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Kostenstrukturen und Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen

Eine analytische Betrachtung in ausgewählten Industriebereichen

Kostenstrukturen und Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Schweinberger
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 69 Seiten
  • Dateigröße: 496,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Erfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6246-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6246-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6246-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schweinberger, Stefan September 2002: Kostenstrukturen und Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rechnungswesen, China, Kostenrechnung, Automobilindustrie, Empirische Untersuchung

Diplomarbeit von Stefan Schweinberger

Einleitung:

Mit dem Beitritt zur World Trade Organization (WTO) am 10.11. 2001 verpflichtete sich die Volksrepublik China zur Öffnung ihrer Märkte für den internationalen Welthandel. Die damit ausgelöste Verschärfung des Wettbewerbes dürfte für chinesische Unternehmen mit weitreichenden Folgen verbunden sein. So dürften innerbetriebliche Fehler der Geschäftsführung, die als Folge einer mangelhaften Kostenrechnung auftreten können, wohl nicht mehr allein durch das günstige wirtschaftliche Wachstum kompensiert werden, sondern hätten auch entsprechend nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen selbst. Die Öffnung des chinesischen Marktes wird aber auch die Konsequenz mit sich bringen, dass sich die Unternehmen den internationalen Weltmarktpreisen stellen müssen. Der gesicherte Bestand eines Unternehmens wird somit nicht mehr allein durch Preiserhöhungen möglich sein, sondern wird auch weitreichende Kostenreduktionen im betrieblichen Produktionsprozess erfordern. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß die Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen zur Erfüllung spezifischer Aufgaben eingesetzt wird.

Zur Untersuchung dieser Frage wurde in der Volksrepublik China eine explorative Studie durchgeführt, die Aufschluss über die Einsatzgebiete und die Ausgestaltung der Kostenrechnung in ausgewählten Unternehmen geben sollte. Schwerpunkt der Untersuchung waren insbesondere Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung, die der Automobilbranche angehörten. Die konkreten Fragestellungen dieser Arbeit lauten:

Inwiefern wird die Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen eingesetzt?

Wie ist die Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen gestaltet?

Was sind die Aufgaben der Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen?

Kann die Kostenrechnung die an sie gestellten Aufgaben erfüllen?

Welche Faktoren beeinflussen die Anwendung der Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen?

Gang der Untersuchung:

Zum besseren Verständnis der Untersuchungsergebnisse werden zuerst einige Informationen zur chinesischen Wirtschaft gegeben (Kapitel 2). Dabei werden nicht nur Entwicklung und Struktur der chinesischen Wirtschaft, sondern auch die wichtigsten Formen ausländischer Direktinvestitionen beschrieben.

Danach werden Methodik und Inhalt der Untersuchung erläutert (Kapitel 3). Neben der Vorgehensweise der Untersuchung werden auch die Merkmale der untersuchten Unternehmen vorgestellt. Während die bisherigen Kapitel nur einleitenden Charakter hatten, werden in den nachfolgenden Kapiteln die konkreten Untersuchungsergebnisse beschrieben. Da die Kostenstrukturen der Unternehmen die grundlegende Gestaltung der Kostenrechnung determinieren, werden diese zuerst erläutert (Kapitel 4).

Danach werden die einzelnen Ergebnisse zur Kosten- und Erlösrechnung in den untersuchten Unternehmen vorgestellt (Kapitel 5). Dabei wird zuerst untersucht, was die wesentlichen Aufgaben der Kosten- und Erlösrechnung in chinesischen Unternehmen sind. Anschließend werden Verwendung und Gestaltung der Kosten- und Erlösrechnung in den jeweiligen Unternehmen beschrieben.

Im letzten Kapitel wird eine Bewertung der Untersuchungsergebnisse vorgenommen (Kapitel 6). Dabei wird untersucht, ob die Kosten- und Erlösrechnung in den jeweiligen Unternehmen in der Lage ist, die an sie gestellten Aufgaben zu erfüllen. Danach wird geprüft, welche Faktoren einen Einfluß auf die konkrete Verwendung und Gestaltung der Kosten- und Erlösrechnung haben könnten.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichins IV
Formel- und Symbolverzeichnis V
Tabellenverzeichis VI
1. Einleitung 1
2. Wirtschaftlicher Hintergrund für Investitionen in der Volksrepublik China 3
2.1 Entwicklung und Struktur der chinesischen Wirtschaft 3
2.2 Formen ausländischer Direktinvestitionen 5
2.2.1 Equity Joint Venture 5
2.2.2 Contractual Joint Venture 6
2.2.3 Wholly Foreign-Owned Enterprise 7
3. Methodik und Inhalt der Untersuchung 8
4. Kostenstrukturen in chinesischen Unternehmen 11
5. Kosten- und Erlösrechnung in chinesischen Unternehmen 14
5.1 Grundsätzliche Anmerkungen 14
5.2 Ermittlungsorientierte Rechnungen 16
5.2.1 Kostenartenrechnung 16
5.2.2 Kostenstellenrechnung 18
5.2.3 Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation) 20
5.2.4 Kostenträgerzeitrechnung (Ergebnisrechnung) 24
5.3 Planungs- und kontrollorientierte Rechnungen 29
5.3.1 Budgetierung 29
5.3.2 Plankostenrechnung 31
5.4 Entscheidungsorientierte Rechnungen 36
5.4.1 Teilkostenrechnung 36
5.4.2 Investitionsrechnung 40
6. Bewertung der Untersuchungsergebnisse 44
7. Schlussbetrachtung 50
Anhang I: Gesamtübersicht zu den Untersuchungsergebnissen 53
Anhang II: Fragebogen zur Durchführung der Interviews 55
Literaturverzeichnis 60

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Informationswert dieser Deckungsbeitragsrechnung ist relativ gering, da die jeweiligen Deckungsbeiträge der einzelnen Kostenträger nicht ersichtlich werden. Damit kann die Profitabilität der einzelnen Kostenträger nicht beurteilt werden. Darüber hinaus wurde für die Energiekosten und die Reparatur- und Wartungskosten einfach angenommen, daß diese variable Kosten seien.23 Es kann allerdings davon ausgegangen werden, daß zumindest ein gewisser Teil dieser Kosten als fix zu bezeichnen ist. Da im Unternehmen JVD auch keine Abgrenzung zwischen bilanziellen Aufwendungen und Kosten vorgenommen wurde, dürften in dieser Ergebnisrechnung statt kalkulatorischer Kosten auch neutrale Aufwendungen erfaßt sein. Im Unternehmen JVF wurde monatlich eine mehrstufige Ergebnisrechnung für Einzelprodukte erstellt. Dabei wurden für die jeweiligen Produkte verschiedene Deckungsbeiträge ausgewiesen. Die Vorgehensweise war dabei wie folgt: [...]

Zuerst wurden die Umsatzerlöse um die Bestandsveränderungen im Fertigungslager korrigiert. Damit konnte die Gesamtleistung des Unternehmens bestimmt werden. Anschließend wurden alle betrieblich bedingten Kosten abgezogen. Hierzu zählten Materialkosten, Personalkosten, Energiekosten, Reparatur- und Wartungskosten, Abschreibungen und Mietkosten sowie sonstige Betriebskosten. Nach Abzug dieser Kosten von der Gesamtleistung erhielt man das Betriebsergebnis. Der Gewinn vor Steuern bestimmte sich, indem noch der Saldo der nicht-betrieblichen Geschäftstätigkeit und die Finanzierungskosten abgezogen wurden. In einer Nebenrechnung wurden dann die einzelnen Kosten- und Erlöskategorien noch einmal aufgeschlüsselt. So wurden bei den Umsätzen nach Kunden oder Produkten und bei den Bestandsveränderungen nach Halb- und Fertigfabrikaten unterschieden. Materialkosten wurden nach Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Personalkosten nach Fertigungseinzellöhnen, Fertigungszeitlöhnen und Gehältern gegliedert. Außerdem wurden die sonstigen Betriebskosten aufgeschlüsselt. [...]

26 Der separate Ausweis von Bruttoergebnis und operativem Ergebnis ermöglicht schon einen relativ guten Einblick in die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Allerdings ist dieser Einblick für kostenrechnerische Zwecke von beschränkter Natur. Zum einen wird nicht mit dem Begriff der Kosten gerechnet. So werden – im Gegensatz zu den kalkulatorischen Kosten – auch neutrale Aufwendungen berücksichtigt. Zum anderen weist die Gewinn- und Verlustrechnung keine transparente Gliederungsstruktur auf, in der z. B. Umsatzerlöse und Herstellkosten nach Kostenträgern gegliedert werden. Das erschwert eine Analyse der betrieblichen Erfolgsquellen und führt schließlich dazu, daß die Profitabilität der einzelnen Kostenträger nicht beurteilt werden kann. In den Unternehmen JVB und JVE wurde zur innerbetrieblichen Berichterstattung an das ausländische Mutterunternehmen ein sogenannter 'Financial Operating Report' erstellt. Dieser Bericht war eine detaillierte monatliche Ergebnisrechnung, die auf dem Gesamtkostenverfahren basierte. Das betriebliche Ergebnis wurde dabei wie folgt ermittelt: [...]

Arbeit zitieren:
Schweinberger, Stefan September 2002: Kostenstrukturen und Kostenrechnung in chinesischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rechnungswesen, China, Kostenrechnung, Automobilindustrie, Empirische Untersuchung

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