Kundenakquise
Entwicklung einer Akquisestrategie für Premium-Anwendungen in der digitalen Benutzer-Kommunikation
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stephan Preuß
- Abgabedatum: August 2005
- Umfang: 94 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,6
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9056-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9056-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9056-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Preuß, Stephan August 2005: Kundenakquise, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Akquise, verkaufen, Kunde, Premium Segment, Strategie
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Diplomarbeit von Stephan Preuß
Einleitung:
Kunden sind die zwingend notwendige Grundlage eines jeden Geschäfts. Jede Unternehmung die sich in einer Branche profilieren will, muss nach Kunden suchen, diese auf sich Aufmerksam machen und von den eigenen Leistungen überzeugen. Diese Arbeit wird eine Lösung erarbeiten, mit deren Hilfe Kunden für Anwendungen mit digitalen Benutzer-Schnittstellen im Premium-Bereich gewonnen werden können. Zu diesem Bereich gehören alle Computer-Mensch Schnittstellen, bei denen Informationen ein- und ausgegeben werden. Dies sind z. B. Benutzeroberflächen von Automobil-Computern, mobile Geräte, Verkaufsautomaten, Informations-Displays auf Messen sowie Bürogeräte zur Unternehmensorganisation.
Die Aufgabe solcher Schnittstellen ist es dabei, bei problemloser Bedienung Informationen für den Anwender einfach zugänglich zu machen. Bei der zu erarbeitenden Strategie ist das Zielsegment die grafische Benutzer-Schnittstellen-Kommunikation für Unternehmen, welche eine solche Anwendung wiederum für ihre Kunden nutzen, sie ihnen zur Verfügung stellen oder selbst zur internen Organisation und Kommunikation einsetzen.
Das interessante für den Käufer solcher Produkte sind die nahezu unendlichen Anwendungsmöglichkeiten. So wird es ihm seinerseits mittels Infoterminals möglich, mehr Kunden zu informieren, zu bewerben und zu binden, den Umsatz zu steigern, neue Marktsegmente zu erschließen oder seinen Kunden neue mobile Serviceleistungen anzubieten.
Das Premium-Segment wurde gewählt, da die Anforderungen an die zu erstellenden Anwendungen sehr hoch sind. Die Bedienung muss schnell erfolgen und die gewünschten Informationen müssen für den Anwender aus einer riesigen Datenflut auffindbar sein. Zudem werden die Geräte einer sehr breiten Zielgruppe zur Verfügung gestellt. Weiterhin kommt hinzu, dass die Anwendung oftmals als Aushängeschild und als Erstkontakt mit einem Unternehmen dient. Viele Bahnkunden haben mit der Deutschen Bahn heute nur noch über die ‚Schnittstelle’ Fahrkartenautomaten Kontakt zum Unternehmen. Da ist zu bezweifeln, ob die eingesetzten Automaten ihrer wichtigen Rolle in der Kundenkommunikation gerecht werden.
Nicht zuletzt bietet das Premium-Segment als Hochleistungsbereich eine hervorragende Ausgangsbasis für den Verkauf auch an preisbewusste Kunden. Alexander Verweyen beschreibt es so: „Wer weiß, wie er an Premium-Kunden verkauft, der wird auch bei anderen Kundengruppen reüssieren“.
Die Premium-Kriterien einer solchen Kommunikationslösung müssen vor allem die hoch-qualitative Entwicklung, die nahezu übergangslose Implementierung in die Unternehmensprozesse, der barrierefreie Zugang zu Informationen, intensive Beratungsleistungen und der Rundum-Service um die Wünsche des Kunden sein.
Ziel dieser Arbeit ist es, eine Akquisestrategie zu entwickeln, die sich für den Verkauf von Kommunikationslösungen mit grafischen Benutzeroberflächen im Premium-Segment an Geschäftskunden eignet. Auf diese Weise soll eine umfangreiche Grundlage für die Gestaltung der Akquise in einem Unternehmen geliefert werden. Es ist abzusehen, dass Aufgrund des Umfangs der Produktvermarktung und Kundenwerbung einzelne Schwerpunkte gesetzt werden und einige Teilbereiche nicht explizit untersucht werden können.
Die Aufgabe der Strategie ist es, Vorteile für das Unternehmen in der Akquise zu erringen. Mit ihr soll sichergestellt werden, dass der Akquise im Unternehmen ausreichend Bedeutung zukommt und das Ziel der Kundenakquise konsequent verfolgt wird. Sie hat die Aufgabe die Gewinnung und Kontaktführung neuer Kunden abzusichern, zu verbessern und auf diese Weise das Unternehmen durch einen guten Kundenstamm zu stabilisieren.
Bei der Zielsetzung der anzubietenden Premium-Produkte sind zwei Eigenschaften erforderlich: die Individualität des Produktes und intelligente, zukunftsgerichtete Software-Kommunikationslösungen. Die Produkte werden für den Kunden voraussichtlich individuell entworfen oder zumindest spezifisch angepasst. Die Anwendungen nutzen die vielfältigen Möglichkeiten der Medien und der modernen Technik, um eine exzellente Lösung für den Kunden zu erreichen. Diese zwei Faktoren werden als Grundsatz für die anzubietenden Produkte angenommen.
Ziel der Anwendung dieser Strategie ist die Profilierung eines zunächst kleinen, später mittel-ständischen Unternehmens im Medienmarkt. Es wird davon ausgegangen, dass die eigene Unternehmung sich zunächst in dem Zielmarkt profilieren muss. Dies soll jedoch nicht die Verwendung in einem bereits erfolgreich am Markt agierenden Unternehmen einschränken.
Gang der Untersuchung:
Die Ausarbeitung der Akquisestrategie lässt sich in drei Teilbereiche untergliedern. Im ersten Abschnitt werden Grundlagen zur Kundenakquise erarbeitet, um auf dieser Basis den Ablauf der Strategie zu definieren. Das Vorgehensmodell wird dabei um geeignete Marketing-Methoden und Überlegungen zur Organisation der Akquise ergänzt.
Im zweiten und dritten Teil der Arbeit werden zwei Kernpunkte der Strategie näher untersucht. Der zweite Teil (Kapitel 3) wird dazu ein Vorgehen zur Auswahl der erfolgsversprechenden Firmen und einer geeigneten Kontaktführung zu den Entscheidern aufzeigen. Zur Auswahl der potentiellen Kunden werden Möglichkeiten zur Adressrecherche vorgestellt und eine Bewertungsmethode entwickelt.
Im dritten Teil (Kapitel 4) erfolgt die Ausarbeitung für das Vorgehen bei der Überzeugung. So ist zu klären, wie Entscheidungsprozesse im Zielsegment erfolgen und wie mit geeigneten Argumenten und Methoden diese Entscheidungen positiv beeinflusst werden können. In diesem Bereich wird speziell ein Vorgehen bei den wesentlichen Kommunikationsinstrumenten erarbeitet.
Die gesamte Ausarbeitung erfolgt auf Basis von Literaturrecherchen und eigenen Schlussfolgerungen. Insbesondere die Vorgehensmodelle basieren im Wesentlichen auf eigenen Überlegungen, da in der Literatur und in Untersuchungen die Akquiseproblematik wenig strategisch betrachtet und untersucht wird. Die vorliegende Arbeit ist somit eine Theoriearbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Ausgangsbasis | 8 |
| 1.2 | Zielsetzung | 9 |
| 1.3 | Vorgehensweise | 10 |
| 2. | Vorbetrachtungen und Ausarbeitung des Strategieverlaufs | 11 |
| 2.1 | Einordnung der Kundenakquise | 11 |
| 2.2 | Anforderungen durch das Zielsegment | 12 |
| 2.2.1 | Kundenausrichtung | 12 |
| 2.2.2 | Premium-Segment | 13 |
| 2.2.3 | Markt der digitalen Benutzer-Interfaces | 16 |
| 2.2.4 | Produkt-Anwendungen im Zukunftsmarkt | 18 |
| 2.3 | Ausarbeitung der Akquisestrategie | 21 |
| 2.3.1 | Anforderungen an die strategische Vorgehensweise | 22 |
| 2.3.2 | Anforderungen an die Kommunikation | 23 |
| 2.3.3 | Ausarbeitung des Strategieverlaufs | 24 |
| 2.3.4 | Auswahl geeigneter Marketing-Akquisemethoden | 29 |
| 2.3.5 | Ansätze zur Organisation der Akquisition | 32 |
| 3. | Ausarbeitung einer Methodik zur Auswahl von potentiellen Kunden und der Kontaktführung | 35 |
| 3.1 | Definition des Zielsegments | 35 |
| 3.2 | Recherche und Auswahl der Firmen | 37 |
| 3.2.1 | Methoden zur Adressgenerierung | 37 |
| 3.2.2 | Differenzierung mithilfe des Kundenwertes | 40 |
| 3.2.3 | Möglichkeiten der Informationsrecherche | 44 |
| 3.3 | Kontaktführung zu den Entscheidern | 46 |
| 3.3.1 | Auswahl geeigneter Akquiseinstrumente | 46 |
| 3.3.2 | Rechtliche Einschränkungen bei der Ansprache | 50 |
| 3.3.3 | Ausarbeitung einer Vorgehensweise zur Kontaktführung | 52 |
| 4. | Ausarbeitung einer Methodik zum Überzeugen potentieller Kunden | 56 |
| 4.1 | Voraussetzungen bei der Kauf-Überzeugung von Unternehmen | 56 |
| 4.1.1 | Beschaffungsverhalten und Entscheidungsprozesse | 56 |
| 4.1.2 | Investitionsbedürfnisse und Investitionserwartungen | 58 |
| 4.2 | Ausarbeitung einer Vorgehensweise zur Überzeugung | 62 |
| 4.3 | Überzeugung durch inhaltliche Kommunikation | 63 |
| 4.3.1 | Produktnutzen und Qualität der Leistung | 63 |
| 4.3.2 | Preisdurchsetzung und Finanzierungsmodell | 65 |
| 4.3.3 | Preisargumentation | 67 |
| 4.4 | Überzeugung innerhalb der Kommunikationsinstrumente | 68 |
| 4.4.1 | Erstansprache-Brief | 69 |
| 4.4.2 | Telefon | 71 |
| 4.4.3 | Persönliches Gespräch | 73 |
| 4.5 | Ergänzende Überzeugung durch Kommunikation | 76 |
| 4.5.1 | Wahl der Sprachlichkeit | 76 |
| 4.5.2 | Persönlicher Auftritt | 77 |
| 4.5.3 | Image- und Markenaufbau | 79 |
| 5. | Abschließende Betrachtung und Ausblick | 81 |
| 5.1 | Zusammenfassung und Wertung der erarbeiteten Ergebnisse | 81 |
| 5.2 | Weiterentwicklung der Strategie | 82 |
| Literaturverzeichnis | 83 | |
| Quellenverzeichnis | 86 | |
| Abbildungsverzeichnis | 91 | |
| Tabellenverzeichnis | 92 | |
| Anlagen | 93 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 96 |
Auch bei der ungewöhnlichen Wahl der Parameter ‚Kundenwert’ und ‚Akquisechance’, funktioniert die Gewichtung in der Eisenhowermatrix: Ein Kunde mit geringem Wert für die eigene Unternehmung und geringen Akquisechancen werden von vornherein nicht akquiriert. Ist er dagegen leicht akquirierbar, so halten sich die einzusetzenden Akquisekosten und -risiken in Grenzen. Es wird vermutlich ein mittelständisches Unternehmen sein, welches sich zur Basissicherung des Umsatzes eignet. Beim ‚Question Mark’-Unternehmen ist zwar der Kundenwert hoch, aber auch die Chancen gering und dementsprechend risikobehaftet. Beim so genannten ‚Star’, einem Unternehmen welches dementsprechend einen hohen Wert hat, als auch leicht akquirierbar erscheint, darf mit der Akquise nicht gezögert werden. Dieses Unternehmen muss [...]
Angebotsdarstellung auf der eigenen Website Präsenz im Internet durch Suchmaschinen, Branchenverzeichnisse und bspw. Mehrwertdiensten (extra betriebene Portale, bzw. Projekte) Präsenz bei branchenrelevanten Messen, Veranstaltungen usw. Namenspräsenz auf den verkauften Produkten Die scheinbar effektivsten Methoden zum auffinden von Kunden sind offenbar Kontaktbörsen wie ‚openBC’ und Verzeichnissuchen, da sich durch die Internetrecherche sehr schnell, zahlreiche Informationen sammeln lassen. Umgekehrt können gute Firmen gesucht werden, die durch ihre mangelnde Präsenz im Internet auffallen, um ihnen ein konkretes Kommunikationsangebot zu machen. Die Rentabilität von Adressbrokern muss mit Durchführung der Akquisestrategie geprüft werden, da sie im Gegensatz zu anderen Methoden auch eine große Zeitersparnis mit sich bringen. [...]
wertbare Daten gesammelt, die einerseits die Akquise dieses Kunden verwalten und optimieren hilft und andererseits einen riesigen Pool an Daten für die Kontrolle und Optimierung des Systems zur Verfügung stellen. So ließe sich bspw. feststellen, dass große Unternehmen eher auf EMails reagieren, und kleinere eher auf Briefpost. Die Chancen einer möglichst intelligenten Software sind dabei ebenso unbegrenzt wie die des gewählten Marktsegments selbst. Grenzen setzt dabei hier das Gewinn-pro-Funktion-Kriterium, da die Entwicklung eines speziellen Mechanismus für 20.000 € sich möglicherweise diesen Preis nicht innerhalb von 3 Jahren amortisieren kann. Die Einbindung des Systems müsste dann möglichst optimal in die Verwaltungssoftware des Unternehmens geschehen, so dass bspw. eine einheitliche Terminplanung und der Austausch von Kundendaten möglich wären. Alternativ kann diese Verwaltung auch nicht-digital, in Form von Kunden-Ordnern durchgeführt werden. Ebenso bietet sich eine kleine Lösung auf Basis von Excel und Outlook an, welche dann später zu einem AMS weiterentwickelt wird. Besonders interessant ist hier, dass das Acquisition Management System selbst als Produkt und Kommunikationslösung zur Gewinnung neuer Kunden dienen kann, indem es weiter verkauft wird. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832490560
Arbeit zitieren:
Preuß, Stephan August 2005: Kundenakquise, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Akquise, verkaufen, Kunde, Premium Segment, Strategie



