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Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr und deren Problemfelder bei Unvorhergesehenen Ereignissen

Dargestellt am Beispiel des Terroranschlages auf die USA am 11.September

Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr und deren Problemfelder bei Unvorhergesehenen Ereignissen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marina Brummel
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6657-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6657-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6657-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brummel, Marina April 2002: Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr und deren Problemfelder bei Unvorhergesehenen Ereignissen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Allianzen, Tourismus, Airlines, Krisen, Flug

Diplomarbeit von Marina Brummel

Zusammenfassung:

Der internationale Luftverkehr hatte in den vergangenen Jahrzehnten ein großes Wachstum zu verzeichnen. Die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft und die Liberalisierung des Luftverkehrs haben Bewegung in die Branche gebracht. Die Öffnung des Luftverkehrs hat den Wettbewerb verschärft und damit wirtschaftliches Arbeiten und individuelle Angebote unabdingbar gemacht. Aus diesen Gründen haben Kooperationen jeglicher Art bei Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Sie bringen die Chance mit sich, durch Rationalisierung und höhere Effektivität im Wettbewerb zu bestehen.

Dann kam der Terroranschlag auf die USA am 11. September 2001 und in der Presse waren häufig Aussagen wie „ Die Luftverkehrsbranche liegt am Boden“ oder „Airlines kämpfen gegen die Pleite“ vorzufinden.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen bezüglich dieser Thematik einige Zusammenhänge aufgezeigt und Fragen beantwortet werden.

- Gibt es im internationalen Linienflugverkehr branchenspezifische Besonderheiten, die bei unvorhergesehenen Ereignissen zu Problemen führen können?

- Welche Bedeutung haben Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr und woraus resultiert dies?

- Welche Rolle spielen Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr bei Problemen, die sich für Unternehmen durch unvorhergesehene Ereignisse ergeben? Sind sie Grund, Auslöser oder sogar Lösungsmöglichkeit?

- Gibt es Unterschiede zwischen dem Terroranschlag vom 11. September und anderen unvorhergesehenen Ereignissen?

- Spielt Krisenmanagement im internationalen Linienflugverkehr eine Rolle?

Vor der Beantwortung dieser Fragen werden zunächst Begriffserklärungen vorgenommen und der Linienflugverkehrsmarkt vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VII
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG 1
2. GRUNDLAGEN 2
2.1 INTERNATIONALER LINIENFLUGVERKEHR 2
2.1.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 2
2.1.1.1 Luftverkehrswirtschaft 3
2.1.1.2 Luftverkehrsformen 3
2.1.1.3 Luftverkehrseinrichtungen 5
2.1.1.3.1 Fluggesellschaften 5
2.1.1.3.2 Flughäfen 6
2.1.2 DER LINIENFLUGVERKEHRSMARKT 7
2.1.2.1 Produkt 8
2.1.2.2 Angebot 9
2.1.2.3 Nachfrage 9
2.1.2.4 Organisationen 10
2.1.2.4.1 Staatliche nationale Organisationen 10
2.1.2.4.2 Staatliche internationale Institutionen 10
2.1.2.4.3 Private internationale Organisationen 11
2.2 KOOPERATIONEN 11
2.2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 12
2.2.2 FORMEN 14
2.2.2.1 Kooperationen ohne Kapitalbeteiligung 15
2.2.2.1.1 Kartelle 15
2.2.2.1.2 Strategische Allianzen 15
2.2.2.2 Kooperationen mit Kapitalbeteiligung 16
2.2.2.2.1 Gemeinschaftsunternehmen/Joint Ventures 17
2.2.2.2.2 Konzerne 17
2.3 UNVORHERGESEHENE EREIGNISSE 18
2.3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 18
2.3.2 BEISPIELE 19
3. BRANCHENSPEZIFISCHE BESONDERHEITEN IM LINIENFLUGVERKEHR 21
3.1 DER LINIENFLUGVERKEHRSMARKT 21
3.1.1 PRODUKT 22
3.1.1.1 Produktleistungen der Flughäfen 22
3.1.1.2 Produktleistungen der Fluggesellschaften 25
3.1.2 ANGEBOT 27
3.1.2.1 Produktpolitik 27
3.1.2.2 Absatzpolitik 29
3.1.2.3 Hubmanagement 30
3.1.2.4 Yield Management 31
3.1.3 NACHFRAGE 32
3.1.3.1 Urlaubsreisende 32
3.1.3.2 Geschäftsreisende 33
3.2 SICHERHEIT 34
3.3 FINANZEN 34
3.3.1 FINANZIERUNG 35
3.3.2 KOSTEN 35
3.4 NATIONAL CARRIER 36
3.5 VERSICHERUNGEN 37
4. KOOPERATIONEN IM INTERNATIONALEN LINIENFLUGVERKEHR 38
4.1 ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN 38
4.1.1 GRUNDSÄTZLICHE ENTWICKLUNG 38
4.1.2 USA 39
4.1.3 EUROPA 40
4.1.4 KONSEQUENZEN 41
4.2 KOOPERATIONSFORMEN 41
4.2.1 ALLGEMEINE GRÜNDE UND ZIELE 41
4.2.2 FORMEN OHNE KAPITALBETEILIGUNG 44
4.2.2.1 Technische und operative Abkommen 44
4.2.2.2 Kommerzielle Abkommen 44
4.2.2.3 Strategische Allianzen 48
4.2.3 FORMEN MIT KAPITALBETEILIGUNG 51
4.2.3.1 Joint Ventures 51
4.2.3.2 Fusionen 52
4.3 CHANCEN UND RISIKEN 53
5. AUSWIRKUNGEN VON UNVORHERGESEHENEN EREIGNISSEN 54
5.1 DER TERRORANSCHLAG AUF DIE USA AM 11. SEPTEMBER 2001 55
5.2 PROBLEMFELDER IM LINIENFLUGVERKEHR AUF GRUND DER BRANCHENSPEZIFISCHEN BESONDERHEITEN 57
5.2.1 DAS PRODUKT 57
5.2.2 DAS ANGEBOT 59
5.2.3 DIE NACHFRAGE 62
5.2.4 SICHERHEIT 65
5.2.5 FINANZEN 69
5.2.6 NATIONAL CARRIER 73
5.2.7 VERSICHERUNGEN 74
5.3 PROBLEMFELDER IM LINIENFLUGVERKEHR AUF GRUND VON KOOPERATIONEN 75
5.3.1 AIR NEW ZEALAND UND ANSETT AUSTRALIA 76
5.3.1.1 Auswirkungen 76
5.3.1.2 Gründe 76
5.3.1.3 Lösungsansätze 77
5.3.2 SWISSAIR GROUP 78
5.3.2.1 Auswirkungen 78
5.3.2.2 Gründe 79
5.3.2.3 Lösungsansätze 83
5.3.3 PROBLEMFELDER 85
5.3.3.1 Auswirkungen 85
5.3.3.2 Gründe 86
5.3.3.3 Lösungsansätze 87
5.4 KRISENMANAGEMENT 88
5.4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 88
5.4.2 BEDEUTUNG DES KRISENMANAGEMENTS FÜR DEN INTERNATIONALEN LINIENFLUGVERKEHR 89
6. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUßBETRACHTUNG 90
Anhang VIII
Literaturverzeichnis XVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

wenn vielleicht auch in unterschiedlicher Stärke. Das bedingt sich durch die globalen Streckennetze und die Tatsache, daß die Ursache für diesen Anschlag in den mangelhaften Sicherheitsvorschriften bzw. deren Einhaltung gesehen wird. Diese Meinung der Menschen bezieht sich auf fast alle Flughäfen und Fluggesellschaften der Welt und trifft somit eine ganze Branche. Die Lage der europäischen Fluggesellschaften hat sich immer mehr verschlechtert. Bis Oktober 2001 sank die summierte Nachfrage bei den 28 in der AEA organisierten Fluggesellschaften im Nordatlantik-Verkehr um 36,2 %, die der grenzüberschreitenden Europaverbindungen um 9,6 % und der Verkehr nach Fernost und Australien um 14,8 %.378 Auch in den USA sind die Auswirkungen immens. Einige Fluggesellschaften stehen inzwischen vor der „Pleite“.379 In Zahlen ausgedrückt, beliefen sich die geschätzten Verluste der US-Fluggesellschaften im vergangenen Jahr auf 10 Mrd. $. Auch drei Monate nach den Anschlägen hat sich die Situation noch nicht gebessert. United Airlines macht jeden Tag Verluste in Höhe von 15 Mio. $. Delta Airlines „nur“ acht und US-Airways liegt bei zwei Mio. $ Verlust täglich.380 [...]

Der Anschlag auf die USA kann als Überraschungskrise bezeichnet werden. Eine solche ist plötzlich da und hat in kürzester Zeit eine extrem hohe und sehr intensive Wirkung auf die Öffentlichkeit. Die Intensität nimmt im Laufe der Zeit zu und ebbt nach Überschreitung eines Gipfelpunktes langsam wieder ab.376 Am 11. September 2001 sind nacheinander zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Centers, des Wahrzeichens von New York, geflogen. Diese sind dadurch zum Einsturz gebracht worden, was zum Tod von mehreren tausend Menschen geführt hat. Bei den Hilfsarbeiten sind weitere Menschen ums Leben gekommen. Die Flugzeuge wurden von Terroristen entführt und mit voller Absicht in die Bauwerke gelenkt. Von zwei weiteren Flugzeugen, die ebenfalls entführt wurden, schlug das eine in das USVerteidigungsministerium ein und das andere stürzte im US-Bundesstaat Pennsylvania ab.377 Die Merkmale einer oben beschriebenen Überraschungskrise beschreiben die Wirkung dieses Ereignisses auf die Weltöffentlichkeit sehr treffend: Zuerst eine Art Schock und dann intensivere, differenziertere Empfindungen, nachdem die Geschehnisse richtig realisiert worden sind. Durch diese Empfindungen seitens der Menschen ist es zu Änderungen in ihrem Verhalten gekommen: „Flugangst“, um nur ein Stichwort zu nennen. Zusammenfassend kann man sagen, daß die Ereignisse des 11. Septembers Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben. Eine eingetretene Folge wirkt auf die andere und so ziehen die Konsequenzen immer größere Kreise. Die Linienfluggesellschaften sind besonders stark und unmittelbar betroffen. Die Nachfrage ist stark zurückgegangen, weil die Menschen aus Angst weniger fliegen oder auf alternative Verkehrsmittel umsteigen. Diese Auswirkungen werden in diesem Kapitel noch im einzelnen betrachtet. Der Terroranschlag stellt ein unvorhergesehenes Ereignis im unter 2.3.1 definierten Sinne dar. Allerdings gibt es eine Besonderheit bezüglich der Konsequenzen. Die meisten solcher Ereignisse wirken sich lediglich auf ein Unternehmen bzw. die in einem bestimmten Markt (Land, Region o.ä.) tätigen Unternehmen aus. In diesem Fall ist jedoch eine ganze Branche betroffen und zwar auf allen Märkten. Das Ereignis vom 11. September betrifft in seinen Auswirkungen alle Linienfluggesellschaften der Welt, [...]

abhängig macht. Diese sollte lediglich zur Unterstützung der eigenen Weiterentwicklung dienen und nicht dazu, sie zu ersetzen. Die Chancen, die sich Unternehmen durch Zusammenarbeit eröffnen, ergeben sich weitestgehend aus den Kooperationsgründen und -zielen, die vorangehend in Zusammenhang mit den einzelnen Formen erläutert wurden. Als weitere Chance kann noch die Möglichkeit genannt werden, sich bei auftretenden Problemen auf die Unterstützung eines Partners verlassen zu können.373 Grundsätzlich wird in der Literatur die Meinung vertreten, daß der Erfolg der Unternehmenskooperationen von einer Reihe unterschiedlicher Erfolgsfaktoren bestimmt wird. Zu diesen zählen die Planung, Konfiguration und Implementierung von Kooperationen, die Vertragsgestaltung und Beteiligungsverhältnisse sowie das Management. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist die oben schon angesprochene Partnerwahl und die damit verbundenen „fits“374. 375 Je nachdem, wie gut die einzelnen Erfolgsfaktoren vorhanden sind bzw. optimal ausgestaltet werden, bringt eine Kooperation den gewünschten Erfolg oder nicht. [...]

Arbeit zitieren:
Brummel, Marina April 2002: Kooperationen im internationalen Linienflugverkehr und deren Problemfelder bei Unvorhergesehenen Ereignissen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Allianzen, Tourismus, Airlines, Krisen, Flug

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