Kriterien der Labels des Deutschen Wellness Verbandes und des Verbandes Wellness-Hotels-Deutschland zur Erreichung eines Qualitätssiegels
Vergleich zwischen Wellness-Hotels mit und ohne Qualitätssiegel anhand von Beispielen
- Art: Studienarbeit
- Autor: Eugen Nagel
- Abgabedatum: Januar 2009
- Umfang: 39 Seiten
- Dateigröße: 323,4 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Euro-Business-College Dresden Deutschland
- Bibliografie: ca. 22
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2954-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Nagel, Eugen Januar 2009: Kriterien der Labels des Deutschen Wellness Verbandes und des Verbandes Wellness-Hotels-Deutschland zur Erreichung eines Qualitätssiegels, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Hotel, Wellness, Qualitätssiegel, Tourismus, Deutscher Wellness Verband
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Studienarbeit von Eugen Nagel
Einleitung:
Der Begriff ‘Wellness’ beschreibt einen der zukünftig zuversichtlichsten Märkte Deutschlands und ist unbestritten einer der Mega-Trends der vergangenen Jahre. Der Trend nach Wohlfühlen und Gesundheit wird in jeglicher Hinsicht immer weiter verstärkt und somit ist auf dem Wellness-Markt in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum feststellbar. Viele Produkte, die sich mit diesem Begriff hervorheben, etablieren sich am Markt. Vor dem Hintergrund der Vielfalt stellt sich die Frage, was genau unter dem Begriff ‘Wellness’ zu verstehen bzw. wie er definiert ist.
Vor allem das touristische Wellness-Angebot hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erfahren. Wellness-Reisen, Relax- und Beauty-Wochenende, Hotels mit Sauna-und Badelandschaften und viele Heilkünste, vor allem aus dem fernöstlichen Raum, die als Ausgleich zum stressigen Alltag dienen sollen, finden in den meisten Angeboten ihren Platz. Dieser Angebotsüberschuss erregt bei dem Verbraucher eine regelrechte Skepsis gegenüber dem Begriff Wellness. Es kommen weitere Fragen auf: Wie kann man sicher stellen, auch ein qualitativ gutes Angebot in Anspruch zu nehmen und gibt es Qualitäts-Standards, an denen sich der Verbraucher orientieren kann?
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Problem, inwieweit Wellness in Deutschland verstanden und umgesetzt wird. Wellness kann in seinem ganzeinheitlichen Ansatz in keiner anderen Branche optimaler umgesetzt werden wie in der Hotellerie, aber dabei kann es zu Missverständnissen kommen. Viele Hoteliers wollen auf der ‘Wellness-Welle mitschwimmen’, ohne dabei den tieferen Wellness-Sinn zu kennen oder zu verstehen. Aber worin liegt der tiefere Sinn von Wellness und wie kann eine optimale Umsetzung erfolgen?
Die Arbeit klärt, mit welchen Maßnahmen und Organisationen Missverständnissen entgegengewirkt wird und welche Unterschiede zwischen zertifizierten und nichtzertifizierten Wellness-Hotels bestehen.
Im folgenden Kapitel wird der Begriff Wellness in Kontext mit seinem Ursprung und seiner Entwicklung definiert und erklärt (Kap. 2). Nach Einordnung des Begriffs in die Branche des Tourismus und den Erläuterungen der Trends und Motive (Kap. 3) werden im Anschluss die Wellness-Hotellerie mit ihrem Angebot und Nachfrage sowie die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität von Wellness-Bereichen beschrieben (Kap. 4). Kapitel fünf befasst sich mit den Organisationen, die wellnessorientierte Unternehmen bzw. Hotels überprüfen und zertifizieren. Anschließend (Kap. 6) werden Beispiele von Wellness-Hotels mit und ohne Zertifizierung dargestellt. Die erarbeiteten Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden im letzten Kapitel (Kap. 7) zusammengetragen und bewertet.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | II | |
| ANLAGENVERZEICHNIS | III | |
| VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Wellness-Theorie | 2 |
| 2.1 | Begriffserklärung | 2 |
| 2.2 | Entwicklung der Wellness-Idee | 3 |
| 2.3 | Hauptelemente des Wellness-Modells | 5 |
| 3. | Wellness-Tourismus in Deutschland | 7 |
| 3.1 | Einordnung in den Gesundheitstourismus | 8 |
| 3.2 | Trends | 9 |
| 3.3 | Motive | 10 |
| 4. | Wellness-Hotellerie in Deutschland | 11 |
| 4.1 | Wellness-Tourismus-Angebot | 12 |
| 4.2 | Wellness-Tourismus-Nachfrage | 15 |
| 4.3 | Wirtschaftlichkeit und Rentabilität von Wellness-Bereichen | 16 |
| 5. | Kriterien zur Überprüfung wellnessorientierter Unternehmen | 17 |
| 5.1 | Deutscher Wellness Verband (DWV) | 18 |
| 5.2 | Wellness-Hotels-Deutschland (W-H-D) | 20 |
| 6. | Untersuchung wellnessorientierter Hotels anhand der Kriterien | 21 |
| 6.1 | Hotel Esplanade Resort&SPA in Bad Saarow | 22 |
| 6.2 | Hotel Romantischer Winkel SPA&Wellness Resort in Bad Sachsa | 23 |
| 6.3 | Hotel Elbresidenz in Bad Schandau | 24 |
| 7. | Ergebnisse und Schlussfolgerungen | 26 |
| LITERATURVERZEICHNIS | IV |
Textprobe:
Kapitel 4.2, Wellness-Tourismus-Nachfrage:
Die Zielgruppenim Wellness-Tourismus sind ‘…vor allem sportlich aktive und gesundheitsbewusste Bevölkerungsschichten mit gehobenensoziodemographischen Profil’.Der Wellness-Gast ist ein Tourist, dessen Hauptmotiv die Prävention der eigenen Gesundheit vor Krankheiten und die Stärkung des Organismus beinhaltet. Der typische Wellness-Tourist verfügt über einen höheren Bildungsabschluss, ein hohes Einkommen und gehört zu den gehobeneren Berufsgruppen.
Die Kernzielgruppe bilden lebenserfahrene Frauen. Zwei Drittel der Wellness-Gäste sind derzeit weiblich, der Anteil der männlichen Besucher nimmt allerdings stetig zu. Fast die Hälfte der Nutzer der Wellness-Bereiche in Hotels ist zwischen 40 und 60 Jahre alt.
Die wichtigsten Reisemotive und -bedürfnisse (in Anlehnung an Kapitel 3.3.) sind Genuss und Verwöhnerlebnis sowie umfangreiche Gesundheits-, Entspannungs-, Bewegungs- und Beautyangebote. Einen hohen Stellenwert besitzt gesundes Klima und eine schöne, natürliche Umgebung in der Ausspannen und Relaxen sowie Beratung und Kurse zu speziellen Themen stark nachgefragt werden.
Mit Hilfe einer Clusteranalyse lassen sich, wie in Kapitel 4.2., aufgrund von Gästeaussagen über die Bedeutung von Wellness-Elementen und Rahmenbedingungen im Angebot von Wellness-Hotels vier Gästesegmente herausgefiltern (in Anlehnung an Anlage 3). Die größte Gästegruppe sind mit rund 40% Anteil anspruchsvolle Gesundheitsgäste. Auf Betreuung und Information sowie Fachkompetenz, wie auch auf ein umfassendes Wellness-Infrastruktur-Angebot wird am meisten Wert gelegt. Die größte Nachfrage besteht in Entspannungs- und kulturellen Angeboten.
Knapp ein Viertel legen als selbständige Infrastruktur-Benutzer keinen großen Wert auf Betreuung, Information oder Fachkompetenz, schätzen jedoch Wellness-Einrichtungen wie Whirlpool, Dampfbad, Sauna und Schwimmbad als sehr wichtig ein. Einen Anteil von rund einem Fünftel machen die betreuungsintensiven Gesundheitsgäste aus. Der Hauptaufenthaltszweck Heilung/Therapie/Rehabilitation kam am häufigsten vor. Entsprechend legen sie großen Wert auf medizinische Fachkompetenz sowie individuelle Betreuung und Beratung. Weitere Softwarefaktoren wie Information und Verfügbarkeit haben ebenfalls große Bedeutung.
Die anspruchslosen Erholungsgäste ordnen die Bedeutung der einzelnen Wellness-Elemente und Rahmenbedingungen praktisch überall am tiefsten ein. Mit 14% unter den Gästegruppen repräsentieren sie den kleinsten Anteil. Für die meisten ist der Hauptaufenthaltszweck Erholung und Entspannung, Genießen und Verwöhnen lassen. Wellness-Infrastruktur sowie Betreuung oder Information sind unwichtig.
Kurzreisen haben sich im gesamten Tourismus zu einem Trend entwickelt. Analog ist diese Entwicklung auch im Bereich des Wellness-Tourismus zu erkennen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 6 Tage und vor allem Wochenendaufenthalte werden immer beliebter.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836629546
Arbeit zitieren:
Nagel, Eugen Januar 2009: Kriterien der Labels des Deutschen Wellness Verbandes und des Verbandes Wellness-Hotels-Deutschland zur Erreichung eines Qualitätssiegels, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Hotel, Wellness, Qualitätssiegel, Tourismus, Deutscher Wellness Verband



