Kundenbindungsstrategien bei Finanzdienstleistungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Reiter
- Abgabedatum: Februar 2000
- Umfang: 74 Seiten
- Dateigröße: 895,4 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4366-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4366-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4366-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Reiter, Matthias Februar 2000: Kundenbindungsstrategien bei Finanzdienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Dienstleistung, Finanzdienstleistung, Kunden, Kundenbindung
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Matthias Reiter
Gang der Untersuchung:
Die Diplomarbeit beginnt mit einer allgemeinen Beschreibung von Dienstleistungen und geht dann auf die Besonderheiten von Finanzdienstleistungen ein.
Es folgen die Erklärungen der Determinanten des Wiederkaufverhaltens mit Hilfe eines Modells von Bettina Preß. Das Modell setzt sich aus Input- und Outputfaktoren zusammen welche das Commitment beeinflussen. Das Commitment ist hier der Grad der inneren Bindung an den Partner.
Es folgen die Erläuterung der Outputfaktoren Beziehungserfolg und Beziehungsgerechtigkeit. Die Einflussfaktoren des Wiederkaufverhaltens als Inputfaktoren unterteilen sich in Vertrauen, Spezifität und Zufriedenheit. Nach dieser Beschreibung der Determinanten des Wiederkaufverhaltens werden die einzelnen Kundenbindungsinstrumente beschrieben. Das ist die Fachkompetenz und die Sozialkompetenz des Beraters, die konsequente Serviceorientierung durch individuelle Betreuung, neue Informationstechnologien, das Allfinanzkonzept, die Produktpolitik, preispolitische Instrumente, das aktive Beschwerdemanagement, die Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Kundenclubs.
Es folgt eine Übertragung der Kundenbindungsinstrumente auf das Modell des Wiederkaufverhaltens.
Die Arbeit schließt mit einer kritischen Betrachtung der Wirkung der Instrumente auf das Modell und macht Neuvorschläge.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Die Bedeutung von Kundenbindung, Determinanten und Instrumenten bei Finanzdienstleistungen | 1 |
| 2. | Finanzdienstleistungen als Form von Dienstleistungen | 2 |
| 2.1 | Allgemeine Merkmale von Dienstleistungen | 2 |
| 2.2 | Die Besonderheiten von Finanzdienstleistungen | 3 |
| 3. | Determinanten des Wiederkaufverhaltens in Geschäftsbeziehungen | 5 |
| 3.1 | Ein Modell der Determinanten des Wiederkaufverhaltens | 5 |
| 3.1.1 | Beschreibung des Modells | 5 |
| 3.1.2 | Die Wechselkosten des Input | 6 |
| 3.2 | Die Einflussfaktoren des Output „Beziehungserfolg und Beziehungsgerechtigkeit“ | 7 |
| 3.3 | Die Einflussfaktoren des Wiederkaufverhaltens | 8 |
| 3.3.1 | Der Einflussfaktor Vertrauen | 8 |
| 3.3.1.1 | Allgemeine Merkmale von Vertrauen | 8 |
| 3.3.1.2 | Ein Modell zur Erklärung von Vertrauen | 10 |
| 3.3.2 | Der Einflussfaktor Spezifität | 12 |
| 3.3.3 | Der Einflussfaktor Zufriedenheit | 13 |
| 3.3.3.1 | Allgemeine Merkmale von Zufriedenheit | 13 |
| 3.3.3.2 | Das Confirm/Disconfirm-Paradigma als ein Modell zur Herleitung von Zufriedenheit | 14 |
| 3.3.3.3 | Verhaltensreaktionen von Zufriedenheit | 16 |
| 3.3.3.4 | Verhaltensreaktionen von Unzufriedenheit | 17 |
| 4. | Kundenbindungsinstrumente bei Geschäftsbeziehungen von Finanzdienstleistungen | 18 |
| 4.1 | Erläuterung der Gliederungsproblematik und Erklärung der gewählten Systematik | 18 |
| 4.2 | Spezielle Kundenbindungsinstrumente von Finanzdienstleistern | 19 |
| 4.2.1 | Kundenbindung durch Marktsegmentierung des Kundenclientels | 19 |
| 4.2.2 | Die Fachkompetenz des Beraters | 20 |
| 4.2.3 | Die Sozialkompetenz des Beraters | 21 |
| 4.2.4 | Konsequente Serviceorientierung durch individuelle Betreuung | 23 |
| 4.2.5 | Die Bedeutung von neuen Informationstechnologien als Mittel der Kundenbindung | 25 |
| 4.2.6 | Das Allfinanzkonzept als Mittel der Kundenbindung | 26 |
| 4.3 | Kundenbindung mit Hilfe der Möglichkeiten von anderen Instrumenten | 27 |
| 4.3.1 | Die Möglichkeiten der Produktpolitik | 27 |
| 4.3.2 | Der Einsatz von preispolitischen Instrumenten | 28 |
| 4.3.3 | Aktives Beschwerdemanagement zur Sicherung der Kundenbindung | 29 |
| 4.3.4 | Die Bedeutung von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Kundenbindung | 31 |
| 4.3.5 | Die Etablierung von Kundenclubs und sonstige Formen von Kundenbindungsinstrumenten | 32 |
| 5. | Überblick über die Ergebnisse und Kritik | 33 |
| 5.1 | Zusammenfassung der Ergebnisse bei Kundenbindungsstrategien | 33 |
| 5.2 | Kritische Betrachtung der Kundenbindungsinstrumente in deren Wirkung auf das Modell | 35 |
| 5.3 | Weitere Modelldiskussion und Neuvorschlag | 36 |
| 6. | Ausblick auf zukünftige Entwicklungen | 37 |
| Literaturverzeichnis | 39 - 44 | |
| Anhang | V. - IX. | |
| Erklärung |
das Commitment (siehe dazu Kap. 3), da die Beratungsleistung und die Produkte speziell auf ihn zugeschnitten und nur ihm optimalen Nutzen stiften. Eine weitere Komponente der Spezifität ist die Tatsache, daß der Berater sich während des Gespräches nicht sprachlich auf den Kunden umstellen muß, da beide durch ihren Akademikerstatus sozusagen auf der gleichen Ebene stehen. Durch die Spezialität des vorgebrachten Angebotes entwickelt der Kunde auch Vertrauen und Zufriedenheit, da Erwartungen hinsichtlich besonderer Behandlung sich bestätigen. Der Kunde empfindet Beziehungsgerechtigkeit aufgrund des großen Aufwandes, den der Dienstleister für ihn erbringen muß. Dies wird noch durch eine bessere Beratung, als andere Kunden sie bekommen, gefördert. Der Kunde empfindet Beziehungserfolg, wenn er meint, speziellen Nutzen aus dem Kontakt zum Dienstleister ziehen zu können, oder wenn er erkennt, daß sein Umfeld positiv darauf reagiert, daß er bei jenem Dienstleister Kunde ist. Eine erfolgreiche Segmentierung dieser Art ist nur dann erfolgreich, wenn auf Faktoren wie Kompetenz und Serviceorientierung konsequent Wert gelegt wird und diese sich gegenseitig verzahnen. [...]
zung von interessanten Kunden beginnen, die eine „relativ homogene Gruppe“ darstellen.154 Büschgen bezeichnet diese Vorgehensweise als „Zielgruppen-banking“.155 Eine Möglichkeit zur Identifizierung dieser Zielgruppen kann anhand von sozioökonomischen und demographischen Merkmalen vorgenommen werden, wie z.B. dem Einkommen, der Berufsgruppe oder der Altersstruktur.156 Dieser identifizierten Gruppe muß dann ein ihren speziellen Bedürfnissen entsprechendes Leistungsangebot unterbreitet werden, um damit ein hohes Maß an Identität zwischen Finanzdienstleister und diesen besonderen Kunden zu erzielen.157 Die Dresdner Bank hat hierzu das Konzept `Unternehmer berät Unternehmer´ konsequent angewendet.158 Diese Gruppe von Kunden hat spezielle Bedürfnisse, die die Bank dadurch befriedigt, daß sie diese nur von ganz erfahrenen Spezialisten mit einer hohen Qualifikation betreuen läßt.159 Die Bank stellt dem Betreuer ein hohes Maß an Freiraum und Zeit zur Verfügung, um sich solchen Kunden jenseits des Tagesgeschäftes intensiv widmen zu können.160 Ein weiteres sehr erfolgreiches Beispiel ist das Konzept des Allfinanzanbieters MLP. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier die Segmentierung durch `Akademiker beraten Akademiker,´ bei der Beratung von in zielgruppenspezifischen Berufen Tätigen - wie z.B. Ärzten, Diplomkaufleuten und Diplomingenieuren - durch Hochschulabsolventen erfolgt.161 MLP hat für diese einzelnen Berufsgruppen spezielle Konzepte und Problemlösungen entwickelt, die es einem hoch qualifizierten Berater von MLP erlauben, individuelle Angebote für jeden einzelnen Kunden zu konzipieren.162 MLP entnimmt hierbei aus ihrem Produktangebot einzelne Bausteine und setzt diese dann zu einem neuen Produkt, welches genau den Kundenwünschen entspricht, zusammen (Baukastenprinzip).163 Die beiden erwähnten Beispiele bewirken eine Ressourcenspezifität beim Kunden und erhöhen dadurch [...]
Teile dieser Instrumente sind auch auf Finanzdienstleistungen übertragbar, während andere, wie z.B. die Logistik, entfallen. Hauptprobleme sind jedoch die Schwierigkeiten, die beim Versuch entstehen, die speziellen Eigenarten von Finanzdienstleistungen auf die Instrumente zu übertragen. Bei der gewählten Gliederung wurden unter Kap. 4.2. die wichtigsten Merkmale, nämlich Beratung, Betreuung und Allfinanz, als Hauptkundenbindungsinstrumente zusammengefaßt. In dieses Kapitel werden strategische Elemente der Marketingplanung integriert, die sich vor allem auf die Beratungsdienstleistung konzentrieren, während im Abschnitt 4.3. mehr die Finanzprodukte und das Finanzdienstleistungsunternehmen als Institution im Vordergrund stehen. In diesem Kap. werden die Instrumente behandelt, die sich nicht speziell auf Finanzdienstleistungen (u.a. auch Teile der Marketinginstrumente) übertragen lassen konnten. In der gewählten Systematik spielt zusätzlich zu den schon bestehenden Problemen noch die unterschiedliche Ausrichtung und Segmentierung der einzelnen Anbieter eine große Rolle. MLP (eher Kap. 4.2. zuzuordnen) hat sich spezialisiert auf Akademikerberatung. Auf der anderen Seite ist die Sparkasse (eher Kap. 4.3.) der typische Betreuer des Normalverbrauchers mit anderen Schwerpunktsetzungen der Kundenbindungsinstrumente. Trotzdem ist es nicht gelungen, die Kundenbindungsinstrumente vollständig sauber abzugrenzen. Als Beispiel sei hier Allfinanz erwähnt, das auch sehr gut unter der Produktpolitik zu systematisieren wäre. Auf der anderen Seite ist Allfinanz eine Spezialität der Finanzdienstleistungsbranche mit einer besonderen Kundenbindungsfunktion und auch einem speziellen Konzept, das eine Einordnung unter Kap. 4.2. als sinnvoll erscheinen läßt. [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832443665
Arbeit zitieren:
Reiter, Matthias Februar 2000: Kundenbindungsstrategien bei Finanzdienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Dienstleistung, Finanzdienstleistung, Kunden, Kundenbindung



