Kosteneinsparungspotentiale (Synergieeffekte) bei Unternehmenszusammenschlüssen
- Art: Studienarbeit
- Autor: Jörg Waidlich
- Abgabedatum: März 2001
- Umfang: 42 Seiten
- Dateigröße: 407,9 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule Mannheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5353-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5353-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5353-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Waidlich, Jörg März 2001: Kosteneinsparungspotentiale (Synergieeffekte) bei Unternehmenszusammenschlüssen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensakquisition, Synergiebegriff, mergers, acqusitions, Marktsynergien
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Studienarbeit von Jörg Waidlich
Einleitung:
Das Transaktionsvolumen auf dem internationalen Mergers- und Akquisitions-Markt hat in den letzten Jahren ein beachtliches Niveau erreicht. Im Jahre 1998 waren es 2105 Mrd. US-Dollar, im Durchschnitt ging es um ca. 92 Mio. US-Dollar. Angesichts dieser Zahlen ist es berechtigt, nach den Zielen der ganzen Fusions- und Übernahmewellen zu fragen.
Synergie ist eines der meistgenannten Schlagworte im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen. Im Vorfeld von Akquisitionen dient das Synergieargument zur Durchsetzung und zur Begründung ihrer Vorteilhaftigkeit.
Aber ein Unternehmenszusammenschluss ist kein Garant für Wachstum. Drei Problemfelder sind zu berücksichtigen: Die Identifikation, Quantifizierung und Realisation von Synergiepotentialen. Nach empirischen Untersuchungen liegt die Misserfolgsquote von Unternehmensakquisitionen zwischen 30% und 50%. Die hohe Misserfolgsquote zeigt, dass Synergieeffekte tendenziell überschätzt werden.
Mittels dieser Studienarbeit soll herausgearbeitet werden, welche Ziele die beteiligten Unternehmen bei Unternehmenskäufen verfolgen und welche Synergieeffekte und damit natürlich auch Einsparungspotentiale erzielt werden können.
In der Ausarbeitung wird zunächst auf vier Formen von Synergien eingegangen. Da sich aus einem Zusammenschluss nicht nur positive Effekte und Synergien ergeben, werden im weiteren mögliche Problemfelder und Dyssynergien aufgeführt.
Um die rein theoretische Betrachtung der Synergieformen zu ergänzen, komplettieren mehrere empirische Untersuchungen die Studienarbeit.
Ob und inwieweit sich diese Einsparungspotentiale dann in einem Unternehmen positiv oder auch negativ auswirken, hängt vor allem von den Strukturen des zu übernehmenden Unternehmens ab. Deshalb wird der Kern dieser Studienarbeit die Wirkungszusammenhänge und Voraussetzungen von Synergien beleuchten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 3 |
| 2. | Klärung begrifflicher Grundlagen | 5 |
| 2.1 | Unternehmensakquisition | 5 |
| 2.2 | Synergiebegriff | 6 |
| 2.3 | Akquisitionserfolg | 10 |
| 3. | Formen der Synergie | 12 |
| 3.1 | Marktsynergien | 12 |
| 3.2 | Leistungssynergien | 13 |
| 3.3 | Finanzsynergien | 15 |
| 3.4 | Synergiesonderformen | 16 |
| 4. | Negative Synergien und Problemfelder | 18 |
| 4.1 | Identifikation von Synergiepotentialen | 18 |
| 4.2 | Quantifizierung der Synergiepotentiale | 19 |
| 4.3 | Integrationskosten | 20 |
| 5. | Empirische Untersuchungen | 25 |
| 5.1 | allgemeine Untersuchung | 25 |
| 5.2 | Befragung von Akquisitions-Manager | 26 |
| 5.3 | Untersuchung Daimler-Chrysler | 30 |
| 6. | Ergebnisüberblick/Fazit | 34 |
| 7. | Anhang | 37 |
Kostenfaktor Personal Die Mitarbeiter eines Unternehmens haben maßgeblichen Einfluß auf den unternehmerischen Erfolg. In Fusionsprozessen sind sie starken ökonomischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Um die erfolgreiche Durchführung eines Wandels zu ermöglichen, sind Motivation und Akzeptanz für die Fusion zu schaffen und gleichzeitig der Druck für die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Ein wichtiges Instrument stellt in diesem Zusammenhang eine zeitnahe und offene Informationspolitik über alle relevanten Fakten, Zusammenhänge und Hintergründe dar. Informationsveranstaltungen, das Einrichten von Infoterminals sowie die Herausgabe von Informationsbroschüren sind nur ein Ausschnitt aus dem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Diese Aktivitäten binden Mitarbeiterkapazitäten und verursachen direkte Integrationskosten1. Ein enormer Kostenaufwand kann durch notwendige Maßnahmen im Rahmen von Qualifizierungen entstehen. Während des Fusionsprozesses werden in der Regel Organisationsstrukturen, Arbeitsabläufe und Arbeitsmittel (wie z.B. EDV-Systeme) umstrukturiert bzw. neu eingeführt. Die von der Umstellung betroffenen Mitarbeiter2 müssen entsprechend den neuen Anforderungen qualifiziert werden. Hierfür sind unter Umständen Betreuungsteams bereitzustellen, Schulungen durchzuführen und Mittel für das Selbststudium - wie z.B. Laptops und Lern-CDs - zur Verfügung zu stellen. Stehen für die neuen Anforderungen im Unternehmen selbst keine geeigneten Mitarbeiter zur Verfügung oder haben durch eine fusionsbedingt erhöhte Fluktuationsrate Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, fallen zusätzliche Kosten für die Suche, Einstellung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter an. Insbesondere das Abwandern zum Teil hochqualifizierter Mitarbeiter verursacht nicht nur die oben genannten Kosten und einen Knowhow Verlust, sondern kann auch sinkende Erträge zur Folge haben, wenn dies ein Abwandern von Kunden nach sich zieht. [...]
Kapitalerhöhung entfallen direkte Finanzierungskosten. Neben der Beteiligungsfinanzierung haben die Unternehmen eine Reihe weiterer Möglichkeiten der Fremdfinanzierung. Es können langfristige Kredite aufgenommen oder Schuldscheindarlehen ausgegeben werden. Für diese letztgenannten Arten der Finanzierung fallen Kosten in Form von Zinsaufwendungen an, die je nach Laufzeit des gewählten Instruments in den Folgejahren der Fusion zu einer Verminderung des Gewinnausweises des Käufers führen. Im Fall der Begebung von Anleihen und Obligationen am Kapitalmarkt müssen zusätzlich noch einmalige Emissionskosten berücksichtigt werden. Eine weitere Belastung des Gewinns ergibt sich, wenn aufgrund der Akquisition ein Geschäftswert aktiviert und in den Folgejahren abgeschrieben wird. Über den geringeren Gewinnausweis verschlechtern sich direkt die Ergebniskennzahlen, was unter Umständen zu einer Verschlechterung des Unternehmensratings und dadurch zu höheren Kosten bei zukünftiger Fremdkapitalaufnahme führt. Eine in der Praxis immer häufiger genutzte Alternative zur eben beschriebenen Barakquisition mit Fremd- oder Eigenmitteln, ist die Unternehmensübernahme durch Aktientausch. Bei diesem Vorgang tauschen die Aktionäre des gekauften Unternehmens ihre Aktien gegen die des Käufers oder gegen von diesem angebotene Aktien eines dritten Unternehmens. So stieg der Anteil dieser Transaktionen in Europa im Zeitraum von 1994 bis 1999 von 19% auf 32%1. Für diesen Trend sind mehrere Gründe ausschlaggebend: Zum einen wird die Aufnahme von Fremdkapitalmitteln vermieden, gewinnmindernde Zinsaufwendungen entfallen, wodurch der Kostendruck verringert und die Kreditlinie des Unternehmens geschont wird. Zum anderen haben M&A Transaktionen teilweise Volumina erreicht, die eine Barakquisition nahezu unmöglich machen. [...]
Monetarisierbarkeit. Sie besagt, dass nicht alle Verbundeffekte realistisch in monetäre Größen ausdrückbar sind. Vor allem bei weichen Synergien bzw. Dyssynergien wird es schwer, diese in Geldwerte zu transferieren. Die durch Identifikationsprobleme hervorgerufene Fluktuationsrate, der Krankenstand und die Ausschussquote sind nicht transparent und zwangsläufig Spekulation. Viele Meinungen gehen dahin, dass mit zunehmender Marktnähe die Vorhersagegenauigkeit abnimmt. Es ist schwer vorhersehbar, inwieweit der Kunde die Übernahme von Markennamen oder Ausweitungen der Produktpalette akzeptiert. Eine Prognose, die der tatsächlichen Entwicklung entspricht, hängt vom Akquisiteur und dessen Risikobewusstsein ab. Neben der richtigen Prognose der Synergien bereitet der Zeitfaktor große Probleme. Zumeist ist nicht nur der zeitliche Anfall von Synergien, sondern auch die Dauerhaftigkeit ungewiss. Eine exakte Terminierung wäre jedoch für eine finanzielle Synergie-Quantifizierung notwendig. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass ein Unternehmenszusammenschluss unter Umständen [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832453534
Arbeit zitieren:
Waidlich, Jörg März 2001: Kosteneinsparungspotentiale (Synergieeffekte) bei Unternehmenszusammenschlüssen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmensakquisition, Synergiebegriff, mergers, acqusitions, Marktsynergien



