Korruption in Thailand
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Mona Schankin
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 88 Seiten
- Dateigröße: 468,6 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
- Bibliografie: ca. 82
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0314-0
- ISBN (CD) :978-3-8366-0314-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schankin, Mona September 2006: Korruption in Thailand, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Thailand, Korruption, Thaksin Shinawatra, Bestechung, Veruntreuung
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Diplomarbeit von Mona Schankin
Einleitung:
Stimmabgabe gegen Bares, Bauaufträge nach Bezahlung, Veruntreuung öffentlicher Gelder. Egal von welchen Ereignissen die Rede ist, alle umschreiben ein und dasselbe Übel; die Korruption. Die Liste der korruptiven Vorgänge ist lang und mittlerweile kaum mehr zu durchschauen. Korruption zieht sich durch alle Ebenen des Sozialsystems und ist in der Politik, der Wirtschaft, der Kultur, dem Sport, in reichen Industrienationen, in armen Entwicklungsländern, im Norden, im Süden, im Westen, im Osten zu finden.
Korruption ist keine neuzeitliche Erscheinung, die durch skandalträchtige Berichterstattungen auf die Tagesordnung gerufen wurde. Hinweise auf Korruption finden sich seit Jahrtausenden und folglich kann korruptiven Vorgängen eine lange geschichtliche Existenz nachgewiesen werden. Aus alten Schriftzeugnissen kann man deuten, dass Korruptionspraktiken sowohl in Babylon als auch in der ägyptischen Pharaonenzeit vor mehr als 3.000 Jahren eine bedeutende Rolle gespielt haben müssen. Dasselbe gilt für die griechischen Stadtstaaten und das alte Rom etliche Jahrhunderte später. Diese Linie ließe sich buchstäblich weiter fortführen, so dass daraus geschlossen werden kann, dass jede Gesellschaft mit bestimmten Korruptionsmethoden konfrontiert war.
Jahrelang hatten Teile der Welt die Augen vor dem Ausmaß der weltweiten Korruption verschlossen und nahmen an, dass Korruption nur in Entwicklungsländern eine gängige Praxis darstellt, um sich persönliche Vorteile zu sichern. Doch mittlerweile hat man erkannt, dass auch unsere ausdifferenzierten Industriegesellschaften von diesem weitreichenden Übel betroffen sind, und dies nicht zu knapp.
Die Öffentlichkeit zeigt sich angesichts der zahlreichen Korruptionsaffären der letzten Jahre empört, sieht es mittlerweile allerdings schon als ein Stück Normalität an, wenn wieder einmal von Bestechung im Amt die Rede ist. Der Grad des Ausmaßes ist in den verschiedenen Ländern jedoch sehr unterschiedlich. In vielen Industrienationen wird Korruption nur als Randphänomen wahrgenommen, während sie sich in vielen ärmeren Ländern in alle Bereiche des täglichen Lebens einschleicht. So geschehen auch in Thailand.
Korruption gehörte in Thailand seit jeher zum alltäglichen Leben und war früher eher eine Institution als ein gesellschaftliches Übel. Man sieht es noch heute als selbstverständlich an, dass ein Amtsträger eine gewisse Summe von jemandem erhält, damit er bei einer Angelegenheit behilflich ist. Dies wird allerdings nicht als korrupter Vorgang verstanden, sondern als „gift of goodwill“, als fester Bestandteil der alten thailändischen Kultur. Oftmals ist in der Öffentlichkeit zu hören, dass in ärmeren Ländern Korruption normal sei und dort auch gewollt werde.
Deshalb wird Korruption allzu oft dem Bereich kulturspezifischer Praktiken zugeschrieben. Frei nach dem Motto: andere Länder, andere Sitten. Doch diese Ansicht ist völlig veraltet und zeigt, wie wenig Teile der Menschheit über Korruption in anderen Ländern Bescheid wissen. Heute gilt Korruption in Thailand nämlich überwiegend nicht mehr als fester Bestandteil der täglichen Geschäftspraktiken, sondern als erstzunehmendes gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem, das den Entwicklungsprozess des Landes hemmt. Aus diesem Grunde hat Thailand einen Kampf gegen Korruption gestartet, der mit Sicherheit noch Jahrzehnte andauern wird, bis dieses Übel auf ein Minimum reduziert werden kann.
Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Phänomen der Korruption im Allgemeinen zu beleuchten, um anschließend das Ausmaß der Korruption, vor allem der politischen Korruption in Thailand analysieren zu können.
Gang der Untersuchung:
Die Vorgehensweise gliedert sich dergestalt, dass nach einer kurzen Hinführung zum Thema dieser Diplomarbeit im ersten Kapitel, im zweiten Kapitel versucht wird eine Legaldefinition des Begriffs Korruption zu finden. Mit dieser Definition soll im Laufe der Arbeit gearbeitet werden. Anschließend werden drei Erscheinungsformen der Korruption, Bestechung, Veruntreuung und Nepotismus, näher beleuchtet und folglich Institutionen identifiziert, in denen Korruption verbreitet ist. Danach werden die Unterschiede von „petty und grand corruption“ herausgearbeitet. Anschließend soll die Frage geklärt werde, ob Korruption ein traditionsbedingtes Phänomen darstellt und welche Ursachen und Auswirkungen es mit sich bringen kann.
Im dritten Kapitel wird ein Überblick über das Königreich Thailand geliefert. Dabei werden neben demographischen und geschichtlichen Aspekten auch wirtschaftliche und politische Gesichtspunkte erläutert.
Zu Beginn des vierten Kapitels wird dargelegt, welche Ausmaße Korruption in Thailand annimmt. Anhand einer Studie wird daraufhin die Einstellung der Thailänder gegenüber ausgewählten korruptiven Situationen gezeigt. Der Großteil dieses Kapitels beschäftigt sich mit politischer Korruption am Beispiel des thailändischen Premierministers Thaksin Shinawatra und seiner Partei. Diesen werden u.a. Wahlmanipulationen und Einschränkung der Pressefreiheit vorgeworfen. Am Ende werden die bisherigen Maßnahmen Thailands zur Korruptionsbekämpfung analysiert.
Das fünfte und letzte Kapitel bietet eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und wagt eine Prognose für die weitere Entwicklung der Korruption im Königreich Thailand.
Inhaltsverzeichnis:
| Kurzfassung | 2 | |
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 2. | Korruption – ein Überblick | 9 |
| 2.1 | Definitionen und Begrifflichkeiten der Korruption | 9 |
| 2.2 | Ausgewählte Erscheinungsformen der Korruption | 10 |
| 2.2.1 | Bestechung | 10 |
| 2.2.2 | Veruntreuung | 12 |
| 2.2.3 | Nepotismus | 13 |
| 2.3 | Wo und wie tritt Korruption auf? | 13 |
| 2.3.1 | Vielfältige Tatorte der Korruption | 13 |
| 2.3.2 | „Petty corruption“ versus „grand corruption“ | 15 |
| 2.4 | Korruption als globales Phänomen | 16 |
| 2.4.1 | Korruption – ein traditionsbedingtes Phänomen? | 18 |
| 2.4.2 | Mögliche Ursachen und Auswirkungen der weltweiten Korruption | 19 |
| 3. | Thailand und seine Bewohner | 26 |
| 3.1 | Land und Geographie | 26 |
| 3.2 | Bevölkerung | 28 |
| 3.2.1 | Bevölkerungsstruktur | 28 |
| 3.2.2 | Religion | 30 |
| 3.3 | Geschichte Thailands | 32 |
| 3.3.1 | Bis zum 13. Jahrhundert: Frühgeschichte | 32 |
| 3.3.2 | 13./14. Jahrhundert: Das Königreich Sukhothai | 33 |
| 3.3.3 | 15.-18. Jahrhundert: Das Königreich Ayutthaya | 34 |
| 3.3.4 | Ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute: Die Chakri Epoche | 35 |
| 3.4 | Regierung und Politik | 38 |
| 3.4.1 | Die Verfassung | 38 |
| 3.4.2 | Die Innenpolitik | 39 |
| 3.4.3 | Die Außenpolitik | 39 |
| 3.5 | Wirtschaft | 40 |
| 3.5.1 | Das Wirtschaftssystem | 40 |
| 3.5.2 | Die Wirtschaftskrise 1997 | 41 |
| 3.5.3 | Tourismus | 43 |
| 4. | Korruption in Thailand – eine Länderanalyse | 44 |
| 4.1 | Das Problem der Korruption in Thailand | 44 |
| 4.2 | Nationale Einstellung gegenüber Korruption | 47 |
| 4.3 | Politische Korruption am Beispiel des Premierministers Thaksin Shinawatra und seiner TRT Partei | 50 |
| 4.3.1 | Thaksins Aufstieg und sein Weg zur Macht | 50 |
| 4.3.2 | Analyse der Korruptionsvorwürfe gegenüber der Person und der Politik Thaksins | 54 |
| 4.4 | Thailands bisherige Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung | 62 |
| 4.4.1 | Die Verfassung von 1997 und staatliche Organisationen | 62 |
| 4.4.2 | Die Rolle der zivilgesellschaftlichen Organisationen | 65 |
| 4.4.3 | Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen | 67 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 76 |
| Literaturverzeichnis | 79 | |
| Erklärung |
Inhaltsverzeichnis:
| Kurzfassung | 2 | |
| Abstract | 2 | |
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 7 |
| 2. | Korruption – ein Überblick | 9 |
| 2.1 | Definitionen und Begrifflichkeiten der Korruption | 9 |
| 2.2 | Ausgewählte Erscheinungsformen der Korruption | 10 |
| 2.2.1 | Bestechung | 10 |
| 2.2.2 | Veruntreuung | 12 |
| 2.2.3 | Nepotismus | 13 |
| 2.3 | Wo und wie tritt Korruption auf? | 13 |
| 2.3.1 | Vielfältige Tatorte der Korruption | 13 |
| 2.3.2 | „Petty corruption“ versus „grand corruption“ | 15 |
| 2.4 | Korruption als globales Phänomen | 16 |
| 2.4.1 | Korruption – ein traditionsbedingtes Phänomen? | 18 |
| 2.4.2 | Mögliche Ursachen und Auswirkungen der weltweiten Korruption | 19 |
| 3. | Thailand und seine Bewohner | 26 |
| 3.1 | Land und Geographie | 26 |
| 3.2 | Bevölkerung | 28 |
| 3.2.1 | Bevölkerungsstruktur | 28 |
| 3.2.2 | Religion | 30 |
| 3.3 | Geschichte Thailands | 32 |
| 3.3.1 | Bis zum 13. Jahrhundert: Frühgeschichte | 32 |
| 3.3.2 | 13./14. Jahrhundert: Das Königreich Sukhothai | 33 |
| 3.3.3 | 15.-18. Jahrhundert: Das Königreich Ayutthaya | 34 |
| 3.3.4 | Ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute: Die Chakri Epoche | 35 |
| 3.4 | Regierung und Politik | 38 |
| 3.4.1 | Die Verfassung | 38 |
| 3.4.2 | Die Innenpolitik | 39 |
| 3.4.3 | Die Außenpolitik | 39 |
| 3.5 | Wirtschaft | 40 |
| 3.5.1 | Das Wirtschaftssystem | 40 |
| 3.5.2 | Die Wirtschaftskrise 1997 | 41 |
| 3.5.3 | Tourismus | 43 |
| 4. | Korruption in Thailand – eine Länderanalyse | 44 |
| 4.1 | Das Problem der Korruption in Thailand | 44 |
| 4.2 | Nationale Einstellung gegenüber Korruption | 47 |
| 4.3 | Politische Korruption am Beispiel des Premierministers Thaksin Shinawatra und seiner TRT Partei | 50 |
| 4.3.1 | Thaksins Aufstieg und sein Weg zur Macht | 50 |
| 4.3.2 | Analyse der Korruptionsvorwürfe gegenüber der Person und der Politik Thaksins | 54 |
| 4.4 | Thailands bisherige Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung | 62 |
| 4.4.1 | Die Verfassung von 1997 und staatliche Organisationen | 62 |
| 4.4.2 | Die Rolle der zivilgesellschaftlichen Organisationen | 65 |
| 4.4.3 | Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen | 67 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 76 |
| Literaturverzeichnis | 79 | |
| Erklärung |
Textprobe:
Kapitel 2.4.2.1.1, Faktoren, die indirekt zur Korruption beitragen:
Neben den Faktoren, die Korruption direkt hervorrufen können, gibt es noch weitere Einflüsse, die indirekt zur Korruption führen können.Niedrige Löhne im öffentlichen Dienst. Das Ausmaß der Korruption korreliert negativ mit der Höhe der gezahlten Löhne im öffentlichen Dienst. Das bedeutet, je höher die Differenz zwischen Gehältern im öffentlichen und privaten Sektor, desto größer ist auch die Versuchung sich durch illegale Praktiken sein Gehalt aufzubessern.
Doch oftmals treibt Menschen nicht die reine Gier nach mehr Lohn zur Bestechung, sondern durch die geringe Bezahlung im öffentlichen Dienst können viele nicht einmal die täglichen Grundbedürfnisse stillen, so dass sie am Rande des Existenzminimums leben müssen.
Aus diesem Grund fühlen sich viele dazu genötigt, Bestechungsgelder einzunehmen, um überhaupt überleben zu können. Häufig zählt genau diese Möglichkeit zur Einnahme von Bestechungszahlungen zu einem der Hauptgründe, sich überhaupt um eine Stelle im öffentlichen Sektor zu bewerben.
Regierungen, die staatlichen Finanzkrisen gegenüberstehen, lassen es oft lieber zu, dass die Gehälter von der Inflation entwertet werden, anstatt die enorme Anzahl an Beamten zu reduzieren. In Lateinamerika z.B. sind die Reallöhne im öffentlichen Sektor seit Anfang der achtziger Jahre um mehr als 30 % geschrumpft. Die Abnahme war demnach dreimal so hoch wie im privaten Sektor.
Jetzt ließe sich doch schlicht behaupten, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst einfach angehoben werden müssten, um der Korruption entgegenzuwirken. Tanzi verweist allerdings auf empirische Studien, die untersucht haben, dass die Löhne sehr stark ansteigen müssten um wenigstens einen minimalen Rückgang der Korruption feststellen zu können. Der Anstieg der Löhne würde in den meisten Ländern das zur Verfügung stehende Budget sprengen.
Art der Bestrafung:
In der Theorie könnte man annehmen, dass je größer die Bestrafung für korrupte Taten ist, desto weniger wird Korruption durchgeführt. Die Praxis allerdings belehrt uns eines besseren. Trotz des großen Ausmaßes an Korruption werden relativ wenige Menschen für ihr illegales Tun bestraft. In vielen Ländern scheint es eine große Lücke zwischen den in Gesetzen festgeschriebenen und den in der Praxis umgesetzten Gesetzen zu geben.
Die administrativen Prozesse, die ablaufen müssen bevor jemand der Korruption angeklagt werden kann, sind sehr oft langsam und häufig fehlt auch das hierzu nötige Beweismaterial, so dass es meistens zu keiner Anklage kommt. Außerdem ist es möglich, dass auch Richter, die die Strafe verhängen, für Korruption empfänglich sind, so dass ein Angeklagter ihn bestechen oder der Richter dem Verfahren Steine in den Weg legen könnte. All die genannten Faktoren begrenzen die wichtige Rolle, die Bestrafung von Korruption in vielen Ländern spielt.
Institutionelle Kontrolldefizite:
Korruption ist ein Kontrolldelikt, das heißt Täter nutzen den Verzicht auf institutionelle Kontrollen und das Fehlen von Organisationsstrukturen, die Korruption hemmen können, aus. Ehrliche und leistungsfähige Vorgesetze und eindeutige Regeln, die das ethische Verhalten in Unternehmen betreffen, sollten dazu im Stande sein, korrupte Handlungen zu unterbinden und aufzudecken. Transparente Abläufe stellen die Vorraussetzung hierfür dar.
Allerdings sind die Kontrollsysteme häufig nicht auf die Überführung krimineller Vorgänge innerhalb eines Unternehmens ausgelegt, so dass diese vielfach durch Zufall oder durch die Presse ans Tageslicht kommen.
Transparenz von Regeln, Gesetzen und Prozessen:
In vielen Ländern herrscht eine fehlende Transparenz in Regeln, Gesetzen und Prozessen und bietet somit eine gute Voraussetzung zur Verbreitung von Korruption. Wenn Regeln verwirrend aufgestellt sind, die Dokumente, die diese spezifizieren nicht öffentlich zugänglich sind und Änderungen nicht entsprechend bekannt gemacht werden, bildet dies einen guten Nährboden für Korruption. Gesetze sind oftmals so undurchsichtig, dass nur ausgebildete Juristen sie verstehen und dass sie unterschiedlich ausgelegt werden können.
Ausbeutung natürlicher Ressourcen:
Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen kann dann zu ökonomischen Renten führen, wenn die Ressourcen zu einem Preis verkauft werden, der die Abbaukosten bei weitem übersteigt. Cartier-Bresson sieht Bestechungsgelder als Begleiterscheinung bei der Vergabe von Konzessionen. Einige Beobachter sehen hierfür auch den Grund für das schnelle Ausbreiten der Korruption in Mexiko und Nigeria, nachdem dort ein großes Ölvorkommen entdeckt wurde.
Individuelle Beweggründe:
Bei der Untersuchung der Ursachen der Korruption darf man individuelle Motive nicht unberücksichtigt lassen. Die individuellen Beweggründe sowohl der Vorteilsnehmer als auch der Vorteilsgeber sind außerordentlich vielseitig. Es gibt zahlreiche Gründe für dieses Fehlverhalten, von denen an dieser Stelle kurze Hinweise genügen müssen.
Als erstes wäre hier das fehlende Unrechtsbewusstsein der Beteiligten zu nennen. Moralische Skrupel gehen oftmals beim Aufsteigen der Karriereleiter verloren, da heutzutage nur der eigene Erfolg zählt und das Gemeinwohl kaum noch eine Rolle spielt. Dieser Egoismus führt allgemein zu einem Wertezerfall der Gesellschaft. Oftmals rufen auch persönliche Verpflichtungen Korruptionshandlungen hervor. Solche Verpflichtungen können z.B. aus einer besonders intensiven Geschäftsbeziehung oder als Folgeerscheinung einer bereits schon früher durchgeführten korrupten Handlung entstehen.
Des weiteren kann Korruption eine Folge von offen praktiziertem Missmanagement in Unternehmen sein. Dies führt allgemein zu einer allgemeinen Unzufriedenheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz und einer fehlenden Identifikation mit dem Unternehmen. Somit kann angenommen werden, dass die Hemmschwelle für korrupte Handlungen sinkt.
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http://www.diplom.de/ean/9783836603140
Arbeit zitieren:
Schankin, Mona September 2006: Korruption in Thailand, Hamburg: Diplomica Verlag
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Thailand, Korruption, Thaksin Shinawatra, Bestechung, Veruntreuung



