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Krisenmanagement und Krisenkommunikation in Unternehmen

Krisenmanagement und Krisenkommunikation in Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nicola Ajjane
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 825,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Konstanz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8318-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8318-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8318-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ajjane, Nicola Mai 2004: Krisenmanagement und Krisenkommunikation in Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, Konfliktmanagement, BWL, Verlauf, Antizipation

Diplomarbeit von Nicola Ajjane

Problemstellung:

Immer wieder erscheinen Krisenmeldungen in den Medien. Und jedes Mal schreckt die Öffentlichkeit auf und Panik macht sich breit. Dabei ist es egal, ob es um Meldungen über die BSE-Krise, über die Bedrohung von Arbeitsplätzen oder um den Ruckruf von über 2,5 Millionen Autos aufgrund eines Motordefekts handelt.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Unternehmen hat Schaden erlitten und das Image des Unternehmens ist oft nachhaltig beschädigt. Die einzige Möglichkeit noch größere Schäden vom Unternehmen abzulenken, besteht darin sich der besonderen und entscheidenden Bedeutung der Unternehmenskommunikation für die Krisenbewältigung bewusst zu werden, um durch ein ausgewogenes und zielgerichtetes Kommunikationskonzept das öffentliche Vertrauen in das Unternehmen zurückzugewinnen.

Ausgehend von diesen Krisenberichten stellen sich deshalb zuerst die grundlegenden Fragen: Was sind Krisen? Welche Auswirkungen können sie aus das Unternehmen und seine Umwelt haben? Was ist Krisenmanagement? Was versteht man unter Unternehmenskommunikation? Und unter Krisenkommunikation?

Am interessantesten ist in dieser Hinsicht aber sicherlich die Frage der Verknüpfung von Krisenmanagement und Krisenkommunikation. Welche kommunikationspolitischen Möglichkeiten haben Unternehmen zur Bewältigung der Krise? Welche Anforderungen werden dabei an das Unternehmen gestellt?

Ist es vielleicht möglich die These auszustellen, dass misslungene und schlechte Krisenkommunikation Anzeichen für schlechtes Krisenmanagement innerhalb des Unternehmens sind?

Anhand von zwei Praxisfällen soll daraufhin dargestellt werden, wie Krisenmanagement in der Praxis funktioniert, welche Ursachen für die Krisen verantwortlichen waren, mit welchen kommunikationspolitischen Maßnahmen die Krise letztlich gemeistert wurde und welche Auswirkungen die Krise für das Unternehmen und seine Umwelt hatte.

Anschliessend soll der Vergleich der beiden Fälle ausgewertet und analysiert werden. Generell gilt zwar, dass jede Krise anders und somit einzigartig ist und aufgrund dessen keine Patentlösung des Krisenmanagements aufgestellt werden kann. Gibt es aber dennoch allgemeingültige Faustregeln, die man bei der Krisenbewältigung beachten sollte?

Welche „Fettnäpfchen“ sollte man im Krisenmanagement und der Krisenkommunikation möglichst vermeiden? Und welche Maßnahmen sind unbedingt durchzuführen?

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Unternehmenskrise und Krisenmanagement 3
2.1 Unternehmenskrise 3
2.1.1 Begriffsbestimmung 3
2.1.2 Ursachen 6
2.1.3 Auswirkungen 7
2.1.4 Verlauf von Unternehmenskrisen 8
2.2 Krisenmanagement 10
2.2.1 Begriffsbestimmung und Aufgaben 10
2.2.2 Aktives und reaktives Krisenmanagement 11
2.2.2.1 Aktives Krisenmanagement 12
2.2.2.2 Reaktives Krisenmanagement 12
2.3 Fazit 13
3. Unternehmenskommunikation und Krisenkommunikation 14
3.1 Unternehmenskommunikation 14
3.1.1 Definition und Bedeutung 14
3.1.2 Kommunikationsprozess 15
3.1.3 Ziele 15
3.1.4 Aufgaben und Funktionen 16
3.1.5 Zielgruppen 17
3.1.6 Instrumente 18
3.2 Krisenkommunikation 19
3.2.1 Definition und Bedeutung 19
3.2.2 Ziele 19
3.2.3 Aufgaben und Maßnahmen 20
3.2.4 Instrumente 21
4. Verknüpfung Krisenmanagement und Krisenkommunikation 25
4.1 Phasen des Krisenmanagements: Aufgaben und Kommunikations-politische Instrumente 25
4.1.1 Krisenantizipation 25
4.1.2 Krisenprävention 28
4.1.3 Repulsives Krisenmanagement 32
4.1.3.1 Research 33
4.1.3.2 Action 34
4.1.3.3 Communication 35
4.1.3.4 Evaluation 40
4.1.3.5 Zusammenfassung Repulsives Krisenmanagement 41
4.2 Ebenen des Krisenverlaufs 41
4.2.1 Inhaltlich-prozessuale Ebene 41
4.2.2 Interne und externe Informationseben 42
4.2.3 Organisationsebene 42
4.2.4 Intern und extern gerichtete Kommunikationsebene 44
4.2.5 Psychologische Ebene 45
4.2.6 Zusammenfassung Ebenen 45
4.3 Fazit 46
5. Fallbeispiele 48
5.1 Daimler-Benz AG, Krise bei der Einführung der A-Klasse 48
5.1.1 Situation / Ablauf 48
5.1.2 Ursachen 52
5.1.3 Reaktionen 56
5.1.4 Fazit 58
5.2 Intel GmbH, Krise um den Pentium-Chip 64
5.2.1 Situation / Ablauf 64
5.2.2 Ursachen 67
5.2.3 Reaktionen 69
5.2.4 Fazit 70
6. Checklisten 75
6.1 Checkliste: Dont's 75
6.1.1 Krisenantizipation 75
6.1.2 Krisenprävention 77
6.1.3 Krisenbewältigung 79
6.1.4 Lernen aus der Krise 82
6.2 Checkliste: Do's 83
6.2.1 Krisenantizipation und Krisenprävention 84
6.2.2 Krisenbewältigung 84
7. Schlussfolgerung 87
Anhänge 89
Literaturverzeichnis 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auf der Grundlage sämtlicher Bilder und Berichte, die dem Vorstand nach Tokio übermittelt wurden, beriet der Vorstand über das weitere Vorgehen. Des weiteren setzte sich die zuständige technische Abteilung sofort mit dem Thema vor Ort auseinander. Am 23. Oktober 1997 vermutete die Daimler-Benz AG in einem Statement, dass der schwedische Testfahrer Robert Collin eine extreme Fahrsituation provoziert hätte, in der jedes andere Auto ebenfalls umgekippt wäre. Des weiteren teilte das Unternehmen mit, dass ein Expertenteam zur umfassenden Analyse der Ursachen eingesetzt worden war. Anzumerken ist allerdings, dass das Ereignis für das Unternehmen nicht unerwartet kam, da bereits am 23. September 1997 bei einem ähnlichen Ausweichtest zur Vorbereitung der Wahl des „Auto des Jahres“ in Tannishus (Dänemark) die inneren Räder einer A-Klasse bei einer Geschwindigkeit von 55 km/h abhoben. Ebenfalls am 23. Oktober 1997 fertigte der Pressesprecher Wolfgang Inhester in Tokio die anwesenden Journalisten mit den Worten ab: „Der Vorstand hält es nicht für notwendig, ein offizielles Statement abzugeben, bloß weil irgendwo ein Auto umgekippt ist“ (Münchener Abendzeitung, 30.10.1997, S.3). [...]

organisatorische Maßnahmen, die in der Phase der Krisenvorsorge durchgeführt werden müssen, sind: Eine detaillierte Aufstellung eines Krisenhandbuchs inklusive der konkreten Festlegung der Verantwortlichkeit und Zuständigkeit einzelner Akteure, sowie der Ausarbeitung von Informationsstandards, -inhalten und –strömen. Des weiteren ist es von Vorteil, wenn das Unternehmen ein internes Berichtswesen aufbaut, um so selbst schwache Anzeichen für Krisensituationen erkennen zu können. Nach dem Eintritt einer Krise konzentrieren sich die Entscheidungen auf die Kriseneindämmung und –bewältigung. In dieser Phase treten die im Vorfeld definierten Krisenstäbe oder Krisenteams in Aktion. Eine zentrale Frage, die sich daraus ergibt, ist in welchem Maße und wann die Unternehmensleitung eingebunden wird. Anzumerken ist, dass die Anbindung an die Unternehmensleitung von elementarer Bedeutung ist und für Durchschlagskraft, Motivation und Umsetzungsmacht sorgen soll. Deshalb kann die Frage, wann und in welchem Maße die Unternehmensleitung in den Prozess der Krisenbewältigung einbezogen werden sollte, mit folgender Aussage beantwortet werden: „Je gravierender die Krise aus Sicht der Betroffenen und der Öffentlichkeit ist, desto stärker und desto früher sollte die Unternehmensleitung eine aktive Rolle bei der Krisenbewältigung übernehmen“ (Töpfer, 1999 b, S.39). Diese Aussage macht es einmal mehr deutlich, dass nur durch ein inhaltlich und organisatorisch koordiniertes Vorgehen negative Auswirkungen wie Image- und Umsatzverluste oder Lähmungszustände innerhalb der Krisenbewältigungsphase vermieden werden können. [...]

4.1.2.5. Zusammenfassung Repulsives Krisenmanagement Die repulsive Phase beschäftigt sich mit der Krisenbewältigung und der Definition von Maßnahmen zur Beseitigung negativer Folgen einer Krise. Ein weiteres Ziel ist der Übergang zum normalen Alltagsgeschäft und damit auch das Wiederherstellen bzw. Erreichen einer positiven Situation für das Unternehmen. Das Krisenteam versucht die Krise einzudämmen, den Schaden zu begrenzen, negative Auswirkungen auf den Umsatz zu verhindern und das Image des Unternehmens durch gezielte Maßnahmen in den Griff zu bekommen. In dieser Phase spielt die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und die Kommunikation mit der Umwelt eine entscheidende Rolle. Sowohl das Vertrauen der Öffentlichkeit, als auch das Vertrauen der Mitarbeiter muss zurückgewonnen und gestärkt werden. Und dies ist nur durch eine entsprechende und vor allem offensive Kommunikation möglich. Die interne und externe Kommunikation muss langsam wieder auf das Normalniveau zurückfinden, und dies muss aktiv kommuniziert werden. Auf keinen Fall dürfen dadurch noch bestehende Probleme „begraben“ werden. Im Vordergrund steht deshalb weiterhin die Problemlösung. Das Ziel jeder Krise ist das schnelle Erreichen dieser Phase. Je schneller das Unternehmen diese erreicht, mit desto weniger negative Auswirkungen und Folgen hat es in der Regel zu kämpfen. Zu beachten ist ebenfalls, dass das Unternehmen in der repulsiven Phase, in der es fast alle Kräfte und Maßnahmen auf die Bewältigung der Krise konzentriert, besonders anfällig ist. Die Konsequenz dieser Schwäche kann sein, dass die Konkurrenz die Situation ausnutzt um ihre eigene Position auszubauen. [...]

Arbeit zitieren:
Ajjane, Nicola Mai 2004: Krisenmanagement und Krisenkommunikation in Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, Konfliktmanagement, BWL, Verlauf, Antizipation

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