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Kooperation und Egoismus

Eine empirische Untersuchung zum Gemeinwohlspiel

Kooperation und Egoismus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ingrid Dobrovits
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7685-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7685-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7685-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dobrovits, Ingrid September 2003: Kooperation und Egoismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Spieltheorie, Bestrafung, Moral, Trittbrettfahrer, Gefangenendilemma

Diplomarbeit von Ingrid Dobrovits

Zusammenfassung:

Die Arbeit ist Teil eines umfangreicheren empirischen Forschungsprojekts an der Wirtschaftsuniversität Wien von a.o. Prof. Dr. Richard Fortmüller, an dessen Durchführung die Autorin gemeinsam mit einer zweiten Diplomandin, Frau Ingrid Hamann, mitgearbeitet hat. Sie umfasst dementsprechend keine vollständige Darstellung des gesamten Projektes, sondern zwei Bereiche: (1) die Beschreibung des experimentell eingesetzten Spiels inklusive möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen am Beispiel von Verkehrsbetrieben sowie des auszufüllenden Fragebogens und (2) deskriptive statistische Auswertungen sowie die Prüfung ausgewählter Hypothesen.

Das durchgeführte Experiment ist eine spieltheoretische Untersuchung und passt in das Konzept des Gemeinwohlspiels. Die Probanden wurden immer jeweils zu viert gruppiert und sollten gegeneinander/miteinander spielen. Das Spiel bestand aus mehreren Spielrunden, wobei die Probanden zu Beginn einer jeden Runde € 20,- Spielgeld erhielten. Sie konnten sich nun (geheim) entscheiden, ob sie den Betrag in ein Gemeinschaftsprojekt investieren, oder selbst behalten. Der in das Gemeinschaftsprojekt investierte Betrag wurde von der Spielleiterin verdoppelt und zu gleichen Teilen wieder auf die vier Spieler aufgeteilt. Ziel des Spiels war es, mit möglichst viel (Spiel-)Geld das Experiment zu beenden. Untersucht wurde in diesem Zusammenhang das Verhalten der einzelnen Spieler bezugnehmend ihrer Risikoneigung und moralischen Haltung. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 20 Hypothesen formuliert, die in der Arbeit überprüft wurden. Um alle Spielsituationen vergleichbar zu machen, spielten die Versuchspersonen nicht tatsächlich gegeneinander, sondern es wurden Computergegner eingesetzt, die sich entweder durchgängig kooperativ oder unkooperativ verhielten. Daher ergaben sich zwei Teilstichproben: Spieler, die in einem unkooperativen Umfeld spielten versus Spieler, die in einem kooperativen Umfeld investierten.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 ZIEL DER STUDIE 1
2. HYPOTHESEN 2
2.1.1 Diverse übergelagerte Hypothesen 2
2.1.2 Erste Runde 2
2.1.3 Runden 2 bis 4 3
2.1.4 Bestrafung – Runden 5 bis 7 4
2.1.5 Bestrafungsneigung 5
2.1.6 Mindestabgabe – Runden 8 bis 11 .6
3. DAS SPIEL 7
3.1 SPIELBESCHREIBUNG 8
3.2 VORARBEITEN 23
3.2.1 Pre-Test zur Erhebung der moralischen Haltung der Versuchspersonen 23
3.3 FRAGEBOGEN 29
3.4 DIE TECHNISCHE REALISATION 30
3.5 SPIELKÄRTCHEN 34
3.6 PILOTGRUPPE 35
3.6.1 Ablauf Pilotrunde 35
3.6.2 Änderungen an der Spielanleitung 36
3.6.3 Änderungen am Spielablauf 37
3.6.4 Änderungen am Fragebogen 38
4. RESULTATE 39
4.1 DESKRIPTIVE AUSWERTUNG DES FRAGEBOGENS 39
4.1.1 Die Stichprobe 39
4.1.2 Spielsituation 39
4.1.3 Spielprinzip 40
4.1.4 Bestrafungsneigung 41
4.1.5 Gibt es Strategiespieler unter den VPn? 43
4.1.6 Risikoverhalten 44
4.1.7 Moral 51
4.1.8 Ist die Spieltheorie bekannt? 55
4.1.9 Das Alter der VPn 56
4.1.10 Nationalität der VPn 56
4.1.11 Verteilung des Geschlechts der VPn 57
4.1.12 Beruf der VPn 58
4.1.13 Ausbildungsgrad der VP 60
4.1.14 Ausbildungsgrad der Eltern der VPn 62
4.2 AUSWERTUNG DER SPIELDATEN 65
4.2.1 Verteilungen des Geschlechts und des Umfelds 65
4.2.2 Der Einfluss des Umfelds auf die Einzahlungshöhe 65
4.2.3 Die Bestrafung 69
4.2.4 Die Höhe der ersten Einzahlung 72
4.3 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN 72
4.3.1 Hypothese1 73
4.3.2 Hypothese 2 73
4.3.3 Hypothese 3 77
4.3.4 Hypothesen 4a und 4b 80
4.3.5 Hypothese 5 81
4.3.6 Hypothese 6 81
4.3.7 Hypothese 7 82
4.3.8 Hypothese 8 82
4.3.9 Hypothese 9 83
4.3.10 Hypothese 10 84
4.3.11 Hypothese 11 84
4.3.12 Hypothese 12 84
4.3.13 Hypothese 13 85
4.3.14 Hypothese 14 85
4.3.15 Hypothese 15 86
4.3.16 Hypothese 16 86
4.3.17 Hypothese 17 87
4.3.18 Hypothese 18 88
4.3.19 Hypothese 19 88
4.3.20 Hypothese 20 89
5. ÜBERSICHT HYPOTHESENÜBERPRÜFUNG 90
6. DISKUSSION 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Fragen 2 und 3 wurden besser ausformuliert. Obwohl bei der Frage 5 Mehrfachnennungen unterdrückt werden sollten, wurden mehrere Spiele angekreuzt. Die Autorinnen einigten sich darauf, dass Spieler ohnehin wissen, welche Art von Spiele sie bevorzugen und änderten diese Frage. Sollte sich ein Spieler nicht in eines der angegebenen Genres einordnen können, so blieb ihm noch immer der Ausweg ein sonstiges Spiel anzugeben. Das Casinobeispiel Nummer 6 wurde von 5 auf 3 Alternativen gekürzt, um es den Probanden einfacher zu machen. Die Autorinnen erfahren auch mit drei Alternativen alles Wissenswerte aus dieser Frage. Dass die Gewinnauszahlung für H: 2 Kolonnen von 12 Zahlen mit plus 0,5 x Einsatz nicht ganz korrekt ist, deckte erst eine erfahrene Roulettespielerin in Runde 34 auf, wonach diese Tatsache vernachlässigt wurde. Das Lotteriebeispiel Nummer 8 erhielt noch die Zusatzinformation, dass kein Kapitalverlust entstehen kann, da die Lotterie gratis angeboten wird. Bei der Frage 13 sollte erhoben werden, ob das Konzept der Spieltheorie im Allgemeinen der VP bereits im Vorfeld bekannt war. Diese Frage wurde allerdings von einigen VPn missverstanden und so ausgelegt, ob das Spiel verstanden wurde. Dies konnte durch eine Umformulierung berichtigt werden. [...]

Die Notwendigkeit, die Spieler so im Raum zu platzieren, dass sie einander in ihren Spielhandlungen nicht beobachten können, wurde durch die Pilotrunde in ihrer Wichtigkeit noch verstärkt. Des weiteren konnten die Autorinnen feststellen, dass es auch unbedingt nötig war, dass keiner der Mitspieler zur Spielleiterin sehen durfte, da sie während der Wartezeiten das Interesse der Spieler förmlich magnetisch anzog, was, bedingt durch die verschieden hohen Auszahlungsbeträge, sehr ungünstig war und das falsche Spiel sehr schnell auffliegen lassen könnte. Des weiteren wurde klar, dass der Fragebogen sofort im Anschluss an die 11. Runde ausgeteilt werden musste, ohne die Spieler zu informieren, ob das Spiel bereits beendet ist oder nicht, da [...]

37 Autorinnen formulierten die Spielanleitung dann so um, dass es von der Moral der Spieler abhängen würde, wie sie ihr Spielziel sahen: „Versuchen Sie, möglichst viel Geld zu erwirtschaften.“ Durch diese eher offene Zielformulierung konnten die kooperativen Mitspieler erkennen, dass sie am meisten Geld erwirtschaften würden, wenn sie miteinander viel in den Gemeinschaftstopf einzahlen, während die unkooperativeren Mitspieler als Einzelkämpfer ein niedrigeres Endbudget anvisierten. Es ist den Autorinnen natürlich aber bewusst, dass echte Geldbeträge, die im Anschluss an das Experiment an die Probanden tatsächlich als Lohn ausbezahlt werden, den Ausgang des Spiels erheblich beeinflussen. Die zweite Änderung an der Spielanleitung sollte ein verbessertes Spielverständnis bringen, indem das Beispiel in der Anleitung so gewählt wurde, dass die Spieler verschieden viel in den Gemeinschaftstopf investieren. In der Pilotanleitung zahlte jeder Spieler je € 10,- ein, und bekam je € 20,- ausbezahlt. Dies führte in der Pilotrunde zu dem Missverständnis, dass eine Spielerin glaubte, sie bekomme immer ihren eigenen Einsatz verdoppelt. Die letzte Änderung sollte klarstellen, dass Äußerungen über die Spielstrategien, die die einzelnen Mitspieler zu verfolgen gedenken, vor dem Spielstart nicht gemacht werden sollen, da sie einen großen Einfluss auf die anderen Spieler ausüben können (siehe auch weiter oben). [...]

Arbeit zitieren:
Dobrovits, Ingrid September 2003: Kooperation und Egoismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Spieltheorie, Bestrafung, Moral, Trittbrettfahrer, Gefangenendilemma

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