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Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern

Empirische Untersuchungen zur Theorie und Praxis zeitgemäßer Formen der Zusammenarbeit zwischen Markt und Non-Profit-Organisationen

Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralf Helling
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 155 Seiten
  • Dateigröße: 9,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4157-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4157-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4157-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Helling, Ralf Januar 2001: Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sponsoring, Nonprofit, Kommunikation, Organisationen, Öffentlichkeit

Diplomarbeit von Ralf Helling

Einleitung:

Die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung leitet zu Umbrüchen, die die Lebensbedingungen der Individuen und die Grundlagen und Ausgestaltung gemeinschaftlichen, sozialen Lebens ebenso betreffen wie die Funktionsprinzipien und Aufgabenstellungen von Institutionen. Dadurch wird gesellschaftliches, institutionelles und individuelles Leben gestaltungsoffen für neue Konstellationen, Kooperationen und insgesamt neue Ausrichtungen.

In dieser Studie untersucht der Verfasser die Möglichkeiten von Kooperationen zwischen sozialpädagogischen Organisationen und gewinnorientierten Unternehmen.

Unter Kooperation wird in dieser Arbeit nicht allein eine Zusammenarbeit auf der Ebene von Fundraising (Sponsoring, Spenden etc.) verstanden. Auch inhaltliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit werden untersucht, die aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen die je fachspezifischen Arbeitsansätze und Handlungslogiken von Unternehmen und Nonprofit Organisationen wechselseitig ins Blickfeld geraten lassen.

Um die Nähe zur Realität zu gewährleisten, wurden für dieses Unterfangen die Akteure von bereits bestehenden Kooperationen nach ihren Erfahrungen und Meinungen befragt. Auf Basis der Prinzipien qualitativer Sozialforschung wurden problemzentrierte Interviews durchgeführt und anschließend einer systematischen und sorgfältigen Auswertung unterzogen.

Der Ertrag der empirischen Erkundungen ist in selbständig entwickelter kategorialer Strategie herausgestellt; die Statements der Interviewpartner der Unternehmen und der sozialpädagogischen Organisationen sind zunächst gesondert und im anschließenden Kapitel zusammenfassend interpretiert. Von der jeweiligen Motivation über die Voraussetzungen bis hin zu Problematiken und den Erfordernissen für zukünftige Kooperationen werden die Aussagen der Interviewpartner kategorisiert und interpretiert.

Unter Bezugnahme auf sozialwissenschaftliche und wissenschaftsjournalistische Literatur werden die essentiellen Ergebnisse anschließend pointiert beleuchtet und - auch im Hinblick auf zukünftige Kooperationen - aufgeschlüsselt.

Auswirkungen von Prozessen der Globalisierung auf regionale Lebenswelten und die Folgen für Unternehmen, Nonprofit Organisationen und deren Anspruchsgruppen (Klientel, Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Öffentlichkeit, Behörden, ehrenamtliche Mitarbeiter etc.) werden skizziert.

Das facettenreiche Spannungsfeld von individueller Freiheit und solidarischer Gemeinschaft, in dem sich die Kooperationen im Zuge von Individualisierungs- und Enttraditionalisierungsprozessen verorten lassen, wird veranschaulicht. Diese Entwicklungslinien leiten zu einer Rekonstruktion und Öffnung traditioneller Funktionsprinzipien von Unternehmen und Nonprofit Organisationen. Sozialpädagogische Handlungsfelder müssen sich auf Wettbewerb einstellen, Unternehmen sind verstärkt auf die öffentlichkeitswirksame Dokumentation ihres sozialen, umweltbewussten und insgesamt solidarischen Handelns angewiesen (Unternehmenskultur u. -werte), um konkurrenzfähig zu bleiben.

Als weiteres Kriterium von Kooperationen wird die veränderte Form und Bedeutung von Kommunikation sowohl der Unternehmen als auch der sozialpädagogischen Organisationen mit ihren Anspruchsgruppen eingeführt. Beide Kooperationspartner müssen verstärkt normativ-emotionale und rationale - auf Effektivität und Effizienz ausgerichtete - Kommunikationsformen berücksichtigen.

Schließlich wird aufgezeigt, wie beide Kooperationspartner durch gemeinsame Auftritte (Events) von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden und dadurch an Macht und Einfluss für das jeweilige Alltagsgeschäft gewinnen können.

Insgesamt kann diese Studie sowohl für Unternehmen (insbesondere die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit/PR, Marketing, Vertrieb, Personal) als auch für Nonprofit Organisationen (speziell: soziokulturelle, soziale, sozialpädagogische u.Ä. Handlungsfelder) gewinnbringend sein. Den Akteuren in Nonprofit Organisationen wird neben einem Einblick in das Denken der Unternehmensseite eine fundierte Argumentationshilfe zur Ansprache von Unternehmen dargereicht.

Für Studierende, die eine Abschlussarbeit planen, vermag sie dank einer klaren Beschreibung des methodischen Vorgehens und einer grenzbewussten Reflexion der Schwierigkeiten, Anregung und Orientierung für eigene Forschungsprojekte zu bieten.

Darüber hinaus leistet diese Arbeit, wechselseitige Vorurteile von Mitarbeitern in Unternehmen und sozialen Einrichtungen zu erhellen, und Möglichkeiten einer beidseitig gewinnbringenden Zusammenarbeit zwischen diesen Bereichen zu veranschaulichen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Explikation des Vorwissen 9
2.1 Drei institutionelle Gesellschaftsbereiche 10
2.1.1 Staat - 1. Sektor 12
2.1.2 Wirtschaft / Unternehmen - 2. Sektor 17
2.1.3 Nonprofit Organisationen - 3.Sektor 22
2.1.4 Zusammenfassung 33
3. Methodologie und Methode 39
3.1 Qualitative Sozialforschung 39
3.1.1 Wissenschaftstheoretische und historische Verortung 39
3.1.2 Prinzipien qualitativer Sozialforschung 41
Offenheit 41
Kommunikation 42
Prozess 42
Reflexivität 43
Explikation 43
Flexibilität 44
Historizität 45
Problemorientierung 46
3.2 Forschungsansatz 46
3.2.1 Einzelfallanalyse 46
3.2.1.1 Untersuchungsplan 47
Fragestellung 48
Falldefinition 48
Methoden 49
Aufbereitung 50
Zusammenhang 50
3.3 Methoden 50
3.3.1 Auswahl der zu Befragenden 51
3.3.2 Problemzentriertes Interview 51
3.3.3 Leitfaden 52
3.3.4 Aufbereitung der Informationen 53
3.3.5 Auswertung - Zusammenfassendes Protokoll nach Mayring 54
4. Ergebnisse - Interpretation der Interviews 56
4.1 Interpretation Unternehmen 57
4.1.1 Motivation zur Kooperation 57
4.1.2 Voraussetzung von Kooperationen 59
4.1.3 Praxis von Kooperationen 60
4.1.4 Veränderungen und Kooperation 63
4.1.5 Kommunikation 65
4.1.6 Kritik an sozialpädagogischen Handlungsfeldern, dem Staat und der Politik 68
4.1.7 Schwierigkeiten von Kooperationen 70
4.1.8 Zukunft von Kooperationen 71
4.2 Interpretation sozialpädagogische Handlungsfelder 74
4.2.1 Motivation zur Kooperation und gesellschaftliche Veränderungen 74
4.2.2 Voraussetzung von Kooperationen 79
4.2.3 Praxis von Kooperation 80
4.2.4 Flexibilität 85
4.2.5 Öffentlichkeit, Konkurrenz und Macht 86
4.2.6 Kommunikation 90
4.2.7 Probleme und Grenzen der Zusammenarbeit 92
4.2.8 Zukunft von Kooperationen 95
5. Diskussion der Ergebnisse - Kriterien der Möglichkeiten und Grenzen von Kooperationen 97
5.1 Gesellschaftliche Veränderungen 98
5.1.1 Globalisierung und Lokalität 98
(1) Auswirkungen der Globalisierung auf Regionen 99
(2) Folgen für Kooperationen, Klientel und Kunden 102
5.1.2 Individuum und Gemeinschaft - Veränderungen der Formen von Vergesellschaftung und Integration 107
5.2 Kommunikation 115
(1) rationale Vermittlung und normatives Verstehen 117
(2) Innen - Außen - Dichotomie / Wirkung und Ausdruck 118
5.3 Öffentlichkeit und Macht 125
6. Schlussbetrachtung 134
6.1 Gültigkeit, Reflexion und Ausblick 138
Literaturverzeichnis 142

Arbeit zitieren:
Helling, Ralf Januar 2001: Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sponsoring, Nonprofit, Kommunikation, Organisationen, Öffentlichkeit

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