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Kopplung der Spritzgießsimulation mit der Strukturanalyse für kurzfaserverstärkte Kunststoffe

Kopplung der Spritzgießsimulation mit der Strukturanalyse für kurzfaserverstärkte Kunststoffe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Kröner
  • Abgabedatum: August 2007
  • Umfang: 52 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 11
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0551-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0551-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0551-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kröner, Carsten August 2007: Kopplung der Spritzgießsimulation mit der Strukturanalyse für kurzfaserverstärkte Kunststoffe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Werkstoff, Komposit, Moldflow, Faser, Kunststoff

Diplomarbeit von Carsten Kröner

Zusammenfassung:

Das Hauptziel der Arbeit war die Nutzbarmachung der Ergebnisse der Spritzgießsimulation aus Moldflow für die Strukturanalyse durch das FEM Programm ABAQUS. Die orientierungsgradabhängigen Eigenschaften wie der E-Modul, der Schubmodul und die Querkontraktionszahlen werden in dieser Arbeit nicht mithilfe des „Orientation Averaging“, sondern mithilfe von Funktionen berechnet, die vorher an experimentelle Ergebnisse angepasst wurden. Die Berechnung und die Übertragung der Kennwerte, der Geometrie, der Materialrichtungen etc. erfolgt weitestgehend automatisch durch eine Schnittstelle. Die Schnittstelle ist vorerst nur zur Übertragung aller benötigten Daten von Mittelflächenelementen aus Moldflow auf Schalenelemente in ABAQUS geeignet.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde außerdem eine Methode entwickelt, wie sich, ausgehend vom verallgemeinerten Hookeschen Gesetz, nichtlineares, orthotropes Werkstoffverhalten für kurzfaserverstärkte Kunststoffe modellieren lässt. Es wird der Weg aufgezeigt, wie sich solches Verhalten mithilfe einer Materialsubroutine in das kommerzielle Programm ABAQUS implementieren lässt. Das nichtlineare Verhalten wird über ein zusätzliches Modell, welches die Nichtlinearität des jeweiligen Werkstoffes berücksichtigt, dargestellt. Es erfolgt der Vergleich der linear elastischen mit der nichtlinear elastischen Simulation für den technischen Kunststoff PBT-GF30.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung / Motivation 3
1.1 Einleitung / Motivation 3
1.2 Ziel dieser Arbeit 6
2. Theoretische Grundlagen 7
2.1 Beschreibung des Orientierungszustandes 7
2.2 Eigenschaften in Abhängigkeit des Orientierungszustandes 8
2.3 Beschreibung des Materialerhaltens 14
2.3.1 Herleitung des Materialmodells 14
2.3.2 Bezug zu den Ingenieurkonstanten 16
2.3.3 Nichtlineares Werkstoffverhalten und Umsetzung in ABAQUS 19
3. Erläuterungen zur Schnittstelle 22
3.1 Beschreibung des Hauptprogramms "Interface" 22
3.2 Geometrieerzeugung 25
3.3 Transversale Schubsteifigkeit 28
3.4 Beschreibung des Programms "Librarymaker" 30
3.5 Hinweise zu Benutzung 30
4. Ermittlung der experimentellen Daten 32
4.1 Bestimmung der benötigten Kennwerte für das Modell 32
4.2 Plausibilität der Kennwerte 37
5. Beispielrechnungen / Benchmarks 40
5.1 Beliebig gedrehter Würfel 40
5.2 Schulterstab 42
5.2.1 Vergleich der manuellen mit der computergestützten Rechnung 42
5.2.2 Verifizierung des programmierten Materialmodells 44
5.2.3 Vergleich linear elastischer mit nichtlinear elastischer Simulation 46
6. Zusammenfassung und Ausblick 47
7. Anhang 48
7.1 Symbolverzeichnis 48
7.2 Quellenverzeichnis 51
7.3 Erklärung zur eigenständigen Bearbeitung der Aufgabe 53

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung / Motivation 3
1.1 Einleitung / Motivation 3
1.2 Ziel dieser Arbeit 6
2. Theoretische Grundlagen 7
2.1 Beschreibung des Orientierungszustandes 7
2.2 Eigenschaften in Abhängigkeit des Orientierungszustandes 8
2.3 Beschreibung des Materialerhaltens 14
2.3.1 Herleitung des Materialmodells 14
2.3.2 Bezug zu den Ingenieurkonstanten 16
2.3.3 Nichtlineares Werkstoffverhalten und Umsetzung in ABAQUS 19
3. Erläuterungen zur Schnittstelle 22
3.1 Beschreibung des Hauptprogramms "Interface" 22
3.2 Geometrieerzeugung 25
3.3 Transversale Schubsteifigkeit 28
3.4 Beschreibung des Programms "Librarymaker" 30
3.5 Hinweise zu Benutzung 30
4. Ermittlung der experimentellen Daten 32
4.1 Bestimmung der benötigten Kennwerte für das Modell 32
4.2 Plausibilität der Kennwerte 37
5. Beispielrechnungen / Benchmarks 40
5.1 Beliebig gedrehter Würfel 40
5.2 Schulterstab 42
5.2.1 Vergleich der manuellen mit der computergestützten Rechnung 42
5.2.2 Verifizierung des programmierten Materialmodells 44
5.2.3 Vergleich linear elastischer mit nichtlinear elastischer Simulation 46
6. Zusammenfassung und Ausblick 47
7. Anhang 48
7.1 Symbolverzeichnis 48
7.2 Quellenverzeichnis 51
7.3 Erklärung zur eigenständigen Bearbeitung der Aufgabe 53

Textprobe:

Kapitel 2.3.3, Nichtlineares Werkstoffverhalten und Umsetzung in ABAQUS:

Die Matrix (Formel 2.28) muss in der Materialsubroutine UMAT vorgegeben werden. Mit ihrer Hilfe wird zu einer vorgegebenen Dehnung die zugehörige Spannungsantwort ermittelt. Diese Subroutine wird in jedem Berechnungsschritt (Inkrement) aufgerufen. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, die Elastizitätsmatrix in jedem Inkrement zu verändern. Die Modifikation der Elastizitätsmatrix erfolgt durch Multiplikation eines dehnungsabhängigen Faktors, der die Hookesche Gerade krümmt. Somit lässt sich im praktischen Anwendungsfall multilineares Verhalten und im akademischen Fall, mit infinitesimalen Inkrementen, echtes nichtlineares Verhalten modellieren. Bild 2.5 illustriert, wie die für die Bestimmung des Faktors benötigten Parameter das Spannungs-Dehnungs-Diagramm modifizieren. Je nach Auswahl der Parameter lässt sich lineares bis nichtlineares Verhalten in bestimmten Bereichen modellieren.

Da die Nichtlinearität des Normalspannungsverlaufes von der der Schubspannungen abweichen kann und aufgrund der Entkopplung von Normal- und Schubspannungszuständen in der Elastizitätsmatrix, erscheint es sinnvoll, die Parameter der Schwächungsfaktoren für Normalspannungen und für Schubspannungen, separat zu bestimmen. Deshalb sind zwei Schwächungsfaktoren mit den Gleichungen 2.29 und 2.30 eingeführt worden. Die Schwächungsfaktoren werden durch eine modifizierte Variante der logistischen Funktion beschrieben. Die logistische Funktion ist ursprünglich eine Funktion, die aus der Elektrotechnik und Informatik verwendet wird. Sie ist differenzierbar und beschreibt den Umschaltprozess zwischen zwei Zuständen in Form einer S-Kurve. Die Idee, diese Funktion zu verwenden, ist darin begründet, dass auch hier eine Funktion gesucht ist, die Werte zwischen zwei Grenzen liefert. Der Wert, den die Funktion liefert, ist der Faktor, mit dem die Elastizitätsmatrix multipliziert wird. Die Faktoren sind in ihrem Wertebereich beschränkt. Der größtmögliche Wert von f=1 wird für E=0 erreicht. Der kleinstmögliche Wert wird in UMAT mithilfe einer einfachen IF-THEN Anweisung auf f=0,5 festgelegt. Ab diesem Wert tritt im Spannungs-Dehnungs-Diagramm ein negativer Anstieg auf, dass heißt das Material zeigt Entfestigung. Diese Beschränkung wurde eingeführt, um zu verhindern, dass ab einer bestimmten Dehnung eine negative Steifigkeit existiert. Die Beträge der Dehnung wurden eingeführt, um eine Dehnungsverfestigung im Druckbereich zu verhindern.

Arbeit zitieren:
Kröner, Carsten August 2007: Kopplung der Spritzgießsimulation mit der Strukturanalyse für kurzfaserverstärkte Kunststoffe, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Werkstoff, Komposit, Moldflow, Faser, Kunststoff

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