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Kundenbindung im Virtual Banking

Kundenbindung im Virtual Banking
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Dirk Stermann
  • Abgabedatum: Dezember 1998
  • Umfang: 323 Seiten
  • Dateigröße: 14,7 MB
  • Note: 1,9
  • Institution / Hochschule: Universität Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1683-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1683-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1683-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stermann, Dirk Dezember 1998: Kundenbindung im Virtual Banking, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Erfolgsfaktoren im Internet-Banking, Relationship-Marketing, E-Commerce, Vertriebsmedium Internet

Dissertation / Doktorarbeit von Dirk Stermann

Einleitung:

Die Banken sehen sich seit geraumer Zeit mit einer Vielzahl von Problembereichen konfrontiert. Neben dem Dienstleistungsunternehmen inhärenten Problem, die Erwartungen der Kunden an die Dienstleistungsqualität der Bank korrekt zu erfassen, birgt der Wandel des Bankenumfeldes Chancen und Gefahren. Die rasante Entwicklung im Bereich der Informations-Technologien eröffnet den Banken die Möglichkeit zu einer Verlagerung von den herkömmlichen Vertriebsarten hin zur elektronischen Vertriebsabwicklung. Durch den technischen Fortschritt im IT-Bereich in Verbindung mit den Globalisierungs- und Liberalisierungstendenzen wird das Wettbewerbsumfeld der Banken verändert. So können Non- und Near-Banks in ein Konkurrenzverhältnis mit den traditionellen Banken treten und regional operierende Banken unabhängig ihres Standortes mittels elektronischer Medien ihre Aktivitäten global ausrichten, ohne ein kostenintensives Filialnetz aufzubauen.

Besonders beim Internet-Banking als Teil des Virtual-Banking sind die Banken der Gefahr ausgesetzt, durch institutsunabhängige Finanzsoftware, wie Quicken von Intuit oder MS Money von Microsoft, für den Kunden austauschbar zu werden. Diese Finanzsoftware-pakete nehmen dem Kunden die Auswahl der Bankseiten im Internet sowie die Eingabe von Sicherheitscodierungen ab und ermöglichen dadurch den komfortablen Aufbau von Mehrfachbankbeziehungen. Damit besteht für die Banken die Problematik, daß der Kunde auf lange Sicht lediglich die Funktionalität der Finanzsoftware wahrnimmt und nicht mehr die Banken, die die Dienstleistungen erbringen.

Tiefgreifende Veränderungen treten auch auf Seiten des Kundenverhaltens auf. Der Bankkunde durchläuft einen Veränderungsprozeß vom "treuen Sparer" hin zum kritischen Anleger. Dieser Prozeß wird als Emanzipation des Bankkunden bezeichnet. Indem der Kunde die Möglichkeit besitzt, das für ihn mit dem jeweils höchsten Nutzen ausgestattete Angebot bei den verschiedenen Banken herauszufiltern, wird er mehrere Bankbeziehungen unterhalten. Die in naher Zukunft mögliche Nutzung von sogenannten intelligenten Assistenten verschärft die Problematik zusätzlich. Diese Programme werden in der Lage sein, für den Benutzer die jeweils günstigsten Angebote von Bankprodukten im virtuellen Raum gemäß vorher festgelegter Parameter zu finden. Damit vergrößert sich die Transparenz der Bankangebote für den Kunden erheblich, so daß die Banken aufgrund der wählerischen Klientel vor ein "ernsthaftes Loyalitätsproblem" gestellt werden.

Wie aus der Problemstellung ersichtlich wurde, macht die schwindende Kundenbindung und -loyalität, die insbesondere beim Transformationsprozeß der traditionellen Filialbanken zu virtuellen Banken zutage tritt, ein umfassendes Konzept zur Kundenbindung für die virtuelle Bank erforderlich. Dieses beinhaltet neben der Ausgestaltung der Kundenorientierung und -erreichung die Erarbeitung verschiedener Instrumente zur Kundenbindung.

Das Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, ein solches Konzept zu entwickeln. Den Banken wird durch die Möglichkeit, die Kundenbindung anhand des Konzeptes zu festigen, eine gesunde Ertragslage langfristig ermöglicht. Dazu werden die für die Aufgabenstellung relevanten Situationsvariablen unter Bezugnahme auf das Internet als ein Teilgebiet des Virtual-Banking sowie die theoretischen Grundlagen zur Kundenbindung erarbeitet. Vor allem die dem Internet-Banking inhärenten Risiken lassen ein solches Vorhaben prioritär erscheinen. Dementsprechend wird das Konzept zur Kundenbindung insbesondere unter Berücksichtigung des Internet-Banking vor dem Gesamthintergrund des Virtual-Banking erarbeitet.

Dieses Konzept beschränkt sich bewußt nicht auf eine traditionelle Zielgruppe, die anhand herkömmlicher Segmentierungsvariablen für Banken ermittelt wird, sondern bezieht sich auf alle Privatkunden einer Bank unter Nichtberücksichtigung der institutionellen Kunden. Der Begriff Privatkunde läßt sich folglich nicht unter Bezeichnungen wie Retail Banking oder Private Banking subsumieren. Der Grund dieses Vorgehens liegt in den erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten der virtuellen Bank, die eine individualisierte Kunden-ansprache ermöglichen. Die von Bankinstitut zu Bankinstitut herkömmlichen, unterschiedlichen Kundenabgrenzungen werden damit obsolet.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort III
Inhaltsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis XI
Tabellenverzeichnis XII
Abkürzungsverzeichnis XIII
Teil I: Einleitung 1
1. Problemstellung 1
2. Zielsetzung und Abgrenzung 5
3. Aufbau der Arbeit 7
3.1 Vorgehensweise 7
3.2 Wissenschaftliche Methodik 8
4. Begriffsbestimmung 11
4.1 Virtual-Banking 11
4.2 Kundenbindung 13
Teil II: Entwicklungstendenzen in der Bankbranche 15
5. Ausgangslage aus Sicht der Banken 15
5.1 Besonderheiten von Dienstleistungsunternehmen 15
5.2 Wandel der Rahmenbedingungen 20
5.2.1 Ausgangslage 20
5.2.2 Technologien 23
5.2.3 Wettbewerbsumfeld 26
5.2.4 Kundenverhalten 32
5.2.4.1 Veränderte Situation der Kunden 32
5.2.4.2 Neue Kundenanforderungen 37
5.3 Konsequenzen für die Banken 41
5.3.1 Filialproblematik 41
5.3.2 Entwicklung zum Virtual-Banking 45
6. Bedeutung des Internet 49
6.1 Entwicklung des Internet 49
6.2 Technischer Aufbau des Internet 58
6.3 Sicherheitsaspekte 62
6.3.1 Sicherheitsproblematik 62
6.3.2 Kryptographie 64
6.3.3 Schutz des Banknetzes 66
6.3.4 Schutz des Kundencomputers 68
6.3.5 Vergleich mit traditionellen Transaktionsabläufen 69
6.4 Zahlungssysteme 71
6.5 Entwicklungen der technischen Akzeptanz der Bevölkerung 77
6.6 Kostengesichtspunkte der Internetpräsenz 81
6.6.1 Bankensicht 81
6.6.2 Kundensicht 84
6.7 Banken im Internet 86
6.7.1 Phasen der Internetpräsenz 86
6.7.2 Entwicklungsstand der Bankangebote 87
Teil III: Theorie der Kundenbindung 93
7. Theoretische Grundlagen 93
7.1 Kundennähe 93
7.2 Strategische Ansätze zur Kundenbindung 95
7.3 Entwicklungen zum Relationship Marketing 101
7.4 Retention Marketing 104
8. Kundenaspekte 115
8.1 Loyale Kunden 115
8.2 Kundenzufriedenheit 118
8.3 Kundenbedürfnisse und -erwartungen 128
8.4 Kundenverhalten 133
8.5 Kundenbindungsmöglichkeiten 136
8.6 Erfolgspotentiale 144
9. Mitarbeiteraspekte 147
9.1 Internes Marketing 147
9.2 Loyale Mitarbeiter 149
9.3 Trainingsmaßnahmen 152
9.4 Anreizmaßnahmen 155
Teil IV: Konzept zur Kundenbindung im virtuellen Banking 159
10. Kundenorientierung als Grundgedanke 159
10.1 Externes Marketing 160
10.1.1 Zielgruppe Internet-Nutzer 160
10.1.1.1 Demographische Daten 162
10.1.1.2 Psychologische Merkmale und Verhaltensbeschreibungen 166
10.1.2 Kundenkorridor 171
10.2 Internes Marketing 176
10.2.1 Mitarbeiterperspektive 176
10.2.2 Computer-based Training (CBT) 178
11. Kundenerreichung 181
11.1 Telefon-Banking 181
11.2 Multimedia Terminals 185
11.3 PC-Banking 187
11.3.1 Erfolgsfaktoren 189
11.3.2 Vorteile versus Nachteile 191
11.3.2.1 Vorteile 192
11.3.2.2 Nachteile 198
12. Instrumente zur Kundenbindung 203
12.1 Distributionspolitik (place) 203
12.2 Data Warehouse (processing) 208
12.2.1 Funktionsweise 208
12.2.2 Methoden der Datenerhebung 215
12.3 Produktpolitik (product) 222
12.3.1 Produktqualität 222
12.3.2 Serviceleistungen 226
12.4 Preispolitik (price) 232
12.5 Kommunikationspolitik (promotion) 236
12.5.1 Kommunikationsmodelle 236
12.5.2 Vergleich des Internet mit den traditionellen Werbeträgern 239
12.5.3 Positionierung 242
12.5.4 Internet-Werbekommunikationsmittel 245
12.5.4.1 Primäres Werbemittel 246
12.5.4.2 Sekundäres Werbemittel 249
13. Virtual-Banking - ein Ausblick 255
13.1 Technische Innovationen 255
13.2 Organisationale Tendenzen 260
Teil V: Zusammenfassung 263
Glossar XVII
Interviewpartner XXI
Literaturverzeichnis XXV

Arbeit zitieren:
Stermann, Dirk Dezember 1998: Kundenbindung im Virtual Banking, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Erfolgsfaktoren im Internet-Banking, Relationship-Marketing, E-Commerce, Vertriebsmedium Internet

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