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Die Kriminalautorin als Beobachterin der zeitgenössischen britischen Gesellschaft und Kultur

Die Kriminalautorin als Beobachterin der zeitgenössischen britischen Gesellschaft und Kultur
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katja Zimmerling
  • Abgabedatum: Juni 2006
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 541,3 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9829-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9829-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9829-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zimmerling, Katja Juni 2006: Die Kriminalautorin als Beobachterin der zeitgenössischen britischen Gesellschaft und Kultur, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Crime, Ruth Rendell, Minette Walters, Frances Fyfield, Gender

Diplomarbeit von Katja Zimmerling

Einleitung:

Bereits 1966 verfasste Richard Gerber einen Aufsatz, in dem er u.a. beschreibt, wie er während seiner Studienzeit im England der Nachkriegszeit erfuhr, dass Kriminalliteratur dort zu den drei meistgelesenen Literaturgattungen zählt: „There are only three kinds of books people read: romances, westerns and crime“, wurde ihm von einem Buchhändler mitgeteilt. Der Kriminalautor Robert Barnard schrieb 1980, dass z. B. Agatha Christie, die ‚Queen of Crime', mit einer halben Milliarde verkaufter Bücher nach der Bibel und Shakespeare die Autorin sei, deren Werke weltweit am meisten abgesetzt werden.

Tatsächlich stehen auch heute noch zu dieser Gattung gehörige Bücher auf den Bestsellerlisten ganz oben. Stephen Knight bemerkt hierzu, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts und 25 Jahre nach Agatha Christies Tod bereits über eine Milliarde ihrer Romane verkauft worden seien. Außerdem zeige eine weltweit durchgeführte Schätzung, dass etwa ein Drittel der englischsprachigen Romanliteratur zum Genre der Kriminalliteratur gehöre. Hier lässt sich bereits ahnen, dass aufgrund der großen Vielfalt und Vielschichtigkeit der auf dem Markt vorhandenen Werke von Kriminalautoren die Definition des Genres ‚Kriminalliteratur' sowie seiner Subgenres ein nicht gerade einfaches Unterfangen ist. Knappe Definitionsversuche wie z. B. von Richard Alewyn stoßen aufgrund zu großer Überschneidungen und Ungenauigkeiten schnell an ihre Grenzen.

Definiert man hingegen zu umfassend, geht dies auf Kosten der Übersichtlichkeit über die daraus resultierenden unzähligen Untergattungen wie u. a. bei Stephen Knight. Aus diesen Gründen soll in der folgenden Untersuchung lediglich die Hauptgattung ‚Kriminalliteratur' sowie die notwendigen Subgenres definiert werden, denen die behandelten Werke der ausgewählten Autorinnen zugeordnet werden können.

Dass für diese Arbeit die Wahl auf ausschließlich weibliche Kriminalautoren der neueren Kriminalliteratur fällt, ist einem weiteren Phänomen dieses Genres zuzuschreiben. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten wurde ein großer Teil der veröffentlichten Werke von Frauen verfasst. Dies ist nicht nur der Verdienst der Buchverlage und ihrer erfolgreichen Marketingstrategien, sondern auch des geschickten networkings von Kriminalautorinnen in Vereinigungen wie Sisters in Crime, die 1986 u. a. von Sara Paretsky gegründet wurde und 1996 das German Chapter Mörderische Schwestern hervorbrachte.

Die Anfänge der Kriminalliteratur werden in der Fachliteratur überwiegend mit den Werken von zwei männlichen Autoren, und zwar Edgar Allen Poes The Murder in the Rue Morgue 1841 in den USA sowie Sir Arthur Canon Doyles A Study in the Scarlet 1887 in England bezeichnet. Damals dominierten generell männliche Kriminalautoren, obwohl es bereits seit den 1860er Jahren auch immer wieder Schriftstellerinnen in diesem Genre gab. Diese hatten dann vor allem im so genannten Golden Age dieser Gattung, d. h. in den 1920er und 1930er Jahren, in England größeren Erfolg als ihre männlichen Kollegen. Zu den wohl renommiertesten Vertreterinnen dieser Zeit zählen Agatha Christie, Dorothy L. Sayers, Margery Allingham und Josephine Tey.

In den 1960er Jahren schlossen Autorinnen wie P. D. James oder Ruth Rendell nicht zuletzt wegen des Beginns der feministischen Bewegung in dieser Zeit und des damit einhergehenden Einflusses auf viele Lebensbereiche wieder an den Erfolg des oben erwähnten ‚Goldenen Zeitalters' an. Seit den 1980er und in noch stärkerem Ausmaß seit den 1990er Jahren entwickeln britische Autorinnen wie Liza Cody, Frances Fyfield, Lynda LaPlante und Val McDermid das Genre weiter. Vor allem diese ‚neue Generation' weiblicher Kriminalautoren bringt immer häufiger soziale und kulturelle Umbruchserscheinungen sowie damit verbundene Probleme in ihre Werke ein, anstatt den Fokus auf die bloße Klärung des Falls zu legen. Dies scheint auf den ersten Blick eine spezifische Entwicklung von Kriminalautorinnen zu sein, wohingegen ihre männlichen Kollegen in ihren Werken weiterhin eher die Wiederherstellung der gesellschaftlichen Ordnung behandeln, d.h. die Durchsetzung der Gerechtigkeit sowie lediglich der Affirmation gesellschaftlicher Verhältnisse durch die Lösung des Falls.

Zu derartigen Einzelaspekten in der Kriminalliteratur gibt es bis heute nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Auch Peter Nusser bemerkt in diesem Zusammenhang treffend, wie selten es Publikationen gibt, „in denen die gegenwärtigen Neuansätze eines psychologischen und gesellschaftskritischen Kriminalromans systematisch erfasst werden“. Dies mag, außer an den bereits erwähnten Definitionsproblemen in der Fachliteratur, zu einem großen Teil auch daran liegen, dass bis in die 1960er Jahre v. a. in Deutschland wissenschaftliche Arbeiten über Kriminalliteratur abgelehnt wurden, da diese bis dahin noch als Trivialliteratur gesehen wurde. Mittlerweile kann diese Ansicht als überwunden gelten.

Jedoch beschränkt sich die Mehrzahl der wissenschaftlichen Arbeiten, die nicht die allgemeine Darstellung der Kriminalliteratur betreffen, bisher nur auf eine Variation der Gattung, den feministischen Kriminalroman. Knight führt hierzu allein sechs Studien an, die seit 1988 durchgeführt wurden und die er zu den bedeutendsten zählt. Als Grund hierfür erwähnt er den Anstieg von 40 Autoren in diesem Subgenre im Jahr 1980 auf 400 im Jahr 1995. Diese Aussage deckt sich mit der Fülle von Primär- und Sekundärliteratur, die zu diesem Thema im Rahmen der Literaturrecherche für die vorliegende Arbeit ermittelt wurden. Die Untersuchung der Behandlung der oben erwähnten sozialen und kulturellen Umbruchserscheinungen findet darin nur spärlich statt, wären aber nach Nussers Meinung „ein dringliches Desiderat“.

Des Weiteren gibt es zwei Untersuchungen, von Egloff und von Tschimmel, die sich zwar mit dem Thema der zunehmend realistischen Gesellschaftsdarstellung in der Kriminalliteratur beschäftigen, dabei jedoch den Genderaspekt im Hinblick auf die Autorenrolle ignorieren bzw. immerhin stark vernachlässigen. Tschimmel kommt aber hierin bereits zu dem Schluss, dass in der Kriminalliteratur verstärkt eine realistische Darstellung der Gesellschaft festzustellen ist. Da zudem nicht jeder von Frauen geschriebener Kriminalroman ein feministischer ist oder oft nicht einmal eine weibliche Hauptfigur hat, setzt sich die folgende Untersuchung folgendes Ziel: Es soll ermittelt werden, ob in der neueren Kriminalliteratur immer mehr zu sehen ist, dass gerade weibliche Autoren in der Lage sind, genderunabhängig in ihren Werken die gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse ihrer Zeit zu beschreiben, sowie ob sich in den untersuchten Werken andererseits auch eine typisch weibliche Schreibweise nachweisen lässt.

Die deutsche Sprache kennt für die beiden englischen Begriffe sex und gender lediglich die Übersetzung ‚Geschlecht'. Im Englischen wird dagegen zwischen dem biologischen Geschlecht, das jeder Mensch von Geburt an hat (sex), und dem kulturell gebildeten, erlernten und somit auch veränderbaren sozialen Geschlecht (gender) unterschieden. Inzwischen herrscht in der Genderforschung jedoch keineswegs mehr Einigkeit darüber, dass diese Unterscheidung so rigoros vorgenommen werden kann. Vielmehr besteht eine Wechselwirkung zwischen beiden Begriffen, durch die eine gegenseitige Bewertung von sex und gender und dadurch der Rolle der jeweiligen Person in der Gesellschaft vorgenommen wird.

Es kann jedoch festgehalten werden, dass sich die Grundgedanken des Ansatzes bis heute etabliert haben und weiterhin von diesem Begriffspaar ausgegangen werden kann. Das Rollenverhalten, das unter den Genderaspekt fällt, ist in jedem Fall von Erziehung, Kulturkreis, Gesellschaftsschicht, Herkunft usw. abhängig und erlernt. Dies impliziert, dass eine Frau durchaus auch eine nicht ihrem erlernten Rollenverhalten entsprechenden, z. B. maskuline, Autorenrolle wählen kann, sollte die These der Genderunabhängigkeit zutreffen.

Das bedeutet demzufolge, dass im Falle der Verifizierung der obigen Arbeitsthese die untersuchten Schriftstellerinnen ihre Autorenrollen bewusst aussuchen und auch zwischen verschiedenen Autorenrollen wechseln können. Die Gesellschaft und Kultur wird also nicht aus der realen Genderrolle der Schriftstellerin heraus abgebildet, sondern aus der jeweiligen Autorenrolle, die sie sich selbst wählt, was natürlich auch, aber eben nicht nur, durch eine feministische Hauptfigur geschehen kann. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Unterscheidung zwischen dem implizitem Autor, d. h. der Autorenrolle, und der realen Person der Schriftstellerin, der realen Autorin.

Der Sonderfall Ruth Rendell / Barbara Vine deutet gleichzeitig die Notwendigkeit zur Unterscheidung der Begriffe ‚realer' und ‚impliziter' Autor besonders deutlich an. Diese beiden Begriffe gehen auf Wayne C. Booth zurück. Laut seiner Theorie gibt es nicht nur den realen Autor und den fiktiven Erzähler eines Textes, sondern zusätzlich noch den impliziten Autor, der als Vermittler zwischen den beiden vorgenannten Instanzen auftritt. Der implizite Autor darf auf keinen Fall mit z. B. dem auktorialen Erzähler verwechselt werden. Letzterer stellt für Booth nur eines der Elemente dar, die der implizite Autor kreiert. Der wesentliche Zusammenhang zwischen realem, oder tatsächlichem, und implizitem Autor besteht für ihn demzufolge darin, dass der reale Autor bewusst beschließt, über die Instanz des von im geschaffenen impliziten Autors, also einer Autorenrolle, in einer bestimmten Art und Weise zu schreiben. Damit entkräftet Booth die Kritik an vermeintlich unaufrichtigen, subjektiv schreibenden Schriftstellern, deren Werke sich nicht mit ihren eigenen Wertvorstellungen zu decken scheinen. Der implizite Autor kann vom realen Autor seiner Meinung nach geschaffen werden, „unabhängig davon, welchen Platz sein Schöpfer im wirklichen Leben einnimmt“, um damit zur vollkommenen Form seines Werkes gelangen zu können.

Gang der Untersuchung:

Alle Ergebnisse dieser Arbeit beziehen sich in erster Linie auf die ausgewählten Schriftstellerinnen sowie die untersuchten Werke und sind nicht ohne weitere Untersuchungen auf andere Werke oder Schriftsteller der Kriminalliteratur übertragbar. Es werden drei Schriftstellerinnen der britischen Kriminalliteratur herangezogen, um die Untersuchung überschaubar zu halten und mit einem Maximum an konkreten Textbelegen arbeiten zu können. Ruth Rendell sowie ihr 1986 eingeführtes Pseudonym Barbara Vine wurden gewählt, um zu zeigen, dass bereits innerhalb der von einer Schriftstellerin verfassten Werke beträchtliche Unterschiede erkennbar sind.

Nachfolgend soll insbesondere auf die Besonderheiten eingegangen werden, die ihre, seit 1964 dem ersten Anschein nach eher in der männlichen Tradition verfassten, Inspektor-Wexford-Detektivromane, im Vergleich zu den modernen Kriminalromanen ohne Serienfigur, die sie ab 1986 als Barbara Vine verfasst hat, aufweisen. Frances Fyfield hingegen entwarf hauptsächlich zwei weibliche Seriencharaktere für ihre Kriminalromane, die hier näher untersucht werden sollen. Minette Walters schuf für ihre modernen Detektivromane keine Serienfigur, sondern wechselt zwischen männlichen und weiblichen Protagonisten.

Nach der Klärung typologischer und terminologischer Fragen geht es in der eigentlichen Analyse ab Kapitel 2 darum, die o. g. Zielstellung anhand von Textbelegen zu analysieren. Es wird dabei chronologisch nach dem Erscheinungsdatum des ersten Werkes der jeweiligen Schriftstellerin gegliedert vorgegangen. Kapitel 6 bildet mit einer Zusammenfassung sowie einem Vergleich durch die Gegenüberstellung der erarbeiteten Ergebnisse den Abschluss der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Fragestellung und theoretische Grundlagen 4
1.1 Zielsetzung und Forschungslage 4
1.2 Allgemeines zu Kriminalroman und Detektivroman 9
1.2.1 Entstehungsgeschichte 9
1.2.2 Gattungsstruktur und Typologie 15
2. Gesellschaft und Kultur in den Detektivromanen von Ruth Rendell 17
2.1 Die Geschlechterrollen im Wandel der Zeit 19
2.1.1 Das Berufsleben 19
2.1.2 Das Privatleben 29
2.2 Die britische Klassengesellschaft 36
2.3 Metafiktion in den Detektivromanen von Ruth Rendell 41
3. Gesellschaft und Kultur in den Kriminalromanen von Barbara Vine 47
3.1 Das gesellschaftliche Leben im Wandel der Zeit 48
3.1.1 Die Rolle der Frau 48
3.1.2 Die britische Klassengesellschaft 59
3.2 Metafiktion in den Kriminalromanen von Barbara Vine 65
4. Gesellschaft und Kultur in den Kriminalromanen von Frances Fyfield 74
4.1 Die Rollenverteilung in der Gesellschaft 75
4.1.1 Das Berufsleben 75
4.1.2 Familie und Freundeskreis 83
4.2 Politik und Gesellschaft 100
4.3 Glaube in der Gesellschaft 104
5. Gesellschaft und Kultur in den Kriminalromanen von Minette Walters 109
5.1 Die Geschlechterrollen in den 1990er Jahren 110
5.2 Familie, Freundschaften und Beziehungen 117
5.3 Metafiktion in den Kriminalromanen von Minette Walters 123
6. Zusammenfassung der Ergebnisse 129
Bibliographie 136
I. Primärliteratur 136
II. Sekundärliteratur 136

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Kritik, die Vine in ihren Kriminalromanen sowohl an den Standesdünkeln der upper class als auch an dem Festhalten aller britischen Schichten an Gesellschaftsunterschieden generell, übt, bringt somit wie in diesem Unterkapitel gezeigt, ihre persönliche Meinung beinahe unverfälscht zum Ausdruck. Konnte sie in ihren Detektivromanen das fehlende Umdenken in der britischen Klassengesellschaft nur latent kritisieren, da die Bücher auf eine breitere Leserschaft abzielen, ist es Vine nun möglich, ihren eigenen Standpunkt deutlicher zu vertreten. Waren es in den Wexford-Romanen hauptsächlich lediglich äußerliche Unterschiede, wie die als hochnäsig angesehene Sprechweise der oberen Schichten oder finanzielle Unterschiede zwischen den Klassen, gehen die Kriminalromane von Barbara Vine viel tiefer in die menschliche Psyche. In diesen Werken wird untersucht, wie es auch historisch gesehen zu diesen gesellschaftlichen Diskrepanzen kam und wie die Menschen in verschiedenen Epochen damit umgingen. Diese psychologisch analysierenden Romane zeigen, wie es nicht als Anomalie innerhalb von Klassengrenzen und der gesellschaftlichen Ordnung zu Verbrechen kommt, sondern vielmehr, wie Verbrechen in Konformität mit der etablierten Ordnung, aus der Einhaltung von gesellschaftlichen Zwängen heraus, geschehen können.282 [...]

Diese Bemerkung, die auch Reiche im Allgemeinen mit einschließt, deutet bereits an, dass es Vine ebenfalls ein Dorn im Auge, wenn so genannte Neureiche in den letzten Jahren versuchen, das Verhalten der upper class, das von ihr ohnehin schon kritisch betrachtet wird, nachzuahmen. Dies stellt eine weitere Ähnlichkeit zu Rendells Schreibweise dar, in deren Detektivromanen neureiche Familien ebenfalls kritisiert werden. So richtet der neue amerikanische Besitzer des Hauses von Martins Urgroßvater alles so ein, dass es seiner Meinung nach authentisch dem Stil der 1860er Jahre nachgeahmt ist. Martin findet es dagegen „almost a parody of eighteen sixties décor”280 und nickt nur unbestimmt, als der Besitzer ihn fragt, ob er nicht auch meine, dass alles „[p]retty well in period […]“281 wäre. [...]

That was a job for peasants […]. It was scarcely a step up from being a charwoman.276 Auch als 1957 im House of Lords debattiert wurde, ob adlige Frauen in der Politik zugelassen werden sollten oder nicht, wurde dies von den Gegnern noch als „highly distasteful“277 angesehen, als würde man sich damit auf die gleiche Stufe mit den Amerikanern begeben, die zu dieser Zeit bereits weibliche Diplomaten hatten. Aber auch bei Teenagern der upper oder middle class, wie Veras Sohn Francis, wurde es bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts als unpassend angesehen, wenn sie neben der Schule oder in den Ferien kleine Nebenjobs wie z. B. Zeitungsaustragen annahmen. So ist jeder in Francis Umgebung erstaunt, dass er trotz der Streichung seines Taschengeldes immer Geld hat.278 [...]

Arbeit zitieren:
Zimmerling, Katja Juni 2006: Die Kriminalautorin als Beobachterin der zeitgenössischen britischen Gesellschaft und Kultur, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Crime, Ruth Rendell, Minette Walters, Frances Fyfield, Gender

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