Kosten- / Nutzenanalyse der Sprachübertragung über internetprotokollbasierte Datennetze am Beispiel der Technischen Fachhochschule Berlin
Ein Managementleitfaden
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Träger
- Abgabedatum: August 2001
- Umfang: 137 Seiten
- Dateigröße: 2,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4691-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4691-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4691-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Träger, Matthias August 2001: Kosten- / Nutzenanalyse der Sprachübertragung über internetprotokollbasierte Datennetze am Beispiel der Technischen Fachhochschule Berlin, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sprachintegration, Datenintegration, Nutzwertanalyse, Voice over IP
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Diplomarbeit von Matthias Träger
Einleitung:
In den vergangenen Jahren entstand durch die ständig steigenden Anforderungen an die Computertechnologie und die damit zusammenhängende Vernetzung der Rechner ein immer dichter werdendes Netz von Übertragungswegen. Neben der Bürokommunikation wurden weitere Kabelnetze für Gefahrenmeldeanlagen, Gebäudeautomatisierungs- und Prozessleitsysteme zu einer verwirrenden Leitungsinfrastruktur ausgebaut. Die Suche nach einem einheitlichen Übertragungsmedium führte in der Telekommunikation bald zu der Idee der Sprach-/ Datenintegration. In den letzten fünf Jahren hat sich dabei das Schlagwort Voice over IP (VoIP) als eine denkbare Lösungsmöglichkeit etabliert. Diese Entwicklung resultiert aus dem weltweiten, explosionsartigen Wachstum des Internet, das seit Mitte der 90er Jahre nicht nur der Wissenschaft, sondern auch Firmen und Privatpersonen als intuitiv nutzbares Medium zur Verfügung steht. Die heutige Diskussion über den Einsatz von VoIP ist zum großen Teil auf die Marketing-Strategie führender Hersteller der Internet-Branche zurückzuführen.
In der vorliegenden Untersuchung wird am Beispiel der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) eine Kosten-/ Nutzenanalyse durchgeführt, bei der die Sprachübertragung über Internetprotokoll-basierte Datennetze mit der herkömmlichen Sprachübertragung mittels einer klassischer TK-Anlage verglichen wird. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Eigenschaften der beiden Lösungsmöglichkeiten mit Hilfe einer Nutzwertanalyse verglichen und bewertet. Durch einen Kostenvergleich wird im nächsten Schritt die gesamtwirtschaftliche Situation untersucht. Abschließend wird das Ergebnis dargestellt und ein Ausblick der zu erwartenden Entwicklungen gegeben.
Als praktisches Beispiel wurde die TFH Berlin gewählt, da dort eine typische Telekommunikationsinfrastruktur vorhanden ist, die sich vergleichbar auch in anderen Wirtschaftsbereichen wiederfindet.
Diese Untersuchung wendet sich bevorzugt an Entscheidungsträger und Führungskräfte, die für ihr Unternehmen oder ihre Organisation maßgeblich an der strategischen Festlegung entsprechender Schlüsseltechnologien beteiligt sind und ihre Entscheidung aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation begründen wollen.
Darüber hinaus stellt diese Arbeit eine Art Leitfaden dar, um dem interessierten Leser eine sinnvolle Vorgehensweise zur Beurteilung ähnlich gelagerter Entscheidungsprozesse aufzuzeigen.
Mit diese Arbeit soll verdeutlicht werden, dass betriebswirtschaftliche Entscheidungsmethoden auch bei komplexen technischen Sachverhalten zu einem nachvollziehbaren Ergebnis führen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Durchführung der Nutzwertanalyse, da die Aufgabenstellung umfangreiche nichtmonetäre Fragestellungen beinhaltet.
Der Autor verknüpft in der vorliegenden Arbeit seine jahrelange Erfahrung als Projektierungs-Ingenieur aus der IuK-Technik mit den neu erworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen des Aufbaustudiums zu einer praxisorientierten und gesamtwirschaftlichen Abhandlung.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in sieben Abschnitte.
Nach der Einleitung, in der die Problemstellung und die Aufgabe beschrieben wird, folgt im zweiten Abschnitt ein Überblick über die Grundlagen technischer Kommunikation.
Im dritten Abschnitt werden betriebswirtschaftliche Grundlagen zur Kosten-/ Nutzenanalyse und zu verschiedenen Beurteilungsverfahren vorgestellt.
Der vierte Abschnitt stellt die Methode der Nutzwertanalyse als Beurteilungs- und Entscheidungsinstrument in der Theorie dar und wird durch Berücksichtigung des Kostenaspektes zur Kosten-/ Nutzenanalyse erweitert.
Nach dem theoretischen Teil wird im fünften Abschnitt die praktische Umsetzung der Nutzwertanalyse am Beispiel der Technischen Fachhochschule Berlin dargestellt.
Zum Abschluss erfolgt im sechsten Abschnitt eine Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Im siebenten Abschnitt wird die Arbeit durch den Anhang, der die Wertetabellen und Beurteilungsbögen der Kosten-/ Nutzenanalyse enthält, abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | III | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VII | |
| TABELLENVERZEICHNIS | VIII | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | AUFGABENSTELLUNG | 3 |
| 1.2 | AUFGABENABGRENZUNG | 4 |
| 1.3 | AUFBAU DER UNTERSUCHUNG | 4 |
| 2. | GRUNDLAGEN TECHNISCHER KOMMUNIKATION | 5 |
| 2.1 | SPRACH- UND DATENKOMMUNIKATION – EIN ÜBERBLICK | 5 |
| 2.2 | SPRACH-/ DATENINTEGRATION | 9 |
| 2.3 | SPRACHÜBERTRAGUNG ÜBER IP-BASIERTE DATENNETZE | 11 |
| 2.4 | SYSTEMBESTANDTEILE DER IP-TELEFONIE | 14 |
| 3. | WIRTSCHAFTLICHE VORÜBERLEGUNGEN | 17 |
| 3.1 | WAS BEDEUTET WIRTSCHAFTLICHKEIT | 17 |
| 3.2 | GRUNDLAGEN DER SYSTEMTHEORETISCHEN VORGEHENSWEISE | 18 |
| 3.3 | BEWERTUNGSMETHODEN VON LÖSUNGSANSÄTZEN | 21 |
| 4. | DIE NUTZWERTANALYSE | 26 |
| 4.1 | AUFGABEN UND EINSATZMÖGLICHKEITEN | 26 |
| 4.2 | DEFINITION DER NUTZWERTANALYSE | 27 |
| 4.3 | BESCHREIBUNG DES VERFAHRENS | 28 |
| 4.4 | VOR- UND NACHTEILE DER NUTZWERTANALYSE | 36 |
| 4.5 | DIE KOSTEN-/ NUTZENANALYSE ALS ERWEITERUNG DER NUTZWERTANALYSE | 37 |
| 4.6 | DIE ENTSCHEIDUNGSFINDUNG | 39 |
| 5. | DER PRAKTISCHE FALL | 40 |
| 5.1 | VORBEMERKUNG | 40 |
| 5.2 | VORBEREITUNG DER NUTZWERTANALYSE | 40 |
| 5.2.1 | Zielanalyse | 40 |
| 5.2.2 | Auswahl des Teilnehmerkreises | 41 |
| 5.2.3 | Ist-Analyse | 42 |
| 5.2.4 | Soll-Konzept | 43 |
| 5.3 | DURCHFÜHRUNG DER NUTZWERTANALYSE | 43 |
| 5.3.1 | Zielformulierung | 43 |
| 5.3.2 | Bewertungskriterien der Teilziele | 46 |
| 5.3.3 | Gewichtungsfaktoren der Teilziele | 47 |
| 5.3.4 | Festlegung der Skalierung | 49 |
| 5.3.5 | Alternativenauswahl | 50 |
| 5.3.6 | Aufstellung der Wertetabellen und Ermittlung der Nutzenbeiträge | 53 |
| 5.3.7 | Plausibilitäts- und Sensitivitätsanalyse der Nutzwertermittlung | 55 |
| 5.3.8 | Ergebnisdarstellung und Interpretation der Nutzwertanalyse | 57 |
| 5.4 | DURCHFÜHRUNG DER KOSTENANALYSE | 60 |
| 5.4.1 | Art und Grundlage der Kostenanalyse | 60 |
| 5.4.2 | Die Kostenstruktur | 61 |
| 5.4.3 | Aufstellung der Wertetabelle und Ermittlung der Kosten | 61 |
| 5.4.4 | Plausibilitäts- und Sensitivitätsanalyse der Kostenermittlung | 62 |
| 5.4.5 | Ergebnisdarstellung und Interpretation der Kostenanalyse | 64 |
| 5.5 | KOSTEN-NUTZEN-GEGENÜBERSTELLUNG | 66 |
| 6. | ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 67 |
| 6.1 | ANWENDBARKEIT UND ERGEBNIS DES VERFAHRENS | 67 |
| 6.2 | AUSWAHLEMPFEHLUNG | 68 |
| 6.3 | AUSBLICK | 68 |
| 7. | ANHANG | 70 |
| 7.1 | FRAGENKATALOG ZUR IST-ANALYSE DER TELEKOMMUNIKATIONSINFRASTRUKTUR | 71 |
| 7.2 | KRITERIENKATALOG FÜR DIE BEWERTUNG | 75 |
| 7.3 | KNOTEN- UND STUFENGEWICHTUNG DER ZIELKRITERIEN | 79 |
| 7.4 | BEWERTUNGSBÖGEN FÜR DIE ERMITTLUNG DER ZIELWERTE | 84 |
| 7.5 | KALKULATION FÜR DIE KOSTENVERGLEICHSRECHNUNG | 112 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 116 | |
| ERKLÄRUNG ZUR DIPLOMARBEIT | 119 |
Die Nutzwertanalyse ist eine Methode zur Ableitung der optimalen Ordnung von Alternativen auf Basis des Nutzenkonzeptes und basiert auf der Grundlage des subjektiven Wertebegriffs.50 Der in der Nutzwertanalyse ermittelte Nutzwert wird als subjektiver Wert eines Gutes – der sich aus dessen Eignung zur Bedürfnisbefriedigung ableitet – verstanden. Dabei handelt es sich um ein Bewertungsverfahren zur Auswahl einer Handlungsalternative mit dem höchsten Nutzwert.51 Zangemeister definiert die NWA in seinem Standardwerk52 folgendermaßen: „Nutzwertanalyse ist die Analyse einer Menge komplexer Handlungsalternativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend der Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen. Die Abbildung dieser Ordnung erfolgt durch Angabe der Nutzwerte (Gesamtwerte) der Alternativen.“53 [...]
Wie im Abschnitt 3.3 bereits festgestellt, sollten betriebliche Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden und einer formalen und systematischen Entscheidungsvorbereitung unterliegen. Eine dieser formalen Planungs- und Bewertungsmethoden ist die Nutzwertanalyse. So werden bei der Auswahl komplexer Handlungsalternativen und Investitionsentscheidungen im Rahmen der Nutzwertanalyse nichtmonetäre Zielkriterien beurteilt und die eindimensionale Methode der ökonomischen Investitionsrechnung entsprechend erweitert. Die Nutzwertanalyse bildet ein multidimensionales Zielsystem45, mit dessen Hilfe es möglich ist, unterschiedliche Handlungsalternativen anhand von vorher festgelegten Bewertungskriterien durch eine Punktebewertung zu beurteilen. Die Methode wird auch Scoring-Methode46 genannt und verhilft zu hoher Transparenz bei persönlichen Präferenzen der beteiligten Entscheidungsträger. Der Einsatz der Nutzwertanalyse ist immer dann sinnvoll, wenn Maßnahmen mit mehreren Handlungsalternativen durch viele unterschiedliche Zusammenhänge beeinflußt werden, deren Einflußfaktoren in monetären, temporären und qualitativen Einheiten unterschiedlich dimensioniert sind.47 Die Maßnahmen können Projekt-, Investitions- oder sonstige Problemlösungsentscheidungen umfassen und aus allen Bereichen der Technik, Wirtschaft und des öffentlichen Lebens stammen. Durch die Anwendung der Nutzwertanalyse wird sichergestellt, dass subjektive Bewertungsvorgänge weitestgehend transparent und dadurch nachvollziehbar dargestellt werden. Die daraus abgeleiteten Entscheidungen finden eine höhere Akzeptanz. In Deutschland hat Christof Zangemeister 1971 mit seinen Seminaren zur Systemtechnik an der Technischen Universität Berlin und der ersten Auflage sei- [...]
Die Kosten–/ Nutzenanalyse ist eine Bewertungsmethode zur Beurteilung gesamtwirtschaftlicher Vorhaben und Zusammenhänge. Mit ihr wird versucht, die Auswirkungen verschiedener Alternativen unter Berücksichtigung aller relevanten Nebenwirkungen zu ermitteln und in Geldgrößen zu bewerten. Neben dem Verfahren der Nutzwertanalyse zur Beurteilung nichtmonetärer Einflußfaktoren werden hier zusätzlich Verfahren der Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnung eingesetzt, um eine monetäre Beurteilung der jeweiligen Handlungsvariante vornehmen zu können. Hierbei unterscheidet man zwischen den statischen und den dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung. Bei den statischen Verfahren wird der zeitliche Unterschied beim Anfall der Kosten und Erträge nicht berücksichtigt. Vielmehr wird in der Regel mit jährlichen Durchschnittswerten operiert, die überwiegend aus der ersten Nutzungsperieode abgeleitet und auf die Folgeperioden übertragen werden. Demgegenüber werden bei dynamischen Verfahren die zeitlichen Unterschiede im Anfall der Kosten und Erträge wertmäßig durch Diskontierung berücksichtigt.42 Die statischen Verfahren der Investitionsrechnung umfassen ! die Kostenvergleichsrechnung, ! die Gewinnvergleichsrechnung, ! die Rentabilitätsrechnung und ! die Armortisationsrechnung. Demgegenüber werden die dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung folgendermaßen gegliedert: ! Kapitalwertmethode ! Methode des internen Zinsfußes ! Annuitätenmethode ! Dynamische Armortisationsrechnung [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832446918
Arbeit zitieren:
Träger, Matthias August 2001: Kosten- / Nutzenanalyse der Sprachübertragung über internetprotokollbasierte Datennetze am Beispiel der Technischen Fachhochschule Berlin, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Sprachintegration, Datenintegration, Nutzwertanalyse, Voice over IP



