Kreditderivate
Konzeption und Einsatzmöglichkeiten im Kreditrisikomanagement von Banken
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin Renner
- Abgabedatum: Februar 1998
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 6,0 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0998-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0998-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0998-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Renner, Martin Februar 1998: Kreditderivate, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kreditbewertung, Kreditderivate, Risikomanagement, Kreditrisiko
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Diplomarbeit von Martin Renner
Einleitung:
In den 90er Jahren haben Banken aller Industrieländer rekordhohe Wertberichtigungen im Kreditgeschäft durchführen müssen, die teilweise nur mit massiver staatlicher Intervention aufgefangen werden konnte. Diese Forderungsausfälle zeigen strukturelle Schwächen im traditionellen Kreditgeschäft der Banken auf. Zudem stellen für die Mehrzahl der deutschen Banken Kreditrisiken nach wie vor das dominierende Gefährdungspotential dar. Vor diesem Hintergrund steht besonders das Kreditrisikomanagement vor einer radikalen Neuorientierung. Denn nur Banken, die die Ursachen der strukturellen Schwachpunkte erkennen und adäquate Ansätze zur Lösung dieses Problems generieren, schaffen die Grundlage eines profitablen Kreditgeschäfts. Ein funktionierendes Kreditrisikomanagement stellt demnach einen Erfolgsfaktor für die Bank dar. Kreditderivate bieten ein innovatives und flexibles Instrumentarium zum Management von Kreditrisiken.
Gang der Untersuchung:
Ziel der Arbeit ist es, vor diesem Hintergrund die grundlegenden Gestaltungsformen der Kreditderivate darzustellen und gegeneinander abzugrenzen sowie problemorientiert zu untersuchen, ob diese Finanzinstrumente durch ihren risikopolitischen Einsatz im Firmenkundengeschäft geeignet sind, einen Ausgleich der strukturellen Schwachpunkte des traditionellen Kreditgeschäfts zu erreichen.
Hierfür werden zunächst in Kapitel 2 die grundlegenden Gestaltungsformen der Kreditderivate ausführlich dargestellt. Die Grundkonzeption der einzelnen Finanzinstrumente wird dabei erläutert und gegeneinander abgegrenzt. In Kapitel 3 werden die Möglichkeiten der Kreditderivate im Risikomanagement von Kreditrisiken erörtert. Dazu erfolgt eine Einordnung der Kontrakte in den bankinternen Risikomanagementprozeß sowie in die Systematik risikopolitischer Maßnahmen. Ferner wird vor der expliziten Beschreibung der risikopolitischen Steuerung durch Kreditderivate ein Überblick über verschiedene grundsätzliche Methoden der Risikomessung gegeben, die die Basis für den adäquaten Einsatz der derivaten Finanzinstrumente sowie ihrer Bewertung bilden. Kapitel 4 greift die Problemfelder auf, die primär dazu beitragen, daß die zuvor beschriebenen, theoretischen Möglichkeiten der gezielten Kreditrisikosteuerung z.Z. in praxi schwer respektive gar nicht umzusetzen sind. Dazu zählen die Problematik der objektiven Kontraktbewertung, die fehlende aufsichtsrechtliche Behandlung sowie fehlende Rahmenverträge. In Kapitel 5 werden die wesentlichen Aspekte des Einsatzes der Kreditderivate im Kreditrisikomanagement des Firmenkundengeschäfts abschließend betrachtet und ein Ausblick für die Weiterentwicklung der Kontrakte gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung in die Thematik | 1 |
| 1.2 | Ziel und Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Konzeption grundlegender kreditderivater Produkte | 4 |
| 2.1 | Begriff und Wesen der Kreditderivate | 4 |
| 2.2 | Kreditrisiko als Gegenstand von Kreditderivaten | 6 |
| 2.3 | Gestaltungsformen der Kreditderivate | 8 |
| 2.3.1 | Credit-default-Produkte | 8 |
| 2.3.1.1 | Default swaps und default options | 8 |
| 2.3.1.1.1 | Konzeption eines default swap | 8 |
| 2.3.1.1.2 | Ausgewählte Gestaltungsparameter von defaultswaps | 10 |
| 2.3.1.1.2.1 | Basisforderung und Referenzforderung | 10 |
| 2.3.1.1.2.2 | Kreditrelevantes Ereignis | 11 |
| 2.3.1.1.2.3 | Ausgleichszahlung | 12 |
| 2.3.1.1.2.3.1 | Zahlung des Nennwertes abzüglich Erholungswert | 12 |
| 2.3.1.1.2.3.2 | Zahlung eines festen Betrags | 12 |
| 2.3.1.1.2.3.3 | Zahlung des Nennwertes gegen physische Lieferung der Referenzforderung | 13 |
| 2.3.1.1.2.4 | Kontraktlaufzeit | 13 |
| 2.3.1.1.2.5 | Prämienzahlung | 14 |
| 2.3.1.1.3 | Abgrenzung von default swaps und default options | 14 |
| 2.3.1.2 | Credit notes | 16 |
| 2.3.1.3 | Credit forwards | 18 |
| 2.3.2 | Credit-spread-Produkte | 19 |
| 2.3.2.1 | Credit spread options | 19 |
| 2.3.2.2 | Credit spread notes | 21 |
| 2.3.3 | Total return swaps | 22 |
| 2.3.3.1 | Konzeption von total return swaps | 22 |
| 2.3.3.2 | Problematik der Zuordnung von total return swaps zu Kreditderivaten | 24 |
| 2.3.3.3 | Varianten von total return swaps | 25 |
| 3. | Einordnung und Einsatz von Kreditderivaten im Risikomanagement von Kreditrisiken | 26 |
| 3.1 | Einordnung von Kreditderivaten in den Prozeß des Risikomanagement | 26 |
| 3.1.1 | Risikomanagement von Kreditrisiken | 26 |
| 3.1.2 | Einordnung der Kreditderivate in die Systematik risikopolitischer Maßnahmen | 29 |
| 3.2 | Ansätze zur Bewertung von Kreditrisiken als Basis für den risikopolitischen Einsatz von Kreditderivaten | 31 |
| 3.2.1 | Ansätze zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit | 31 |
| 3.2.2 | Ansätze zur Bestimmung der erwarteten Realisierungsquote | 32 |
| 3.2.3 | Rating-Ansatz | 32 |
| 3.2.4 | Optionspreistheoretischer Ansatz | 34 |
| 3.2.5 | Portfolio Ansatz | 38 |
| 3.2.6 | Value-at-risk-Ansatz | 40 |
| 3.2.7 | Implikationen für den risikopolitischen Einsatz von Kreditderivaten | 41 |
| 3.3. | Risikopolitischer Instrumentalcharakter von Kreditderivaten | 42 |
| 3.3.1 | Einsatz von Kreditderivaten als Instrument der Risikoabwälzung | 42 |
| 3.3.2 | Kreditderivate als Instrument im Bereich der Risikolimitierung | 44 |
| 3.3.3 | Kreditderivate als Instrument der Risikodiversifikation | 46 |
| 4. | Ausgewählte Problemfelder beim risikopolitischen Einsatz von Kreditderivaten | 49 |
| 4.1 | Pricing von Kreditderivaten | 49 |
| 4.1.1 | Ausgangssituation auf dem Markt für Kreditderivate | 49 |
| 4.1.2 | Pricing von Kreditderivaten auf der Basis theoretischer Modelle | 51 |
| 4.1.2.1 | Neuere Ansätze der contingent claims analysis | 51 |
| 4.1.2.1.1 | Grundkonzept der Bewertung von Kreditderivaten durch die neueren Ansätze der contingent claimsanalysis | 52 |
| 4.1.2.1.1.1 | Anwendung des Modells von Lando zur Bewertung von credit spread options | 52 |
| 4.1.2.1.1.1.1 | Bewertung risikobehafteterzero bonds | 52 |
| 4.1.2.1.1.1.2 | Bewertung der credit spread option | 54 |
| 4.1.2.1.1.2 | Kritische Würdigung des Ansatzes von Lando zur Bewertung von credit spread options | 54 |
| 4.1.2.1.2 | Kritische Würdigung der neueren Ansätze der contingent claims analysis | 55 |
| 4.1.2.2 | Compound-option-Ansatz | 56 |
| 4.1.2.2.1 | Klassisches Optionspreismodell als Grundlage | 56 |
| 4.1.2.2.2 | Compound-option-Modell von Das | 57 |
| 4.1.2.2.2.1 | Ermittlung des Wertes einer credit spread option | 57 |
| 4.1.2.2.2.2 | Kritische Würdigung | 59 |
| 4.1.3 | Abschließende Betrachtung des pricing von Kreditderivaten | 59 |
| 4.2 | Eigenmittelanrechnung von Kreditderivaten nach Grundsatz I | 61 |
| 4.2.1 | Ähnlichkeit von Kreditderivaten mit aufsichtsrechtlich berücksichtigten Produkten | 62 |
| 4.2.1.1 | Ähnlichkeit von Kreditderivaten mit traditionellen Produkten der Kreditbesicherung | 63 |
| 4.2.1.2 | Ähnlichkeit von Kreditderivaten mit derivaten Produkten | 65 |
| 4.2.2 | Banking-book- versus Trading-book-Einordnung von Kreditderivaten | 67 |
| 4.2.2.1 | Kreditderivate als Banking-book-Positionen | 67 |
| 4.2.2.1.1 | Risikoübernahme durch kreditderivate Positionen des banking book | 67 |
| 4.2.2.1.2 | Risikoübertragung durch kreditderivate Positionen des banking book | 68 |
| 4.2.2.2 | Kreditderivaten als Trading-book-Positionen | 70 |
| 4.2.2.2.1 | Grundlegende Überlegungen zu kreditderivaten Trading-book-Positionen als Basis für die Ermittlung der Kapitalerfordernisse | 70 |
| 4.2.2.2.2 | Risikoübernahme durch kreditderivate Positionen des trading book | 72 |
| 4.2.2.2.3 | Risikoübertragung durch kreditderivate Positionen des trading book | 72 |
| 4.2.3 | Implikationen für die Anrechnung von Kreditderivaten nach Grundsatz I | 73 |
| 4.3 | Rahmenverträge für Kreditderivate | 74 |
| 4.4 | Kritische Würdigung der dargestellten Problemfelder | 75 |
| 5. | Fazit | 77 |
| Anhang | 79 | |
| I. | Beispiel eines default swap | 80 |
| II. | Beispiel einer credit spread put option | 81 |
| III. | Beispiel eines total return swap | 82 |
| IV. | Herleitung der Bewertungsformel für eine credit spread option von Das | 83 |
| Literaturverzeichnis und Gesprächsliste | VIII | |
| Erklärung | XXIII | |
| Lebenslauf | XXIV |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832409982
Arbeit zitieren:
Renner, Martin Februar 1998: Kreditderivate, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kreditbewertung, Kreditderivate, Risikomanagement, Kreditrisiko



