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Kundenbindung im eCommerce

Chancen, Risiken, Strategien

Kundenbindung im eCommerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Löckenhoff
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 995,3 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4633-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4633-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4633-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Löckenhoff, Christian September 2001: Kundenbindung im eCommerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenbindung, Internet, Virtual Communities, CRM, E-Commerce

Diplomarbeit von Christian Löckenhoff

Einleitung:

Verschiedene Entwicklungen haben in der Vergangenheit zu einer Machtverlagerung hin zum Kunden geführt. Damit wird es für Unternehmen immer schwieriger, Marktanteile zu verteidigen, und so wundert es nicht, dass die Kundenbindung branchenübergreifend bei immer mehr Anbietern an vorderster Stelle der Marketingziele rangiert.

Auch in elektronischen Märkten, in denen aufgrund gesunkener Wechselkosten ein Anbieterwechsel deutlich leichter und schneller vollzogen werden kann als in traditionellen Märkten, gewinnt das Thema Kundenbindung an Bedeutung. So verspricht der Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (hier des Internet) auch ein erhebliches Innovationspotenzial für das Kundenbindungsmanagement. Das veränderte Kommunikationsverhalten macht dazu Anpassungen der Marketingaktivitäten erforderlich, die sich gezielt der neuen Kommunikationsformen im Internet bedienen, und die dem klassischen Marketing nicht zur Verfügung stehen.

Gang der Untersuchung:

Ziel der hier angebotenen Diplomarbeit ist es, eine Auswahl der auf diesen Technologien basierenden Maßnahmen vorzustellen und auf deren kundenbindende Wirkungen hin zu untersuchen. Dazu werden zunächst die Begriffe Internet und eCommerce sowie deren Konsequenzen für die Unternehmenspraxis erläutert. Danach wird eine Definition des Kundenbindungsbegriffs geliefert. Anschließend folgt eine Klassifizierung der spezifischen Bestimmungsfaktoren der Kundenbindung im eCommerce. Das dritte Kapitel widmet sich den klassischen Einflussfaktoren der Kundenbindung. Gegenstand des vierten Kapitels sind konkrete Maßnahmen des Online-Marketing, die in Kapitel fünf anhand der zuvor identifizierten Treiber der Kundenbindung bewertet werden. Ferner werden aus dieser Bewertung Handlungsempfehlungen für das Kundenbindungsmanagement abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 ZIELSETZUNG UND VORGEHENSWEISE 1
1.2 INTERNET UND ELECTRONIC COMMERCE 2
1.2.1 Das Internet 2
1.2.2 Definition und Einsatzmöglichkeiten des Electronic Commerce 3
1.2.3 Marktpotenziale des eCommerce 4
2. VERÄNDERUNGEN IM MARKETING DURCH DAS INTERNET 5
2.1 ONLINE-MARKETING ALS SÄULE DER KUNDENBINDUNG 5
2.1.1 Definition Kundenbindung 5
2.1.2 Online-Marketing 6
2.2 DIE „VIER IN'S“ DER KUNDENBINDUNG IM INTERNET 7
2.2.1 Information 8
2.2.2 Interaktivität 8
2.2.3 Individualisierung 9
2.2.4 Integration 10
2.3 KUNDENNUTZEN IM ECOMMERCE 10
2.3.1 Originärer Nutzen 10
2.3.1.1 Steigerung des Kundennutzens über Leistungsmerkmale 11
2.3.1.2 Aufwandsminimierung für den Kunden 12
2.3.2 Derivativer Nutzen 13
3. KLASSISCHE DETERMINANTEN DER KUNDENBINDUNG 13
3.1 KUNDENLOYALITÄT 14
3.2 KUNDENZUFRIEDENHEIT 15
3.2.1 Bedeutung und Abgrenzung des Konstrukts Kundenzufriedenheit 15
3.2.2 Dynamik in der Kundenzufriedenheit 15
3.3 WECHSELBARRIEREN 16
3.3.1 Ökonomische Wechselhemmnisse 16
3.3.2 Psychische und soziale Wechselbarrieren 17
3.4 VARIETY SEEKING 19
4. INSTRUMENTE DES ECOMMERCE ZUR STEIGERUNG DER KUNDENBINDUNG 20
4.1 VORBEMERKUNGEN 20
4.2 FRONTEND-MANAGEMENT 20
4.2.1 Website-Generationen 20
4.2.2 Personalisierte Websites 21
4.2.3 Wichtige Gestaltungskriterien einer Website 22
4.3 KUNDENDIALOG DURCH ELECTRONIC MAIL 23
4.3.1 Newsletter 23
4.3.2 Autoresponder 24
4.3.3 E-Mail-Beschwerdemanagement 25
4.3.4 E-Mail und klassische Dialogformen 26
4.4 VIRTUAL COMMUNITIES 27
4.4.1 Entstehung, Typen und Definition 27
4.4.2 Community-Building 29
4.4.3 Erfolg durch „Virtual Loyalty“ 30
4.5 PREISBEZOGENE MAßNAHMEN ZUR KUNDENBINDUNG 31
4.5.1 E-Centives 31
4.5.2 Online-Auktionen 32
5. PRAKTISCHE IMPLIKATIONEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 33
5.1 KUNDENBINDUNG AUS STRATEGISCHER SICHT 34
5.1.1 Verbundenheitsstrategie 34
5.1.2 Gebundenheitsstrategie 35
5.2 ERFOLGSKONTROLLE ONLINE 36
5.2.1 Formen der Datenerhebung 36
5.2.1.1 Beobachtungen 36
5.2.1.2 Befragungen 37
5.2.2 Verfahren zur Messung der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit 37
5.2.2.1 Objektive Verfahren 38
5.2.2.2 Subjektive Verfahren 38
6. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK 40
ANHANG 41
A. DAS CONFIRMATION/ DISCONFIRMATION-PARADIGMA 41
A.1 Zur Grundstruktur des Paradigmas 41
A.2 Soll-Standard 42
A.3 Ist-Komponente 42
A.4 Soll-/Ist-Vergleich 42
B. ZU DEN AUSPRÄGUNGEN VON ONLINE-AUKTIONEN 43
B.1 Formen und Funktionen 43
B.2 Verkaufs- und Einkaufsauktionen 44
B.3 Kosten- und Nutzenbetrachtung aus Bietersicht 45
C. SHOPSCORE: EIN ONLINE-TOOL ZUR MESSUNG DER KUNDENZUFRIEDENHEIT 46
LITERATURVERZEICHNIS 48
INTERNETQUELLEN 56
INTERNETADRESSEN 57

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Bindung der Nutzer an die Website des Unternehmens ist die Grundlage für zukünftige Geschäfte und damit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im eCommerce. Doch wird in der Praxis das WWW häufig ausschließlich als Plattform für Werbung verstanden, auf der Unternehmen sich und ihre Produkte präsentieren (Websites der ersten Generation). Außer der Selbstdarstellung wird in der Regel wenig geboten. Deshalb ist eines der größten Probleme im Internet der „Drehtür-Effekt“; die Besucher kommen und gehen, bleiben aber selten.137 Leider stellen diese Websites der ersten Generation noch immer das Gros aller Websites dar und dienen im Grunde lediglich als „virtuelle Platzhalter für Marken“ mit reiner Präsentationsbzw. Imagefunktion. Im Gegensatz dazu nutzen die Websites der zweiten Generation auch die interaktiven Kommunikations- und Transaktionsmöglichkeiten des Internet. Die Websites [...]

In der ersten Phase des Internet-Booms fand der aktive Einsatz von Kundenbindungsinstrumenten kaum Beachtung, da die Geschäftsaktivitäten zunächst ausschließlich auf den Aufbau einer soliden Kundenbasis abzielten. Damit soll hier nicht bestritten werden, dass über Netzwerkeffekte der Nutzen der Nutzer mit der Anzahl aller bestehenden Nutzer exponentiell wächst (s. Kapitel 2.3.2). Jedoch erkennen viele Unternehmen, dass eine Internet-Strategie ebenfalls die Bindung der einmal gewonnenen Kunden unbedingt mit einbeziehen muss, um den langfristigen Erfolg zu sichern.134 Dabei ist bemerkenswert, dass auf ein aus Kostengesichtspunkten je nach Kundenwert differenziertes Angebot in der Regel verzichtet werden kann. Dies lässt sich mit dem Charakter der nachfolgend beschriebenen Maßnahmen begründen. So werden die Grenzkosten dieser entweder gegen Null tendieren oder aufgrund des enormen technischen Fortschritts in der Informationstechnologie an Bedeutung verlieren.135 Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung immer günstigerer Massenspeicher mit höherer Kapazität, die eine Voraussetzung für die Bereitstellung von Informationen sind. Außerdem kann wie am Beispiel der DRESDNER BANK beobachtet werden, dass eine kundenwertorientierte Segmentierung zu einer Abwanderung der „erwünschten“ Kunden führen kann.136 4.2 4.2.1 FRONTEND-MANAGEMENT Website-Generationen [...]

Das Bedürfnis des Kunden nach Abwechslung, das so genannte Variety Seeking, wirkt dem Ziel der Kundenbindung entgegen.129 In der Literatur wird Variety Seeking zum einen als aus bestimmten Motiven abgeleitetes Handeln und zum anderen als Ausdruck des Nutzens, den ein Kunde aus der Abwechslung zieht, verstanden. Dabei ist der Ansatz, nach dem ein Marken- bzw. Anbieterwechsel dem Konsumenten einen Nutzen stiftet, am weitesten verbreitet, und kann zudem als Erklärung für das Wechselverhalten zufriedener Kunden herangezogen werden.130 So neigen selbst zufriedene Kunden zum Variety Seeking, da „auch die ideale Befriedigung eines Bedürfnisses durch ein ideales Produkt zur Langeweile führen kann.“ Dies kann sich in einem Markenwechsel innerhalb der Produktkategorie, aber auch durch ein Wechseln der Produktkategorie äußern. Des Weiteren sind die Varietät der Produktfeatures sowie die der Sortimentsbreite motivierende Variablen für das Variety Seeking.131 Für den eCommerce stellt die Reichhaltigkeit des Angebots im Internet einen der größten Unsicherheitsfaktoren dar. Denn die sich dynamisch verändernden Inhalte des Internet und die einfachen Wechselmöglichkeiten scheinen den Wunsch nach Abwechslung zu stimulieren und den Wechsel der Kunden zu erleichtern.132 Darüber hinaus nehmen durch die höhere Angebots- und Preistransparenz die Chancen des Kunden zu, mit relativ geringen Transaktionskosten, den Anbieter mit dem günstigsten Preis ausfindig zu machen. Diese Entwicklung läuft aber der Kundenbindung zum einzelnen Anbieter entgegen. Die Anbieter versuchen deshalb durch Produktdifferenzierung die Angebots- und Preisvergleichbarkeit einzuschränken.133 [...]

Arbeit zitieren:
Löckenhoff, Christian September 2001: Kundenbindung im eCommerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenbindung, Internet, Virtual Communities, CRM, E-Commerce

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