Kulturelle und sprachliche Unterschiede internationaler Werbung
Eine Untersuchung der Adaptionsproblematik von Anzeigen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Nadine Dönike
- Abgabedatum: Juli 2004
- Umfang: 113 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8551-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8551-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8551-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dönike, Nadine Juli 2004: Kulturelle und sprachliche Unterschiede internationaler Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kommunikation, Internationalisierung, Globalisierung, Glokalisierung, Assoziationsverhalten
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Diplomarbeit von Nadine Dönike
Problemstellung:
Im Zuge der Globalisierung hat sich der Trend durchgesetzt, Printwerbung (und Wirtschaftswerbung im Allgemeinen) nicht mehr – wie anfangs üblich – separat in den und für die einzelnen Wirtschaftsmärkte zu entwickeln und zu gestalten. Vielmehr werden seit den 1990er Jahren auf kostengünstigerem Wege erfolgreiche Kampagnen und Kommunikationsstrategien eines Ausgangsmarktes länderübergreifend entwickelt und national bzw. kulturell adaptiert.
Kulturelle und sprachliche Unterschiede stellen u.a. oft das Hauptproblem bei der Adaption internationaler Werbeanzeigen dar. Nicht nur der redaktionelle Teil, also der geschriebene Text einer Anzeige, birgt Übersetzungsprobleme. Gerade bei der Adaption von Anzeigen für verschiedene Zielmärkte ist nicht nur eine adäquate Übertragung der textuellen Wirkungsweise in eine andere Sprache und Kultur von besonderer Bedeutung, sondern auch die Interaktion von Bild und Schlagzeile bzw. Bild und Fließtext spielt eine wesentliche Rolle, da sich hier die größten interkulturellen Unterschiede verbergen.
Schlecht funktionierende und holprig klingende adaptierte Werbung beruht größtenteils auf mangelnder Sich-Bewusstmachung dieser Aspekte seitens der Werbenden und klassischen Übersetzer. Eine qualitativ gute Adaption wird dagegen durch die gezielte Thematisierung und Darstellung potentieller Konfliktpunkte klar identifiziert und gelöst.
Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, die sprachliche sowie kulturelle Adaptionsproblematik internationaler Werbeanzeigen für den englisch- und den deutschsprachigen Markt darzulegen und verschiedene Lösungsansätze für eine qualitativ hochwertige und damit effektive Werbeadaption aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Einleitung | 1 | |
| Problemstellung | 1 | |
| Vorgehensweise bei der Untersuchung | 2 | |
| 1. | Internationale Werbung | 3 |
| 1.1 | Definition und Grundlagen | 3 |
| 1.1.1 | Werbung | 3 |
| 1.1.2 | Geschichte der Werbung | 5 |
| 1.1.3 | Aufbau von Werbeanzeigen | 7 |
| 1.1.4 | Werbung als Kommunikationsmittel | 10 |
| 1.2 | Internationalisierung der Werbung durch Globalisierung | 14 |
| 1.3 | Standardisierung von Werbung | 16 |
| 1.4 | „Glokalisierung“ | 18 |
| 2. | Kulturspezifische Besonderheiten | 20 |
| 2.1 | Definition und Grundlagen | 21 |
| 2.1.1 | Kultur | 21 |
| 2.1.2 | Kulturelle Unterschiede | 23 |
| 2.2 | High Context- und Low Context-Kulturen | 29 |
| 2.3 | Assoziationsverhalten | 33 |
| 2.4 | Kulturcharakteristika | 36 |
| 2.5 | Englisch in deutscher Werbung | 39 |
| 3. | Werbetextadaption | 44 |
| 3.1 | Definition und Grundlagen | 45 |
| 3.1.1 | Adaption | 45 |
| 3.1.2 | Äquivalenzdiskussion | 50 |
| 3.2 | Werbesprache | 53 |
| 3.2.1 | Texttypologie | 56 |
| 3.2.2 | Stilmittel | 60 |
| 3.2.3 | Persuasion | 65 |
| 3.3 | Internationale Werbung als besonderes Problem der Adaption | 69 |
| 4. | Kulturelle und sprachliche Analyse von Werbeanzeigen und deren Adaptionen | 71 |
| 4.1 | PIZ BUIN Self Tan Foam | 73 |
| 4.2 | Lycra | 79 |
| 4.3 | Logitech Mobile Bluetooth Headset | 85 |
| 4.4 | Kensington | 91 |
| 4.5 | Double A Paper | 93 |
| 5. | Schlussbemerkungen | 95 |
| Anhang I: Übersetzungen von englischen Slogans | 97 | |
| Literaturverzeichnis | 99 | |
| Hilfsmittelerklärung | 104 |
In den vorigen Kapiteln wurden die internationale Werbung sowie kulturelle Unterschiede bei global eingesetzter Werbung thematisiert. Hier wurde aufgezeigt, dass einheitliche Werbung die Lösung für den internationalen Markt zu sein scheint. Standardisierung von Werbung erweist sich ökonomisch gesehen zwar als kostengünstiger, unterschiedliches Assoziationsverhalten und Verständnis standardisierter Werbung in den verschiedenen Kulturen können allerdings dazu führen, dass die Werbebotschaft nicht oder falsch verstanden wird. Eine solche Fehlinterpretation kann zu einem fehlenden Kaufverhalten und letztendlich zu höheren Kosten seitens der Werbenden führen. Somit erscheint eine globale Standardisierung der Werbekommunikation vor dem Hintergrund einer einheitlichen Weltkultur als Lösungsansatz zweifelhaft. Im folgenden Kapitel wird nun die Adaption von Werbekommunikaten thematisiert. Es werden Lösungsansätze aufgezeigt, die unter Berücksichtigung der Internationalität und gleichzeitigen kulturellen, regionalen und lokalen Prägung von Zielgruppen in den Zielmärkten eine qualitativ hochwertige Adaption ermöglichen. Nur eine lokal angepasste internationale Werbebotschaft kann auf globaler Ebene erfolgreich sein und Werbenden sowie Umworbenen zugute kommen. Daher beschäftigt sich dieses Kapitel zunächst mit der Werbetextadaption. Hierbei werden die besonderen kreativen Stilmittel der Werbesprache in Werbetexten untersucht. Als besonderes Problem der Adaption wird am Schluss dieses Kapitels internationale Werbung erwähnt und vor dem Kontext auf der Suche einer erfolgreichen Lösung für dieses Problem analysiert. [...]
macht darauf aufmerksam, dass Slogans üblicherweise in viele Sprachen kulturell adaptiert werden: „An example is how Philip’s statement ‚Let’s make things better’ was translated into Spanish as Juntos hacemos tu vida mejor, into Italian as Miglioramo il tuo mondo, and in French as Faisons toujours mieux.“168 Im Deutschen ist allerdings der Slogan Let’s make things better wahrscheinlich wegen der international, modern und weltoffen erscheinenden englischen Sprache beibehalten worden. Die Ergebnisse der Trendstudie sowie die in diesem Kapitel aufgeführten kulturellen Unterschiede, deren Ursachen ebenso wie die Kulturcharakteristika Großbritanniens und Deutschlands zeigen ganz deutlich, dass eine Adaption von Werbung wichtig ist, um die Werbebotschaft, so wie sie von den Werbenden – und damit den Sendern der Botschaft – beabsichtigt ist, an den Umworbenen – und damit den Empfängern der Botschaft – erfolgreich zu übermitteln. Daher befasst sich das folgende Kapitel mit der Werbetextadaption und den einzelnen Aspekten, die die Lösung für eine qualitativ hochwertige Adaption darstellen. [...]
während McDonald’s mit Everytime a good time und Lufthansa mit There’s no better way to fly von über 50 % annähernd korrekt übersetzt werden konnten. Andere Slogans hingegen, wie z.B. Drive Alive von Mitsubishi, konnten von einem Teil zwar wörtlich übersetzt, aber in keinen Verständniszusammenhang gebracht werden.166 Der Vorstandssprecher der Endmark AG, Bernd M. Samland, gibt die Globalisierung des Marketings als Grund für die Verwendung der englischen Sprache in deutscher Werbung sowie die attraktive Internationalität des Englischen an.167 Von besonderem Interesse ist hierbei die Tatsache, dass das deutsche Unternehmen Siemens in Deutschland mit dem Slogan Be inspired wirbt, der in Frankreich allerdings ins Französische (Soyez inspiré) übersetzt wurde. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832485511
Arbeit zitieren:
Dönike, Nadine Juli 2004: Kulturelle und sprachliche Unterschiede internationaler Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kommunikation, Internationalisierung, Globalisierung, Glokalisierung, Assoziationsverhalten



