Kulturabhängige Aspekte der Personalführung ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Susanne Nowarra, geb. Kautz
- Abgabedatum: Februar 2003
- Umfang: 53 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Rostock Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7119-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7119-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7119-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Nowarra, geb. Kautz, Susanne Februar 2003: Kulturabhängige Aspekte der Personalführung ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmungen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Globalisierung, Führungsstile, interkulturelles Handeln, Führungsinstrumente, Japan
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Diplomarbeit von Susanne Nowarra, geb. Kautz
Zusammenfassung:
Globalisierung und Internationalisierung sind Begriffe, die in der heutigen Zeit im Vordergrund wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftspolitischer Diskussion stehen. Viele Unternehmungen, die konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen den Schritt ins Ausland wagen und sich damit der Herausforderung eines globalen Marktes stellen. Im Folgenden soll geklärt werden, welche Veränderungen Globalisierungsbestrebungen für Unternehmungen mit sich bringen, welche Ziele damit verfolgt werden und welche Formen die jeweilige Unternehmung wählen kann, um im Ausland tätig zu werden. Dabei erfahren Tochtergesellschaften besondere Beachtung, da diese Internationalisierungsform von deutschen Unternehmen häufiger gewählt wird als andere. Es ist davon auszugehen, dass dabei der Personalführung mit ihren vielfältigen Aufgaben eine bedeutende Rolle zukommt. Denn wenn Unternehmungen sich entscheiden, im Ausland tätig zu sein, müssen sie sich auch für eine bestimmte Art, die Mitarbeiter anzuleiten, entscheiden.
Es wird darauf eingegangen, welche Rolle dabei den Expatriates als Vertreter des Stammhauses im Ausland zukommt, welche Aufgaben sie zu bewältigen haben und mit welchen Mitteln sich eine Unternehmung erfolgreich führen lässt. Einen weiteren Faktor, der den Erfolg eines Auslandsprojektes entscheidend beeinflussen kann, stellen die kulturellen Gegebenheiten des jeweiligen Landes dar. Es wird zu klären sein, wie Kultur in diesem Zusammenhang zu verstehen ist und ob die Kultur eines Landes Einfluss auf die Personalführung hat bzw. haben muss. Hierfür ist es notwenig die Unterschiede zwischen den Kulturen zu identifizieren, die verschiedenen Kulturdimensionen, Menschenbilder, Verhaltensweisen und Kommunikationsformen zu betrachten und analysieren.
Des Weiteren sollen die Rolle der Mitarbeiter in Unternehmungen, die unterschiedlichen Führungsstile und ihre Instrumente sowie deren kulturellen Ausprägungen untersucht werden. Schließlich wird versucht die theoretischen Überlegungen zu den kulturabhängigen Aspekten der Personalführung in ausländischen Tochtergesellschaften am Beispiel deutscher Unternehmungen in Japan zu veranschaulichen. Japan bietet sich an, da die kulturellen Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Kultur am augenscheinlichsten zutage treten.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Globalisierung und Internationalisierung | 2 |
| 2.1 | Herausforderung von Globalisierung und Internationalisierung an die Unternehmung | 2 |
| 2.2 | Entwicklungstrend des Weltmarktes | 3 |
| 2.3 | Ziele und Aufgaben der Globalisierung und Internationalisierung | 6 |
| 2.4 | Internationalisierungsformen | 7 |
| 2.5 | Bedeutung der Internationalisierung für das Personalmanagement | 11 |
| 3. | Personalführung in Unternehmensstrukturen | 15 |
| 3.1 | Aspekte der Führung | 15 |
| 3.2 | Führungsaufgaben | 16 |
| 3.3 | Führungsstile | 19 |
| 3.4 | Führungserfolg | 22 |
| 4. | Einfluss der Kultur auf die Personalführung | 24 |
| 4.1 | Kultur als signifikanter Faktor von Führungsverhalten | 24 |
| 4.2 | Kulturdimensionen | 27 |
| 4.2.1 | Machtdistanz | 28 |
| 4.2.2 | Individualismus vs. Kollektivismus | 29 |
| 4.2.3 | Unsicherheitsvermeidung | 29 |
| 4.2.4 | Maskulinität vs. Feminität | 30 |
| 5. | Personalführung im interkulturellen Umfeld | 32 |
| 5.1 | Interkulturelles Handeln | 32 |
| 5.1.1 | Interkulturelle Kompetenz | 33 |
| 5.1.2 | Interkulturelle Kommunikation | 35 |
| 5.2 | Führung im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen | 37 |
| 5.2.1 | Führungsinstrumente im interkulturellen Vergleich | 37 |
| 5.2.2 | Führungsstile in verschiedenen Kulturen | 43 |
| 5.3 | Deutsche Tochtergesellschaften in Japan | 46 |
| 6. | Schlussbemerkungen | 51 |
| Literaturverzeichnis | 53 |
und Verhaltensresultate, die von den Mitgliedern einer sozialen Gruppe erlernt und mittels Symbolen von Generation zu Generation weitervererbt werden.“74 Mit zunehmender Internationalisierung in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts die Kultur gewann Einfluss die auf Frage die nach dem kulturellen und Einfluss auch auf auf das den Führungsverhalten an Brisanz. Zahlreiche Untersuchungen sollten belegen, inwieweit Personalführung damit Unternehmenserfolg ausübt. Dabei wurde versucht, „...die Relevanz einer universellen Kontingenztheorie für verschiedene Typen von Organisationen zu prüfen.“75 Aus diesem Bestreben entstanden zwei Richtungen der Forschung, die Internationale Managementforschung und die Kulturvergleichende Managementforschung. Die Internationale Managementforschung, soll aufzeigen, warum Unternehmungen im Ausland tätig werden und wodurch sich Wettbewerbsvorteile gegenüber national tätigen Unternehmen ergeben. Die Kulturvergleichende Managementforschung befasst sich mit Fragen, die die Bedingungen und die Managementstile in unterschiedlichen Ländern und Kulturen betreffen und versucht herauszufinden, wie es den Unternehmen gelingt, sich an die gegebenen Bedingungen anzupassen, ob Managementtechniken und das Managementknow-how universell übertragbar sind oder nur unter ganz bestimmten kulturellen Voraussetzungen funktionieren.76 International tätige Unternehmen müssen in unterschiedlichen Kulturen agieren. Demnach kann man folgende Ziele der Kulturvergleichenden Managementforschung unterscheiden: Deskriptive Ziele, die sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten des Führungsverhaltens in unterschiedlichen Kulturen aufzeigen, beschreiben und messen sollen. Bei den klassifikatorischen Zielen wird versucht, unterschiedliche Länder auf Grund ihrer kulturellen und für das Führungsverhalten relevanten Unterschiede in Clustern zu gruppieren. Die dritte Art der Ziele nennt man heuristische Ziele, diese formulieren Hypothesen und Theorien, die Auskunft über Zusammenhänge zwischen Führungsverhalten und der jeweiligen Kultur geben sollen. Falsifikatorische Ziele überprüfen die Führungstheorien in Bezug auf ihre transkulturelle Allgemeingültigkeit. Die [...]
4. Einfluss der Kultur auf die Personalführung 4.1 Kultur als signifikanter Faktor von Führungsverhalten Stellt man sich die Frage welche Faktoren einen besonderen Einfluss auf eine erfolgreiche Entsendung von Mitarbeitern und insbesondere Führungskräften ins Ausland haben, stößt man zwangsläufig auf Kultur als wesentliches Merkmal. Dabei steht nicht die Kultur im engeren Sinne, also die schönen und bildenden Künste, im Mittelpunkt, sondern die landesspezifische Kultur, die Hofstede als Kultur 2 bezeichnet.70 „Sie (die Kultur – Anmerkung des Autors) ist die kollektive Programmierung des Geistes, die die Mitglieder einer Gruppe oder Kategorie von Menschen von einer anderen unterscheidet.“71 Für den Begriff Kultur gibt es in der Literatur viele unterschiedliche Definitionen. Oft wird die Kultur mit einem Eisberg verglichen, bei dem nur die Spitze sichtbar ist. Diese besteht aus kulturellen Artefakten wie Symbole, Rituale, Sprache, Kleidung, Essen, Architektur und Kunst. Der weit größere, darunter liegende Teil, wird repräsentiert durch [...]
Inwieweit diese Maßstäbe jedoch tatsächlich Führungserfolg ausdrücken, hängt nicht zuletzt auch von den Zielen der jeweiligen Unternehmung ab. Somit ist Führungserfolg als messbare Größe nicht verallgemeinerbar und somit auch nicht von Unternehmung zu Unternehmung vergleichbar. Er wird von den Betrachtern unterschiedlich wahrgenommen und somit auch anders bewertet.68 Dennoch wird immer wieder der Versuch unternommen, Führung oder auch Führungsverhalten zu beurteilen. Dies kann jedoch nicht durch ein theoretisches Prinzip geschehen, sondern lediglich durch den resultierenden Erfolg. Als Kriterium dafür kann der Grad und die Art und Weise der Zielerreichung herangezogen werden. Damit lassen sich die eindeutig messbaren Faktoren, aber auch die qualitativen Elemente sinnvoll erfassen. Das Ziel wird hierbei schlussendlich zum absoluten Maßstab erhoben.69 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832471194
Arbeit zitieren:
Nowarra, geb. Kautz, Susanne Februar 2003: Kulturabhängige Aspekte der Personalführung ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmungen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Globalisierung, Führungsstile, interkulturelles Handeln, Führungsinstrumente, Japan



