels heraus. Nicht vergessen bleibt die ökonomische Bewertung der Clubs. So werden Kriterien und Bestimmungsfaktoren für einen erfolgreichen Kundenclub aufgestellt sowie mögliche Ursachen für den Misserfolg aufgezeigt. Zusätzlich werden viele aktuelle Beispiele aus der Praxis dargelegt.

Zum Schluss wird ein Resümee gezogen und ein interessanter Ausblick auf eine mögliche Entwicklung der Kundenclubs im Einzelhandel in der Zukunft statuiert.

Inhaltsverzeichnis:

1. Problemstellung und der Gang der Untersuchung 1
2. Kundenbindung 3
2.1 Begriffserläuterung, Zielsetzung und Arten der Kundenbindung 4
2.2 Antezedensvariablen der Kundenbindung 8
2.2.1 Involvement 9
2.2.2 Commitment 10
2.2.3 Vertrauen 11
2.2.4 Zufriedenheit 12
2.3 Prinzipien der Kundenbindung 16
2.4 Relationship Marketing 17
2.5 Messung von Kundenbindung 18
2.6 Kundenbewertung 22
2.6.1 Eindimensionale Kundenwertmodelle 23
2.6.2 Mehrdimensionale Kundenwertmodelle 25
3. Kundenclubs als Kundenbindungsinstrument im Einzelhandel 27
3.1 Definition des Kundenclubs und Abgrenzung von reinen Kundenkartensystemen 28
3.2 Ziele der Kundenclubs 29
3.3 Clubtypologien 30
3.4 Cluborganisation und Integration in die Unternehmensstruktur 36
4. Steigerung der Kundenbindung durch Kundenclubs 36
4.1 Clubs aus der Sicht des Kunden 38
4.2 Hypothesen zur Bedeutung einzelner Aspekte für die Kundenbindung 41
4.3 Database-Marketing 42
4.4 Die Clubkarte 43
4.5 Aufbau und Pflege persönlicher Beziehungen durch Interaktion und Kommunikation 44
4.5.1 Das Clubmagazin 46
4.5.2 Die Club-Hotline 47
4.5.3 Mailings und Newsletters 48
4.5.4 Kundentreffen und -events 49
4.5.5 Der Kundenclub online 50
4.6 Wirkung der Clubleistungen 52
4.6.1 Allgemeine Überlegungen 53
4.6.2 Fallbeispiele 57
4.7 Die Steigerung der Kundenzufriedenheit 61
4.8 Nachkaufmarketing 62
4.9 Wechselkosten 64
4.10 Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Kundenclubs 65
4.11 Möglichkeiten der ökonomischen Bewertung des Kundenclubs im Handel 68
5. Resümee und Ausblick 71
Anhang 74
Abkürzungsverzeichnis 79
Literaturverzeichnis 80

Automatisiert erstellter Textauszug:

und setzten voraus, dass sich die Anbieter bei dem Versuch, mit ihm ins Geschäft zu kommen, überbieten.1 Darüber hinaus kommt das Prinzip des Variety Seeking dazu, d. h., die Menschen suchen nach Abwechslung. Dies wirkt der Kundenbindung ebenso entgegen. Um den Kunden wirksam dauerhaft an sich zu binden, muss der Anbieter ihm besondere Anreize bieten. Diese Anreize müssen so hoch sein, dass sie den Widerstand beim Kunden überwinden. An dieser Stelle ist anzumerken, dass es nicht die Strategie oder das Instrument zur Kundenbindung gibt. Im Handel gibt es eine Palette an möglichen Maßnahmen. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Kundenclubs als Instrumente zur Kundenbindung näher untersucht. Sie gehören zu der Gruppe der kommunikationspolitischen Marketinginstrumente. Damit sich eine Beziehung zwischen dem Handelsunternehmen und dem Kunden entwickeln kann, müssen beide Vorteile davontragen.2 Der Anbieter möchte den Kunden mit Hilfe des Clubs an sich binden und sich damit die Zukunft sichern. Im Folgenden soll dargestellt werden, warum sich der Kunde freiwillig binden lässt. 4.1 Clubs aus der Sicht der Kunden Aus Anbietersicht ist Kundenbindung als ein Marketingziel im vorökonomischen Bereich zu charakterisieren. Aus der Perspektive der Kunden bezeichnet die Kundenbindung hingegen eine Einstellung, die zur geplanten Fortsetzung einer Austauschbeziehung mit dem Händler führt.3 Ein erfolgreiches Konzept der Kundenbindung vermittelt dem Kunden nicht die Empfindung, angebunden zu sein, sondern gibt ihm das Gefühl, eingebunden und aufgehoben zu sein. Bei einem Kunden, der sich verstanden und persönlich angesprochen fühlt [...]

Das Schaubild zeigt das Konzept der Kundenbindung, an das sich die weiteren Ausführungen orientieren. Durch die Prinzipien der Interaktion, Integration und Individualisierung sollen das Involvement, Commitment, Vertrauen und die Zufriedenheit der Kunden erhöhen. Dieses führt zur Kundenbindung, was dem Handelsunternehmen Umsatz und Sicherheit garantiert. Auf der anderen Seite verursachen die Clubaktivitäten ebenfalls Kosten. Aus einer Befragung des Instituts für Handelsforschung ist bekannt, dass der Anteil der Stammkunden sich je Branche oder Betriebsform deutlich unterscheidet.1 Gebundene Kunden sichern die Zukunft eines Unternehmens. Deswegen hat jedes Geschäft Interesse daran, Stammkunden zu gewinnen. Aus der Sicht der Kunden sieht es aber ganz anders aus. Sie drängen nach Wahlfreiheit, wollen immer aufs Neue umworben werden, [...]

Der Kundenclub stellt eine komplexe Organisation dar, da diverse Parteien an ihm beteiligt sind. Darunter können sich befinden: das initiierende Unternehmen, das Clubmanagement, externe Partner, Finanzpartner und natürlich die Clubmitglieder. Es sollte ein „Club-Service Center“ errichtet werden, das als Anlaufstelle für alle Clubkontakte und -aktivitäten dient.1 Es sorgt für ordnungsgemäße Führung und einen reibungslosen Betrieb des Clubs. Wegen seiner Komplexität und dem Ziel der Kundenbindungssteigerung hat das Center einen hohen Qualitätsanspruch (an die Mitarbeiter, Technologie, Infrastruktur etc.) zu erfüllen.2 Des weiteren ergibt sich die Frage des Outsourcing, d. h. die Frage danach, ob es nicht effizienter ist, eine externe Agentur mit den Clubaktivitäten zu beauftragen. Es besteht auch die Möglichkeit der Gründung einer völlig unabhängigen Firma, die das komplette Aufgabenspektrum des Club-Service Centers übernimmt. Dies ist eine sehr komplizierte Fragestellung, da alle Wege Vor- und Nachteile haben. Eine Vertiefung an dieser Stelle würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Allerdings kann man festhalten, dass es sich oft anbietet, die Hauptclubaufgaben der Verbund- oder Franchisezentrale oder dem selbstständigen Händler selbst zu überlassen, weil hier der direkte Kontakt zum Kunden gepflegt wird. Die eher verwaltungstechnischen Aufgaben können meistens problemlos ausgegliedert werden. 4 Steigerung der Kundenbindung durch Kundenclubs Kundenbindung im Handel kann nur erreicht werden, wenn die Grundleistung klar positioniert ist und sie auch den qualitativen und preislichen Erwartungen der Kunden entspricht.3 Doch dies allein genügt nicht. Ein mögliches Instrument des Handels, Gelegenheitskunden zu Stammkunden zu machen, sind Kundenclubs. Durch gezielte Direktmarketingmaßnahmen soll erreicht werden, dass die Verbraucher häufiger in den Laden kommen oder pro Kauf mehr ausgeben. [...]

Arbeit zitieren:
Melzer, Justine Juni 2002: Kundenclubs als Instrument zur Steigerung der Kundenbindung im Einzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenclub, Kundenbindung, Relationship Marketing, Beziehungsmarketing, Direktmarketing

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