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Kostenfalle Messe?

Erfolgskontrolle von Messebeteiligungen

Kostenfalle Messe?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Anja Steinrücken
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 193 Seiten
  • Dateigröße: 950,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Furtwangen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8601-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8601-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8601-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Steinrücken, Anja Dezember 2004: Kostenfalle Messe?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketinggrundlagen, Eventmarketing, Ausstellerbefragung, Eventkontrolle, Messenutzung

Diplomarbeit von Anja Steinrücken

Einleitung:

„Wer an einer Messe teilnimmt, der wird wahrgenommen und über den wird geredet. Wer dort nicht auftaucht, dem widerfährt Schlimmes. Über ihn wird möglicherweise gar nicht mehr geredet.“ (Ludwig Erhard, Bundeskanzler, 1965 in seiner Eröffnungsrede zur Hannover-Messe).

Messebeteiligungen sind populär. Laut einer EMNID-Studie stellen rund „75 Prozent der befragten deutschen Unternehmen ... auf Messen aus. Die Ausgaben [von Ausstellern und Besuchern] im Jahr 2003 liegen in Deutschland pro Jahr [bei] fast 10 Mrd. Euro“ (AUMA Messefit, 2004). Allerdings sind Messebudgets in letzter Zeit von Kürzungen betroffen. „Im Durchschnitt aller befragten Aussteller werden die Messebudgets der nächsten beiden Jahre um gut 3,5% unter denen der Jahre 2002/2003 liegen“ (AUMA-Bilanz, 2004). Aussteller, Besucher und Medien fragen sich immer häufiger: „Muss ich an einer und an gerade dieser Messe teilnehmen oder nicht ?“ Es stellt sich, ebenso wie beim Eventmarketing, die Frage nach dem Nutzen der Messe und der Ruf nach Bewertbarkeit des Messeauftritts wird laut.

Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie Unternehmen ihre Messebeteiligungen bewerten. Dabei werden insbesondere die vorhandenen Defizite aufgedeckt. Am Ende steht ein eigenes Modell zur Bewertung von Messeauftritten.

Nach einer Einleitung in das Thema Marketing und der Beschreibung von Marketing- und Kommunikationsmix wird das Instrument Event intensiver betrachtet. Dies erfolgt durch Auseinandersetzung mit dem Begriff, einer Bewertung und dem Überblick über die bisherige Entwicklung. Im Folgenden wird die Messe als Event diskutiert.

Kapitel 3 befasst sich mit den Vor- und Nachteilen von Messen, betriebs- und volkswirtschaftlicher Funktion sowie mit der historischen Entwicklung der Messe von 629 bis heute.

Gegenwärtig werden Messebeteiligungen in Frage gestellt. Aussteller- und Besucherzahlen sind rückläufig, Messen werden zusammengelegt, Firmen suchen nach Alternativen. Die Gründe für diese Tendenzen werden dargestellt, ebenso wie einige mögliche Lösungsansätze.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Nutzenkontrolle des Messeauftritts durch die Aussteller. Dazu wird der Status Quo anhand einer Internetrecherche, Literaturanalyse und durch zwei Ausstellerbefragungen auf der GDS Schuhmesse, Düsseldorf und der photokina, Köln ermittelt.

Die Ergebnisse der Recherche und der Befragungen werden aufbereitet und im 5. Kapitel dargestellt. Hierzu gehört die Präsentation der aktuell durchgeführten Kontrollen und der Vergleich der beiden Messen bezüglich Kennzahlen, Turnus, Nutzung externer Dienstleister und dem Einsatz von Live-Kommunikation. Außerdem werden die festgestellten Trends näher untersucht.

Als Grundlage für die Messekontrolle werden im 6. Kapitel bereits bekannte Methoden zur Erfolgsmessung aus der Werbung vorgestellt. Zur Eventkontrolle werden zusätzlich theoretische Modelle von u.a. Zanger und Nickel, sowie praktische Modelle von zwei großen deutschen Eventagenturen dargestellt, verglichen und diskutiert.

Im 7. Teil erfolgt die Aufstellung eines eigenen Modells zur idealen Erfolgskontrolle vom Messeauftritten. Dieses gliedert sich in drei Teile, wobei der Schwerpunkt auf der Ergebniskontrolle liegt. Das quantitative Ergebnis kann gut durch Kennzahlen gemessen werden, muss aber durch eine qualitative Betrachtung ergänzt werden. Hierzu werden verschiedene Instrumente genannt und diskutiert. Ebenso findet eine Bewertung von zwei bestehenden Modellen statt.

Der Ausblick auf die Messebranche und die unübersehbare Macht des Instrumentes Messe runden diese Arbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

I. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 8
II. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 9
1. Einführung 11
1.1 Zielsetzung 11
1.2 Vorgehensweise 14
1.3 Kritik 16
2. Grundlagen 16
2.1 Marketing 17
2.2 Marketingmix 18
2.3 Kommunikationsmix 20
2.3.1 Persönlicher Verkauf 20
2.3.2 Werbung 22
2.3.3 Verkaufsförderung 23
2.3.4 Public Relations 25
2.3.5 Direktmarketing 27
2.3.6 Sponsoring 28
2.4 Events 29
2.4.1 Erlebnismarketing 29
2.4.2 Definition 30
2.4.3 Einordnung in den Kommunikationsmix 31
2.4.5 Ziele 32
2.4.6 Vorteile 33
2.4.7 Nachteile 34
2.4.8 Geschichte 35
2.4.9 Aktualität 35
2.4.10 Eventtypen 37
2.4.11 Abgrenzung Event und Messe 38
2.5 Messen 29
2.5.1 Definition 29
2.5.2 Abgrenzung Ausstellung und Messe 40
2.5.3 Einordnung in den Marketingmix 41
2.5.4 Einordnung in den Kommunikationsmix 43
3. Messen 46
3.1 Theorie 46
3.1.1 Messetypen 46
3.1.2 Volkswirtschaftliche Funktion 48
3.1.3 Betriebswirtschaftliche Funktion 49
3.1.4 Teilnehmer 50
3.1.4.1 Messegesellschaften 50
3.1.4.2 Verbände 50
3.1.5 Vorteile 52
3.1.6 Nachteile 54
3.2 Praxis 56
3.2.1 Geschichte 56
3.2.2 Infragestellen von Messe-Engagement 59
3.3 Trends 2004 & Vorausschau 61
3.4 Fazit 65
4. Umfrage auf Messen 66
4.1 Ziel 66
4.2 Auswahl der Messen 66
4.3 Einführung GDS und photokina 67
4.4 Analyse GDS und photokina 68
4.4.1 Statistische Angaben 68
4.4.2 Stimmen GDS und photokina 70
5. Auswertung 72
5.1 GDS 72
5.1.1 Allgemeine Daten 72
5.1.2 Messepräsenz 73
5.1.3 Erfolgskontrolle 74
5.1.3.1 Ergebnisse 76
5.1.4 Fazit 78
5.2 photokina 78
5.2.1 Allgemeine Daten 78
5.2.2 Messepräsenz 80
5.2.3 Erfolgskontrolle 81
5.2.3.1 Ergebnisse 83
5.2.4 Fazit 84
5.3 Vergleich 84
5.3.1 Kennzahlen 84
5.3.2 Turnus 85
5.3.3 Externe Dienstleister 86
5.3.4 Kommunikation 87
5.3.5 Erfolgskontrolle 88
5.4 Trends 89
5.4.1 Kontrolle 89
5.4.2 Informationsmesse 95
5.4.3 Alternativen 96
5.4.4 Fernbleiben der Messe 99
5.4.5 mehr Interaktion 102
5.5 Fazit 104
6. Erfolgskontrolle 106
6.1 Definition Marketing-Kontrolle 106
6.2 Kontrolle klassische Werbung 107
6.2.1 Quantitativ 108
6.2.2 Qualitativ 109
6.2.3 Methoden 114
6.3 Kontrolle Events 116
6.3.1 Quantitativ 116
6.3.2 Qualitativ 116
6.3.3 Methoden 119
6.4 Aktualität 121
6.4.1 theoretische Modelle 122
6.4.1.1 Prämissenkontrolle 122
6.4.1.2 Ablaufkontrolle 122
6.4.1.3 Ergebniskontrolle 123
6.4.2 Modelle in der Praxis 127
6.4.2.1 VokDams 128
6.4.2.2 The Event People 129
6.4.3 Probleme Erfolgsmessung 131
6.5 Fazit Werbe- und Eventkontrolle 132
7. Erfolgskontrolle auf Messen 133
7.1 Kontrolle aktuell 134
7.2 Aufbau der Kontrolle 135
7.2.1 Prämissenkontrolle 135
7.2.2 Ablaufkontrolle 137
7.2.3 Ergebniskontrolle 138
7.2.3.1 Nacharbeit 138
7.3 Erfolgskontrolle 139
7.3.2 Quantitativ 139
7.3.2.1 Umsatz 140
7.3.2.2 Kosten 140
7.3.2.3 Fazit Quantitativ 144
7.3.3 Qualitativ Präsenz 145
7.3.3.1 Wahrnehmung 145
7.3.3.2 Erinnerung 148
7.3.3.3 Bekanntheit 150
7.3.3.4 Einstellung 152
7.3.3.5 Fazit Präsenz 153
7.3.4 Qualitativ Kundenkontakte 155
7.3.4.1 Quantitatives Zählen 155
7.3.4.2 Standbesucherberichte 155
7.3.4.3 Fazit Qualitative Kundenkontakte 157
7.4 Modelle 158
7.4.1 AUMA-Modell 158
7.4.2 VokDams-Modell 161
7.4.3 eigenes Modell 162
7.5 Schlussbetrachtung 165
7.5.1 Aktuelle Kontrolle 165
7.5.2 Aufbau 166
7.5.3 Präsenzmessung 167
7.5.4 Kontaktmessung 167
7.5.5 Ausblick 169

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.4.5) mehr Interaktion Entwicklung Die Abwanderungsgedanken und die Suche nach Alternativen zur Messe stellt ein großes Problem dar, für alle Beteiligten ! Langfristig wird eine Messe nicht ersetzbar sein. Es kommt darauf an, sie für die Besucher attraktiver und für die Aussteller effizienter zu gestalten. Vok Dams, Geschäftsführer der gleichnamigen Event-Agentur, hält fest: „Die Messe hat ihre Berechtigung, das bezweifelt keiner. Wenn wir jetzt aber von Livekommunikation sprechen, dann frage ich mich natürlich, was passiert dann auf Messen? Ich glaube, man muss auf der Messe weg von der Produktpräsentation, man muss zur Kommunikation kommen’ (Dickomeit in AUMA, Edition 18, 2003, S.27). [...]

Fazit Der diesjährigen photokina blieben keine großen Unternehmen fern, im Gegenteil, mit Microsoft, Nokia und T-Com kamen bedeutende hinzu. Auf der GDS geht der Trend in eine andere Richtung, Unternehmen verzichteten auf eine Teilnahme oder denken bereits über eine Absage nach. „Es bedarf schon einer immensen Marktmacht, sich branchenbezogenen Messen zu entziehen. Für mehr als zwei Drittel der Aussteller und Besucher bedeutet das Fernbleiben von Messen einen deutlichen Informationsverlust und fehlende Marktübersicht. An die Stelle der eingesparten Messekosten treten nun häufig - geschätzt - zwei- bis dreifache Kosten für Kommunikation und Akquisition“ (Fuchslocher & Hochheimer, 2000, S.74). Die Entscheidung muss gut abgewägt werden. Wenn es bei der Messebeteiligung nur noch um die Kundenpflege geht, dann können sicherlich Kundenevents einen besseren Rahmen bieten. Am Beispiel der cpd und der Domotechnica wird deutlich, über welche Marktmacht die führenden Aussteller verfügen. Ihre Teilnahme ist existenziell für die meisten Messen; ihr Verzicht kann die Auflösung der Messe bewirken. [...]

Besonders für den Mittelstand werden Messen jedoch weiterhin eine sehr hohe Bedeutung haben, allerdings nur wenn große Unternehmen als Aussteller teilnehmen. Es gibt keine Alternative, auch nicht für internationale Größen, die einen derartigen Überblick über den Markt verschaffen könnte. Sowohl Ausstellern als auch deren Kunden sollte daran gelegen sein, sich ein Bild über den Konkurrenten zu verschaffen, sei es zur Suche nach kostengünstigeren Lösungen oder zum Erarbeiten eines Wettbewerbsvorteils. „Es gibt kein anderes Medium, das die Funktion der Messen als Plattform für den Dialog zwischen Angebot und Nachfrage substituieren könnte... Neue elektronische Medien vervielfältigen die Möglichkeiten der Kommunikation auf Messen, ohne sie überflüssig zu machen. Im Gegenteil, die Menschen suchen vermehrt das persönliche Gespräch, auch und gerade auf Messen. Sie wollen die Begegnung mit dem Menschen, den Reiz, die Vielfalt der Angebot sinnlich erleben, die Suppe kosten, den Stoff zwischen den Fingern halten, das Fachsimpeln genießen, das innovative Klima einer Messe riechen“ (Ebert in: Strothmann & Busche, 1992, S.49). [...]

Arbeit zitieren:
Steinrücken, Anja Dezember 2004: Kostenfalle Messe?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketinggrundlagen, Eventmarketing, Ausstellerbefragung, Eventkontrolle, Messenutzung

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