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Krisenmanagement und -kommunikation im Tourismus

Öffentlichkeitsarbeit in Ausnahmesituation

Krisenmanagement und -kommunikation im Tourismus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hendrikje Stieler
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 592,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6645-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6645-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6645-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stieler, Hendrikje November 2002: Krisenmanagement und -kommunikation im Tourismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Terrorismus, Public Relations, 11. September 2001, Krise, Bali

Diplomarbeit von Hendrikje Stieler

Zusammenfassung:

Krisen im Tourismus – besonders nach den jüngsten Terroranschlägen auf Bali wieder ein hochaktuelles Thema. Urlaub hat für die meisten Menschen einen besonderen Stellenwert, doch die „schönsten Wochen des Jahres“ verlaufen für Reisende nicht immer so, wie sie es sich vorstellen:

Die Bombenexplosion auf Djerba, bei der hauptsächlich deutsche Touristen ums Leben kamen, der Unfall des ICE in Eschede, die Brandkatastrophe in einer Seilbahn in Kaprun, das Lawinenunglück von Galtür, die drohende Ölverschmutzung nordspanischer Strände, die Havarie einer Hapag Lloyd-Maschine ohne Treibstoff, das Geiseldrama auf Jolo, der Absturz der Concorde...das Spektrum kleiner und großer Krisen, die die Tourismusindustrie beeinflussen, ist groß.

Doch wie gehen Unternehmen damit um? Sind sie vorbereitet? Welche Sofortmaßnahmen werden in solchen Situationen getroffen? Welche Auswirkungen haben sie? Welche Anforderungen werden an ein Unternehmen gestellt? Mit welchen Strategien können Krisen überwunden werden? Diese und weitere Fragen soll die nachfolgende Arbeit beantworten. Denn eines ist sicher: Die nächste Krise kommt bestimmt.

Besonders die Ereignisse des 11. Septembers 2001 haben die westliche Welt wachgerüttelt und nicht nur im Tourismus die Sensibilität für unverhofft eintretende Katastrophen geweckt. Mir haben die Terroranschläge für die vorliegende Arbeit den ersten Denkanstoß gegeben, die Auswirkungen vor allem auf die Tourismusbranche näher zu untersuchen. Daraus entwickelte sich die Idee, aufzuzeigen, wie touristische Unternehmen mit Krisen umgehen, welche Erfolgspotenziale zur Bewältigung genutzt werden können und welche Bedeutung ein langfristig angelegtes Krisenmanagement darin hat. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Vorbereitung und Sensibilisierung für das Thema ist. In der Phase der Krisenbewältigung kommt insbesondere der Unternehmenskommunikation eine entscheidende Rolle zu.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in 3 Teile.

Im ersten Teil (Kapitel 2, 3 und 4) werden die Grundlagen der für die weiteren Ausführungen relevanten Themen der Krise und Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt. Kapitel 3 wirft dabei die Fragen auf, was Unternehmenskrisen sind, wie sie entstehen und welche Auswirkungen sie insbesondere auf den Tourismus haben. Das 4. Kapitel soll in das Thema der Public Relations einführen; die hierbei herausgearbeiteten Zielsetzungen, Instrumenten und Methoden sind bestimmend für die weiteren Ausführungen des 6. Kapitels zur Krisenkommunikation.

Der zweite Teil, bestehend aus Kapitel 5 und 6, zeigt die Bedeutung des Krisenmanagements für Unternehmungen. Aufbauend auf den einzelnen Phasen des Krisenprozesses werden Instrumente und Strategien erklärt, die Unternehmen in schwierigen Situationen zur Verfügung stehen. Daraus wird der Stellenwert der Public Relations in Krisenzeiten deutlich, auf die im darauf folgenden Kapitel eingegangen wird. Auch hier werden Instrumente und Strategien aufgezeigt, die sich nahtlos an die Prozesse des Krisenmanagements anreihen.

Der sich daran anschließende dritte Teil der Arbeit soll anhand von Fallbeispielen erklären, wie Krisenmanagement in der Praxis funktioniert, welche Erfolgsfaktoren zur Bewältigung beitragen können und welche Auswirkungen Krisen auf die Branche hatten.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I
II. Abbildungsverzeichnis III
III. Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Begriffsbestimmung 3
2.1 Definition Krise 3
2.2 Abgrenzung Konflikt - Krise - Katastrophe 4
2.3 Definition Kommunikation 6
2.4 Definition Public Relations 7
3. Die Krise - Kritische Situationen im Unternehmensgeschehen 9
3.1 Eigenschaften von Krisen 9
3.2 Ursachen 9
3.3 Phasen von Krisenprozessen 10
3.4 Wirkungen von Unternehmenskrisen 13
3.5 Die Krise als Chance 14
3.6 Krisen im Tourismus 15
3.6.1 Naturkatastrophen 16
3.6.2 Politische und religiöse Unruhen 18
3.6.3 Terrorismus 20
3.6.4 Technische Unglücksfälle 23
3.6.5 Gefahren für die Gesundheit 25
3.7 Auswirkungen von Krisen auf das Reiseverhalten 26
3.7.1 Der Kaufentscheidungsprozess 26
3.7.2 Einflussfaktoren der Meinungsbildung 28
3.7.3 Die Rolle der Medien 29
3.7.4 Fazit 30
3.8 Rechtliche Betrachtung von Krisen 30
3.8.1 KonTraG 30
3.8.2 Reisevertragsrecht 32
4. Grundlagen der Public Relations 37
4.1 Bedeutung, Aufgaben und Ziele der PR 37
4.2 Instrumente der PR 39
4.3 Zielgruppen 40
4.4 Kommunikation im Unternehmen 41
4.5 Presse- und Medienarbeit 42
4.5.1 Instrumente der Pressearbeit 43
4.5.2 Die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Medien 44
4.6 Image, Corporate Identity und PR 46
4.7 Exkurs: PR im Internet 48
4.7.1 Vorteile der Internet-PR 49
4.7.2 Instrumente der Internet-PR 50
4.8 Fazit 53
5. Krisenmanagement - Handeln in Ausnahmesituationen 54
5.1 Krisenantizipation 56
5.1.1 Analyse der Krisenanfälligkeit 57
5.1.2 Szenario-Technik 57
5.1.3 Krisenplan 58
5.1.4 Krisenstab 59
5.1.5 Krisenkommunikationsplan 60
5.1.6 Krisentraining 61
5.2 Krisenprävention 61
5.3 Krisenbewältigung 63
5.4 Krisennachbereitung 65
5.5 Fazit 66
5.6 Exkurs: Der Krisenmanager - Tätigkeiten und Berufsfeld 67
6. Krisenkommunikation 69
6.1 Public Relations im Rahmen der Krisenprävention 70
6.2 Kommunikation zur Krisenbewältigung 73
6.2.1 Interne Krisenkommunikation 74
6.2.2 Instrumente der internen Krisenkommunikation 75
6.2.3 Externe Krisenkommunikation 78
6.2.4 Instrumente der externen Krisenkommunikation 79
6.3 Der Umgang mit den Medien in Krisenzeiten 84
6.4 Public Relations im Rahmen der Krisennachbereitung 85
6.5 Exkurs: Krisenkommunikation nach Absturz einer Maschine der Lauda Air 87
6.6 Fazit 88
7. Fallbeispiele 89
7.1 Terroranschlag auf Bali 89
7.1.1 Maßnahmen der Tourismusindustrie 90
7.1.2 Reaktionen des Auswärtigen Amtes 91
7.1.3 Folgen für die Tourismusindustrie 92
7.1.4 Fazit 93
7.2 Der Flug Swissair 111 94
7.2.1 Krisenmanagement bei der Swissair 95
7.2.2 Maßnahmen zur Betreuung der Angehörigen 95
7.2.3 Kommunikative Maßnahmen 97
7.2.4 Fazit 98
7.3 Der 11. September 2001 98
7.3.1 Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft 100
7.3.2 Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft 101
7.3.3 Auswirkungen auf die Tourismusbranche 102
7.3.4 Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie 104
7.3.5 Fazit 107
8. Schlusswort 109
9. Anhang 110
10. Literatur- und Quellenverzeichnis 128

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Inhaber der Airline, Niki Lauda – früher bekannt als erfo lgreicher Formel 1-Fahrer, der seit einem schweren Unfall aus dieser Branche ausgestiegen ist – erschien schon wenige Stunden nach der Katastrophe am Unglücksort, um sein Mitgefühl auszudrücken. Er verstand es, ehrliche, tiefe Bestürzung und Trauer zu vermitteln, ohne dabei zu übertreiben. Auf zahlreichen Pressekonferenzen hat er Medien und Öffentlichkeit umgehend über sämtliche Erkenntnisse informiert, sobald er von deren Richtigkeit überzeugt war. Dadurch kam nie das Gefühl auf, dass Informationen zurückgehalten wurden. Man organisierte Pressefahrten für Journalisten zum Unglücksort. Den Hinterbliebenen der Opfer wurde schnelle und umfassende Hilfe angeboten. 72 [...]

Im Rahmen der Krisennachbereitung können auch Events (oder auch ein Tag der offenen Tür) organisiert werden. Events sind erlebnisorientierte Veranstaltungen wie Vorführungen, Wettbewerbe, Präsentationen, Galen usw., die ein besonderes Erlebnis für die Teilnehmer vermitteln, sie emotional ansprechen, den direkten Kontakt zwischen Unternehmen und Kunden bzw. anderen Interessensgruppen herstellen und somit einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollen, der mit dem Unternehmen oder seiner spezifischen Leistung verbunden ist. Für die Krisennachbereitung sind sie ein geeignetes Instrument, um mit Journalisten, Kunden und anderen Interessensgruppen in Dialog zu treten, sie in Einzelgesprächen oder Diskussionsrunden über mögliche Gefahren aufzuklären und ihnen über ihre Ängste und Unsiche rheiten hinwegzuhelfen. So könnten z.B. Fluggesellschaften ihre Sicherheitsstandards präsentieren und das Ereignis mit Probeflügen im Flugsimulator abrunden. [...]

In Krisensituationen sollte so schnell wie möglich eine kostenlose Hotline geschaltet werden, um für Anfrage n von Betroffenen und Angehörigen, aber auch weiterer verunsicherter Gruppen bereit zu stehen und aktuelle Informationen aus erster Hand zu geben. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, mit vergleichsweise geringem Aufwand für rasche Aufklärung und Beruhigung zu sorgen. Da mit einer hohen Zahl von Anrufen zu rechnen ist, müssen genügend Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden, um die Anrufer nicht zu verunsichern und das Vertrauen nicht zu gefährden. Dazu tragen auch die Hotline-Mitarbeiter mit ihrer Kompetenz, Einfühlsamkeit und kommunikativen Fähigkeiten bei. Sie sollten also ständig auf dem Laufenden sein und versuchen, auch schwierige Sachverhalte ausführlich und sensibel zu vermitteln. [...]

Arbeit zitieren:
Stieler, Hendrikje November 2002: Krisenmanagement und -kommunikation im Tourismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Terrorismus, Public Relations, 11. September 2001, Krise, Bali

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