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Konzeptionierung, Implementierung und produktiver Einsatz eines Produktivitätskennzahlensystems in einem Cost-Center

Am Beispiel der Siemens AG

Konzeptionierung, Implementierung und produktiver Einsatz eines Produktivitätskennzahlensystems in einem Cost-Center
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frieder Timmerbeil
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 226 Seiten
  • Dateigröße: 10,5 MB
  • Note: 1,2
  • Institution / Hochschule: Hochschule Wismar Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1297-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Timmerbeil, Frieder Januar 1999: Konzeptionierung, Implementierung und produktiver Einsatz eines Produktivitätskennzahlensystems in einem Cost-Center, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Produktivitätsmessung, Verwaltungsbereich

Diplomarbeit von Frieder Timmerbeil

Einleitung:

Für das wirtschaftliche Wohlergehen eines Unternehmen ist nichts wichtiger, als steigende Produktivität. Sie ist ein immerwährendes Thema des wirtschaftlichen Handelns und eine permanente Hauptzielsetzung der Unternehmensleitung.

Im theoretischen Teil dieser Arbeit wird das Wesen und die Funktion der Produktivität untersucht. Es wird deutlich, daß der Begriff der Produktivität sehr verschieden fixiert wird. Produktivitätsmessung im allgemeingültigen Sinn kann nicht bestimmt werden, vielmehr ist die Betrachtung der Produktivitätsproblematik je nach konkreter Anwendungssituation und Zielvorstellung wesentlich.

Zusammenfassung:

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist der Aufbau eines Produktivitätskennzahlensystems, speziell und individuell für die Fachabteilung (...) des Geschäftsbereiches (...) der Siemens AG, wie in Kapitel fünf dargestellt wird. Der Zielgedanke ist die Steuerung dieser, als Cost-Center fungierenden, Fachabteilung anhand von Produktivitätskennzahlen, ferner die Früherkennung von Kostenanstieg und die Einleitung von Gegenmaßnahmen, um Leistungsanstiege oder Produktivitätsfortschritte garantieren zu können. Neben organisatorischen Grundlagen innerhalb des Siemens-Konzerns, Ausgangssituation und Anforderungsprofil an das zukünftige Steuerungsinstrument, wird ein Produktivitätskennzahlensystem für sieben, als Cost-Center fungierende Dienststellen der (...) konzeptionalisiert, implementiert und produktiv umgesetzt.

Im Hinblick auf die Input-Reduzierung, in Form von Kosteneinsparungen innerhalb der Input-Output-Relation, wurden vier Instrumente (Cost-Benchmarking, Kaizen-Costing, Prozeßkostenrechnung und Target-Costing) untersucht, inwiefern sich durch ihre Anwendung Produktivitätsfortschritte realisieren lassen.

Untersucht wurden auch die typischen Beispiele für Kennzahlensysteme, die aus der betrieblichen Praxis bereits bekannt sind. Sie dienen als Grundkonzepte und zeigen die unterschiedlichen Ziele auf, die diese jeweiligen Kennzahlensysteme verfolgen. Zu erkennen waren allerdings auch einige Parallelen und Verbindungen zwischen den einzelnen Kennzahlensystemen.

Die Untersuchung der verschiedenen, in den Unternehmen am häufigsten verwendeten Center-Konzepte, machten vor allem deutlich, worauf bei einer Konstruktion eines Kennzahlensystems, oder einzelner Kennzahlen, geachtet werden muß. Die jeweilige Center-Struktur gilt als Grundvoraussetzung für die Kennzahlenbildung. Wie sich bei der Untersuchung der jeweiligen Center-Konzeptionen herausstellte, fehlt z. B. in einem Cost-Center die Gewinngröße gänzlich, so daß ein Kennzahlensystem nach dem Return on Investment (ROI-Kennzahlensystem) dort keine Anwendung findet.

Im anwendungsbezogenen Teil wurden die oben untersuchten Aspekte zu einem Grundkonzept vereint. Die Diskussion der Produktivität als Leistungsträger und die Kennzahlen als Steuerungsinstrument zur Erfolgssicherung dienten im Einklang mit der Cost-Center-Struktur in der Feinentwicklung des Produktivitätskennzahlensystems als Fundament. Für die Fachabteilung (...) wurde eigens ein Produktivitätskennzahlensystem kozeptionalisiert und produktiv umgesetzt, welches auf der Input-Output-Relation basiert. Die klassische Produktivitätsformel wurde auf eine Mengen- und Kostenprodukltivität umgeschlagen. Das Ergebnis dieser Konzeptionalisierung war die quartalsweise Produktivitätsmessung einzelner Dienststellen.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS X
ABBILDUNGSVERZEICHNIS XV
VORWORT XVII
1. Einleitung 1
2. Produktivität - ein wirtschaftlicher Index zur Verbesserung der betrieblichen Leistungsfähigkeit 4
2.1 Grundverständnis der Produktivitätstheorie 4
2.1.1 Der ökonomische Wert der Produktivität für die Unternehmungen 7
2.1.2 Produktivität aus der Sicht der Wirtschaftswissenschaften 9
2.1.2.1 Volkswirtschaftslehre 9
2.1.2.2 Betriebswirtschaftslehre 11
2.1.2.3 Begriffsverständnis des Produktivitätsbegriffes von anerkannten Wirtschaftswissenschaftlern 13
2.2 Produktivität aus der Sicht der Unternehmungen 16
2.2.1 Trend und Konsequenz des Produktivitätsverständnisses 16
2.2.1.1 Gesamtproduktivität und Teilproduktivitäten 17
2.2.1.2 Teilproduktivitäten als Signalwirkung auf analysebedürftige Entwicklungen innerhalb einzelner Bereiche 19
2.3 Schwierigkeiten im Umgang mit Produktivitätskennzahlen 23
2.3.1 Probleme bei der Ermittlung 23
2.3.1.1 Heterogenität der produktiven Leistungsfaktoren 23
2.3.1.2 Ermittlungsprobleme bei Teilproduktivitäten 24
2.3.2 Vergleichsprobleme der Produktivität 26
2.3.3 Produktivität und Humanität - Optimierungsprobleme beim Einsatzfaktor Arbeit 27
2.3.4 Produktivitätsfortschritt durch Reduzierung des Humankapitals - ökonomisch sinnvoll? 29
2.4 Das Produktivitätsmanagement 30
2.4.1 Begriffserläuterung 30
2.4.2 Anforderungen an ein Produktivitätsmanagement 31
2.4.3 Voraussetzung für ein erfolgreiches Produktivitätsmanagement 32
2.5 Produktivitätsfortschritt durch Verbesserung von Prozessen - Vier Lösungsansätze aus der Praxis 34
2.5.1 Cost-Benchmarking 35
2.5.1.1 Voraussetzungen und Funktionen des Benchmarking 35
2.5.1.2 Kennzahlen im Cost-Benchmarkingbereich 37
2.5.1.3 Ergebnisse des Benchmarking 37
2.5.1.4 Cost-Benchmarking im Einklang mit Prozeßdenken 38
2.5.1.5 Vorgehensweise des Cost-Benchmarking in der Praxis 38
2.5.2 Kaizen-Costing. Stetige Kostensenkung in kleinen Schritten 41
2.5.2.1 Kaizen-Costing für betriebsinterne Prozesse 41
2.5.2.2 Grundsätzliche Merkmale des Kaizen-Costing in japanischen Unternehmen 42
2.5.2.3 Gestaltungsvorschläge zur Einführung des Kaizen-Costing-Prozeß 43
2.5.2.4 Problemstellung für das Kostenmanagement in deutschen Unternehmen 43
2.5.2.5 Philosophie und Zielrichtung für Cost-Benchmarking und Kaizen-Costing 44
2.5.2.6 Cost-Benchmarks und Kaizen - Ein Widerspruch? 44
2.5.3 Prozeßkostenrechnung 45
2.5.3.1 Kostenrechnung der indirekten Leistungsbereiche 45
2.5.3.2 Allgemeine Gründe für die Prozeßkostenrechnung 47
2.5.3.3 Vorgangsweise bei der Einführung von Prozeßkostenrechnung 48
2.5.3.4 Aufbau einer Prozeßkostenrechnung 49
2.5.3.5 Leistungsmengeninduzierte (lmi) und leistungsmengenneutrale (lmn)Prozesse 50
2.5.3.6 Ermittlung des Prozeßkostensatz 51
2.5.4 Target-Costing 52
2.5.4.1 Definition und Zielsetzungen des Targes-Costing 52
2.5.4.2 Target-Costing als ein Multifunktionaler Prozeß 53
2.6 Veränderung der Produktivität 54
2.6.1 Planung des notwendigen Produktivitätsfortschritt 55
2.6.2 Effektive Anforderungsumsetzung 57
2.6.3 Effiziente Anforderungsumsetzung 57
2.6.4 Umsetzung der veränderten Leistungs- und Prozeßziele 58
3. Kennzahlen und Kennzahlensysteme - Ein Instrument der Erfolgssicherung 60
3.1 Grundverständnis betrieblicher Kennzahlen 60
3.2 Begriffsverständnis der Kennzahlentheorie 61
3.2.1 Die Kennzahl als Maßstab und Richtweiser der Unternehmen 61
3.2.2 Definition von Absoluten Zahlen und Verhältniszahlen 62
3.2.2.1 Absolute (od. Grund-) Zahlen 62
3.2.2.2 Verhältniszahlen (nach Lehmann) 63
3.3 Notwendigkeiten der Kennzahlen und Kennzahlensysteme 63
3.3.1 Aufgaben und Bedeutung von Produktivitätskennzahlen 66
3.3.2 Die Bildung von Produktivitätskennzahlen 66
3.3.3 Diskussion der Kennzahlen als kreativer Prozeß 68
3.4 Berücksichtigung des menschlichen Arbeitseinsatzes in Produktivitätskennzahlen 70
3.5 Kritische Betrachtung und Problemkreise von Kennzahlensystemen 71
3.5.1 Kennzahlen haben einen zu objektbezogen Charakter 71
3.5.2 Kennzahlen werden zu vergangenheitsbezogen angewendet und dargestellt 72
3.5.3 Konstruktionsmängel und Erfassungsfehler 72
3.5.4 Grenzen in der Anwendung von Kennzahlensystemen 73
3.6 Anforderungen bei der Konstruktion eines Kennzahlengerüstes 74
3.6.1 Generelle Anforderungen 74
3.6.2 Spezielle Anforderungen 76
3.7 Ausgewählte Beispiele für betriebswirtschaftliche Kennzahlensysteme 79
3.7.1 Rechensysteme 80
3.7.2 Ordnungssysteme 81
3.7.3 Vor- und Nachteile des Rechen- und Ordnungssystem 82
3.7.3.1 Vorteile des Rechensystem 82
3.7.3.2 Nachteile des Rechensystems 82
3.7.3.3 Vorteile Ordnungssysteme 82
3.7.3.4 Nachteile Ordnungssysteme 82
3.7.4 Logisch deduktive Kennzahlensysteme 83
3.7.4.1 Das DuPont-Kennzahlensytem 83
3.7.4.2 Das Pyramid Structure of Ratios System 85
3.7.4.3 Das ZVEI-Kennzahlensystem 86
3.7.4.3.1 Wachstumsanalyse 87
3.7.4.3.2 Strukturanalyse 87
3.7.4.4 Das Rentabilitäts-Liquiditäts-Kennzahlensystem (RL-Kennzahlensystem) 90
3.7.5 Empirisch-induktive Kennzahlensysteme - Kennzahlenauswahlverfahren mit Hilfe dichotomischer Klassifikationstests 92
3.7.5.1 Kennzahlensystem nach Beaver 93
3.7.5.2 Kennzahlensystem nach Weibel 94
4. Die konventionellen Center-Strukturen 96
4.1 Grundverständnis der Center-Strukturen 96
4.2 Die Investment-Center-Struktur 97
4.3 Die Profit-Center-Struktur 98
4.3.1 Unterscheidung nach "echten" und "unechten" Erfolgsbereichen 100
4.3.2 Zielgedanken der Profit-Center-Organisationen 101
4.4 Die Cost-Center-Struktur 102
4.4.1 Direkte Abgrenzung zum Profit-Center und Entwicklungstendenzen 103
4.4.2 Zielgedanken von Cost-Center-Organisationen 105
5. Produktivitätskennzahlen im Servicebereich des Geschäftsbereiches (Geschäftsbereich) unter Berücksichtigung der Cost-Center Konzeption 106
5.1 Organisatorische Grundlagen - Die Aufbauorganisation der Siemens AG 107
5.1.1 Die Geschäftsbereiche 107
5.1.2 Geschäftsbereiche mit eigener Rechtsform 107
5.1.3 Regionale Einheiten 108
5.1.4 Zentralabteilungen 108
5.1.5 Die Organisationsstruktur des Geschäftsbereiches (Geschäftsbereich) 109
5.1.5.1 Die zentrale Einheit (...) 110
5.1.5.2 Die Fachabteilung (...) 110
5.1.5.3 Die Dienststelle (...) 111
5.2 Produktivitätsmessung als Vision bei (...) durch das Modell der European Foundation for Qualitiy Management (EFQM) 112
5.2.1 Konkretisierung des Produktivitätsgedanken bei (zentrale Einheit) 114
5.2.2 Die Konzeptionalisierung des Produktivitätskennzahlensystems für (Fachabteilung) 116
5.2.2.1 Grundsätzliches 116
5.2.2.2 Die Ausgangssituation bei (zentrale Einheit) 118
5.3 Anforderungen an das neue System 119
5.3.1 Generelle Anforderungen 119
5.3.2 Spezielle Anforderung - Produktivitätskennzahlen als Steuerungsinstrument in einem Cost-Center 119
5.3.3 Lösungsansätze 120
5.4 Praktische Vorgehensweise anhand eines einfachen Beispiels 121
5.4.1 Annahme und mögliche Aussage der Ergebnisse 124
5.4.2 Produktivitätsrechnung bei (zentrale Einheit) - Teilproduktivität Menge und Kosten 124
5.4.3 Zusammenwirken und drei mögliche Varianten der beiden Teilproduktivitäten Menge und Kosten 126
5.5 Die Implementierung des Produktivitätskennzahlen-Grundkonzeptes 128
5.5.1 Datenerhebung innerhalb der Dienststellen 129
5.5.2 Ergebnisinterpretation der Dienststelle (...) 135
5.5.2.1 Kosten- und Mengenproduktivität 135
5.5.2.2 Soll- und Ist-Auslastung 136
5.5.2.3 Tätigkeitsauslastung 136
5.5.2.4 Kapazitätsbetrachtung und Beschäftigungsgrad 137
5.6 EDV-technische Unterstützung 138
5.7 Kritikpunkte am System 142
6. Zusammenfassung 144

Arbeit zitieren:
Timmerbeil, Frieder Januar 1999: Konzeptionierung, Implementierung und produktiver Einsatz eines Produktivitätskennzahlensystems in einem Cost-Center, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Produktivitätsmessung, Verwaltungsbereich

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