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Krisenmanagement in touristischen Einheiten

Auswirkungen negativer Umwelteinflüsse und Entwicklungschancen der Tourismuswirtschaft in betroffenen Gebieten

Krisenmanagement in touristischen Einheiten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gerald Kröll
  • Abgabedatum: Mai 2006
  • Umfang: 291 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: IMC - International Management Center GmbH Österreich
  • Originaltitel: Die strategische Problematik des Managements von Destinationen in Krisensituationen. Entwicklungschancen und Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft einer Destination mit den durch negative Umwelteinflüsse hervorgerufenen Folgen
  • Bibliografie: ca. 100
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0261-7
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0261-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kröll, Gerald Mai 2006: Krisenmanagement in touristischen Einheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismusindustrie, Krisenmanagement, Tourismus, Risikomanagement, Public Relations

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58,00 €

Diplomarbeit von Gerald Kröll

Zusammenfassung:

Tourismus, Natur und Technik stehen in enger Beziehung zueinander. Natur nimmt eine zentrale Rolle in der Vermarktung eines touristischen Produkts ein. Erhöhter Platzbedarf, Erschließung neuer Siedlungsräume, technische Hilfen, der (Aus-)bau touristischer Leistungen, etc. kann auch Risiken mit sich bringen.

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt die strategische Problematik des Managements von Destinationen in Krisensituationen, hervorgerufen durch Naturkatastrophen oder Katastrophen verursacht durch technisches Gebrechen. Diese Arbeit geht der Fragestellung nach, inwieweit derartige negative Ereignisse ein touristisches System beeinflussen.

Weiters werden Präventivmaßnahmen vorgestellt um negativen sozialen und ökonomischen Auswirkungen entgegenzuwirken.

Die Forschungsarbeit beinhaltet eine kritische Evaluierung der Krisensituation mit besonderem Fokus auf präventive Maßnahmenplanung um Verluste im ökonomischen Sinne bzw. im Sinne der Imageverkörperung einer touristischen Einheit (Destination) zu verringern. Lösungen hinsichtlich einer Ergebnisoptimierung im Falle eines eintretenden negativen Ereignisses werden erarbeitet und in Folge werden entsprechende Empfehlung im Bereich der Krisenprophylaxe abgegeben.

Nicht Thema dieser Arbeit sind Fragestellungen hinsichtlich rechtlicher Belange. Die Fragestellung wird unter Anwendung einer Bedarfsforschung erfasst und analysiert.

Gang der Untersuchung:

Die Studie ist im Wesentlichen in 3 Abschnitte gegliedert. Diese Gliederung gestaltet sich in einen theoretischen Teil (I), in dem durch Sekundärforschung relevante theoretische Grundkenntnisse aus der Literatur erhoben werden sollen.

Der zweite Teil dieser Arbeit beinhaltet den empirischen Teil (II) welcher die Analyse der Fallbeispiele (Lawinenkatastrophe im Februar 1999 in Galtür und Tunnelunglück in Kaprun 2002) umfasst und schließlich die Schlussbetrachtung - Conclusio (III) in welcher die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zur Beantwortung der forschungsleitenden Fragen zusammengeführt werden sowie einer Empfehlung zur weiterführenden Forschung.

Eine Analyse der Fallbeispiele wird mittels der vorhandenen Literatur vollzogen und mit den Aufzeichnungen aus den Ergebnissen der teilstrukturierten Experteninterviews ergänzt.

In der Behandlung der Thematik fokussiert das Fallbeispiel von Galtür im Besonderen auf das Handeln der Krisenakteure im Bereich von Hilfsmaßnahmen, die akute Krisenphase vor Ort, den Rettungseinsatz und notfallpsychologische Soforthilfe, wobei dafür ein im ersten Teil der Arbeit nicht abgehandelter Exkurs angeführt wird. Anschließend werden die unmittelbaren Auswirkungen auf den Tourismus, Lehren aus der Krise anhand der wahrgenommenen Veränderungen in der Infrastruktur sowie die strategische Positionierung des touristischen Produktes analysiert.

Das zweite Fallbeispiel konzentriert sich neben den beobachtbaren Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft, insbesondere auf den Umgang mit den Angehörigen und auf die Presse- und Medienarbeit des betroffenen Unternehmens. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auswertung der strategischen Marketingmaßnahmen.

Im Anhang der vorliegenden Arbeit befinden sich ergänzend Tabellen und Hintergrundinformationen sowie eine Leitfadenabschrift der durchgeführten Experteninterviews.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT I
ABSTRACT II
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS X
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
TEIL I. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 1
1. EINLEITUNG 1
1.1 AUFBAU UND INHALT DER ARBEIT 2
1.2 FORSCHUNGSFRAGE 4
1.3 FORSCHUNGSMETHODIK 4
2. GRUNDLAGEN ZU KRISEN 6
2.1 ENTWICKLUNG DES KRISENBEGRIFFS 6
2.2 BEGRIFFSABGRENZUNG KRISE 7
2.2.1 Konflikt 7
2.2.2 Störung 8
2.2.3 Katastrophe 8
2.3 KLASSIFIKATION UND VERLAUF VON KRISEN 11
2.3.1 Krisen als Prozesse 11
2.3.1.1 Darstellung durch die Knotenpunkte Anfang, Wendepunkt und Ende 12
2.3.1.2 Darstellung nach Zeitraum und Wirkungsintensität 13
2.3.1.3 Krisenprozesse abhängig von Störgrößen und deren Bewältigungskapazität 14
2.3.2 Phasen von Krisenprozessen 15
2.3.2.1 Vier-Phasen-Modell menschlichen Verhaltens in akuten Individualkrisen 15
2.3.2.2 Betriebswirtschaftliche Ansätze zur Darstellung der Phasen 15
2.3.2.2.1 Zwei-Phasen-Modell nach Röthig 16
2.3.2.2.2 Drei-Phasen-Modell nach Britt 17
2.3.2.2.3 Drei-Phasen-Modell nach Rödl 18
2.3.2.2.4 Vier-Phasen-Modell nach v. Löhneysen 19
2.4 BESCHREIBUNG VON UNTERNEHMUNGSKRISEN 20
2.5 NEUE ASPEKTE DES KRISENBEGRIFFS 21
2.5.1 Krisen im kulturellen Kollektiv 22
2.5.2 Touristische Krise 23
3. KRISENMANAGEMENT 25
3.1 MANAGEMENT 25
3.2 TRADITIONELLES KRISENMANAGEMENTVERSTÄNDNIS 25
3.2.1 Krisenmanagement nach Krystek 25
3.2.2 Krisenmanagement nach Maasmeier 27
3.2.3 Krisenmanagement nach Krummenacher 28
3.2.4 Krisenmanagement nach Sipika/Smith 30
3.2.5 Resümee zur Begriffsabgrenzung 31
4. KRISENMANAGEMENT IM TOURISMUS 33
4.1 KRISENPLANUNG UND ORGANISATORISCHE MAßNAHMEN 35
4.2 DAS SYSTEM TOURISMUS 36
4.3 DAS TOURISTISCHE PRODUKT 38
4.4 NEGATIVE EREIGNISSE UND DIE ROLLE DER MEDIEN 40
4.4.1 Formen der Kommunikation 41
4.4.2 Einflussvariablen im Bereich der Medienarbeit 42
4.4.3 Massenmedien 43
4.4.4 Internet 43
4.4.5 Die Rolle des PR-Managers 44
4.5 NEUE ASPEKTE UND TRENDS DES TOURISTISCHEN PRODUKTES 46
4.6 STRATEGISCHE ASPEKTE DES TOURISTISCHEN KRISENMANAGEMENTS 47
4.7 AUSBLICK INNOVATIONSMANAGEMENT 49
5. BETEILIGTE EINHEITEN UND WIRKUNGSBEREICHE VON KRISEN 50
5.1 DER KONSUMENT 51
5.1.1 Der Kaufentscheidungsprozess 52
5.1.2 Das Involvment 54
5.1.3 Der Faktor Risiko 55
5.1.3.1 Einteilung der Risiken für Tourismusdestinationen 56
5.1.3.2 Intuitive Risikowahrnehmung 56
5.1.3.3 Subjektive Risikowahrnehmung 57
5.1.4 Issue Management 59
5.1.5 Der Reiseentscheidungsprozess 60
5.1.5.1 Der Faktor Zeit 60
5.1.5.2 Die Phase der Orientierung und die Phase der Entscheidung 61
5.1.5.3 Die Nachentscheidungsphase 62
5.1.5.4 Die Urlaubsphase 62
5.1.5.5 Die Nachurlaubsphase 63
5.1.6 Reaktionen der Gäste auf negative Ereignisse 64
5.2 DAS TOURISTISCHE PRODUKT UND WEITERE WIRKUNGSBEREICHE 64
5.2.1 Die Destination 65
5.2.1.1 Die Organisation einer Destination 66
5.2.1.2 Negative Ereignisse und deren Wirkung 68
5.2.1.3 Risiko und Risikomanagement in Tourismusdestinationen 69
5.2.1.4 Betroffenheitsfaktoren in der Destination 71
5.2.2 Die Mitbewerber als Wirkungsbereich 72
5.2.3 Der Staat als Wirkungsbereich 72
5.2.4 Andere Wirkungsbereiche 73
6. MITTEL UND METHODEN DES KRISENMANAGEMENTS 74
6.1 PRODUKTPOLITIK 75
6.2 PREISPOLITIK 78
6.3 DISTRIBUTIONSPOLITIK 79
7. KOMMUNIKATION IM KRISENMANAGEMENT 82
7.1 KOMMUNIKATION IM TRADITIONELLEN KRISENMANAGEMENTVERSTÄNDNIS 82
7.2 KOMMUNIKATION IN MODELLEN KRISENMANAGEMENT IN SOZIALEN SYSTEMEN 82
7.3 RISIKO- VERSUS KRISENKOMMUNIKATION 86
7.4 STRATEGIEN FÜR KRISENKOMMUNIKATION IM TOURISMUS 91
TEIL II. EMPIRIE 91
8. DIE LAWINENKATASTROPHE VON GALTÜR 95
8.1 DAS PAZNAUNTAL UND DIE GEMEINDE GALTÜR, DATEN UND FAKTEN 95
8.1.1 Die Gemeinde Galtür 95
8.1.2 Das Paznauntal 96
8.1.3 Klimatische Rahmenbedingungen 96
8.1.4 Siedlungsgeschichte und soziodemografische Aspekte von Galtür 97
8.1.5 Demographische Daten und Infrastruktur 98
8.2 DIE BEDEUTUNG DES TOURISMUS IN DER DESTINATION 99
8.2.1 Tourismus in der Gemeinde Galtür 99
8.2.2 Die Destination Paznaun 101
8.3 DAS NEGATIVE EREIGNIS UND SEINE AUSWIRKUNGEN 105
8.4 BEURTEILUNG DER KRISE 107
8.5 CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE DES 23. UND 24. FEBRUAR 1999 108
8.6 KRISENMANAGEMENT UND WIRKUNGSBEREICHSANALYSE 112
8.6.1 Operational Crisis - die unmittelbare Krisenphase 112
8.6.1.1 Rettungsmaßnahmen und Krisenstab vor Ort 112
8.6.1.2 Rettungseinsatz und Krisenmanagement von außen 117
8.6.1.3 Notfallpsychologische Hilfestellung 119
8.6.1.4 Krisenmanagement der Tirol Werbung 122
8.6.2 Die Rolle der Medien 125
8.6.3 Auswirkungen auf den Tourismus 129
8.6.4 Nach der Krise - Erkenntnisse und Lehren 132
8.6.4.1 Lawinenschutzbauten 132
8.6.4.2 Das Alpinarium 135
8.6.4.3 Transporthubschrauber und Technische Infrastruktur 136
8.6.4.4 Sonstige Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur 137
8.7 KOMMUNIKATIONSMAßNAHMEN UND NEUPOSITIONIERUNG 138
8.8 KRISENPLANUNG, KRISENBEWÄLTIGUNG UND KRISENPRÄVENTION 140
8.9 SCHULDFRAGEN UND KRITISCHE STIMMEN 145
9. DAS GLETSCHERBAHNUNGLÜCK VON KAPRUN 146
9.1 DAS UNTERNEHMEN GLETSCHERBAHNEN 146
9.2 BEDEUTUNG DES TOURISMUS IN DER DESTINATION EUROPA SPORTREGION 147
9.3 DAS NEGATIVE EREIGNIS UND SEINE AUSWIRKUNGEN 148
9.4 CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE 149
9.5 KRISENMANAGEMENT UND WIRKUNGSBEREICHSANALYSE 150
9.5.1 Operational Crisis - die unmittelbare Krisenphase 150
9.5.1.1 Rettungsmaßnahmen und Krisenstab vor Ort 150
9.5.1.2 Medienberichterstattung und Medienarbeit 153
9.5.2 Die Phase der Krisenbewältigung 156
9.5.2.1 Die Situation in der Destination 156
9.5.2.2 Auswirkungen auf den Tourismus 158
9.5.3 Krisenmanagement anderer Organisationen 160
9.5.4 Risiko-Kommunikation und Krisen-Kommunikation 161
9.6 DIE ROLLE DER ANGEHÖRIGEN 163
9.7 INFRASTRUKTURELLE MAßNAHMEN 166
9.8 STRATEGISCHE MARKETINGPLANUNG IM TOURISTISCHEN BEREICH 168
9.9 KRISENPLANUNG, KRISENBEWÄLTIGUNG, KRISENPRÄVENTION 171
9.10 LEHREN AUS KAPRUN 172
TEIL III. CONCLUSIO 176
10. ERKENNTNISSE AUS DER ARBEIT 176
10.1 DIE ARBEIT DES KRISENMANAGEMENTS 176
10.2 DER FAKTOR ZEIT & KOMMUNIKATION 177
10.3 STRATEGISCHE MAßNAHMEN 179
10.4 STAATLICHE HILFELEISTUNG 181
10.5 KRISENPROPHYLAXE 181
11. EMPFEHLUNG FÜR WEITERFÜHRENDE FORSCHUNGSFRAGEN 183
LITERATURNACHWEIS 186
Anhang A. LEITFADENINTERVIEWS 193
Anhang B. TABELLEN UND GRAFIKEN 274

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT I
ABSTRACT II
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS X
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
TEIL I. THEORETISCHE GRUNDLAGEN 1
1. EINLEITUNG 1
1.1 AUFBAU UND INHALT DER ARBEIT 2
1.2 FORSCHUNGSFRAGE 4
1.3 FORSCHUNGSMETHODIK 4
2. GRUNDLAGEN ZU KRISEN 6
2.1 ENTWICKLUNG DES KRISENBEGRIFFS 6
2.2 BEGRIFFSABGRENZUNG KRISE 7
2.2.1 Konflikt 7
2.2.2 Störung 8
2.2.3 Katastrophe 8
2.3 KLASSIFIKATION UND VERLAUF VON KRISEN 11
2.3.1 Krisen als Prozesse 11
2.3.1.1 Darstellung durch die Knotenpunkte Anfang, Wendepunkt und Ende 12
2.3.1.2 Darstellung nach Zeitraum und Wirkungsintensität 13
2.3.1.3 Krisenprozesse abhängig von Störgrößen und deren Bewältigungskapazität 14
2.3.2 Phasen von Krisenprozessen 15
2.3.2.1 Vier-Phasen-Modell menschlichen Verhaltens in akuten Individualkrisen 15
2.3.2.2 Betriebswirtschaftliche Ansätze zur Darstellung der Phasen 15
2.3.2.2.1 Zwei-Phasen-Modell nach Röthig 16
2.3.2.2.2 Drei-Phasen-Modell nach Britt 17
2.3.2.2.3 Drei-Phasen-Modell nach Rödl 18
2.3.2.2.4 Vier-Phasen-Modell nach v. Löhneysen 19
2.4 BESCHREIBUNG VON UNTERNEHMUNGSKRISEN 20
2.5 NEUE ASPEKTE DES KRISENBEGRIFFS 21
2.5.1 Krisen im kulturellen Kollektiv 22
2.5.2 Touristische Krise 23
3. KRISENMANAGEMENT 25
3.1 MANAGEMENT 25
3.2 TRADITIONELLES KRISENMANAGEMENTVERSTÄNDNIS 25
3.2.1 Krisenmanagement nach Krystek 25
3.2.2 Krisenmanagement nach Maasmeier 27
3.2.3 Krisenmanagement nach Krummenacher 28
3.2.4 Krisenmanagement nach Sipika/Smith 30
3.2.5 Resümee zur Begriffsabgrenzung 31
4. KRISENMANAGEMENT IM TOURISMUS 33
4.1 KRISENPLANUNG UND ORGANISATORISCHE MAßNAHMEN 35
4.2 DAS SYSTEM TOURISMUS 36
4.3 DAS TOURISTISCHE PRODUKT 38
4.4 NEGATIVE EREIGNISSE UND DIE ROLLE DER MEDIEN 40
4.4.1 Formen der Kommunikation 41
4.4.2 Einflussvariablen im Bereich der Medienarbeit 42
4.4.3 Massenmedien 43
4.4.4 Internet 43
4.4.5 Die Rolle des PR-Managers 44
4.5 NEUE ASPEKTE UND TRENDS DES TOURISTISCHEN PRODUKTES 46
4.6 STRATEGISCHE ASPEKTE DES TOURISTISCHEN KRISENMANAGEMENTS 47
4.7 AUSBLICK INNOVATIONSMANAGEMENT 49
5. BETEILIGTE EINHEITEN UND WIRKUNGSBEREICHE VON KRISEN 50
5.1 DER KONSUMENT 51
5.1.1 Der Kaufentscheidungsprozess 52
5.1.2 Das Involvment 54
5.1.3 Der Faktor Risiko 55
5.1.3.1 Einteilung der Risiken für Tourismusdestinationen 56
5.1.3.2 Intuitive Risikowahrnehmung 56
5.1.3.3 Subjektive Risikowahrnehmung 57
5.1.4 Issue Management 59
5.1.5 Der Reiseentscheidungsprozess 60
5.1.5.1 Der Faktor Zeit 60
5.1.5.2 Die Phase der Orientierung und die Phase der Entscheidung 61
5.1.5.3 Die Nachentscheidungsphase 62
5.1.5.4 Die Urlaubsphase 62
5.1.5.5 Die Nachurlaubsphase 63
5.1.6 Reaktionen der Gäste auf negative Ereignisse 64
5.2 DAS TOURISTISCHE PRODUKT UND WEITERE WIRKUNGSBEREICHE 64
5.2.1 Die Destination 65
5.2.1.1 Die Organisation einer Destination 66
5.2.1.2 Negative Ereignisse und deren Wirkung 68
5.2.1.3 Risiko und Risikomanagement in Tourismusdestinationen 69
5.2.1.4 Betroffenheitsfaktoren in der Destination 71
5.2.2 Die Mitbewerber als Wirkungsbereich 72
5.2.3 Der Staat als Wirkungsbereich 72
5.2.4 Andere Wirkungsbereiche 73
6. MITTEL UND METHODEN DES KRISENMANAGEMENTS 74
6.1 PRODUKTPOLITIK 75
6.2 PREISPOLITIK 78
6.3 DISTRIBUTIONSPOLITIK 79
7. KOMMUNIKATION IM KRISENMANAGEMENT 82
7.1 KOMMUNIKATION IM TRADITIONELLEN KRISENMANAGEMENTVERSTÄNDNIS 82
7.2 KOMMUNIKATION IN MODELLEN KRISENMANAGEMENT IN SOZIALEN SYSTEMEN 82
7.3 RISIKO- VERSUS KRISENKOMMUNIKATION 86
7.4 STRATEGIEN FÜR KRISENKOMMUNIKATION IM TOURISMUS 91
TEIL II. EMPIRIE 91
8. DIE LAWINENKATASTROPHE VON GALTÜR 95
8.1 DAS PAZNAUNTAL UND DIE GEMEINDE GALTÜR, DATEN UND FAKTEN 95
8.1.1 Die Gemeinde Galtür 95
8.1.2 Das Paznauntal 96
8.1.3 Klimatische Rahmenbedingungen 96
8.1.4 Siedlungsgeschichte und soziodemografische Aspekte von Galtür 97
8.1.5 Demographische Daten und Infrastruktur 98
8.2 DIE BEDEUTUNG DES TOURISMUS IN DER DESTINATION 99
8.2.1 Tourismus in der Gemeinde Galtür 99
8.2.2 Die Destination Paznaun 101
8.3 DAS NEGATIVE EREIGNIS UND SEINE AUSWIRKUNGEN 105
8.4 BEURTEILUNG DER KRISE 107
8.5 CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE DES 23. UND 24. FEBRUAR 1999 108
8.6 KRISENMANAGEMENT UND WIRKUNGSBEREICHSANALYSE 112
8.6.1 Operational Crisis - die unmittelbare Krisenphase 112
8.6.1.1 Rettungsmaßnahmen und Krisenstab vor Ort 112
8.6.1.2 Rettungseinsatz und Krisenmanagement von außen 117
8.6.1.3 Notfallpsychologische Hilfestellung 119
8.6.1.4 Krisenmanagement der Tirol Werbung 122
8.6.2 Die Rolle der Medien 125
8.6.3 Auswirkungen auf den Tourismus 129
8.6.4 Nach der Krise - Erkenntnisse und Lehren 132
8.6.4.1 Lawinenschutzbauten 132
8.6.4.2 Das Alpinarium 135
8.6.4.3 Transporthubschrauber und Technische Infrastruktur 136
8.6.4.4 Sonstige Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur 137
8.7 KOMMUNIKATIONSMAßNAHMEN UND NEUPOSITIONIERUNG 138
8.8 KRISENPLANUNG, KRISENBEWÄLTIGUNG UND KRISENPRÄVENTION 140
8.9 SCHULDFRAGEN UND KRITISCHE STIMMEN 145
9. DAS GLETSCHERBAHNUNGLÜCK VON KAPRUN 146
9.1 DAS UNTERNEHMEN GLETSCHERBAHNEN 146
9.2 BEDEUTUNG DES TOURISMUS IN DER DESTINATION EUROPA SPORTREGION 147
9.3 DAS NEGATIVE EREIGNIS UND SEINE AUSWIRKUNGEN 148
9.4 CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE 149
9.5 KRISENMANAGEMENT UND WIRKUNGSBEREICHSANALYSE 150
9.5.1 Operational Crisis - die unmittelbare Krisenphase 150
9.5.1.1 Rettungsmaßnahmen und Krisenstab vor Ort 150
9.5.1.2 Medienberichterstattung und Medienarbeit 153
9.5.2 Die Phase der Krisenbewältigung 156
9.5.2.1 Die Situation in der Destination 156
9.5.2.2 Auswirkungen auf den Tourismus 158
9.5.3 Krisenmanagement anderer Organisationen 160
9.5.4 Risiko-Kommunikation und Krisen-Kommunikation 161
9.6 DIE ROLLE DER ANGEHÖRIGEN 163
9.7 INFRASTRUKTURELLE MAßNAHMEN 166
9.8 STRATEGISCHE MARKETINGPLANUNG IM TOURISTISCHEN BEREICH 168
9.9 KRISENPLANUNG, KRISENBEWÄLTIGUNG, KRISENPRÄVENTION 171
9.10 LEHREN AUS KAPRUN 172
TEIL III. CONCLUSIO 176
10. ERKENNTNISSE AUS DER ARBEIT 176
10.1 DIE ARBEIT DES KRISENMANAGEMENTS 176
10.2 DER FAKTOR ZEIT & KOMMUNIKATION 177
10.3 STRATEGISCHE MAßNAHMEN 179
10.4 STAATLICHE HILFELEISTUNG 181
10.5 KRISENPROPHYLAXE 181
11. EMPFEHLUNG FÜR WEITERFÜHRENDE FORSCHUNGSFRAGEN 183
LITERATURNACHWEIS 186
Anhang A. LEITFADENINTERVIEWS 193
Anhang B. TABELLEN UND GRAFIKEN 274

Textprobe:

Kapitel 8.6.3, Auswirkungen auf den Tourismus: Wintertourismus ist von der Wertschöpfung her gesehen nicht nur für Galtür und das gesamte Paznauntal sondern auch gesamtösterreichisch attraktiver einzustufen als Sommertourismus, was auch anhand der durchschnittlichen Tagesausgaben eines Wintergastes verglichen mit jenen eines Sommergastes belegt werden kann. Allgemein darf angenommen werden, dass der wirtschaftliche Erfolg des einzelnen Unternehmens dahingehend abhängt, dass es ihm gelingt die Betriebsleistungen und die Investitionen über die Kapazitätsauslastung zu amortisieren und wirtschaftlich einzusetzen. Dabei ist jeder Tag mit Vollauslastung von entscheidender Bedeutung.

Dies gilt auch im Umgang mit Marktanalysen und der damit einhergehenden Entwicklung von Nächtigungsstatistiken in einer Destination, welche den Investitionswillen potentieller Geldgeber und somit der Erweiterung des Angebotes, der Infrastruktur, den gesetzlichen, steuerlichen Abgaben für die Destination und deren wirtschaftliches (Entwicklungs-) Potential, etc. beeinflussen. Um die Chancen auf Kapazitätsauslastung so lange wie möglich zu gewähren ist der Druck der Anbieter auf Tourismusverband und Gemeinde so groß, dass keine voreiligen Entscheidungen über Straßensperren oder Evakuierungsmaßnahmen gefällt werden dürfen, was im Falle von Galtür offensichtlich ein großes Unglück ausgelöst hat und das Vertrauen in die Destination nachhaltig jedenfalls mittelfristig beeinflusst hat.

In Galtür selbst waren die wirtschaftlichen Schäden ernorm, fiel nach dem Unglück praktisch die Haupteinnahmequelle aus. Fast alle Touristen hatten das Dorf verlassen und in den restlichen Tagen der Wintersaison 1998/99 kamen nur mehr wenige nach Galtür. Als unmittelbare Reaktion darauf mussten viele Betriebe den Betrieb einstellen und den Mitarbeiter wurden Weiterbildungsprogramme angeboten. Jedoch wurde in der Karwoche ein Zeichen der Solidarität gesetzt: Galtür war ausgebucht.

Deutlich erkennbar ist der Einbruch der touristischen Nachfrage anhand der Gästestatistik für Galtür. Die Ergebnisse dieser Analyse kommen zum Schluss, dass sowohl die Nächtigungen im Sommerhalbjahr und im Winterhalbjahr im Jahr der Lawinenkatastrophe und insbesondere im Folgejahr deutlich erkennbar sind. Weiters kommt erschwerend der Mangel an Tagestouristen hinzu. Die Geschäftszahlen von 2005 können wieder verbesserte Werte aufweisen, jedoch kann im Sommerhalbjahr 2005 der Rückgang an Gästenächtigungen aufgrund der Hochwassersituation gut nachgewiesen werden.

Einhergehend mit dem wirtschaftlichen Schaden durch die Umsatzeinbußen hat die Investitionsbereitschaft in Projekte mittelfristig als Folgeerscheinung der Naturkatastrophe der Gemeinde auch zugesetzt. Interessant ist die Tatsache, dass jedoch keine Mitarbeiter in den touristischen Betrieben entlassen wurden und auch das Bettenangebot der Gemeinde nicht stagnierte.

Das negative Ereignis hat sich langfristig weder im Wirkungsbereich auf den Gästemix oder auf die Preispolitik der Gemeinde ausgewirkt. Es gab keine Sonderangebote wie auch der damalige Tourismusdirektor Walter bestätigt: „In der Preispolitik haben wir nichts geändert, wir haben zwar überlegt, aber es hat dann keine Argumentation dafür gegeben.“ Zur Verdeutlichung der Investitionstätigkeit in der Gemeinde, die touristischen Ausfälle und weiterer touristischer Marktdaten befindet sich eine Sammlung an Tabellen im Anhang.

8.6.4. Nach der Krise – Erkenntnisse und Lehren: Dieser Abschnitt soll Erkenntnisse über die Phase der Krisenbewältigung bringen, welche zusammen mit der Literatur und den vom Autor erhobenen Experteninterviews erfasst werden soll.

Der Gefahrenzonenplan für die Ortschaft wurde erst kurz vor dem Unglück neu genehmigt und die Ausläufer beider Lawinen (Galtür und Valzur) ragten weit über die rote und gelbe Zoneneinteilung im Gefahrenplan. Unter diesen Gesichtspunkten sowie der Schäden liegt die Vermutung nahe, dass die in Computermodellen errechneten Werte deutlich übertroffen wurden.

Der Gefahrenzonenplan wurde mittlerweile einer Nachbereitung unterzogen und als Präventivmaßnahme jährlich aktualisiert. Aus dem Katastrophenfond wurden in der Folge Spendengelder aufgebracht, dessen Verteilung Einheimische und Betroffene gleichmäßig behandelt. Weiters wurde der Wiederaufbau durch die öffentliche Hand unterstützt.

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