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Kultur als Magnet des Städtetourismus

Ein Vergleich zwischen deutschen und spanischen Städten hinsichtlich des kulturtouristischen Potenzials und der Vermarktungsmöglichkeiten

Kultur als Magnet des Städtetourismus
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ina Weber
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 151 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9042-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9042-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9042-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weber, Ina Dezember 2004: Kultur als Magnet des Städtetourismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kulturtourismus, Städtetourismus, Marketing, Benchmarking, Destination

Magisterarbeit von Ina Weber

Einleitung:

Städte gelten als ein Spiegelbild dessen, was in Gesellschaften vor sich geht und entwickeln durch ökonomische, kulturelle und soziale Einflüsse eine individuelle Atmosphäre mit ganz eigenen Faktoren, die sie als vielseitiges Konstrukt attraktiv machen. So bietet jede Stadt ein eigenes Flair, was sie einzigartig und außergewöhnlich macht. Gerade kulturell lebendige Metropolen sind der Inbegriff der Modernisierung und bieten jedem Individuum Platz für Innovation, Kreativität, Inspiration und Abenteuer. Genau dieser spezielle Charakter trägt, vor allem in Europa, ein hohes Potenzial für das kulturtouristische Segment:

„In European cities, the unique architectural and cultural heritage of urban cores has been understood to be the main attraction for visitors; as a consequence, tourism development has been aimed at enhancing the character of each city.” So gehört besonders Städtetourismus zu einer wichtigen Ausprägung des Kulturtourismus. Oder, vice-versa, die kulturtouristischen Strömungen sind ein wichtiges Element im Städtetourismus. Neben musealen, historischen und traditionellen Monumenten werden auch Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten immer wichtiger, die durch die Städte selbst initiiert, den eigenen Standort attraktiver gestalten sollen. Die Suche nach Erlebnissen gehört heutzutage zu den wichtigsten Einflussfaktoren für die Reisemotivation und kann auch durch kulturtouristische Angebote bedient werden: „War das kulturelle Interesse früher vor allem von Bildungsmotiven bestimmt, so besteht heute eher eine Freizeitkultur mit Schwerpunkten auf Unterhaltung, Geselligkeit und Erlebnis.“ Ein Zauberwort für das attraktive Image einer Stadt ist deshalb Kultur. Neben Einkaufsmöglichkeiten, Veranstaltungen oder Erlebniscentern muss versucht werden, den städtischen Destinationen einen Mehrwert durch neue (und alte) „kulturelle Angebote“ zu schaffen und diese angemessen zu vermarkten.

Kultur bzw. Kulturtourismus soll in der vorliegenden Arbeit als wertvolle Ressource zur Unterstützung des Städtetourismus untersucht werden. Verschiedene Vermarktungsmethoden sind dabei das wichtigste Instrument, um dieses Potenzial auszunutzen und zu reflektieren, denn „Kulturproduktionen, die nicht vermarktet werden, stellen gewissermaßen eine nicht vollständig genützte Ressource dar, wenn das Potenzial der Vermarktung bestünde.“ Methodisch verlangt dies vor allem eine konsequente Verfolgung der Marketingkonzepte.

Doch wie kann das kulturtouristische Potenzial verschiedener Städte abgeschätzt werden?

Wie werden kulturelle Angebote als besondere Profilierungsgegenstände einer Stadt von der touristischen Seite bewertet und vermarktet?

Welchen Stellenwert hat der Kulturtourismus und wie funktioniert die Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus?

Wie kann das Image einer Stadt kulturell untermauert werden?

Lassen sich hierbei Unterschiede zwischen verschiedenen Städten in Deutschland und Spanien feststellen und vorbildliche oder innovative Vermarktungsmöglichkeiten ableiten?

Die vorliegende Arbeit soll eine Beitrag zur Lösung dieser Fragen geben und Vermarktungsmöglichkeiten sowie unterstützende Vermarktungselemente von Städten hinsichtlich ihres kulturellen Images durchleuchten. Um interessante Maßnahmen herauszufiltern, wird versucht, über die Landesgrenzen hinaus diese zu identifizieren und zu bündeln. Da Spanien im kulturtouristischen Segment als interessante Vergleichsmöglichkeit erscheint und trotz rückläufiger Entwicklung das erste ausländische Reiseziel für Deutschland darstellt, werden ausgewählte spanische und deutsche Städte, denen ein kulturelles Image anhaftet, als Vergleichsobjekte herangezogen. Als sinnvolles Instrument zur Umsetzung dieses Vorhabens dient ein Vergleich im Stil des Benchmarking.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit besteht auf den ersten Blick aus fünf theoretischen Teilen und einem praktischen Abschnitt, in dem versucht wird, die theoretischen Grundlagen mit der Praxis zu vereinen. Da die Arbeit jedoch als Benchmarkanalyse zu verstehen ist und zur chronologischen Vorgehensweise in den Planungsprozess einer solchen Analyse die Auswahl und Rechtfertigung des Themengebiets gehören, sind die theoretischen Teile als Basis für die praktische Analyse anzusehen.

Grundlage der Arbeit ist der umfangreiche theoretische Abschnitt II zum Kulturtourismus, der sich einer definitorischen Darstellung der Begriffe Kultur, Tourismus und Kulturtourismus widmet, um ihr symbiotisches Verhältnis aufzuzeigen. Weiterhin wird der Kulturtourismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen vorgestellt und die Marktstrukturen von Angebots- und Nachfrageseite beleuchtet. Obwohl der urbane Kulturtourismus in diesem Abschnitt bereits integriert wird, knüpft Abschnitt III an den Zusammenhang von Kulturtourismus und dem Städtetourismus an, um den Kulturstädtetourismus zu konkretisieren. Dafür erfolgt zunächst eine Einführung in den Städtetourismus, um anschließend das kulturtouristische Potenzial aus Angebotsperspektive zu betrachten. Auf dieser Grundlage wird dann versucht, den typischen „Kulturstädtetouristen“, also die Nachfrageseite, zu eruieren.

Für die Vermarktungsebene des kulturtouristischen Potenzials in Städten werden im Abschnitt IV die relevanten marketingstrategischen Einflussgrößen durchleuchtet, um die interdependenten Mechanismen, die den Standort Stadt betreffen, einzubeziehen und daraus einen gedanklichen Pfad abzuleiten. Weiterhin wird der Begriff Marketing im touristischen Kontext erläutert, um letztendlich die Vermarktungsmethoden, das Marketing-Instrumentarium, als Basis für den Städtevergleich vorzustellen.

Im Abschnitt V wird das wissenschaftlich-empirische Instrument des Benchmarking als Vergleichsleitfaden für diese Arbeit vorgestellt. Nach einer Begriffsklärung erfolgen die kurze Vorstellung der Benchmarking-Arten und die Abgrenzung der möglichen Untersuchungsobjekte. Weiterhin wird der klassische Ablauf eines Benchmarkingprozesses einbezogen, um abschließend ein Vergleichsmodell herauszuheben, das für die vorliegende Arbeit angemessen ist.

Im letzten Abschnitt VI wird auf Basis der gewonnenen Kenntnisse über Kulturtourismus, Städtetourismus und Vermarktungsmethoden – und mit Hilfe der Benchmarking Chronologie versucht, das kulturtouristische Potenzial aufzudecken und einen Vermarktungsvergleich zwischen deutschen und spanischen Städten vorzunehmen. Dieser beginnt mit der Auswahl der Städte als Untersuchungsobjekte und beinhaltet als qualitatives Vergleichsinstrument vor allem einen Fragebogen, der anhand kulturtouristischer Vermarktungsalternativen konzipiert wurde. Durch die Auswertung des Fragebogens, der den jeweiligen Tourismusorganisationen zugesandt wurde sowie durch die persönliche Recherche der Autorin, erfolgt der Vergleich der kulturtouristischen Vermarktung. Als Ergebnis werden Möglichkeiten und Schwerpunkte zur Kulturvermarktung durch touristische Institutionen in Städten aufgedeckt und mögliche Handlungsalternativen aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis 7
1. EINLEITUNG 8
1.1 THEMATISCHE EINFÜHRUNG UND PROBLEMFORMULIERUNG 8
1.1.1 Kulturtourismus in Deutschland 10
1.1.2 Kulturtourismus in Spanien 12
1.2 ZENTRALE FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG 14
1.3 METHODISCHE VORGEHENSWEISE 15
2. EINFÜHRUNG IN DEN KULTURTOURISMUS 16
2.1 KULTUR UND TOURISMUS - EINE WICHTIGE SYMBIOSE FÜR DEN STÄDTETOURISMUS 17
2.1.1 Aus touristischer Sicht 17
2.1.2 Aus Sicht der Kulturinstitutionen 18
2.1.3 Fazit 19
2.2 KULTURTOURISMUS - HERLEITUNG 21
2.2.1 Definition Kultur im touristischen Kontext 22
2.2.2 Definition Tourismus 24
2.2.3 Definition Kulturtourismus 25
2.2.4 Erscheinungsformen im Kulturtourismus 28
2.3 MARKTSTRUKTUREN IM KULTURTOURISMUS 31
2.3.1 Angebotsstruktur 31
2.3.1.1 Kulturtouristisches Potenzial 32
2.3.1.2 Substitutionsprodukte 33
2.3.1.3 Profilierungsstrategien 33
2.3.2 Nachfragestruktur 35
2.3.2.1 Ansprüche der Kulturtouristen 35
2.3.2.2 Der Kulturtourist: Zwei Typologien 38
2.3.2.3 Merkmale von Kulturtouristen 39
2.3.3 Fazit der Angebots- und Nachfrageseite 42
2.4 AUSWIRKUNGEN DES KULTURTOURISMUS 43
2.4.1 Ökonomische Effekte 43
2.4.2 Problemfelder 44
2.4.3 Soziokulturelle Effekte 44
3. STÄDTETOURISMUS IM KULTURTOURISTISCHEN KONTEXT 45
3.1.1 Einführung in den Städtetourismus 46
3.2 FAKTORBEDINGUNGEN 47
3.2.1 Attraktivitätsfaktoren 48
3.3 KULTURSTÄDTETOURISMUS 49
3.3.1 Kulturtouristisches Potenzial in Städten 49
3.3.2 Der Kulturstädtetourist 52
3.3.3 Reisemotive von Städtetouristen 52
3.3.4 Städtereisen als Tagesreisen 53
3.3.5 Städtereisen mit Übernachtungen 54
3.4 FAZIT: DER TREND UND STELLENWERT DES KULTURSTÄDTETOURISMUS 55
4. STRATEGISCHE ÜBERLEGUNGEN UND VERMARKTUNGSELEMENTE FÜR DEN KULTURSTÄDTETOURISMUS 58
4.1 DIE STADT ALS DESTINATION UND GESAMTPRODUZENT 59
4.1.1 Kooperation als Strategie 60
4.1.2 Tourismusorganisationen im Spannungsfeld 61
4.1.3 Stadt- und Standortmarketing 62
4.2 MARKETINGSTRATEGISCHE ÜBERLEGUNGEN 64
4.2.1 Herleitung und Darstellung des Marketingbegriffes 64
4.2.2 Tourismusmarketing 67
4.2.2.1 Besonderheiten der touristischen Leistung 67
4.2.3 Das Image als touristisches Statussymbol 69
4.2.4 Der Reiseentscheidungsprozess 71
4.3 MARKETING-MIX 73
4.3.1 Kommunikationspolitik 73
4.3.1.1 Werbung 74
4.3.1.2 Verkaufsförderung 75
4.3.1.3 Persönliche Kommunikation 75
4.3.1.4 Multimedia-Kommunikation 76
4.3.1.5 Events 76
4.3.1.6 Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) 77
4.3.1.7 Messen 78
4.3.1.8 Sponsoring 79
4.3.1.9 Product Placement 79
4.3.2 Produktpolitik 79
4.3.3 Preis- und Kontrahierungspolitik 81
4.3.4 Distributionspolitik 82
4.3.5 Fazit 83
5. HERANFÜHRUNG AN DIE WISSENSCHAFTLICH-EMPIRISCHE METHODE DES BENCHMARKING ALS VERGLEICHSMETHODE 84
5.1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND DEFINITION 85
5.2 ARTEN DES BENCHMARKING 86
5.2.1 Internes Benchmarking 86
5.2.2 Externes Benchmarking 87
5.2.3 Produkt-Benchmarking 88
5.2.4 Prozess-Benchmarking 88
5.2.5 Strategisches Benchmarking 88
5.2.6 Sonstiges 89
5.3 OBJEKTE DES BENCHMARKING 89
5.4 VORGEHENSWEISE EINES BENCHMARKING-PROZESSES 90
6. EIN DEUTSCH-SPANISCHER STÄDTEVERGLEICH HINSICHTLICH DES KULTURTOURISTISCHEN POTENZIALS UND DER VERMARKTUNGSMÖGLICHKEITEN 92
6.1 PHASE 1: PLANUNG 92
6.1.1 Auswahl des Themengebietes des Benchmarking-Verfahrens 92
6.1.2 Bestimmung des Benchmarking -Prozesses und Leitfaden für den empirischen Vergleich 92
6.1.3 Identifizierung potentieller Partner - Rechfertigung der Städtewahl 93
6.1.4 Identifizierung der Datenquellen und Auswahl der geeigneten Erfassungsmethode 95
6.1.4.1 Empirische Erhebung 95
6.2 PHASE 2: ANALYSE 96
6.2.1 Datensammlung und definitive Auswahl der Städte 96
6.2.2 Bestimmung der (Leistungs-)Differenz im Vergleich zum Kulturbenchmark 96
6.2.2.1 Kulturtouristisches Potenzial und Feststellung der Differenzen 97
6.2.2.2 Kulturelle Vermarktung und Feststellung der Differenzen 103
6.2.2.3 Attention 105
6.2.2.4 Interesse 111
6.2.2.5 Decision 112
6.2.2.6 Action 114
6.3 PHASE 3: MAßNAHMEN 115
6.3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen 115
6.3.2 Handlungsempfehlungen zur Instrumentalisierung von Kultur als Magnet des Städtetourismus 116
7. RÜCKBLICK UND SCHLUSSBETRACHTUNG 118
8. LITERATURVERZEICHNIS 120
9. ANHANG 129

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nachdem im bisherigen Aufbau dieser Arbeit der Kultur- und Städtetourismus und sein symbiotisches Verhältnis dargestellt wurden und herauskam, dass die Bewertung des touristischen Produktes „Stadt“ immer auch „Kultur“ impliziert, sollen beide Begriffe weiterhin als Kulturstädtetourismus im Ganzen betrachtet werden und dieser Begriff als Grundlage für den Vermarktungsvergleich gelten. Da der kulturtouristische Aspekt im Mittelpunkt dieser Arbeit steht und daher auch als Schwerpunkt bzw. wichtiges Element der Marketingkonzeption betrachtet wird, soll auf eine ausführliche Herleitung der Marketinggestaltung verzichtet und gleich auf die Marketinginstrumente als Umsetzungselemente der strategischen Festlegung eingegangen werden. Um in die Vermarktungsebene einzusteigen, wird im folgenden Abschnitt zuerst die Stadt als eigenes touristisches Zielgebiet bzw. Destination vorgestellt und die Interdependenz der verschiedenen Akteure einer Stadt eruiert. Weiterhin werden die Tourismusorganisationen als verantwortliche Organe der Städtevermarktung einbezogen und mit dem Stadt- und Standortmarketing in Bezug gesetzt. Anschließend wird der Marketingbegriff kurz erläutert und die Merkmale von touristischen Produkten dargelegt, da diese im Vergleich zu Sachgütern einer besonderen Behandlung im Marketing bedürfen. Anschließend wird der Marketing-Mix als direktes Instrumentarium der kulturtouristischen Vermarktung dargestellt. [...]

Kulturstädtetourismus Wie in der Einleitung bereits angedeutet, ist es für den Tourismusmarkt in Deutschland wichtig, sich mit einem kulturellen Flair in Städten zu profilieren. In der heutigen konsum- und markenorientierten Gesellschaft ist ein Produkt jedoch nur auf dem Markt erfolgreich, wenn es ideal vermarktet wird. Für den Städtetourismus stellt also das Konstrukt „Stadt“, als komplementäres Leistungsbündel, das zu vermarktende Produkt dar. Auf Grund der konjunkturellen Lage und der verschärften Wettbewerbssituation im Tourismussektor und der touristischen Trendentwicklung ist im Verlauf der Arbeit deutlich geworden, dass der Kulturtourismus ein viel versprechendes Instrument zur Differenzierung und Profilierung , gerade im internationalen Wettbewerb, darstellt. Städte müssen sich notwendigerweise stärker voneinander abgrenzen und ein individuelles touristisches Profil entwickeln, wenn sie der internationalen Konkurrenz Stand halten wollen. Zudem ermöglicht ein kulturtouristischer Schwerpunkt auch in strukturschwachen Städten und Regionen neue Wachstums- und Erfolgschancen. Für die Vermarktung kulturtouristischer Angebote sind nach den vorherigen Ausführungen folgende Aspekte festzuhalten: [...]

Festzustellen ist also, dass Kulturstädtetourismus einen interessanten, wenn nicht sogar den wichtigsten Wachstumsmarkt für städtische Destinationen darstellt. Diese These kann nicht nur wegen der ambivalenten Entwicklung von Kulturstädtetourismus und Städtetourismus, sondern vor allem durch die Trendentwicklungen zu Kurztrips, Individualreisen und der allgemeinen Attraktivität von kulturgeprägten Reisen belegt werden. So können die kulturellen Inhalte einer Reise vor allem beim Rund- und Städtetourismus als beachtliches Reisemotiv betrachtet werden. „Für Rund- und Städtetourismus sind die kulturellen Inhalte sogar mit weitem Abstand der entscheidende Reisegrund.“266 So werden also zukünftig nur die Städte erfolgreich sein, die auf eine konsequente Ansprache verschiedener Zielgruppen setzen267 und ihre Vermarktungsstrategien danach ausrichten. Wichtig ist deshalb, die Bedürfnisstruktur und die sozio-demographische Zusammensetzung268 jener Zielgruppen zu durchleuchten und Trendentwicklungen aufmerksam zu beobachten. Das touristische Produkt ist kein Einheitsprodukt, sondern orientiert sich immer stärker an den Lebensstilgruppen der heutigen Gesellschaft. [...]

Arbeit zitieren:
Weber, Ina Dezember 2004: Kultur als Magnet des Städtetourismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kulturtourismus, Städtetourismus, Marketing, Benchmarking, Destination

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