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Korpusbasierte Untersuchungen des Englischen und ihre Relevanz für die Sprachlehre

Korpusbasierte Untersuchungen des Englischen und ihre Relevanz für die Sprachlehre
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Johannes Widmann
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 907,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8518-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8518-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8518-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Widmann, Johannes Juni 2004: Korpusbasierte Untersuchungen des Englischen und ihre Relevanz für die Sprachlehre, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fremdsprachenerwerb, Überblicksstudie, Didaktik, Korpuslinguistik, Sprachlehre

Magisterarbeit von Johannes Widmann

Zusammenfassung:

Korpusbasierte Studien des Englischen gewinnen seit Anfang der 90er Jahre in immer größerem Ausmaß einen Einfluss auf die Beschreibung der englischen Grammatik und des Lexikons.

Diese Magisterarbeit bietet einen Überblick über alle korpus-basierten Studien des Englischen zwischen 1990 und Dezember 2003, die eine Relevanz für die Sprachlehre postulieren. Nach Relevanzkriterien werden von ca. 130 gesichteten Studien 44 Studien ausgewählt. Die Ergebnisse der Studien werden auf drei Ebenen analysiert und bewertet. Die erste Ebene betrifft die Ebene der Sprachbeschreibung, d.h. welche grammatikalischen und lexikalischen Strukturen überhaupt in einen Lehrplan aufgenommen werden (was wird überhaupt gelehrt?). Die zweite Ebene betrifft die Ebene der Sprachdidaktik, d.h. welche grammatikalische Progression und welche lexikalischen Progression ist empfehlenswert (wie wird etwas gelehrt?). Die dritte Ebene befasst sich mit den Auswirkungen auf den Aufbau von Lehrwerken und Lehrgrammatiken (womit wird gelehrt?).

Inhaltsverzeichnis:

0. Einführung 5
1. Sprachtheoretische Annahmen der Studien 8
1.1 Wahrscheinlichkeit statt Regeln 8
1.2 Sprachdaten statt sprachliches Wissen 9
2. Anlage und Systematik der vorliegenden Studie 12
2.1 Anlage der Untersuchung 12
2.2 Mein Datenmaterial 13
2.2.1 Das Kriterium der Korpusgröße 13
2.2.2 Das Kriterium der Aussage zur Untersuchungsfrage 15
2.2.3 Das Kriterium der Varietät 16
2.2.4 Das Kriterium des Publikationsorts und der Erreichbarkeit 16
2.3 Untersuchungssystematik 16
2.3.1 Das Axiom Genre 18
2.3.2 Das Axiom der Vergleichbarkeit verschiedener Korpora 18
3. Gesamteinschätzung und Überblick über die Studien 20
3.1 Funktional angelegte Studien 23
3.1.1 Studien zu HÄUFIGKEIT 23
3.1.2 Studien zu QUANTIFIZIERUNG 24
3.2 Studien zu grammatikalischen Eigenschaften des Englischen 26
3.2.1 Studien zur Adverbsteigerung 26
3.2.2 Studien zu to/-ing Gliedsätzen 27
3.2.3 Studien zu Modalverben 29
3.2.4 Studien zur attributiven Nominalmodifikation 33
3.2.5 Studien zu if-Sätzen 34
3.2.6 Studien zu Pronomina 40
3.2.7 Studien zu Tempus + Modus 44
3.3 Studien zu lexikalischen Eigenschaften des Englischen 51
3.3.1 Studien zu Adverbien 51
3.3.2 Studien zu festen Wendungen 54
3.3.3 Studien zu lexikalischen Lernlisten 60
3.3.4 Studien zu Präpositionen 64
3.3.5 Studien zu Synonymen 67
3.4 Studien, die Potential bieten 72
3.4.1 Studien zum Lexikon 72
3.4.2 Studien zur Grammatik 76
4. Ergebnisse 80
4.1 Relevanz auf der Ebene des Syllabus 80
4.2 Relevanz auf der Ebene der Didaktik 84
4.3 Relevanz auf der Ebene der Lehrwerke 87
4.4 Zusammenfassung der relevanten Ergebnisse 89
5. Schluss 91
Bibliographie 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

von which als Relativpronomen für ‚non-personal’ Referenten wird hingegen durch die Korpusdaten bestätigt. Pannek argumentiert für die folgende didaktische Progression: zuerst sollte who für Personen und which für Sachen eingeführt werden, um die für das Englisch wichtige Unterscheidung zwischen einem ‚personal’ und einem ‚non-personal’ Bezugswort klar zu machen. Dann sollte that/zero als Ersatzformen für which eingeführt werden und erst zum Schluss that/zero als mögliche Formen für who. Außerdem argumentiert sie für die Berücksichtigung von what als Relativpronomen (I like what she cooks), da es von der Häufigkeit her vor den ‚contact clauses’ liegt und nach Panneks Ansicht dazu beitragen kann, den Unterschied zwischen which und what als Fragepronomen zu erläutern (*I like which she cooks). [...]

Ergebnisse: In ihrem Korpus ist die in Tabelle 3.19 angegebene Häufigkeitsverteilung anzutreffen. Dies zeigt, dass die sogenannten ‚contact clauses’ auch in gesprochener Sprache erst auf dem fünften Platz liegen, wohingegen which und who als Äquivalente der deutschen Relativpronomina auch in gesprochener Sprache auf den beiden ersten Plätzen liegen. Die hohe Frequenz von ‚contact clauses’ im Lehrwerk wird auch nicht durch die mögliche Annahme gedeckt, dass diese sich eventuell gleichmäßiger auf Personen und auf andere Nomen beziehen als who und that. Wie Tabelle 3.20 zeigt, beziehen sich ‚contact clauses’ zu 87,4% auf ‚non-personal’ Referenten. Die klare Aufteilung von who als Relativpronomen für ‚personal’ Referenten und 40 [...]

Gesamtbewertung der Studien zu if-Sätzen: Mit Haase (1988), Kettemann (1995) und Partington (1998) argumentieren 3 Studien, die alle unterschiedliche Korpora verwenden, einhellig für die Aufnahme der if + Simple Present + Simple Present Konstruktion in Lernergrammatiken, da diese Konstruktion in allen drei Studien ca. ein Drittel aller if-Sätze ausmacht. Damit ist die Konstruktion ganz klar eine Kandidatin für einen Archetyp. In Lernergrammatiken sollte sie also als Archetyp für if-Sätze vom Typ 1 eingeführt werden, da sie wesentlich häufiger ist als if+simple present+will. Damit würden die Archetypen der 3 klassischen Typen eher die Realität widerspiegeln. Insgesamt lässt sich aber feststellen, dass es sehr fragwürdig ist, ob es sinnvoll ist, in Lehrwerken an den drei klassischen Prototypen festzuhalten, um Bedingungssatzgefüge sinnvoll darzustellen. Alle Studien zeigen, dass die Variation sehr groß ist und dass die sogenannten Prototypen eher eine Minderheit der Fälle abdecken. Johns (1996) und Frazier (2003) ziehen u.a. die Aufmerksamkeit auf die if ... to be to Konstruktion und die vielen Möglichkeiten, Bedingungssätze ohne if zu konstruieren. Damit stützen sie die Theorie, dass die 3 Prototypen nicht als Ausgangspunkt für if-Satz Konstruktionen geeignet sind. Ihre Ergebnisse sprechen dafür, die Betonung der Prototypen abzuschwächen und stattdessen die vielfältigen Variatio- [...]

Arbeit zitieren:
Widmann, Johannes Juni 2004: Korpusbasierte Untersuchungen des Englischen und ihre Relevanz für die Sprachlehre, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fremdsprachenerwerb, Überblicksstudie, Didaktik, Korpuslinguistik, Sprachlehre

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