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Kulturelle Konflikte im Personalmanagement internationaler Unternehmen

Kulturelle Konflikte im Personalmanagement internationaler Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Achim Szameit
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 106 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7905-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7905-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7905-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Szameit, Achim Februar 2004: Kulturelle Konflikte im Personalmanagement internationaler Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Management Profiling, Delegation, Shared Services, Human Resources, Hofstede

Diplomarbeit von Achim Szameit

Einleitung:

Es gibt heute kaum mehr Unternehmen, die nicht international tätig sind. Sei es durch einfache Handelsbeziehungen mit Rohstofflieferanten, direkten oder indirekten Import und Export, Franchisegeber- bzw. Franchisenehmerverhältnisse, Joint Ventures, Direktinvestitionen oder durch die völlige Loslösung von nationalen Gedanken bei den „Global Players“.

Bisher lag in diesem Zusammenhang der Forschungsschwerpunkt häufig im Bereich Strategie, Organisation und Marketing. Die Bereiche Personalmanagement und die verschiedenen Kulturaspekte wurden häufig als Beiwerk vernachlässigt und als sekundäre Erfolgsfaktoren betrachtet. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Forschung jedoch immer mehr dieser Thematik zugewandt, und es ist eine Vielfalt an Literatur veröffentlicht worden. Egal aus welcher Warte das Unternehmen und seine Bestandteile betrachtet werden, ist es sinnvoll, das Unternehmen ganzheitlich einzubeziehen, also nachhaltig alle Bereiche des Unternehmens abzudecken.

Ein Unternehmen selbst zielt auf die Vergrößerung des Shareholder Values. Der Shareholder-Value-Ansatz zielt darauf ab, aus der unternehmerischen Tätigkeit den größtmöglichen Gewinn für die Eigenkapitalgeber zu generieren. Die Eigenkapitalrendite wird maximiert und somit der Gewinn der Anteilseigner. Wird dieser vergrößert, so die Theorie, so profitieren letztlich sämtliche Stakeholder, also alle Personen oder Organisationen die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen, wie etwa die Mitarbeiter, die Kunden, aber auch z.B. der Sitzstaat des Unternehmens. Der Stakeholder-Value-Ansatz hat die Befriedigung sämtlicher Bedürfnisse der an ein Unternehmen gebundene Interessengruppen im Fokus.

So sehr technologische Unterschiede und geographische Distanzen geringer zu werden scheinen, so treten doch im Zuge der Internationalisierung auch neue Fragestellungen auf. Nähern sich unterschiedliche Kulturkreise einander genauso schnell an wie sie die neuen Telekommunikationsmöglichkeiten verbinden? Welchen Einfluss haben die kulturellen Wurzeln eines Managers auf sein Entscheidungsverhalten? Kann man dieses Entscheidungsverhalten voraussagen? Über welche Eigenschaften sollte zukünftig im Ausland tätiges Personal verfügen? Welche Maßnahmen sind in der Vorbereitung zu treffen? Hat die persönliche Kultur der Entscheidungsträger Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg der internationalen Projekte? Wie lässt sich vorbeugend handeln?

Wie zu erkennen ist, gibt es viele Variablen im Zusammenspiel von international tätigen Mitarbeitern und international tätigen Unternehmen. Unterschiede bestehen zwischen der Kultur der Mitarbeiter, der Kultur des Einsatzgebietes und der Kultur der Unternehmung.

Weiterhin ist zu untersuchen, wie Mitarbeiter und ihre Familien sinnvoll auf internationale Tätigkeiten vorbereitet werden können, und wie Stellen sinnvoll besetzt werden können. Auch die Analyse der Entscheidungsträger internationaler Konkurrenzunternehmen und deren zukünftiges Entscheidungsverhalten sind wichtig in diesem Zusammenhang. Die Problemstellung dieser Arbeit liegt also in den Risiken der internationalen Geschäftstätigkeit im Hinblick auf die international tätigen Mitarbeiter und deren Counterparts in konkurrierenden Unternehmen.

Wie kann also das internationale Personalmanagement seinen Beitrag zur Erreichung des Unternehmenszieles leisten? Wie kann durch die Instrumente des Personalmanagements der Kostenfaktor Mensch minimiert werden und gleichzeitig ein optimaler Mitarbeitereinsatz im In- und Ausland gewährleistet werden? Diese Fragestellungen sollen im Verlauf dieser Arbeit untersucht werden.

Zielsetzung der Arbeit:

Diese Arbeit soll zunächst einmal Begriffe wie „Internationales Personalmanagement“, „Kultur“ und „Konflikt“ erklären. Im Bereich „Internationales Personalmanagement“ soll ferner die Position des Personalmanagements innerhalb eines Unternehmens verdeutlicht werden und welcher Zusammenhang zur Strategie und zur Organisation des Unternehmens besteht. Im Anschluss daran sollen die verschiedenen Phasen eines internationalen Mitarbeitereinsatzes erläutert werden.

Die Problemstellungen, die bei der internationalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens und dem damit verbundenen internationalen Einsatz von Mitarbeitern entstehen sowie der Ablauf einer internationalen Mitarbeiterdelegation werden aufgezeigt. Gleichzeitig soll ein Überblick über verschiedene Ansätze in der Forschung zum Umgang mit dem Begriff Kultur und dem unterschiedlichen Umgang mit kulturellen Fragestellungen verschafft werden. In diesem Zusammenhang werden die Theorien von Hofstede, Hampden-Turner/Trompenaars und Hall vorgestellt. Diese Theorien zur Definition von Länder- und personenspezifischen kulturellen Unterschieden sollen eine Analyse der Zielländer, in denen ein Unternehmen zukünftig aktiv werden möchte, im Hinblick auf kulturelle Konfliktpotenziale und damit Risiken für die Auslandstätigkeit ermöglichen. Außerdem bieten diese Theorien gleichzeitig die Möglichkeit einzelne Mitarbeiter hinsichtlich ihrer kulturellen Ausprägung gezielt zu untersuchen.

Im vierten Abschnitt wird eine Auswahl möglicher Lösungsansätze vorgestellt und aufgezeigt wie mit den vorher erkannten Fragestellungen zu verfahren ist. Hierbei steht die Analyse der Entscheidungsträger der Konkurrenz, die Karriereplanung und Mitarbeiterentwicklung sowie speziell das kulturelle Training im Vordergrund.

Das Zusammenspiel von international tätigen Mitarbeitern und international tätigen Unternehmen, von der Kultur der Mitarbeiter, der Kultur des Einsatzgebietes und der Unternehmenskultur sowie deren Vorhersagemöglichkeiten und Vorbereitungsmöglichkeiten auf die potenziell damit verbundenen Schwierigkeiten stehen im Fokus dieser Arbeit. Der Einfluss kultureller Unterschiede und das damit verbundene Konfliktpotenzial im Hinblick auf das Personalmanagement internationaler Unternehmen ist Untersuchungsgegenstand.

Es ist leider nur schwer möglich ein so komplexes Thema wie das dieser Arbeit im Rahmen einer Diplomarbeit in der Tiefe zu behandeln. Daher liegt der Ansatz hier eher in der ganzheitlichen Betrachtung des Gesamtbereiches und nicht in der abgeschlossenen Analyse einzelner Teilbereiche. So wird es später leichter möglich sein, einzelne Bereiche auszuwählen und in der Tiefe zu untersuchen, ohne dabei den Überblick zu verlieren und andere Aspekte zu vernachlässigen. Für ein bereits international tätiges oder in Zukunft tätig werdendes Unternehmen wird es hierdurch möglich die zukünftigen Risiken zu minimieren und auf zukünftiges Konfliktpotential vorbereitet zu sein.

Die Fragestellung, ob es eine einzelne universell gültige Managementtheorie gibt, die eine Antwort auf alle mit kulturellen Unterschieden in Zusammenhang stehenden Fragen liefern kann, soll im Rahmen dieser Arbeit nicht Untersuchungsgegenstand sein. Auch festzustellen, welcher Managementansatz optimal zu welcher Kultur passt kann an dieser Stelle nicht geklärt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Abkürzungs- und Symbolverzeichnis 5
1. Einleitung 6
1.1 Problemstellung 6
1.2 Zielsetzung der Arbeit 8
2. Internationales Personalmanagement 10
2.1 Internationale Unternehmen 10
2.2 Definition Personalmanagement 12
2.3 Nationales vs. Internationales Personalmanagement 14
3. Interkulturelle Konflikte 16
3.1 Definition Kultur 16
3.2 Definition Konflikt 19
3.3 Kultur als managementrelevanter Faktor 20
3.4 Kulturdimensionen nach Hofstede 22
3.4.1 Machtdistanz 23
3.4.2 Unsicherheitsvermeidung 23
3.4.3 Individualität vs. Kollektivismus 24
3.4.4 Maskulinität vs. Feminität 24
3.4.5 Langfristige vs. kurzfristige Orientierung 25
3.5 Kulturelle Unterschiede nach Hall/Reed-Hall 25
3.5.1 Schnelle und langsame Nachrichten 26
3.5.2 Hoher und niedriger Kontext 26
3.5.3 Raum 27
3.5.4 Zeit 28
3.5.5 Zeit als Kommunikationsmittel 29
3.5.6 Informationsfluss 31
3.5.7 Zusätzliche Faktoren 31
3.6 Kulturelle Kompetenz nach Hampden-Turner/Trompenaars 32
3.6.1 Universalismus vs. Partikularismus 32
3.6.2 Individualismus vs. Kollektivismus 35
3.6.3 Spezifikation vs. Diffusion 36
3.6.4 Erreichter Status vs. Gewährter Status 38
3.6.5 Introvertiertheit vs. Extrovertiertheit 40
3.6.6 Serielle vs. Parallele Zeitwahrnehmung 41
4. Lösungsansätze 44
4.1 Langfristige Karriereplanung und Personalentwicklung 44
4.2 Interkulturelles Training 46
4.3 Stufen des internationalen Personaleinsatzes 51
4.3.1 Personalbeschaffung und Personalauswahl 51
4.3.2 Vorbereitung 53
4.3.3 Betreuung 55
4.3.4 Entlohnung 56
4.3.5 Wiedereingliederung 57
4.3.6 Erfolgskontrolle 58
4.4 Weitere Aspekte der Delegationsvorbereitung 60
4.5 Management Profiling 62
5. Fazit und Ausblick 68
Literaturverzeichnis 70
Anhang 72

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es gibt heute kaum mehr Unternehmen, die nicht international tätig sind. Sei es durch einfache Handelsbeziehungen mit Rohstofflieferanten, direkten oder indirekten Import und Export, Franchisegeber- bzw. Franchisenehmerverhältnisse, Joint Ventures, Direktinvestitionen oder durch die völlige Loslösung von nationalen Gedanken bei den „Global Players“.1 Bisher lag in diesem Zusammenhang der Forschungsschwerpunkt häufig im Bereich Strategie, Organisation und Marketing. Die Bereiche Personalmanagement und die verschiedenen Kulturaspekte wurden häufig als Beiwerk vernachlässigt und als sekundäre Erfolgsfaktoren betrachtet. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Forschung jedoch immer mehr dieser Thematik zugewandt, und es ist eine Vielfalt an Literatur veröffentlicht worden.2 Egal aus welcher Warte das Unternehmen und seine Bestandteile betrachtet werden, ist es sinnvoll das Unternehmen ganzheitlich einzubeziehen, also nachhaltig alle Bereiche des Unternehmens abzudecken. Ein Unternehmen selbst zielt auf die Vergrößerung des Share-holder-values. Der Shareholder-Value-Ansatz zielt darauf ab, aus der unternehmerischen Tätigkeit den größtmöglichen Gewinn für die Eigenkapitalgeber zu generieren. Die Eigenkapitalrendite wird maximiert und somit der Gewinn der Anteilseigner. Wird dieser vergrößert, so die Theorie, so profitieren letztlich sämtliche Stakeholder, also alle Personen oder Organisationen die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen, wie etwa die Mitarbeiter, die Kunden, aber auch z.B. der Sitzstaat des Unternehmens. sämtlicher Der Stakeholder-Value-Ansatz der [...]

Welche Höflichkeitsfloskeln/ -rituale sind einzuhalten? Was lässt sich „zwischen den Zeilen herauslesen“ und welche „Untertöne“ lassen sich interpretieren? Darf man von seinem Gegenüber eher Offenheit oder Verschlossenheit erwarten? Welche Kommunikationsformen sind in welcher Situation angebracht (Telefon, E-Mail, Brief, persönliches Gespräch)? Wird ein harmonisches Verhandlungsklima bevorzugt? Welche Vorgesetzte und welche Mitarbeiter sollten wann über bestimmte Geschäftsvorgänge informiert werden? Wie werden Lob und Kritik geäußert? Mit welchen Verhandlungstaktiken kann gearbeitet werden, ohne den anderen zu brüskieren? Welche Themen sind Tabu? Welche Zeithorizonte sind “normal“ (Orientierungen, “zur Sache kommen“, Vorlaufzeiten für Projekte, Abgabe von Angeboten, etc.)? Inwieweit werden Abmachungen/ Verträge schriftlich fixiert? Wie gestalten sich private Beziehungen zwischen Arbeitskollegen untereinander und zu Vorgesetzten und Untergebenen? [...]

unbedingt verringern. Es ist zwar zu beobachten, wie der internationale Austausch von Studenten und Führungskräften sowie das Angebot von weltweit vertretenen Produkten und technischen Standards oberflächlich eine homogene Weltbevölkerung suggerieren, aber genau in dieser Wahrnehmung liegt die größte Gefahr. Es ist viel leichter kulturelle Unterschiede zu übersehen, wenn oberflächlich alles einheitlich ist. Diese Gefahr darf nicht unterschätzt werden. In diesem Zusammenhang besteht auch die Daseinsberechtigung für interkulturelle Forschung auf nicht absehbare Zeit fort, um gerade die beschriebenen Risiken zu minimieren. Vielleicht jedoch kann ein immer weiter fortschreitendes und immer mehr verbreitetes kulturelles Verständnis zu einer stabileren und friedlicheren Völkergemeinschaft führen. [...]

Arbeit zitieren:
Szameit, Achim Februar 2004: Kulturelle Konflikte im Personalmanagement internationaler Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Management Profiling, Delegation, Shared Services, Human Resources, Hofstede

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