Konzeptionelle Grundlagen und praktische Anwendung von E-Mail-Marketing im Fundraising
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ina Wenzel
- Abgabedatum: August 2004
- Umfang: 94 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8435-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8435-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8435-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wenzel, Ina August 2004: Konzeptionelle Grundlagen und praktische Anwendung von E-Mail-Marketing im Fundraising, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internet, Nonprofit-Organisationen, SPAM, Newsletter, One-to-One Marketing
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Diplomarbeit von Ina Wenzel
Problemstellung:
Seit geraumer Zeit nimmt die Verbreitung eines neuen Kommunikations-Instruments enorme Ausmaße an: Die E-MAIL avanciert zunehmend zu einem festen Bestandteil unseres privaten und beruflichen Alltags. Weltweit gehen immer mehr Menschen fast aller Bevölkerungs- und Altersschichten über das Internet >>online<< und kommunizieren auf dem schnelleren und günstigeren elektronischen Postweg. Allerdings stehen diesen überwiegend positiven Aspekten auch generelle Sicherheitsbedenken kritischer Skeptiker in Bezug auf den Datenschutz und die Angst um den Verlust der Privatsphäre gegenüber. Ungeachtet der geteilten Meinungen, sprechen stetig wachsende Nutzerzahlen für eine überwiegend positive Resonanz der Befürworter.
Daher ergibt sich auch für Nonprofit-Organisationen (NPO) die Chance, vom gezielten Einsatz dieser neuen Technologien im Rahmen ihrer Ressourcenbeschaffung zu profitieren. Begründet durch den Rückgang staatlicher Finanzmittel und die Zunahme der Konkurrenz aus den eigenen Reihen, ist es für die Sicherung der Zukunft dieser gemeinnützigen Organisationen unerlässlich, alle Möglichkeiten des FUNDRAISINGS auszuschöpfen und systematisch die so nötigen finanziellen und materiellen Ressourcen zu akquirieren.
Mit Hilfe der modernen Kommunikationsmedien E-MAIL und Internet könnte sich dem herkömmlichen FUNDRAISING eine neue und über die bisherige Mittelbeschaffung hinaus gehende Perspektive im umfassenden Beziehungsmanagement hinsichtlich der Fördererbindung eröffnen. Gelingt es Nonprofit-Organisationen den Förderer-Dialog mittels E-MAIL zu erweitern und mit Hilfe eines aktiven E-MAIL-Marketings in die FUNDRAISING-Strategie zu integrieren, ergäbe sich ein völlig neues und nicht in Ansätzen ausgeschöpftes Potenzial online erreichbarer Spender. Dies könnte den möglichen Ausweg aus der aufgezeigten Krise bedeuten.
Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit sollen daher die konzeptionellen Grundlagen des E-MAIL-Marketings in Hinblick auf die praktische Anwendung im FUNDRAISING von Nonprofit-Organisationen näher erläutert werden. So erfolgt eine ausführliche Betrachtung wesentlicher Aspekte des Marketings per E-MAIL. Unter Bezugnahme auf bisherige Erfahrungen aus der Praxis, werden die Möglichkeiten und Probleme bei der praktischen Anwendung durch Organisationen untersucht.
Gang der Untersuchung:
Diese Arbeit gliedert sich insgesamt in sechs Kapitel. Der Einleitung folgend, werden im zweiten Kapitel der Begriff FUNDRAISING mit den dahinter stehenden Zielen definiert und die gängigsten FUNDRAISING-Instrumente und -Methoden vorgestellt.
Ausgehend von den derzeitigen Entwicklungen auf dem deutschen FUNDRAISING-Markt steht im dritten Kapitel die Bedeutung des Internets für das FUNDRAISING spendensammelnder Organisationen im Vordergrund. In dem Zusammenhang wird ebenso der Einfluss von E-MAILS erläutert sowie Stärken und Schwächen dieser neuen Kommunikationsmedien gegenüber klassischen Instrumenten analysiert.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich anschließend ausführlich mit den konzeptionellen Grundlagen von E-MAIL-Marketing im FUNDRAISING. Um auf die Thematik hinzuführen, erfolgt eine allgemeine Einordnung in das Marketing in Bezug auf die individuelle Fördererkommunikation. Im weiteren Verlauf dieses Abschnittes werden neben Möglichkeiten auch Schwierigkeiten untersucht, E-MAILS im FUNDRAISING einzusetzen. Im Anschluss an die Vorstellung einzelner Formen der E-MAIL-Kommunikation wird auf die konkrete Gestaltung einzelner E-MAILS eingegangen.
Den Ausführungen zu technischen Aspekten und Möglichkeiten der Erfolgskontrolle von E-MAIL-Maßnahmen im FUNDRAISING, folgt im fünften Abschnitt der Blick in die Praxis. Einleitend wird dabei auf die grundlegende Bedeutung von E-MAIL-Adressen hingewiesen. Darauf aufbauend werden bereits erzielten Erfolgen bei der praktischen Anwendung von E-Mail-Marketing in Nonprofit-Organisationen auch fortwährend bestehende Probleme gegenübergestellt. Erkennbare Tendenzen in der Entwicklung des E-MAIL-FUNDRAISINGS, schließen diesen Abschnitt ab. Schlussfolgernd reihen sich am Ende der Arbeit Zusammenschau und Ausblick an.
Für die erfolgreiche Bearbeitung dieses Themas wurde neben zahlreichen Büchern in erster Linie das Internet zur Recherche genutzt. Vor dem Hintergrund, dass besonders im gemeinnützigen Bereich das E-MAIL-Marketing in Deutschland erst in den ‚Kinderschuhen’ steckt, fehlt es den Nonprofit-Organisationen derzeit noch an ausreichend Erfahrung in diesem Bereich. Somit mangelt es andererseits an einschlägiger Literatur in Bezug auf das E-MAIL-FUNDRAISING. Zwar werden einige Beispiele bereits erfolgreicher E-MAIL-Marketing-Aktionen in dieser Arbeit aufgegriffen - vornehmlich (abgesehen von den beschriebenen Erfahrungen einiger Experten) basieren die vorgestellten Erkenntnisse aus der Praxis jedoch auf Selbstaussagen kontaktierter Organisationen und wurden nicht von der Verfasserin selbst analysiert. Diesem Umstand sei der ausführliche konzeptionelle Grundlagenteil geschuldet. Allerdings verschwimmt in einigen Abschnitten die Trennung von Theorie und Praxis, sodass bei der Darstellung grundlegender Aspekte des E-MAIL-Marketings teilweise auch der Illustration dienende Hinweise auf praktische Erfahrungen einfließen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Ausgangspunkt und Ziel der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise | 2 |
| 2. | GRUNDZÜGE DES FUNDRAISINGS VON NONPROFIT-ORGANISATIONEN | 4 |
| 2.1 | Definition und Ziele des Fundraisings | 4 |
| 2.2 | Fundraising-Instrumente und -Methoden im Überblick | 6 |
| 2.3 | Derzeitige Entwicklung des deutschen Fundraising-Marktes | 11 |
| 3. | DAS INTERNET ALS NEUER KOMMUNIKATIONSKANAL | 13 |
| 3.1 | Wesensmerkmale des Internets | 13 |
| 3.2 | Die neue Perspektive des Online-Fundraisings | 15 |
| 3.3 | E-Mail als beliebtester Dienst im Netz | 17 |
| 4. | KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN VON E-MAIL-MARKETING IM FUNDRAISING | 20 |
| 4.1 | Einordnung des E-Mail-Marketings | 20 |
| 4.2 | Individuelle Kundenansprache per E-Mail-Marketing | 21 |
| 4.2.1 | One-To-One Marketing | 22 |
| 4.2.2 | Permission Marketing | 23 |
| 4.3 | Gründe für das aktive Betreiben von E-Mail-Marketing | 25 |
| 4.4 | Mögliche Problemstellungen | 29 |
| 4.5 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 31 |
| 4.5.1 | Aktuelle Rechtslage im E-Mail-Marketing | 32 |
| 4.5.2 | Die Spam-Problematik | 33 |
| 4.5.3 | Gewinnung der E-Mail-Adressen | 35 |
| 4.6 | Formen der E-Mail-Kommunikation | 37 |
| 4.6.1 | Mailinglisten | 37 |
| 4.6.2 | Newsletter | 38 |
| 4.6.3 | Spenden-E-Mails | 39 |
| 4.6.4 | Stand-alone E-Mails | 41 |
| 4.6.5 | Alerts | 41 |
| 4.6.6 | Autoresponder | 42 |
| 4.6.7 | E-Cards | 44 |
| 4.7 | Formale und inhaltliche Gestaltung einer E-MAIL | 45 |
| 4.7.1 | Themen und Inhalte | 45 |
| 4.7.2 | Hauptbestandteile | 46 |
| 4.7.3 | Das richtige Format | 50 |
| 4.7.4 | Erscheinungshäufigkeit und Umfang | 54 |
| 4.8 | Technische Vorraussetzungen und professionelle Unterstützung für das E-Mail-Marketing | 55 |
| 4.9 | Erfolgskontrolle | 57 |
| 5. | PRAKTISCHE ANWENDUNG VON E-MAIL-MARKETING IM FUNDRAISING | 61 |
| 5.1 | E-Mail-Adressen als Ausgangspunkt aller Maßnahmen | 61 |
| 5.2 | Auf welche Probleme stößt das E-Mail-Marketing? | 64 |
| 5.3 | Mögliche Fehlerquellen bei der praktischen Umsetzung | 67 |
| 5.4 | Erfolgreiche E-Mail-Marketing-Aktionen im Nonprofit-Bereich | 68 |
| 5.5 | Tendenzen und weitere Beobachtungen bei der praktischen Anwendung von E-Mail-Marketing im Fundraising | 71 |
| 6. | ZUSAMMENSCHAU UND AUSBLICK | 77 |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 80 | |
| QUELLENVERZEICHNIS | 82 |
Die Abfrage von Informationen über einen Autoresponder liefert wertvolle und gültige E-MAIL-Adressen, über welche die Organisation ihrerseits eine Kommunikation mit dem Nutzer weiterführen und vertiefen kann. Der Vorteil gegenüber einer Veröffentlichung dieser Informationen auf der Website der NPO liegt also in der exakten Auskunft darüber, wer welche Informationen über die Organisation abgefragt hat. Im günstigsten Fall erhält man durch eine Signatur den vollständigen Namen und die Postanschrift des Interessenten, minimal die E-MAIL- Adresse.143 Als zweite und häufiger eingesetzte Verwendungsmöglichkeit werden Autoresponder als automatisch generierte E-MAILS zur Bestätigung der Ausführung bestimmter Aktionen auf der Website genutzt. Dazu werden nach Spenden, Käufen, [...]
Als eine besondere Form im E-MAIL-Marketing bieten Autoresponder141 die Möglichkeit der automatischen Versendung von hinterlegten E-MAILS, als Reaktion auf vorher festgelegte Aktionen. Diese automatisierten Antwort-MAILS dienen der Unterstützung bei der Abwicklung von Anfragen seitens der Interessenten sowie zur Bereitstellung standardisierter Informationsangebote. Einerseits werden Autoresponder also zum Zweck des Abrufens bestimmter Themen per E-MAIL durch Interessenten eingesetzt. Der hinterlegte Text wird unmittelbar nach Eingang der Anforderungs-MAILS bzw. nach Ansprechen der E-MAIL-Adresse des Autoresponders verschickt. Dies bietet sich bei weiterführenden Informationen und Formularen für Besucher einer Website an, wie zum Beispiel näheren Angaben zu Organisation oder Projekten, allgemeine Geschäftsbedingungen oder Bestellformulare - wenn also standardisierte E-MAILS an verschiede Personen übermittelt werden sollen.142 [...]
BETTINA HOHN spricht in diesem Zusammenhang von der Einrichtung eines Services, der die Nutzer durch kurze Benachrichtigungen von Neuigkeiten über Projekte oder auf der Homepage an die NPO bindet.139 Eine Reaktion ist eher zu erwarten, wenn die Thematik für die Empfänger interessant ist und nicht alle Interessenten Alerts erhalten. Es bietet sich die Versendung an Förderer und Unterstützer an, die der Organisation bereits hohes Engagement und Interesse entgegenbringen. Sie haben Hintergrundinformationen, auf die Alerts absichtlich verzichten, über Arbeit und Mission der Organisation und müssen nicht zusätzlich emotionalisiert werden. Um die Wirkung nicht zu verlieren, sollten Alarmmeldungen, wie der Name schon sagt, nur bei wichtigen und interessanten Inhalten (quasi bei ‚Alarm’!) und daher eher seltener Einsatz finden.140 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832484354
Arbeit zitieren:
Wenzel, Ina August 2004: Konzeptionelle Grundlagen und praktische Anwendung von E-Mail-Marketing im Fundraising, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internet, Nonprofit-Organisationen, SPAM, Newsletter, One-to-One Marketing



